Schone | Dark Fire - Das Erwachen der Leidenschaft | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 419 Seiten

Schone Dark Fire - Das Erwachen der Leidenschaft

Dark Victorian Romance | Ein prickelnder Roman der der USA Today Bestsellerautorin
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-98690-800-3
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Dark Victorian Romance | Ein prickelnder Roman der der USA Today Bestsellerautorin

E-Book, Deutsch, 419 Seiten

ISBN: 978-3-98690-800-3
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Eine Zeitreise, die verboten-sinnliche Abenteuer bereithält: »Dark Fire - Das Erwachen der Leidenschaft« von Robin Schone als eBook bei dotbooks. Was würdest du tun, wenn du eines Morgens in einem fremden Bett und in einem längst vergangenen Jahrhundert aufwachst? Elaine glaubt zu träumen, als sie in den Armen eines attraktiven Mannes erwacht, der garantiert nicht ihr gefühlskalter Ehemann ist! Lord Charles Arlcotte scheint Elaine für seine junge Braut zu halten - und sich danach zu sehnen, sie in die leidenschaftlichen Geheimnisse des Ehebetts einzuweihen. Doch welches Rätsel verbirgt sich hinter Elaines Zeitsprung in das viktorianische England? Zwischen ihr und Charles erwacht eine dunkle Leidenschaft, die bald schon sehr viel mehr zu werden verspricht - aber Elaines neues Leben hält auch Gefahren für sie bereit ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der provokante historische Liebesroman »Dark Fire - Das Erwachen der Leidenschaft« von USA-Today-Bestsellerautorin Robin Schone wird Fans von »Outlander« begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Robin Schone begann schon mit 15 Jahren romantische Geschichten zu schreiben, heute ist sie eine gefeierte amerikanische Bestsellerautorin, deren Bücher in viele Sprachen übersetzt wurden. Für ihre stets außergewöhnlichen und beliebten historischen Liebesromane wurde sie 2008 von der Romantic Times ausgezeichnet. Robin Schone lebt mit ihrem Mann in den USA. Die Website der Autorin: robinschone.today/ Bei dotbooks veröffentlichte Robin Schone ihre Dark-Victorian-Romance-Romane »House of Passion - Der Club der verbotenen Lüste«, »Silk and Sin- Ein unmoralisches Angebot«, »Silk and Sin - Ein gefährliches Spiel«, »Dark Fire - Das Erwachen der Leidenschaft« und »Verführt von einem Lord«.
Schone Dark Fire - Das Erwachen der Leidenschaft jetzt bestellen!

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Kapitel 1


Dorset, England, 1883

Die Reitgerte hob und senkte sich – ein-, zweimal, schlug einen lautlosen Takt. Ein dunkles Gewirr geometrischer Muster zeichnete sich im Schlafzimmer ab, das Himmelbett als farbloser Würfel, der Nachttisch als gedrungener Zylinder, ein Stuhl als dämmriges Viereck. Die Frau im Himmelbett lag totenstill, ihre patrizischen Züge waren kaum mehr als ein verschwommener heller Fleck. Eine gestärkte weiße Haube rahmte ihr Gesicht ein, unsinnlich, unweiblich, unnachgiebig.

Charles Lucien Villiers Mortimer, zwölfter Baron von Arlcotte, ballte die Hand um die Reitgerte zur Faust.

Er war zweiunddreißig Jahre alt. An ihrem zwanzigsten Geburtstag hatte er dieses Dornröschen geheiratet. Bis gestern Abend, ihrem einundzwanzigsten Geburtstag, war sie Jungfrau geblieben. Und er – er hatte ein langes, nutzloses Jahr enthaltsam gelebt, wider alle Wahrscheinlichkeit hoffend, er könne in diesem eiskalten Körper einen Funken Leben entfachen.

Etwas Goldenes schimmerte im Schatten.

Er hatte Morrigan einen Ring aus purem Gold geschenkt, um ihre Vereinigung zu feiern und den Ehering zu ersetzen, den sie verloren hatte, gleich nachdem er ihn ihr vor einem Jahr an den Finger gesteckt hatte. Ein Symbol für einen Neubeginn, hatte er ihr erklärt und ihr den breiten Reif an den Finger geschoben. Eheleute brauchten sich nicht für das zu schämen, was Mann und Frau miteinander taten, hatte er ihr versichert und sie sanft auf den Mund geküsst.

Sie hatte den Kopf abgewandt und seine Küsse zurückgewiesen. Ihr Körper war steif und abweisend geblieben, hatte seinen Samen verschmäht.

Sein Ring lag auf dem Nachttisch.

Kalter Zorn übermannte ihn. Sie musste wach sein; das Aufziehen der Bettvorhänge hatte die frühmorgendliche Stille scharf wie ein Schuss durchschnitten.

