Schmitz | Kommissar Lüppi - Band 4 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 353 Seiten

Schmitz Kommissar Lüppi - Band 4

Gemeinsame Ermittlung
7. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7549-1850-0
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Gemeinsame Ermittlung

E-Book, Deutsch, 353 Seiten

ISBN: 978-3-7549-1850-0
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Der Kriminalhauptkommissar Martin Lüpke, Spitzname Lüppi, und sein Team werden zu einer Autowerkstatt gerufen. Dort ist ein Wachmann tot in einem Container gefunden worden. Schnell fällt auf, er wurde erschossen und seine Dienstwaffe fehlt. Gleichzeitig ermittelt das Team in einer Serie von Brandstiftungen bei Handwerksfirmen. Als sich später herausstellt mit was für einer Schusswaffe der Wachmann ermordet wurde, liegt die Annahme nahe, beide Fälle könnten zusammenhängen. Dabei tauchen Anhaltspunkte auf, die auf organisierte Kriminalität aus Italien schließen lassen. Die Ermittlungen werden umfangreich. Weitere Informationen unter www.MarkusSchmitz.site

Ich bin 1964 in Essen geboren und lebe mit Petra, meiner Verlobten, seit 2007 in Bochum. Von Beruf bin ich Konstrukteur und habe viele Jahre lang Modellbau betrieben. Im Jahr 2016 entschloss ich mich mit dem Modellbau aufzuhören und das Schreiben wieder anzufangen. Die ersten drei Bücher, Der Rennfahrer Mark Kirchheim, waren die ersten Schreibversuche. Da die Probeleser die Geschichten sehr spannend fanden, wurden diese grundlegend überarbeitet. Diese Motorsport-Romanreihe handelt vom Motorsport und der organisierten Kriminalität. Der erste Motorsport-Roman überhaupt. Kommissar Lüppi ist meine erste Kriminalbuchreihe. Weitere Informationen unter www.MarkusSchmitz.site
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1



24. Juli 1995, Montag, 9 .30 Uhr Polizeipräsidium Essen

Heike und Gördi waren mit der neuen Serie von Brandstiftung in einem Essener Industriegebiet beschäftigt. Inzwischen waren es fünf Fälle. Beide hatten jeder eine Akte auf dem Tisch vor sich liegen. Sie hörten Petra zu, die Lüppi von dem Wochenende bei Mario Minnelli erzählte. Er freute sich für sie, dies sahen alle drei. Als sie fertig war, informierte sie ihn über die Fallakten der letzten beiden Fälle.

„Übrigens, die beiden Akten sind fertig. Du kannst jetzt deinen berühmten Satz darauf scheiben“, sagte sie und reichte sie ihm herüber.
Lüppi nahm sie entgegen, schlug beide nacheinander auf und blätterte einmal durch. Schloss beide wieder, nahm einen Kugelschreiber und schaute Petra an.

„Überlegst du, was du schreiben kannst?“, fragte sie ihn.

„Jo“, antwortete er.
Setzte den Kugelschreiber an und schrieb vorne auf den Deckel der ersten Akte. Es war die von Lieselotte Maxfield. Als er fertig war, gab er Petra die Akte wieder zurück, überlegte wieder kurz und schrieb auf die zweite Akte seinen berühmten Abschlusssatz. Es war die von Joachim Eckhoff. Auch diese reichte er anschließend an Petra. Es klopfte an der offenstehenden Tür. Es waren drei Personen.
Kriminaldirektor Lothar Bäumler, Kriminalrat Eckerhard Schuster, der Leiter der Kriminalinspektion 1 sowie Staatsanwalt Marcel Pohlmeier.

„Guten Morgen, zusammen“, grüßte Herr Bäumler.
Was alle erwiderten.

„Wir haben gehört, die beiden Fälle sind abgeschlossen“, sagte Herr Bäumler.

„Ja, stimmt“, sagte Lüppi.

„Die beiden Fallakten sind fertig“, informierte Petra.

„Das heißt, du hast schon deine berühmten Sätze darauf geschrieben?“, erkundigte sich Eckerhard.

„Ja, hat er. Liegen hier“, antwortete Petra und zeigte auf die beiden Akten, die vor ihr lagen. Alle drei kamen zu ihr an den Schreibtisch und schauten, was Lüppi dieses Mal geschrieben hatte. Auf der Akte von Lieselotte Maxfield stand.

