Schwartz | Perry Rhodan 2709: Der perfekte Jäger | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 2709, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Schwartz Perry Rhodan 2709: Der perfekte Jäger

Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal"
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-8453-2708-2
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal"

E-Book, Deutsch, Band 2709, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2708-2
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Das Atopische Tribunal schickt einen Marshall - seine Fähigkeiten sind tödlich Seit die Menschheit ins All aufgebrochen ist, hat sie eine aufregende, wechselvolle Geschichte erlebt: Die Terraner - wie sich die Angehörigen der geeinten Menschheit nennen - haben nicht nur seit Jahrtausenden die eigene Galaxis erkundet, sie sind längst in ferne Sterneninseln vorgestoßen. Immer wieder treffen Perry Rhodan und seine Gefährten auf raumfahrende Zivilisationen - und auf die Spur kosmischer Mächte, die das Geschehen im Universum beeinflussen. Im Jahr 1514 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, das nach alter Zeitrechnung dem Anfang des sechsten Jahrtausends entspricht, gehört die Erde zur Liga Freier Terraner. Tausende von Sonnensystemen, auf deren Welten Menschen siedeln, haben sich zu diesem Sternenstaat zusammengeschlossen. Doch ausgerechnet der Mond, der nächste Himmelskörper, ist den Terranern fremd geworden. Seit einigen Jahren hat er sich in ein abweisendes Feld gehüllt, seine Oberfläche ist merkwürdig verunstaltet. Wer zu ihm vordringen möchte, riskiert sein Leben. Dort herrschen die Onryonen, die im Namen des Atopischen Tribunals die Auslieferung Perry Rhodans und Imperator Bostichs fordern. Das Tribunal stellt zunächst die wichtigste Unterstützung Perry Rhodans kalt - die JULES VERNE samt Reginald Bull ist verschwunden, und auf einen weiteren von Rhodans Gefährten wartet nun DER PERFEKTE JÄGER ...

Science Fiction dreht sich um die Technik der Zukunft, heißt es oft. Doch Uschi Zietsch räumt mit diesem Irrglauben auf: Die Münchnerin schreibt unter dem Künstlernamen Susan Schwartz mit großem Erfolg Science Fiction und Fantasy, wobei sie den Schwerpunkt auf fremde Kulturen legt. Die 1961 geborene Autorin, die nach dem abgebrochenen Studium in Jura, Geschichte, Theaterwissenschaft und Politik eine kaufmännische Lehre absolvierte und bis 1996 hauptberuflich im Marketing-Bereich tätig war, schrieb bereits als Kind ihre ersten Geschichten. Ihr erster Roman, ein imponierendes Fantasy-Epos, erschien 1986 unter dem Titel 'Sternwolke und Eiszauber' im Wilhelm Heyne Verlag in München. 1988 gründete Uschi Zietsch zusammen mit ihrem Ehemann Gerald Jambor den Fabylon-Verlag, in dem neben den Werken anderer Autoren auch eigene Erzählungen erschienen. Der Einstieg in die PERRY RHODAN-Serie erfolgte Ende 1992: Das Taschenbuch 'Chandris Welt' wurde unter dem Künstlernamen Susan Schwartz publiziert. 'Susanne ist mein Zweitname', so begründet Uschi Zietsch das Pseudonym, 'und die Farbe Schwarz mag ich nun mal ganz besonders.' Dem bei Lesern und Kritikern der PERRY RHODAN-Serie gut angekommenen Taschenbuch folgte der Einstieg in die Romanserie: Das Debut der Münchnerin war 'Im Netz des Quidor', im April 1993 als PERRY RHODAN-Band 1652 erschienen. Mit 'Der Hyperschock' (Band 2202) und 'Quinto-Center' (Band 5 der PERRY RHODAN-Autorenbibliothek) nahm die Autorin im November 2003 nach über 60 Heften ihren Abschied von der Serie. Sie blieb ihr freundschaftlich verbunden und steuerte unlängst sogar mehrere Gastromane bei. Bei der Fantasy-Reihe 'Elfenzeit' war sie für die gesamte Konzeption zuständig und steuerte die wichtigsten Romane bei. Parallel dazu erschien bei Bastei-Lübbe ihre Fantasy-Trilogie 'Die Chroniken von Waldsee' sowie zwei in sich abgeschlossene Einzelbände aus derselben Welt. Aktuell beschäftigt sich Uschi Zietsch unter anderem mit der 'Elfenzeit'-Folgeserie 'Schattenlord', für die sie ebenfalls verantwortlich zeichnet.
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Prolog


Raumvater HOOTRI

Sie ahnten nichts.

