Schrammel | Nekromant der Raumfaltepoche | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 492 Seiten

Schrammel Nekromant der Raumfaltepoche


2. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7568-5344-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 492 Seiten

ISBN: 978-3-7568-5344-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein gottesmordender Übermensch gejagt von einer zur Erbarmungslosigkeit herangezüchteten Agentin Verfolgt wegen des Mordes an einem falschen Gott hetzt Darius, seiner verlorenen Erinnerung nachspürend, durch die Galaxie. An seine Fersen heftet sich Senta. Die furchtlose Agentin muss den Ketzer zum Wohle ihrer Heimat zur Strecke bringen. Die abenteuerliche Verfolgungsjagd lässt Jägerin und Gejagten die Höllen von Unterdrückung, Krieg und Terror durchkämpfen. Im Graubereich moralischer Ambiguität kämpfen beide Helden dafür, ein kleines Stückchen friedlicher Existenz für sich zu finden.

Der österreichische Autor Peter Schrammel wurde 1982 geboren. Er wuchs in Vorarlberg auf und studierte Theater, Film und Medienwissenschaften an der Universität Wien. Er arbeitet als Cutter, Produzent und Kameramann und fungiert als Schreihals der Death Metal Band Locracy. Science Fiction war schon immer eine Vorliebe für den Autor. Von Dune und Sirens Of Titan, Star Trek und The Expanse, Bioshock und Metro 2033 bis zu Alien und Terminator soll und darf alles als Einfluss in seinen Arbeiten wieder erkennbar sein. Unter dem Dach der Raumfaltepoche will er seinem Schreibdrang ohne Einschränkung Platz bieten.