‚Auch wenn man es mit seinen Mitmenschen immer gut meint und einem Kind ein schönes Zuhause gibt, heißt das nicht, dass es einem gedankt wird.‘
M. Lüpke

Auf der zweiten Akte von Joachim Eckhoff war zu lesen.

‚Die Sucht nach dem Geld kann groß sein. Wenn sie aber so groß wird, dass es nichts mehr Wichtigeres gibt, sterben auch Menschen.‘
M. Lüpke

„Wie wahr, wie wahr“, resümierte Herr Bäumler.

„Ja, Lüppi“, sagte Eckerhard. „Die beiden sind gut.“

„Es gibt einen Anlass, dass wir drei hier zu Ihnen kommen“, fing Kriminaldirektor Bäumler an. „Und das hat jetzt nichts damit zu tun, dass Ihr auch dieses Mal wieder einmal beide Fälle gelöst habt.“
Er machte eine kurze Pause, ging zu den beiden Schreibtischen von Heike und Gördi, sah beide an und bat sie einmal aufzustehen.

„Frau Buhrmann, Herr Schwarz, Sie beide haben sich hier bei der Inspektion 1, Abteilung KK11, sehr verdient gemacht. Dafür möchten wir uns bei Ihnen beiden bedanken“, sagte Herr Bäumler. „Und daher befördere ich sie beide heute zu Kriminaloberkommissar und Kriminaloberkommissarin.“
Er ging zu Heike und gab ihr die Hand. Anschließend wandte er sich an Gördi. Auch ihm schüttelte er die Hand. Eckerhard und Marcel schlossen sich danach den Glückwünschen an. Lüppi und Petra durften dabei nicht fehlen. Alle sieben standen in einer Runde zusammen und Herr Bäumler ließ sich über die abgeschlossenen Fälle informieren. Als die vier damit fertig waren, wollten die drei wieder gehen.
Es klopfte an der offenstehenden Tür. Ein Streifenpolizist stand im Türrahmen.

„Darf ich einmal stören?“ fragte er.

„Ja, darfst du“, antwortete Lüppi.

„Hier sind zwei, die möchten gerne zu euch“, sagte er weiter und machte einen Schritt zur Seite.

Montag, 9 .32 Uhr Essen Industriegebiet

Mark Kirchheim war auf dem Weg zu Frank Lönz und Werner Rotmann im KFZ-Betrieb. Beide leiteten den Betrieb ‚Motorsport Team Kirchheim und Werkstatt‘. Der Inhaber war Mark mit seiner Frau Michaela. Auf dem größeren Nachbargrundstück befand sie die Firma ‚Fenster und Türen Müller‘. Sein Schwiegervater, Uwe Müller, und er waren die beiden Geschäftsführer des Fensterbaubetriebs. Die unmittelbare Nachbarschaft beider Betriebe hatte Mark und Michaela veranlasst, Anfang 1994, den KFZ-Betrieb für das Rennteam zu übernehmen. Während Frank Lönz von Beginn an, 8 Jahre zuvor, schon mit dabei war, war Werner erst im Herbst 1994 dazugestoßen. Mark und Michaela waren eigentlich nur nach Feierabend und an den Wochenenden mit beim Rennteam dabei.
Frank und Werner hatten Mark zu sich ins Büro gerufen, um mit ihm über den Wachschutz zu sprechen, der notwendig geworden war. Die Brandanschläge im Essener Stadtgebiet wurden fast täglich mehr. Daher hatten sich Mark und Uwe Müller für den Einsatz eines nächtlichen Wachschutzes für ‚Fenster und Türen Müller‘ entschieden. Der Mitarbeiter der Firma sollte zusätzlich auch ein Auge auf den KFZ-Betrieb haben. Uwe kannte die Firma ‚Wachschutz Breitschläger‘ aus früheren Jahren. Bernd Breitschläger hatte einen Mitarbeiter für vier Probenächte zu den beiden Betrieben geschickt. Mark betrat das Büro, nachdem er die fünf Mitstreiter in der Werkstatt begrüßt hatte.

„Guten Morgen, ihr zwei“, grüßte Mark bei seinem Eintreten.

„Guten Morgen, mein Lieber“, sagte Frank und auch Werner erwiderte den Gruß.

„Was gibt es Wichtiges?“, fragte Mark.

„Der Wachmann hat die hintere Tür offengelassen“, sagte Werner. „Das hat vorhin Michael bemerkt.“
Mit Michael war Michael Böster gemeint, der älteste Freund von Mark und Mechaniker im KFZ-Betrieb.

