Schulter | A Kingdom Beyond (Kampf um Mederia 6) | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 6, 439 Seiten

Reihe: Kampf um Mederia

Schulter A Kingdom Beyond (Kampf um Mederia 6)

Royale Romantasy über eine schicksalhafte Verbindung zum Prinzen der Dämonen
22001. Auflage 2022
ISBN: 978-3-646-60799-4
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Royale Romantasy über eine schicksalhafte Verbindung zum Prinzen der Dämonen

E-Book, Deutsch, Band 6, 439 Seiten

Reihe: Kampf um Mederia

ISBN: 978-3-646-60799-4
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie teilen ein gemeinsames Schicksal, doch kann dieses eine ganze Welt vor dem Untergang bewahren? Auch wenn Arina sich nichts sehnlicher wünscht, als ihrer Heimat endlich den lang ersehnten Frieden zu bringen, so weiß sie doch: Mederia steht kurz davor, den Kampf gegen die dunklen Mächte zu verlieren. Ihr und dem Prinzen der Dämonen bleibt nur ein einziger Ausweg, aber dieser wird ihnen alles abverlangen - ihre Hoffnung, ihre Leben und ihre gemeinsame Bestimmung ... Der Kampf um Mederia geht weiter - DAS Lesevergnügen des Jahres für alle Fans von Fantasy-Liebesromanen mit Suchtfaktor! //Dies ist der sechste Band der magisch-romantischen High-Fantasy-Buchreihe »Kampf um Mederia« von Sabine Schulter. Alle Bände der Buchserie bei Impress:  -- A Kingdom Darkens (Kampf um Mederia 1) -- A Kingdom Resists (Kampf um Mederia 2) -- A Kingdom Shines (Kampf um Mederia 3) -- A Kingdom Fears (Kampf um Mederia 4) -- A Kingdom Stolen (Kampf um Mederia 5) -- A Kingdom Beyond (Kampf um Mederia 6)// Diese Reihe ist abgeschlossen.

Sabine Schulter wurde 1987 in Erfurt geboren, lebt nun aber mit ihrem Mann in Bamberg. Trotz ihres abgeschlossenen Oecotrophologie-Studiums fokussierte sie sich auf das Schreiben von Fantasy-Büchern. Sie liebt das Spiel mit den Emotionen und möchte ihre Leser tief in ihre Bücher ziehen, die oft von dem Zusammenspiel der Protagonisten untereinander geprägt sind. Viel Spannung gehört in ihre Geschichten genauso wie ein Happy End und unvorhergesehene Wendungen.
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Kapitel 1


Leise fluchte Nathiel, während er mit kräftigen Flügelschlägen über Dekatra hinwegflog. Eben noch hatte er einen ruhigen Moment mit Triss an seiner Seite genossen und gehofft eine Atempause zu bekommen – und nun brach die Hölle über der geheimen Stadt an der Grenze zwischen Mederia und Karashin herein. Die Erde bebte und eine Staubwolke, die am nördlichen Zugang der Stadt in den Himmel stob, breitete sich immer weiter aus, schluckte die ersten Häuser und verbarg, was dort vor sich ging.

Geschickt wich Nathiel mehreren Gesteinsbrocken aus, die von den über ihm aufragenden Felswänden herabstürzten, während er immer weiter auf den Ort des Geschehens zustrebte. Dabei bemerkte er, wie unter ihm ein Haus von den Bruchstücken beschädigt wurde. Schutt fiel auf die Straße, wo einige der El’Shirenara, die den Elben so sehr ähnelten und doch ganz anders waren, voller Angst schrien und nur mit Not ausweichen konnten. Bitter knirschte Nathiel mit den Zähnen. Es war vielleicht zwei oder drei Stunden her, dass sie gegen die dunkle Priesterin Kaloris und ihre Schattendrachen gekämpft hatten, und schon wurde die Ruhe erneut zerrissen. Hatten sie sich denn keine Pause verdient?

Anscheinend nicht.