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LIVERNE
Kapitel 1
Darius erwacht neben der erlegten Kreatur aus seinem komatösen Winterschlaf. Während seiner Bewusstlosigkeit von der Augenflüssigkeit in seinem aufgeblähten Körper genährt, hat er jetzt fast wieder seine Ausgangsform angenommen. Von seinen Fieberträumen verwirrt, versucht er sich zu orientieren. Das durch den Höhleneingang einfallende Licht der aufgehenden Morgensonne lässt ihn die Umrisse des getöteten Monsters neben sich am Höhlenboden erkennen. Allmählich kehren die Erinnerungen an den Kampf zurück, und er weiß jetzt, wo er sich befindet. Darius richtet sich langsam auf. Er fühlt sich gut. Er hat keine gebrochenen Knochen mehr. Er fühlt sich ausgeschlafen und erfüllt von unbändiger Energie. Irgendetwas ist mit ihm passiert. Etwas Gutes? Seine Hände pulsieren, durchströmt von unendlicher Kraft, ein Gefühl, als könne er Wände mit ihnen einschlagen. Darius fühlt eine fremde Macht, die ihn durchfließt und seinen Körper in den eines Raubtieres verwandelt haben muss. Er hat das Gefühl, als wäre er von einer Strömung primitiver Natur erfasst und durch diese von Grund auf restauriert worden. Er ist wiedergeboren - ein neues Alphatier ist in seine Haut geschlüpft. Darius lässt den eigenen Körper noch auf sich wirken, während er jeden einzelnen Muskel seiner Extremitäten anspannt, um die ihm innewohnende, rohe Kraft zu spüren. Mit diesen Erkundungen seiner Selbst zufrieden, lässt er seine Sinne und die Wahrnehmung seiner Umgebung auf sich wirken. Er beginnt mit dem Tastsinn, indem er sich selbst berührt und dann den Kadaver der Kreatur, die ihm seine neue Existenz geschenkt hat. Minuziöse Feinheiten der betasteten Oberflächen lassen sich von seinen Fingerspitzen erschließen. Als Nächstes lässt er seinen Geruchssinn schweifen. Erst riecht er nur sich selbst. Eine Mixtur aus getrocknetem Blut und penetrantem Körpergeruch aus seinen Achseln steigt in seine Nase. Er schiebt diesen intensiven Geruch isoliert und geistig beiseite und riecht nun den Kadaver des Ungeheuers. Die Verwesung scheint noch nicht weit vorangeschritten zu sein, und er erinnert sich an die Gerüche, die in seiner Nase brannten, als das Tier im Begriff war, ihn in Stücke zu reißen. Darius schiebt auch diesen Geruch beiseite, um sich dem Rest der Gerüche in der Höhle zu widmen. Aus der Dunkelheit des hinteren Höhlenbereichs schlägt ihm ein merkwürdiger Geruch entgegen. Es ist ein Geruch, den er auch an sich selbst und an der toten Bestie in Spuren wahrnimmt. Er vermutet, dass es sich um eine Pflanzenart, irgendein Kraut oder etwas Ähnliches handelt. Dieser Geruch passt nicht zum Rest der Geruchssymphonie. Plötzlich schlägt ihm ein intensiver Geruch aus Richtung des Höhleneingangs entgegen. Im einfallenden Sonnenlicht tanzen bläuliche Rauchschwaden, die den Geruch zu ihm tragen. Es riecht nach brennendem Fleisch, ein weiterer Geruch, der ihm vom überstandenen Kampf noch bekannt ist, und einer seltsam intensiven Gewürzmischung. Neugierig wendet Darius seinen Blick in das weiße Portal des Höhleneingangs. Seine Ohren, die bis jetzt nur einzelne Tropfen von Flüssigkeit ausmachen konnten, die in der Stille des hinteren Bereichs der Höhle von den Wänden fallen, nehmen nun Geräusche von Feuer auf. Langsam mischt sich unter diese Geräusche ein kehliger Gesang. Jemand ist vor dem Höhleneingang. Eine Gruppe von Individuen, die vor dieser Höhle ein Feuer machen und singen. Darius ist neugierig. Er geht auf den Eingang zu, fröhlich lächelnd, um zu sehen, was dort vor sich geht. Als seine Augen sich an die Helligkeit des Sonnenlichts gewöhnt haben, bietet sich Darius ein überraschendes Bild. Vor dem Höhleneingang hat sich eine Gruppe von etwa fünfzig Individuen versammelt. Primitiv gekleidete Humanoiden mit dunkelvioletter Haut. Alle tragen orangefarbene Umhänge, die mit knöchernen Accessoires verziert sind. Gürtel aus Knochen mit Zähnen und Schädeln kleiner Lebewesen. Sie tragen Hals- und Armbänder aus diversen Hörnern und Krallen. Allesamt sind sie groß gewachsen, haben keine Haare auf dem Kopf und wirken ein wenig unterernährt. Die Männer haben orangefarbene Vollbärte, die Frauen tragen orangefarbene Kriegsbemalung. Abgesehen von drei Individuen knien alle Mitglieder der sektenartigen Gruppierung in einer Formation, den Blick auf den Höhleneingang gerichtet. Vor der Gruppe mit dem Rücken zum Höhleneingang gedreht steht eine Art Hohepriester, flankiert von zwei Männern, die Krieger oder