Schneeberg | Crashed Dreams. Hailey & Noah | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 284 Seiten

Reihe: Calgary Sharks

Schneeberg Crashed Dreams. Hailey & Noah

Mitreißender Friends to Lovers Eishockey-Liebesroman | Sports Romance
24001. Auflage 2024
ISBN: 978-3-646-61069-7
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Mitreißender Friends to Lovers Eishockey-Liebesroman | Sports Romance

E-Book, Deutsch, Band 2, 284 Seiten

Reihe: Calgary Sharks

ISBN: 978-3-646-61069-7
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



**Eine Nacht verändert alles**  Haileys beste Freundin Fallon liegt schwerverletzt im Krankenhaus. Ein Autounfall mit Fahrerflucht. Halt findet Hailey ausgerechnet bei Fallons Ziehbruder Noah. Was mit Trost beginnt, endet in einem One Night Stand und dem Entschluss, ihre Freundschaft nicht zu gefährden. Doch die plötzliche Nähe zu dem attraktiven Eishockey-Spieler entfacht das lange ignorierte Kribbeln in Haileys Herzen erneut ... Während sie versucht, sich auf ihre eigene Hockey-Karriere zu fokussieren, besucht Playboy Noah immer öfter ausufernde Partys - und taucht völlig betrunken bei Hailey auf. Ihre Gefühle fliegen Loopings, doch sie ahnt auch, dass mehr hinter Noahs plötzlichen Abstürzen stecken muss als die Sorge um Fallon.  Kann sie ihn retten, wenn er sein dunkelstes Geheimnis vor ihr verbirgt?  //Dieser Liebesroman ist in sich abgeschlossen. Weitere Romane um die Eishockey-Mannschaft »Calgary Sharks«: -- Crashed Hopes. Fallon & Cooper -- Crashed Secrets. Erin & Jackson// 

Solvig Schneeberg studierte Literaturwissenschaften in ihrer Heimatstadt Erfurt, bevor sie beschloss, sich einzig dem Schreiben zu widmen. Bereits in jungen Jahren entdeckte sie die Liebe zum geschriebenen Wort und fing bald an, ihre eigenen Geschichten aufzuschreiben und zu veröffentlichen. Sie ist eine verträumte Romantikerin, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass ihr ganzer Fokus auf Fantasy- und Liebesromanen liegt. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten, einem Hund und den Katzen lebt sie am Waldrand von Weimar.
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Kapitel 1


Hailey

Obwohl ich still saß, zitterten meine Beine unaufhörlich. Ich versuchte mich zu beruhigen, indem ich die Hände auf meine Knie legte, doch ich hatte das Gefühl, es nur noch schlimmer zu machen. Hektisch atmete ich ein, noch hektischer aus. Fast verlor ich das Gefühl über meinen eigenen Körper. Meine Fingerspitzen waren kalt und taub.

Mein Blick fiel auf die anderen Menschen um mich herum.

Im Wartezimmer der Notaufnahme saßen so viele Leute, dass ich mir eingeengt vorkam, obwohl der Raum so offen gestaltet war. Überall standen grüne Pflanzen in großen Kübeln, die Bänke und Stühle waren sorgfältig arrangiert und boten genügend Abstand.

Ein paar der Wartenden kannte ich. Coach Tanner saß in einer Ecke und wackelte unruhig mit den Füßen, als wollte er jeden Moment aufspringen und joggen gehen. Caty, unsere Torhüterin bei den Calgary Sharks hockte zusammengesunken auf dem Stuhl. Sie hatte die Party organisiert, auf der wir unseren Sieg hatten feiern wollen. Sie sah furchtbar mitgenommen aus. Blass und grün im Gesicht zugleich. Zusammen mit meinem restlichen Team warteten sie im hinteren Bereich des Raums. Ihre nervöse Energie durchdrang mein dünnes Shirt und ließ mich frösteln. Ich zog die Strickjacke enger um mich, aber es half nicht viel. Die Kälte saß tiefer. In meinen Knochen, meinen Muskeln. Meinem Herzen.

Ich sah zu Noah, der hin und her lief. Mittlerweile hatte er bestimmt Spuren in dem grauen Linoleum hinterlassen. Er fuhr sich zittrig durch die kurzen dunklen Haare, atmete durch, hielt sich den Kopf. Begann seine Runde durch den Raum erneut.