Nathiel veränderte die Stellung seiner Schwingen, sodass er an Höhe verlor und in die Straßen Dekatras eintauchte. Voller Entschlossenheit legte er an Geschwindigkeit zu, manövrierte zwischen herabfallenden Steinen hindurch und stieß hier und da einen der fliehenden Bewohner beiseite, wenn derjenige drohte von den Brocken getroffen zu werden. Eine Frau packte er sogar und trug sie mehrere Meter, ehe er sie wieder absetzte, weil sie sonst unter einem einstürzenden Haus begraben worden wäre. Er half, wo er konnte, ohne sein Ziel aus den Augen zu verlieren: den nördlichen Zugang. Überrascht riss er die Augen auf, als er in all dem Chaos einen Steppentiger erkannte. Sein sandfarbenes Fell war fleckig, nur noch stellenweise vorhanden und aus seinem Maul tropfte eine dunkle Flüssigkeit – deutliche Zeichen für ein von Finsternis verändertes Tier.

»Nein«, murmelte er, als er verstand, was hier geschah.

Kaloris war ihnen entkommen, allerdings zog sie sich nicht zurück, wie sie vermutet hatten. Die feindliche Priesterin schickte ihnen weitere Grausamkeiten und damit eine Seuche, die sie in all dem Durcheinander kaum abwehren konnten. Sein Blick zuckte nach vorn, zu der Staubwolke, die vielleicht noch mehr furchtbare Dinge verbarg. Doch ein Aufschrei direkt unter ihm zog seine Aufmerksamkeit zurück in die Straßen der Stadt. Mehrere El’Shirenara waren aus ihren einbrechenden Häusern geflohen, nicht wissend, dass auch hier draußen Gefahr lauerte. Die drei Leute hatten sich zusammengerottet, drängten sich an eine Wand und versuchten vier Kinder vor mehreren Schattenwölfen zu schützen.

Diese Wesen nun auch noch … Das glich einer Invasion.

Nathiel wusste nicht, wo er zuerst eingreifen sollte. Da er zudem ohne Schwert aufgebrochen war, konnte er den giftigen Zähnen und Klauen der Bestien ebenfalls viel zu schnell zum Opfer fallen. Ein Knurren entwich ihm, weil er hin und her gerissen war. Schließlich ruckte er herum, legte die Schwingen an den Körper und stürzte hinab, direkt auf eines der Schattenwesen zu, die die Familie bedrohten. Das Tier merkte nicht einmal, was über ihn kam, da versenkte Nathiel bereits seine Klauen in seinen wabernden Leib, riss das weiße Skelett heraus, dass diese Abscheulichkeit am Leben erhielt. Noch bevor die Schatten zerfaserten, wandte sich Nathiel dem nächsten Gegner zu, tötete auch diesen. Indes versuchte ein weiterer die Familie anzugreifen, doch Nathiel sprang dazwischen und nahm einen schmerzhaften Kratzer am Arm hin, um rechtzeitig zur Stelle zu sein. Die Kinder schrien, während die Erwachsenen ihn mit angsterfüllten Augen anstarrten.

Als Nathiel ihnen einen Weg freigekämpft hatte, deutete er die Straße hinab – weg von der Staubwolke, die sie fast erreicht hatte. »Los, lauft! Ich halte euch den Rücken frei.«

Das ließen sich die El’Shirenara nicht zweimal sagen, hoben die Kinder auf ihre Arme und rannten los. Nathiel wandte sich derweil den Schatten zu, die wachsam und knurrend näherkamen. Auch veränderte Tiere schlossen sich ihnen an und langsam färbte sich Nathiels Welt rot. Er überließ sich seinem dämonischen Kampfrausch mit dem Willen, so viele dieser Abartigkeiten mitzunehmen, wie er konnte.

Plötzlich tauchte jemand rechts und links von ihm auf.

»Na, Herr Prinz? Sieht aus, als ob du Hilfe gebrauchen könntest.« Arina, die Wächterin der Shaas und gleichzeitig Nathiels , zwinkerte ihm zu, während der Assassine Keytha zwei Dolche in den Händen drehte und finster auf die Gegner vor ihnen schaute. Sein trug nur seine enge Hose und ein Band um die Brüste, während Keytha sogar nur eine Unterhose anhatte – ein deutliches Zeichen, dass die beiden direkt aus dem Bett hierhergeeilt waren.