Die Frau, seine kindliche Braut, die nun körperlich, wenn schon nicht seelisch seine Ehefrau war, blieb unter seinem prüfenden Blick reglos wie eine Statue liegen. Als ob es die vergangene Nacht nie gegeben hätte – als ob es ihn nie gegeben hätte –, woran er selbst zweifeln würde, hätte er nicht ihr Blut von seinem Glied gewaschen als Zeugnis für das unfreiwillige Opfer seiner jungfräulichen Braut.

Charles überkam der Wunsch, die Bettdecke wegzureißen, um nachzusehen, ob sie ihr Nachthemd wieder über ihre Hüften gezogen hatte, aber das hatte sie gewiss getan.

Er war es müde, unnötige Kraft auf einen hoffnungslosen Fall zu verschwenden. Und Morrigan war ein hoffnungsloser Fall, wie ihm nun klar wurde.

Als er ihr vor dreizehn Monaten zufällig im Wald begegnet war, hatte sie einen Feentanz um einen Steinkreis aufgeführt, seltsam anmutig und betörend wie Eva. Ihr schwarzes Haar war wallend über ihren Rücken gefallen, und sie hatte händeweise Frühlingsblumen in die Luft geworfen und sie sich auf den Kopf rieseln lassen.

Als er sie beobachtete, hatte er gedacht, endlich habe er ein seltenes Juwel gefunden: eine leidenschaftliche Frau. Charles umklammerte die Reitgerte.

Seine Eltern hatten in duldsamem Frieden zusammengelebt wie so viele im Hochadel, die Wohlstand und Titel in einer bequemen Vernunftehe tauschten. Er hatte sich geschworen, diese Art der Hölle zu meiden. Nachdem er nun alle Konventionen in den Wind geschlagen hatte, musste er feststellen, dass seine Ehe weder bequem noch vernünftig war.

Er war sich so sicher gewesen, dass sie die Richtige sei, dieses Kind, das er gerade zu seiner Frau gemacht hatte. So sicher, dass er Leidenschaften entfesseln könnte, die gewiss in ihr steckten, nachdem sie voller Hass, Zurückweisung und Zorn aufgewachsen war. Es mussten starke Gefühle in ihr schlummern. Wo war sie, die Seelenverwandtschaft, die zwischen ihnen herrschen sollte, der Geist, der seinen ergänzte, das Geschlecht, das seines vervollständigte. Wo war es nur?

Er zwang sich, die Finger zu lockern und aufzugeben, woran er sich klammerte.

Immer wieder hatte sie ihn abgewiesen, seine Geschenke, seinen Körper, ihre Stellung. All diese langen Monate, ein ganzes Leben, hatte er wider jede Hoffnung gehofft, zu ihr durchzudringen.

Er war ihm nicht gelungen.

Die Leidenschaft, die er im Wald flüchtig erblickt hatte, hatte sich als Trugbild seiner eigenen Begierde erwiesen.

Charles seufzte, sein warmer Atem trieb als grauer Dunst durch das eiskalte Schlafzimmer.

Er wünschte, er hätte sie wärmen können und sie wäre heiß und feucht in seine Obhut, seine Fürsorge gekommen. Er hätte sie bis zu seinem Tod geehrt, sie jede Nacht geliebt, bis sie vor Lust geschrien hätte.

Aber jetzt ...

Jetzt spielte es keine Rolle mehr.

Wenn er ihre Leidenschaft nicht haben konnte, würde er sich nehmen, was er brauchte: einen Erben.

Aber noch nicht.

Die Vorstellung, jetzt bei ihr zu liegen und das Geschehene zu wiederholen, das sie in ihrer Selbstgerechtigkeit zu einem Akt der Selbstbefriedigung gemacht hatte, drehte ihm den Magen um.

Gestern Abend hatte ihn Trauer erfüllt um das, was hätte sein sollen, doch nie sein würde. Heute Morgen beherrschte ihn die Wut über das, was war und immer sein würde.

In seiner gegenwärtigen Verfassung wäre es tatsächlich eine Vergewaltigung, wenn er sein Streben nach einem Erben durchsetzen wollte. Er würde keine allzu fromme Braut entjungfern, sondern sie mit Gewalt nehmen, nur um ihr wehzutun, wie sie ihm seit einem Jahr wehgetan hatte.

Und ihm ein Leben lang wehtun würde.

Ein Mann allein.

Ein Sonnenstrahl fiel durch die Balkontür hinter Charles.

Das Licht ließ das verschwommene Gesicht seiner Frau zwischen gestärkter Nachthaube und Seidenbettlaken klar hervortreten.

