E-Book, Deutsch, Band 0060, 384 Seiten
Reihe: Tiffany Sexy
Schuler / Rawlins / Dalton Tiffany Sexy Band 60
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-227-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Fit für die Liebe / Wünsch dir was! / Heiss wie die Sonne in Texas /
E-Book, Deutsch, Band 0060, 384 Seiten
Reihe: Tiffany Sexy
ISBN: 978-3-86295-227-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
FIT FÜR DIE LIEBE von RAWLINS, DEBBI
Dana bringt Männer zum Schwitzen: Sie joggt mit ihnen, macht Sit-ups und Liegestütze. Aber danach heißt es: Finger weg! Bis Traummann Chase sie als Fitnesstrainerein einstellt. Bei ihm wird Dana schwach - und ahnt nicht, wie gefährlich ein Flirt mit ihm sein kann ...
WÜNSCH DIR WAS! von DALTON, CAMI
Ist er ein Einbrecher? Energisch will Cassie den atemberaubend gut aussehenden Eindringling zur Rede stellen - da knistert es plötzlich zwischen ihnen! Hemmungsloses Verlangen überfällt sie beide, und ohne seinen Namen zu kennen, gibt Cassie sich dem Fremden hin ...
HEISS WIE DIE SONNE IN TEXAS von SCHULER, CANDACE
Was für ein toller Mann, denkt die Rancherin Jo Beth. Vergessen ist ihr Schwur, um attraktive Männer einen großen Bogen zu machen. Dafür hat der Rodeoreiter Clay einfach zu viel Sex-Appeal! Aber mehr als eine heiße Sommeraffäre kommt nicht in Frage - oder doch?
Candace Schuler hat ihrem Mann, Joe, zu verdanken, dass sie ihre Liebe zum Schreiben zu ihrem Beruf gemacht hat. Es waren Joe's Kommentare bei einer Briefbesprechung auf einer Reise nach New Orleans, die ihr klar machten, dass sie tatsächlich Talent zum Schreiben anderer Dinge als Büromemos und PC - Anleitungen hatte. Als ihr erstes Buch auf Platz 7 der Waldenbooks Bestsellerliste kam, war ihr zweiter Roman unter Vertrag genommen worden. Candace entschied eine freiberufliche Autorenkarriere einem 9-to-5-Job vorzuziehen. Es wurde die beste Entscheidung seitdem sie Joe geheiratet hatte. Sie sagt: 'Die meiste Zeit, wenn ich zu Hause arbeite, schläft die Katze im Sonnenlicht auf der Fensterbank und der Hund liegt in seinem Körbchen daneben...Was könnte besser sein?' Candace Schuler wurde in Santa Cruz, Kalifornien geboren. Die meiste Zeit ihrer Kindheit verbrachte sie auf einer Farm in Hayward (einer kleine Stadt über der Küste San Franciscos) wo sie beim Kühe melken half und die Hühner jeden Morgen fütterte bevor sie zur Schule ging. Seitdem sie Joe getroffen und geheiratet hat, hat sie mittlerweile in fast jeder Ecke der Vereinigten Staaten gelebt. Sie wohnte auf einem Schoner, der in Hawaii's Ala Wai - Hafen lag, in einem Loft in New York's Greenwich Village, in Vororten von Wahington, D.C., im Stall von Thoroughbreds (Rassepferden) und blauem Grass in Louisville, Kentucky sowie dem Herzen Kaliforniens in den Weinbergen im schönen Sonoma Valley. Im Moment lebt sie in der Tundra von Minnesota mit ihrem Mann und einer Katze sowie einem 80-Pfund-Dobermann, der denkt er wäre ein Schoßhund. Zwischen dem Möbel ein- und auspacken hat Candace Schuler 26 zeitgenössische Romane und ein Kochbuch geschrieben. Wenn sie nicht schreibt reist sie herum, genießt es zu lesen, Gartenarbeit zu machen, zu kochen, Dinner-Parties zu geben und ins Theater, Konzert oder Kino zu gehen.