Nathiel grinste sie mit Kampfeslust im Bauch an. »Dazu sage ich auf jeden Fall nicht Nein.« Er sah voraus. »Wir müssen die Bevölkerung schützen, gleichzeitig aber herausfinden, was hier los ist.«

»Überlass den Schutz meinen Leuten«, sagte Keytha und deutete hinauf zu den Dächern, wo nun mehrere Assassinen auftauchten. »Weiter vorn ziehen sich die Gebäude zurück, um Platz vor dem Durchgang nach Karashin zu lassen. Dort finden wir vielleicht mehr heraus.«

Nathiel nickte und schickte ihn voran. Schon rannte Keytha los und Nathiel und Arina folgten ihm. Obwohl Arina unbewaffnet war und Nathiel dachte, dass er sie schützen müsste, war das nicht der Fall. Ihr Funke, den sie von Mederias Göttern als eine ihrer Priesterinnen erhielt, hatte sich von den vorangegangenen Strapazen wohl bereits erholt, denn sie zeichnete in Windeseile Runen, um gegen die Schatten anzukommen. Diese vergingen augenblicklich, wenn sie mit ihr oder einer der Runen in Berührung kamen, und Nathiel sorgte dafür, dass keines der veränderten Tiere in die Nähe seines kam. Sie funktionierten gut miteinander, was Nathiel ein zufriedenes Lächeln entlockte und ihn beinahe Spaß bei dem harten Kampf empfinden ließ. Er war eben zur Hälfte ein Dämon, so sehr er auch darauf bedacht war, sein temperamentvolles Wesen im Griff zu behalten. Er liebte das Kämpfen, die Perfektion, mit der man Waffen führte, und das gute Gefühl, wenn man jemanden vor Unheil bewahrte.

Schon erreichte sie der Staub und sofort wurde ihre Sicht eingeschränkt. Es war nicht so schlimm, dass sie gar nichts mehr sahen, aber der morgendliche Schimmer wurde deutlich vermindert und auch das Licht der magischen Laternen wirkte nun braun und unstet.

»Passt noch mehr auf eure Umgebung auf!«, rief er seinen beiden Freunden zu. »Ich will später nicht sehen, dass ihr verletzt seid.«

Arina lachte hart. »Du meinst so wie du am Arm?«

»Das ist keine Verletzung.«

»Nur ein unbedeutender Kratzer?«, entgegnete Keytha angespannt.

Endlich erreichten sie das Ende der Straße und die Häuser blieben hinter ihnen zurück. Das Beben war vergangen und der gefährliche Regen aus Steinen endete. Doch die Flut aus Schatten und veränderten Tieren nahm zu. Auf dem Platz stießen sie auf Dutzende Assassinen, die wie ein Bollwerk gegen die Bestien anmuteten. Sie gaben ihr Möglichstes, den Weg in die Stadt mit ihren eigenen Körpern zu versperren, aber die Masse an Gegnern würde sie nach und nach in die Knie zwingen. Sie hatten nicht einmal die Luft, um sich einigermaßen zu formatieren.

Nathiel fluchte. »Wenn ich wenigstens mein Großschwert hätte.«

Arina brummte. »Mir wären Pfeil und Bogen ganz recht.«

»Gebt mir eine Minute«, meinte Keytha dazu und verschwand von ihrer Seite.

Nathiel sah zu seinem , das bereits schwer atmete. »Bereit?«

»Wenn du es bist«, erwiderte sie mit einem breiten Grinsen, das von derselben Kampfeslust zeugte, die auch er empfand. Er konnte nicht anders und erwiderte es. Gemeinsam rannten sie voraus, direkt auf die ersten Bestien zu. Bevor sie diese jedoch erreichten, ertönte ein ohrenbetäubendes Brüllen und der Staub wurde von dem Wind gigantischer Schwingen vertrieben.

»Trinisia!«, rief Arina voller Freude, während Nathiels Herz bei dem Anblick des Drachenweibchens einen Satz machte. Einerseits weil er sich für einen Sekundenbruchteil an den Kuss erinnerte, den sie vor wenigen Minuten erst miteinander geteilt hatten, andererseits weil Triss noch unvorstellbar schwach war. Beinahe wäre sie im vergangenen Kampf von Dunkelheit übernommen worden und nun warf sie sich erneut mitten ins Getümmel. Außerdem befanden sie sich bereits über der Landesgrenze, also außerhalb von...



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