Schwankte er? Er war auch auf der Siegesfeier für die Calgary Sharks gewesen. Sicherlich hatte er etwas getrunken, wie alle, die dort gewesen waren.

Am liebsten wäre ich aufgestanden und hätte ihn gestützt, doch ich schaffte es nicht, mich zu bewegen. Ich kauerte wie versteinert auf dem unbequemen Stuhl, dessen Lehne sich in meine Hüfte drückte.

Neben mir befanden sich Noahs Eltern. Carol lehnte nach vorne gebeugt und schluchzte leise, während Jeff ihr beruhigend über den Rücken strich. Er sagte nichts. Niemand sagte etwas. Selbst die Angehörigen im Wartezimmer, die nicht zu uns gehörten, schienen zu begreifen, dass hier etwas so Schlimmes passiert war, dass jedes noch so leise Wort zu laut gewesen wäre. Als könnte jeder Laut diese Blase aus Schockstarre und Angst zerplatzen und Realität werden lassen, wovor wir uns fürchteten.

Die elektrischen Schiebetüren öffneten sich mit einem markanten Zischen und ein Arzt trat ein. Er ließ seinen Blick über die Anwesenden schweifen, ging dann aber zu einer älteren Frau, die nichts mit uns und Fallon zu tun hatte. Ich hörte sie miteinander reden, doch ich verstand kein Wort. Meine Gedanken waren woanders.

Fallon. Meine beste Freundin. In diesem Moment lag sie irgendwo im Krankenhaus auf einem kalten OP-Tisch und kämpfte um ihr Leben, nachdem ein Irrer sie überfahren hatte.

»Hailey?« Überrascht sah ich auf. Noah war vor mir stehengeblieben und sah mich besorgt an. »Bist du sicher, dass du mit uns warten willst?«

Ich musste mehrmals blinzeln, um zu verstehen, was er meinte. Gott, ich stand wirklich neben mir. Er sprach von meiner Gehirnerschütterung. Bei dem Eishockeymatch vor ein paar Stunden hatte ich einen harten Check kassiert und war gegen die Bande geprallt. Die Sanitäter hatten mich vom Eis geholt und direkt ins Krankenhaus verfrachtet.

Diese Erinnerung erschien mir so weit weg, als wäre es vor einer Ewigkeit passiert.

Langsam nickte ich. »Es geht mir gut.«

Und das war nicht mal gelogen. Ich hatte Schmerzmittel bekommen und das Krankenhaus sogar schon verlassen können, hätte ich nicht die Nachricht von Fallons Unfall bekommen.

Mein Kopf schmerzte nicht mehr und schlecht war mir auch nicht mehr. Na ja, zumindest nicht wegen der leichten Gehirnerschütterung. Meine Übelkeit kam aus meinem Inneren, von dort, wo die Angst saß.

»Noah, Junge, setz dich hin«, bat Jeff leise und streckte eine Hand nach ihm aus. Für einen Augenblick schien sich Noah tatsächlich setzen zu wollen, dann schüttelte er den Kopf. Nickte. Und ließ sich kraftlos auf den leeren Stuhl neben mir fallen. Ich nahm seine Hand und drückte sie kurz. Sie war eiskalt.

Aus der Nähe sah Noah aus, als hätte er die letzten Nächte durchgemacht. Seine blauen Augen waren blutunterlaufen. Die Haut bleich und grau. Er atmete tief durch und ich konnte den Alkohol riechen. Die Party war bestimmt toll gewesen. Ich wäre gerne dort gewesen … Vielleicht hätte Fallon dann nicht diesen Unfall gehabt, weil sie nicht allein unterwegs gewesen wäre. Dieser Gedanke ließ mich nicht los.

Die Schiebetüren öffneten sich erneut. Ich sah zuerst nicht auf, mein Blick haftete noch auf Noah. Jeff sprang allerdings auf. Zwei Ärzte hatten das Wartezimmer betreten und steuerten direkt auf uns zu.

»Mr und Mrs Kingsbury? Ich bin Doktor Picard, das ist meine Kollegin Doktor Tessier.« Er streckte höflich die Hand aus. Jeff erwiderte die Geste; ich erkannte, wie er zitterte.

