Schwartz | Arkon 2: Aufstand in Thantur-Lok | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 64 Seiten

Reihe: Arkon

Schwartz Arkon 2: Aufstand in Thantur-Lok


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-8453-5001-1
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 2, 64 Seiten

Reihe: Arkon

ISBN: 978-3-8453-5001-1
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Kugelsternhaufen in Aufruhr - arkonidische Raumschiffe greifen an Im Sommer 1402 Neuer Galaktischer Zeitrechnung: Die Lage in der Milchstraße ist friedlich, die einzelnen Sternenreiche kooperieren. Nur selten kommt es zu Spannungen, für die es meist eine diplomatische Lösung gibt. Mit dem kleinen Raumschiff MANCHESTER reist Perry Rhodan in den Kugelsternhaufen M 13, das Zentrum des Kristallimperiums. In seiner Begleitung sind der Mausbiber Gucky sowie Sahira, eine geheimnisvolle junge Frau, über deren Herkunft der Terraner nur wenig weiß. Ihr Ziel ist der Planet Zalit, wo Rhodan offiziell an einer Konferenz teilnehmen soll. In Wirklichkeit folgt er einer Spur: 'Dunkle Befehle' scheinen das Imperium zu gefährden. Recht schnell erweist sich die Spur als handfeste Tatsache. Gucky und Rhodan werden angegriffen, ihnen gelingt mit letzter Kraft die Flucht. Zwischen den Sternen des Kugelsternhaufens reparieren sie die Schäden an ihrem Raumschiff. Dabei erfahren sie Sahiras Lebensgeschichte - und werden Zeugen vom AUFSTAND IN THANTUR-LOK ...

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1.


10. Juni 1402 NGZ

Angriff auf die SANTSAKA

»Wir werden angegriffen!«, schallte es durch die Zentrale; der Ruf ließ alle hochschrecken.

Der akustische Alarm zerriss das letzte Wort. Innerhalb weniger Sekunden mussten die Besatzungsmitglieder in Bereitschaft sein. Kurz nacheinander prasselten die Bestätigungen von den Stationen herein.

»Das ist unmöglich!« Der Orbton 4. Klasse, Dreimondträger Harmun da Efelith, fuhr im Kommandantensitz hoch. »Wir befinden uns im Anflug auf den Zentralsektor! Das ist Thantur-Lok! Wer sollte uns hier angreifen?«

Das 800-Meter-Schlachtschiff der KOBAN-Klasse erzitterte leicht unter dem Einschlag einer Salve; der sich gerade aufbauende mehrfach gestaffelte HÜ- und Paratronschirm hatte von den ersten Treffern nicht alles abgefangen, die weiteren Einschläge kamen jedoch nicht mehr durch. Das Schiffssystem meldete einige kleine Schäden an der Außenhülle, die Selbstreparatur wurde bereits eingeleitet.

Das Holorama in der Zentrale zeigte einen Schweren Kreuzer, der unaufhörlich sämtliche Offensivwaffen im Dauerfeuer einsetzte. Auf der Außenhülle prangte die Bezeichnung ARANTE.

»Aber ... das ist einer von uns!«, rief Harmun fassungslos. »Funkverbindung herstellen!«

»Sollen wir den Beschuss erwidern?«, erkundigte sich der Waffenleitoffizier.

»Keinesfalls! Was auch immer da drüben los ist, wir beschießen nicht unsere eigenen Leute! Ausweichmanöver einleiten und auf Fluchtgeschwindigkeit gehen!«

»Der Funk ist gestört, Dor'athor!«, kam die Meldung von der Leitstelle. »Es geht nichts mehr hinaus.«

Harmun rieb sich das spitze Kinn. »Was hat das zu bedeuten?«, fragte er sich laut. »Warum beschießen sie uns? Sie sollten am besten wissen, dass sie uns hoffnungslos unterlegen sind ...«

Die SANTSAKA ging beschleunigend auf Ausweichkurs, und der viel kleinere, zweihundert Meter durchmessende Schwere Kreuzer, der mühelos in ihren Hangar gepasst hätte, folgte ihr. Wie eine tharanische Mücke dem Panzerbüffel. Bei diesem Dauerbeschuss musste der ARANTE bald die Energie ausgehen.