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2. KAPITEL
Palm Shores, Florida, drei Tage später
Cassie Parker fiel keine einzige erotische Fantasie ein, die nicht irgendwie gekünstelt oder abgedroschen klang. Oder deren Verwirklichung nicht eine sofortige Nulldiät erforderte. Es war wirklich frustrierend, denn wenn stimmte, was in dem Brief stand, den Tante Minerva ihrem Geschenk beigefügt hatte, dann besaß Cassie seit gestern den Schlüssel zur Erfüllung ihrer geheimsten erotischen Sehnsüchte.
Zu dumm, dass sie seit dem hässlichen Ende ihrer Beziehung zu Ron Figurprobleme hatte.
Gut zehn Pfund zusätzlich, das machte sich schon bemerkbar – vor allem, wenn man gerade knapp einssechzig groß war und ohnehin, sagen wir, üppige Kurven hatte. Das war gar nicht gut für das Ego einer modernen jungen Frau. Aber wenn dieses Zauberkästchen wirklich so wirkte wie behauptet, dann würden ihre geheimen Träume so oder so wahr werden, auch ohne Idealfigur. Also schrieb sie besser einfach drauflos.
Cassie lächelte über sich selbst, nippte an ihrem Weinglas und lehnte sich zurück in die Kissen, die sie am Kopfende des Bettes gestapelt hatte. Auf ihrem Schoß lag ein nagelneues Tagebuch.
Cassie wusste, ihre Tante würde bestimmt nachfragen, ob sie das Kästchen ausprobiert hatte. Also hatte sie sich gesagt, es könne ja nicht schaden, sich ein paar erotische Fantasien auszudenken.
Aber dann …
Verlegen blickte Cassie auf die unbeschriebene erste Seite. Plötzlich kam sie sich einfach nur idiotisch vor. Was sie sich kurz zuvor noch als netten Zeitvertreib vorgestellt hatte, erschien ihr jetzt wie eine ziemlich blöde Verzweiflungstat.
Seufzend ließ sie Tagebuch und Stift neben sich aufs Laken rutschen und nahm das Originaltagebuch zur Hand, das in dem Kästchen gelegen hatte. Meistens hatte die Verfasserin ihre Einträge mit dem Namen Sassia unterschrieben, zum Ende hin aber immer häufiger mit Krasili. Vielleicht ein Kosename, aber wer konnte das wissen?
Wie auch immer, diese Sassia besaß unerhört viel Fantasie und noch mehr Mut. Sie mochte anfangs zu schüchtern gewesen sein, um diese Dinge gegenüber ihrem Roma-König anzusprechen, doch nachdem sie einmal Blut geleckt hatte, war sie offenbar zu einer anderen Frau geworden. Ein Wunder, dass die Seiten kein Feuer gefangen hatten.
Cassie hatte Sassias Tagebuch von Anfang bis Ende durchgelesen. Die Verwandlung dieser Frau von einer scheuen Geliebten in ein wildes, hemmungsloses Sexkätzchen war – nun ja – ungemein inspirierend.
Aber diese Art von Inspiration war es gar nicht, die Cassie brauchte. Vor ihrer Zeit mit Ron hatte sie zu den Frauen gehört, die gerne Sex hatten. Um ehrlich zu sein, mehr als gerne.
Was sie brauchte, war vielmehr eine Anleitung, wie sie sich außerhalb ihres Bettes weiterentwickeln konnte. Ganz gleich, was sie versucht hatte, um dem Vorbild ihrer abenteuerlustigen Großtante gerecht zu werden – von der Teilnahme an archäologischen Ausgrabungen bis hin zu tollkühnen Versuchen in diversen Extremsportarten – es hatte irgendwie nie richtig funktioniert, und Cassie hatte sich am Ende immer wie eine Versagerin gefühlt.