Ihre Augenlider zuckten. Unter der zarten Haut sah er das pulsierende Geflecht winziger bläulicher Venen.

Ohne Vorwarnung öffnete Morrigan die Lippen, die heute roter und stärker geschwollen waren als sonst, weil sie darauf gebissen hatte, um seine Zärtlichkeiten zu ertragen. Sie atmete hörbar ein, ein ersticktes Röcheln, das in den dunklen Ecken des Schlafzimmers widerhallte.

Charles sträubten sich die Nackenhaare.

Er kannte dieses Röcheln von Soldaten auf dem Schlachtfeld, die um einen letzten Atemzug rangen: Es war das Röcheln des Todes.

Der Lichtstrahl, der das Gesicht seiner Frau beschien, teilte sich. Der Nachttisch erstrahlte im Sonnenschein. Auf der Ebenholzplatte funkelte ein goldener Ring in rötlichem Feuer.

Eine endlose Weile verging, bis der gegabelte Lichtstrahl erlosch und der Goldring in matten Glanz zurückfiel.

Eine gedämpfte Morgenröte erfüllte das Schlafzimmer und verlieh Morrigans bleichen Wangen das Strahlen eines neuen Tages. Auf der Bettdecke über ihrer Brust schimmerten samtig gelbe Glanzlichter, die sich im Takt hoben und senkten.

Ohne zu merken, dass er den Atem angehalten hatte, stieß Charles die Luft aus und atmete tief ein – kalte, feuchte Luft, durchdrungen von abgestandenem Schweißgeruch und dem Ingwerduft der weißen Laken.

Wieder brodelte die Wut in ihm hoch.

Sie spielte weiter ihr Spiel, begegnete seinem Wachen mit Schlaf, seinem Feuer mit Eis, seinen Träumen mit Tod.

Er nahm den Ring vom Nachttisch. »Es nützt nichts, Morrigan. Ich weiß, dass du wach bist.«

Morrigan blieb still liegen, reglos, voll selbstgerechter Unnahbarkeit.

Mit einem Ruck zog Charles die Bettdecke bis zu ihrer Taille fort und nahm ihre linke Hand.

Bei der unerwarteten Berührung schlug sie die Augen auf und verriet die Lüge: Sie war die ganze Zeit wach gewesen, ihrer Macht über ihn und die Farce ihrer Ehe gewiss. Er drückte ihr den Ring in die Hand und schloss ihre Finger darum.

Sie waren steif, unnachgiebig. Ihr ausdrucksloser Blick sprach seinen Bemühungen Hohn.

Er könne sie nicht zwingen, den Ring anzunehmen, sagte ihr Blick. Ebenso wenig, wie er sie mit Geschenken und Freundlichkeit hatte erweichen können.

Charles trat einen Schritt zurück.

Ihre Hand fiel kraftlos auf die Matratze. Der Goldring rollte zwischen die Laken. Morrigan machte keinerlei Anstalten, ihn zu suchen, unzugänglich bis zum Ende.

Er biss die Zähne zusammen. »Du bist meine Frau. Ob du meinen Ring trägst oder nicht, ist unwichtig. Denk darüber nach, Frau. Ich verreise für vierzehn Tage. Wenn ich zurückkomme, wirst du die Stute für meinen Hengst sein, ob du willst oder nicht, Ring hin oder her, denn ich habe einen Stall zu füllen, und bei Gott, Madam, Sie werden ihn füllen.«

Wütend zog er die Bettvorhänge mit einem scharfen Geräusch zu, das durch die stille Morgendämmerung hallte. Die glatte Seide klebte kurz an seinen Fingerspitzen, bevor sie in schimmernd gelben Falten herunterfiel.

Der Orientteppich, gekauft unter großen Mühen und Kosten für eine Frau, der weder an ihm noch an seinem Heim etwas lag, dämpfte seine Schritte, als er zur Tür ging. Trostlos fragte er sich, ob zwei Wochen genügen würden, die Wut über eine lebenslange Enttäuschung zu bezähmen.

Vor Morrigans Zimmer war das Haus unterschwellig zum Leben erwacht. Das entfernte Klappern von Töpfen und Pfannen kündete das Frühstück für gut fünfzig Dienstboten an. Die gedämpften Schritte von einer Armee schlurfender Füße drangen aus den Dachkammern und tapsten wie Holzwürmer über die verschiedenen Korridore, die sich hinter den eleganten Wänden verbargen.

Eine schmale Tür am Ende des mit Teppichen ausgelegten Ganges öffnete sich.

Charles grinste, als er die vertraute Gestalt bemerkte. Er blieb stehen, trat von der offenen Tür fort und verbeugte sich spöttisch vor der unverhohlen wutschnaubenden Frau. »Diese Runde geht an mich,...



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