»Miss McQueen ist aus dem Operationssaal und –«

Erleichtertes Aufseufzen zog sich durch den Warteraum, doch ich hielt mich zurück. Etwas an seinem Tonfall irritierte mich. Der Arzt wartete einen Moment, dann sprach er weiter.

»Ihr Zustand ist stabil, wenn auch besorgniserregend. Derzeit befindet sie sich noch in Narkose. Die nächsten Stunden werden zeigen, wie viel Schaden ihr Hirn bei dem Unfall tatsächlich genommen hat.«

»Was soll das bedeuten?« Carol erhob sich und krallte sich regelrecht am Arm ihres Mannes fest. »Sie könnte nicht wieder aufwachen? Ist es das, was sie uns sagen wollen? Lieber Gott …« Kraftlos sackte sie zurück auf den Stuhl und griff sich an die Brust, als würde ihr Herz schmerzen.

Ich konnte nachvollziehen, wie sie sich fühlte. Auch wenn Fallon nicht meine Ziehtochter war und bei mir lebte, war sie meine beste Freundin. Ihr Verlust würde auch einen Teil von mir sterben lassen.

Noah drückte meine Hand fester, sodass es schon wehtat, aber ich beschwerte mich nicht. Er brauchte den Halt ebenso wie ich. Doch im Vergleich zu ihm war ich winzig. Ich maß kaum einen Meter fünfundsechzig, war schlank und keine 1,90 große Muskelmaschine wie Noah. Welche Stütze konnte ich ihm schon sein?

»Nun, es ist nicht ausgeschlossen, dass sie durch die Gehirnerschütterung eine Weile bewusstlos bleiben wird oder gar bleibende Schäden behält. Ich würde alles Weitere gerne mit ihren Eltern besprechen.«

»Sie sind bereits auf dem Weg«, antwortete Jeff. »Aber wir haben die Vollmachten, solange sie nicht hier sind. Deshalb können Sie auch uns alles sagen.«

Vollmachten?, überlegte ich, doch gleich darauf fiel es mir wieder ein. Fallon war als Teenager zusammen mit Noahs Familie nach Calgary gezogen, weil sich ihre eigenen Eltern einen Umzug nicht leisten konnten.

Es war nur logisch, dass jemand die Verantwortung für Fallon hatte. Obwohl Fallon, so wie wir alle, mittlerweile volljährig war, galten diese Dokumente wohl immer noch.

Wenn ich an den Umgang der Kingsburys mit Fallon dachte, stand sie Jeff und Carol mittlerweile näher als ihren eigenen Eltern.

Ob ich wohl einfach so meine Familie hätte zurücklassen können? Klar, ich war bereit, für den Sport mein Leben zu ändern, aber ich bezweifelte, dass ich den Mut gefunden hätte, als 14-Jährige meine Eltern zu verlassen.

Doktor Picard nickte. Mir fiel auf, dass die Ärztin die ganze Zeit geschwiegen hatte. Ihr Blick landete auf mir und dann auf meinen mit Noahs verschränkten Händen. Sie sah wieder zurück zu Jeff und Carol.

»Mr Kingsbury, die Verletzungen von Fallon sind sehr vielfältig und«, sie räusperte sich, »werden langwierige Konsequenzen haben. Ihr linkes Knie scheint irreparabel beschädigt zu sein.«

»Beschädigt?« Es war das erste Mal, dass Noah etwas sagte. Seine Stimme klang kratzig. »Was heißt das?«

Er sprach aus, was ich dachte. In meinem Kopf bildeten sich albtraumhafte Szenarien, die ich am liebsten sofort verdrängt hätte.

Mir wurde bewusst, dass mittlerweile eine angespannte Stimmung im Raum herrschte. Meine Teamkameraden, Coach Tanner – sie alle hörten stumm zu. Die Ärztin senkte die Stimme, sprach nur zur Familie Kingsbury und somit auch mir.

»Es ist zu diesem Zeitpunkt schwer zu sagen, wie sich die Situation entwickelt, aber es könnte sein, dass sie nie wieder laufen kann.«

Noah ließ abrupt meine Hand los und sprang auf. Er ballte seine Hände zu Fäusten und sah aus, als würde er den Arzt schlagen wollen. Ich stand ebenfalls auf und nahm seine Hand wieder in meine....



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