Oh, und genau betrachtet war seit Ron auch im Bett nicht mehr viel mit ihr los. Ihr Exverlobter hatte es geschafft, ihr Selbstvertrauen dermaßen zu unterminieren, dass sie sich kaum noch in den Spiegel zu schauen traute – geschweige denn, die Initiative zu ergreifen und auf einen Mann zuzugehen, als wäre sie Angelina Jolie.
Entschlossen kniff sie die Augen zusammen. Ihr Ex war Vergangenheit. Sie würde sich doch nach so langer Zeit nicht von ihm entmutigen lassen! Ein tiefer Atemzug, dann griff sie beherzt nach Stift und Tagebuch und schlug die erste Seite auf. Ihr Ego mochte angeschlagen sein, aber ihren Stolz hatte sie nicht verloren. Schließlich war sie eine Parker. Und die Parker-Frauen kosteten das Leben in vollen Zügen aus und ließen sich von niemandem einschüchtern. So weit kam es noch!
Wenn sie eine erotische Fantasie aufschreiben sollte, bitte sehr, dann würde sie das tun, und zwar die heißeste, wildeste Fantasie, die jemals zu Papier gebracht worden war.
Cassie begann zu schreiben. Was sie vor allem wollte, war Macht. Sie wollte einen Mann, der sie so begehrte, wie er nie zuvor eine Frau begehrt hatte. Das Verlangen sollte ihn so sehr beherrschen, dass er bei ihrem Anblick nur noch an eines denken konnte: sie zu besitzen. Ein einziger Blick sollte genügen, um seinen Penis hart wie Stein werden zu lassen.
Cassie schrieb und schrieb und konzentrierte sich dabei zunächst auf das Thema ihrer absoluten Unwiderstehlichkeit. Aber das war noch lange nicht alles, was sie sich erträumte. Sie wollte auch etwas erleben. Abenteuer, Risiko, Spannung – darum ging’s.
Mit einem Wort: genau das, wovon Minerva und Cassies Mutter immer geschwärmt hatten. Dabei hatte Cassie das immer als kindisch abgetan. Aber wer hätte ihr das auch verübeln wollen nach den Erfahrungen, die sie gemacht hatte? Doch insgeheim hatte sie selbst es sich übel genommen. Das sollte sich ändern.
Sie würde zu sich selbst stehen und an sich glauben, ganz gleich, was auf sie zukommen mochte. Wozu die vorauseilenden Bedenken, weil ihre Gefühle verletzt werden könnten oder sie sich blamieren könnte? Sie würde tough sein. Sie würde bekommen, was sie wollte. Andere würden neben ihr wie hilflose Schwächlinge wirken und das würde den Mann ihrer Träume so erregen, dass er sie nehmen und bis zur Besinnungslosigkeit lieben würde, wann immer sich die Gelegenheit bot. Selbst im Kugelhagel würde er sie noch begehren. Sie würde das ultimative Sexobjekt sein, aber gleichzeitig stark und unabhängig.
Cassie schmunzelte und setzte mit dramatischer Geste einen Punkt hinter den letzten Satz. Nach einem Moment des Nachdenkens runzelte sie die Stirn. Ob sie auch einen Wunsch in Bezug auf das Aussehen ihres Helden äußern sollte? Die geheimnisvolle Sassia war ja bereits über beide Ohren in ihren Rajko verliebt gewesen, als sie das Zauberkästchen für ihre Zwecke nutzte. Zu dumm, dass es keine genaue Gebrauchsanweisung gab.
Wie auch immer. Es war ihr Kästchen und ihre Fantasie.
Sie konnte tun, was sie wollte. Also schön, wie sollte er aussehen …? Nachdenklich tippte sie mit dem Stift gegen ihre Unterlippe. Eines war klar. Er musste gut ausgestattet sein, was seine Männlichkeit betraf. Er musste ganz einfach groß sein in jeder Hinsicht, oh ja. Rasch schrieb sie es auf.