»Das ergibt doch alles überhaupt keinen Sinn ...« Harmun sah sich mit der Situation völlig überfordert. Er stellte Kontakt zur Medostation her. »Meldung!«

»Wir tun alles, was wir können, Dor'athor!«, kam es hektisch zurück. »Kein Gift, keine Verletzung, kein Schock. Wir können nicht herausfinden, woran es liegt! Und wir können nicht wagen, ihn aufzuwecken, dann könnte sein Kreislauf versagen ...«

»Stabilisiert ihn endlich!«, schrie der Orbton. »Er wird gebraucht!«

Mehrere Augenpaare in der Zentrale richteten sich jetzt auf ihn. Harmun da Efelith gab sich keiner Illusion hin, sie akzeptierten ihn nicht, er war nur der Stellvertretende Kommandant, und das seit gerade mal vier Tontas. Seine schlichte Aufgabe lautete, das Schiff zum Flottenstützpunkt Mashav zu dirigieren. Nicht mehr, nicht weniger. Was sollte da schon schiefgehen?

Alles, wie es schien.

»Kommandant, da ist eine ...«, rief der Waffenleitoffizier. »... seltsam, schon wieder vorbei.«

»Was ist vorbei?«

»Das System hat kurzzeitig eine Strukturlücke im Schirm angezeigt, aber ... das muss eine Fehlfunktion gewesen sein. Vielleicht durch den Beschuss verursacht.«

»Wo befand sich die Strukturlücke?« Harmun merkte, wie seine Stirn feucht wurde, seine Augen tränten.

»Ich sagte doch ...«

»Wo?«

Gleich darauf sah er es auf dem Holo. Ganz zweifellos eine strategische Stelle. Das konnte kein Zufall sein.

»Was ist mit dem Funk? Es muss uns doch möglich sein, diese Störung zu umgehen! Wir fliegen hier ein modernes Schlachtschiff, bei allen Sternengöttern!«

»Bisher negativ. Tut mir leid. Ich verstehe es auch nicht.«

Weil wir alle das Offensichtliche nicht wahrhaben wollen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Harmun hatte keinerlei Erfahrung mit einer solchen Situation, vor allem, weil alles gleichzeitig geschah. Vor vier Tontas war Vere'athor Genshar da Minterol aus unbekannter Ursache in seinem Kommandantensessel zusammengebrochen und schwebte seither in Lebensgefahr, und jetzt wurde sein Schiff von einem unbekannten Angehörigen der arkonidischen Flotte kurz vor dem Erreichen des Stützpunktes unter Beschuss genommen!

Gegen einen Feind hätte Harmun gewusst, was zu tun war – aber gegen die eigenen Leute?

Wenn der Orbton wenigstens Mashav anfunken könnte, um von dort aus Instruktionen und Hilfe zu erbitten ... oder irgendjemanden ... Und natürlich kreuzte gerade niemand sonst in diesem Sektor, sodass der Angriff von einem Beobachter bemerkt würde ...

»Was geht hier vor sich?«, flüsterte er.

Da schaltete eine schiffsinterne Anzeige an seinem Pult auf Rot, und die Meldung eines schweren Schadens blinkte auf. In einem Hangar hatte es eine Explosion gegeben. Präzise gesagt, im Arkon-Jet-Hangar 03, der sich nicht weit von der Zentrale befand. Fast genau an der Position, an der es zuvor die Strukturlücke gegeben hatte.

»Aber ... aber das ist unmöglich«, stotterte Harmun, ohne darauf zu achten, dass er sich wiederholte. »Das würde ja bedeuten ...«

»Der Angriff war eine Ablenkung, und jemand ist unbemerkt an Bord gelangt«, wurde der Satz von der Pilotin vollendet.

Endlich sprach jemand aus, was schon seit dem Funkausfall offensichtlich war. Der Angriff erfolgte von innen.

Da öffnete sich das Schott zur Zentrale.

*

»Bei Fartuloons Skarg!«, schrie der oberste Bauchaufschneider. »Was taugen diese verdammten Geräte eigentlich? Und wozu dienen diese skandalös antiken Spardosen, wenn sie nicht in der Lage sind, zu scannen und daraus eine vernünftige Diagnose zu stellen?«

Der eher kleinwüchsige, sich stets in Eile befindliche Arkonide stürmte durch den Raum, kontrollierte die Anzeigen, schmetterte Befehle.