„Du meinst, vergessen abzuschließen?“, fragte Mark nach.

„Nö, ich meine offen, genauer gesagt, nur angelehnt“, antwortete Werner.

„Klasse!“, reagierte Mark.

„Problem ist jetzt, ich habe vorhin bei Bernd Breitschläger angerufen, um mit ihm über seinen Mitarbeiter zu sprechen. Er wollte diesen Zuhause anrufen“, fing Frank an. „Der hat vor ein paar Minuten zurückgerufen. Der gute Mann ist aber noch nicht Zuhause eingetroffen, sagt dessen Ehefrau.“

„Oh, das klingt jetzt auch nicht gut“, erwiderte Mark.

„Wir wollten dir und Uwe die weitere Kommunikation mit Bernd Breitschläger überlassen“, sagte Frank.

„Denn schließlich habt ihr nebenan die Firma beauftragt“, ergänzte Werner.

„War sonst noch etwas? Licht angelassen oder so?“, fragte Mark nach.

„Nein, laut Michael, war nur die Tür auf.“

„Habt ihr euch schon einmal hinten umgesehen?“ wollte Mark wissen.
Die beiden sahen einander an und antworteten mit nein, hätten sie nicht.

„Dann lasst uns das mal machen.“
Alle drei gingen durch das Materiallager zur Rückseite der Halle, zu der Stahltür, die auch zu den Containern führte. Dort stand auch der kleinere Transporter des Rennteams. Alle drei schauten sich um, konnten aber nichts Auffälliges finden. Bis Frank auf die Idee kam in einen der Container zu sehen. Er klappte den Deckel hoch und erschrak.

„Scheiße!“, schrie er laut auf.
Mark und Werner kamen zu ihm und schauten auch hinein. Dort lag der vermisste Wachmann in seiner Uniform und mit einem Loch im Kopf auf dem Metallschrott. Den Schrei hatten auch die fünf in der Werkstatt gehört und kamen ebenfalls dazu.

„Ich gehe ins Büro und rufe die Polizei an“, sagte Frank als erster.

„Warte mal, ich mach das schon“, sagte Mark. „Ich rufe direkt bei Martin Lüpke und Petra Wilkerling an.“

„Direkt bei der Kriminalpolizei?“, fragte Giovanni.
Giovanni hieß Giovanni Lombardi und gehörte, wie seine Schwester Francesca und sein Cousin Giuseppe, seit über zwei Jahren zum Rennteam. Während Giovanni eine KFZ-Lehre im Betrieb machte, arbeiteten Francesca und Giuseppe im elterlichen Betrieb ‚Italienischer Großhandel Lombardi‘ in Duisburg.

„Der Mann hat eine Schusswunde im Kopf und dann kann ich auch direkt bei Petra oder Herrn Lüpke anrufen“, sagte Mark und ging in das Büro von Frank und Werner.

Montag, 9 .45 Uhr Polizeipräsidium Essen

„Einen sehr schönen guten Morgen, möchten wir zwei wünschen“, sagte Manfred Becker.
Direkt neben ihm stand Jutta Eckhoff. Beide traten in das Büro.

„Hallo Manfred, hallo Jutta“, grüßte Lüppi zurück.
Alle anderen grüßten auch, waren aber über das Duzen der beiden von Lüppi überrascht, da er bis zu diesem Zeitpunkt nichts von dem letzten Samstag erzählt hatte.

„Wir beide sind heute hier zu dir gekommen“, fing Manfred an und sah dabei zu Lüppi. „Weil wir beide uns noch einmal bei dir recht herzlich bedanken wollten. Wir fanden es ganz toll von dir und deiner Frau, dass ihr am Samstag zu mir gekommen seid und mit uns ‚das versteckte Rätsel‘ gelöst habt. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Kriminalhauptkommissar in seiner Freizeit sich um seine Mitmenschen kümmert. Das fanden wir ganz toll.“

„Ich kann mich Manfred nur anschließen“, sagte Jutta. „Schade, dass der Anlass das wir uns getroffen haben, ein so trauriger ist, aber ich bin jetzt überglücklich meinen Cousin gefunden zu haben.“

„Dann können wir Ihnen allen etwas ganz tolles mitteilen“, sagte Manfred Becker, sah einmal in die Runde und sprach weiter.

„Mit Gudrun und Wilhelm Herrscheid haben wir uns am...



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