Soldaten zu sein scheinen. Sie sind die einzigen Bewaffneten der Gruppe, soweit Darius es erkennen kann. Neben dem Anführer und seiner Leibwache steht ein Wagen, auf dem ein Pfahl montiert ist. An den Pfahl gebunden ist eine nackte Frau. Sie steht in Flammen. Die Knienden singen ein kehliges Mantra. Es muss sich um eine religiöse Opferzeremonie handeln. Darius beobachtet die Szenerie amüsiert. Als er noch einen weiteren Schritt aus dem Schatten der Höhle macht, erspäht ihn eine der knienden Frauen. Sie stößt einen lauten Schrei aus, was die Zeremonie abrupt im Keim erstickt. Als alle Beteiligten ihrem Blick folgen und auch ihr Anführer mit seiner Garde sich umdreht, um zu sehen, was den Ablauf stört, entsteht eine intensive Stille, die nur von den Geräuschen des brennenden Fleisches der Frau am Pfahl durchbrochen wird. Nach diesem kurzen Moment der Verwirrung und des Schocks bricht Chaos unter den Knienden aus. Sie rufen wild durcheinander, manche richten sich taumelnd auf. Erst als der Hohepriester sich wieder zu ihnen umdreht und ihnen ein Kommando zur Ruhe entgegenschmettert, verstummen sie und ordnen sich wieder in ihre kniende Formation ein. Manche zittern vor Angst und Verwirrung. Der Hohepriester macht eine bedachte Kehrtwende und richtet nun seinen ernsten Blick auf Darius. Seine Leibwache tut es ihm gleich. Er ist ein älterer, weise anmutender Mann, und er trägt eine aufwendige Krone aus Hörnern, die sich etwa einen halben Meter in die Höhe schlängeln. Kristalle sind in den Kopfschmuck eingearbeitet und lassen ein kleines Lichtspektakel aus den auf sie fallenden Sonnenstrahlen entstehen. Auch sein Umhang weist aufwendige Verzierungen auf. Seine Schultern sind durch Knochenplatten mit einem zackigen Rand aus Zähnen verstärkt. Er trägt eine Art Kettenhemd aus kleinen Knochen. In seiner knotigen rechten Hand hält er einen Stock, an dessen himmelwärts gerichtetem Ende ein großes Juwel leuchtet, umschlungen von lebendigen Pflanzentrieben. Die beiden Krieger zu seiner Seite überragen ihn um einen Kopf und sind ebenfalls in eine primitive Rüstung aus Knochen und Hörnern gekleidet. Ihre Waffen sind lange Stöcke, an deren Ende sich ein Kranz aus spitzen Hörnern befindet. Aus der Mitte des Kranzes überragt ein langes dolchartiges Horn die anderen. Die Waffen können schwere Verletzungen zufügen, sowohl durch das Aufspießen in Form von Stößen als auch durch Schläge. Beide groß gewachsenen Leibwächter legen simultan die zweite Hand an ihre Waffe und richten das unheilbringende Ende in Darius’ Richtung. Darius grinst und macht einen weiteren Schritt auf die Gruppierung zu. Der Hohepriester donnert in Darius’ Richtung: „Halt, Fremder, oder der nächste Schritt ist dein Letzter.“ Darius versteht diese Sprache. Er weiß nicht, ob es seine Muttersprache ist, doch das interessiert ihn in diesem Moment auch nicht. Er bleibt stehen und muss laut lachen. Die beiden primitiven Krieger mit ihren altertümlichen Speeren beunruhigen ihn nicht im Geringsten, auch wenn sie ihn ebenfalls um mindestens einen Kopf überragen. Der Zeremonienleiter ist über das respektlose Gelächter des Fremden sichtlich verärgert. „Fremder, das ist deine letzte Chance. Ein Wort von mir, und diese Krieger werden dich zu Hackfleisch zerklopfen.“ Darius hört auf zu lachen. Er ist neugierig, was hier vor sich geht. „Was ist das Problem, alter Mann? Ich habe keine Angst vor dir und deiner komischen Bande. Habt ihr vor, die da zu fressen, ihr widerlicher Abschaum?“ Darius deutet nickend in Richtung der brennenden Frau am Pflock auf dem Wagen. „Du störst hier eine heilige Zeremonie. Wir bringen eine Opfergabe zum Kreataurus, damit wir um eine gute Ernte und ein fruchtbares Jahr bitten können“, erwidert der verärgerte Hohepriester. „Soso, Kreataurus“, gibt Darius belustigt zurück und fragt: „Nennt ihr so das Ungetüm, das da in der Höhle liegt?“ Das hört der Geistliche nicht gern. „Blasphemist, was weißt du schon über Kreatauren? Sie sind die mächtigsten unserer Götter, und wenn du nur einen Fuß in eine ihrer Höhlen setzen würdest, würden sie dich in Stücke reißen.“ Darius krümmt sich vor Lachen, was den Hohepriester dazu bringt, seiner Leibwache einen Befehl zu erteilen: „Der Kreataurus wird sich heute über eine zusätzliche Opfergabe freuen dürfen. Erschlagt den Ketzer!“ Die beiden Krieger rennen behände auf Darius zu. Dank ihrer langen Beine sind sie in wenigen Sprüngen bei ihm. Einer der beiden...



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