Kurz darauf fügte sie ein weiteres Wunschmerkmal hinzu: „schön wie ein griechischer Gott“. So, damit dürfte eigentlich nichts schiefgehen. Nach kurzem Zögern fügte sie noch „und mit einem sexy Tattoo“ dazu.
Cassie strahlte wie ein Honigkuchenpferd, als sie das Tagebuch in das Kästchen legte und den Deckel verschloss. Sorgfältig drehte sie den winzigen Schlüssel herum, ließ ihn jedoch zunächst stecken. Aus Sassias Tagebuch ging hervor, dass ihre Vorgängerin ihn stets bei sich getragen hatte. Cassie aber besaß weder eine Kette noch ein Armband. Blieb nur das Brustpiercing, zu dem sie sich selbst kurz vor dem Ende ihrer Beziehung mit Ron in der Hoffnung, selbige etwas aufzupeppen, überredet hatte.
Aber ob sie den Schlüssel nun am Körper trug oder nicht, spielte doch sicherlich keine Rolle, solange sich das Tagebuch nur in dem Kästchen befand, oder? Andererseits, vielleicht doch. Wer konnte das wissen? Cassie schmunzelte. Was für eine schwierige Entscheidung …
Nicht dass sie tatsächlich an diesen Liebeszauber glaubte, aber falls doch etwas daran war, wäre es doch schade, die Chance zu verpassen, sich mit einem wirklich tollen Mann im Bett zu vergnügen, nur weil sie eine winzige Kleinigkeit falsch gemacht hatte.
Ach, was soll’s, dachte sie. Das Ganze war ja eigentlich nur ein Spaß, aber warum sollte sie die Komödie nicht bis zum Ende spielen? Sie zog den winzigen Schlüssel aus dem Schloss, ging zur Kommode an der gegenüberliegenden Wand und wühlte in der Schublade mit den Accessoires, bis sie zwischen den Ohrringen den feinen Goldring fand. Dann schob sie ihr Top hoch. Kurz darauf baumelte der Schlüssel an ihrer Brustspitze. Sie betrachtete sich im Spiegel.
Wenn das nicht sexy war. Sie schnippte mit der Fingerspitze gegen den Schlüssel, und prompt überlief sie ein köstlicher Schauer. Das Gewicht des Schlüssels war kaum zu spüren, und doch erzeugte es ein Gefühl, das sich nicht ignorieren ließ. Sie zog das Top herunter und strich es glatt. Fast nichts war zu sehen. Fast. Cassie kam sich regelrecht verrucht vor.
Mit leisem Lachen über sich selbst ging sie zurück zum Bett und nahm die Schatulle noch einmal in die Hand. Sie war aus Holz gearbeitet und mit kunstvollen Schnitzereien versehen. Die Außenseiten waren goldverziert und kunterbunt bemalt. Nicht unbedingt sehr geschmackvoll, aber ihr gefiel es. Irgendwie gab dieses Kästchen ihrem Schlafzimmer eine gewisse Note, fand sie.
Wieder musste sie lächeln. Mit langen Schritten ging sie ums Bett herum und stellte die Schatulle auf ihrem Nachttisch ab. Ihre Stimmung hatte sich gewandelt. Ihre geheimsten erotischen Wünsche aufzuschreiben, hatte offenbar eine therapeutische Wirkung gehabt.
Ja, ja, natürlich würde nichts davon in Erfüllung gehen, auch wenn sie diesen Schlüssel wie ein erotisches Accessoire an der Brust trug. Nichtsdestotrotz fühlte sie sich jetzt irgendwie stärker. Freier.
Cassie konnte gar nicht aufhören, vor sich hin zu lächeln. Sie beschloss, sich heute ganz besonders zu verwöhnen, und ging ins Badezimmer. Einige Minuten später befielen sie jedoch erneut Zweifel. Sie hatte begonnen, ihren Körper zu enthaaren, an...