Die Assistenten waren vollauf damit beschäftigt, ihm auszuweichen, und niemand wagte ein Wort, solange der Chefmediker sich in einer solchen Stimmung befand. In diesem Fall war die Panik allerdings verständlich, da sie allesamt, einschließlich der robotischen Einheit, vor einem Rätsel standen.

Metformax ließ zum wiederholten Mal den Blutdruck messen und das Blutbild untersuchen, kontrollierte die Sauerstoffsättigung und verstand es nicht. »Das Herz braucht einen Bypass«, murmelte er. »Aber bei diesem instabilen Zustand können wir es nicht wagen, ihn aufzuschneiden.«

»Was an und für sich durch das künstliche Koma ausgeschlossen sein sollte.« Es gab nur eine einzige Person in diesem Raum, die keine Scheu zeigte. Verbene, Metformax' Tochter. »Allmählich neige ich zu der Ansicht, dass wir nach herkömmlicher Sitte vorgehen sollten.«

Der Bauchaufschneider hielt inne und musterte die zierliche junge Frau. »Du meinst ... ganz ohne Maschinen?«

»Nein, das nicht, die Lebenserhaltungssysteme benötigen wir selbstverständlich. Aber die Untersuchung sollten wir selbst durchführen. Fühlen, tasten, daraus lernen. Wie du es mich gelehrt hast.«

Metformax nickte. »Wir werden bei lebendigem Leibe seziert, wenn wir nicht bald eine Lösung finden.« Er richtete den Blick der Reihe nach auf die übrigen Mediker. »Irgendwelche Einwände?«

Sie verneinten. Keiner von ihnen wusste weiter. Doch sie mussten unter allen Umständen das Leben des Kommandanten retten.

Dreiplanetenträger Genshar da Minterol entstammte einem alten und sehr großen, einflussreichen Khasurn und stand kurz vor der Beförderung zum Sonnenträger, zum Has'athor. Sollte ihm etwas zustoßen, würden sie nicht nur von der SANTSAKA weg strafversetzt, sondern womöglich auch noch unter Anklage wegen Behandlungsfehlern gestellt. Dann wäre ihre Karriere ein für alle Mal vernichtet, und sie könnten vielleicht noch Aufträge auf dem Land zum Impfen von Flecksäuen und taurischen Stinkhörnern finden.

Als hätten sie nicht schon genug Druck, meldete sich der Stellvertretende Kommandant aus der Zentrale und verlangte den Statusbericht. Er klang dabei nicht minder gestresst und schrie drauflos. Damit war – wie zuvor – auch niemandem gedient.

»Was bildet der sich eigentlich ein?«, rief Metformax, nachdem die Verbindung unterbrochen war. »Soll er doch selbst herkommen und dem Vere'athor einen waldoresischen Heilungszumb vortanzen, vielleicht hilft das ja!«

»Ich werde jetzt etwas anderes versuchen«, sagte Verbene. »Medo, kann er selbsttätig atmen?«

»Das kann nicht garantiert werden aufgrund der ständig wechselnden Werte«, lautete die nüchterne Antwort der Systemeinheit.

»Was hast du vor?«, fragte ihr Vater.

»Wir müssen versuchen, ihn aufzuwecken.«

»Ausgeschlossen! Das Risiko, dass er kollabiert, ist viel zu groß! Aus dem Grund haben wir ihn schließlich ins künstliche Koma versetzt!«

»Da bin ich nicht so sicher. Ich habe mir die Werte noch einmal angesehen und verglichen. Ich glaube, das Problem liegt nicht am Herzen, sondern ...«

Weiter kam sie nicht, denn in diesem Moment ging das Licht aus, und sämtliche Maschinenanzeigen erloschen.

*

Durch das halb geöffnete Schott drangen Katsugos herein, die auf den ellipsoiden Grundkörper ein vierarmiges Chassis mit fest installierten Waffensystemen aufgesetzt hatten. Sie waren etwa zwei Meter groß, bewegten sich per Antigrav vorwärts und verteilten sich blitzschnell.

In der Zentrale brach Chaos aus. Niemand war bewaffnet, deshalb blieb zur Verteidigung nur ... nichts. Nicht einmal die Flucht. Einige Offiziere warfen sich zu Boden und suchten nach...



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