Noch nicht.

Doch bald würden sie erfahren, dass das Gericht über sie kam. Die Vorbereitungen dazu waren beinahe abgeschlossen.

Shekval Genneryc war zufrieden. Alles verlief genau nach Plan, es blieben nur wenige Anordnungen zu erteilen.

»Die gewünschte Verbindung ist hergestellt«, erklang die neutrale Stimme des Zentralrechners des Raumvaters HOOTRI.

Die Zentrale-Anuupi schwebten zusammengeballt über dem Kommandostand und tauchten ihn in angenehmes, weiches Licht – nichts blieb in den Schatten verborgen, ohne es grell auszuleuchten.

Kurz darauf baute sich ein Holo vor dem Kommandanten des Raumrudels auf und zeigte einen älteren Onryonen mit grauer, glanzloser Kopfbehaarung. In den goldfarbenen Augen zeigten sich rotbraune Altersflecken, seine über den Kopf ragenden, spitzen Ohren waren an den Rändern ausgefasert. Wie Genneryc trug er farbenprächtige Kleidung; allerdings in einer Zusammenstellung, die dem Kommandanten keinerlei Aufschluss darüber bot, ob er zu einer bestimmten Einheit gehörte. Auch Rückschlüsse auf den Charakter des Onryonen ließen sich nicht ziehen, denn die Farben waren zugleich grellbunt wie pastellmild und willkürlich kombiniert.

Für einen winzigen Moment war Genneryc verunsichert, und er warf unwillkürlich einen Blick auf die Anzeige der Verbindungsdaten auf seinem Befehlterminal außerhalb des Sichtbereichs der Holoverbindung. Die Angaben trafen exakt zu, die Steuereinheit hatte selbstverständlich keinen Fehler begangen. Und somit passte alles zusammen und war keineswegs unstimmig, sondern so gewollt.

»Marshall Leza Vlyoth«, eröffnete der Kommandant mit begleitender Höflichkeitsgeste das Gespräch und achtete darauf, dass das Emot auf seiner Stirn weder durch Färbung noch durch Kräuselung seine Stimmung verriet. Das fiel ihm nicht schwer; er war es gewohnt, seine Emotionen im Griff zu haben. Bei seinem Gegenüber hatte die gezeigte Neutralität des Emots vermutlich andere Gründe als Beherrschung. »Ich nehme erfreut zur Kenntnis, dass du Zeit für dieses Gespräch gefunden hast.«

Etwas blitzte in den Augen seines holografischen Gegenübers auf. Der Marshall wirkte jedoch nicht irritiert, sondern eher amüsiert, dass Genneryc sich nicht hatte täuschen lassen.

»Ich danke für deine Aufmerksamkeit«, gab er höflich zurück. Die Stimme passte hervorragend, weich und leise säuselnd. Niemand konnte vermuten, dass es sich gar nicht um einen Onryonen handelte.

Genneryc gestattete sich einen kurzen Augenblick der Faszination. Die Jaj waren perfekte Gestaltwandler und in der Lage, jedes Geschöpf zu similieren. Außer ihnen selbst kannte niemand ihre Urform. Nicht ein einziger Außenstehender hatte je erfahren, wie sie wirklich aussahen, sie hatten sich niemals offenbart. Vermutlich gaben sie sich nur an abgeschiedenen Orten auf ihrer Heimatwelt und ausschließlich untereinander »ganz natürlich«.

»Es ehrt mich, dass du mir als Onryone begegnest«, fügte er hinzu.

»Es erschien mir als die beste Wahl. Schließlich handelt es sich um ein vertrauliches Gespräch und sollte deshalb optisch auf einer angenehmen Basis von Gleich zu Gleich aufgebaut werden. Zudem möchtest du dich selbstverständlich, bevor du mich beauftragst, von meinen Fähigkeiten überzeugen. Damit habe ich dir eine Demonstration meiner Kunst gegeben, die dich hoffentlich zufriedenstellt.«

Der Onryone neigte den Kopf leicht zur Seite. Seine Hand glitt in die Tasche seines faltenreichen Gewandes und spielte mit dem Gryoc, wie immer, wenn er eine Anspannung nahen fühlte. »Die Informationen, die ich erhalten habe, besagen, dass du zu den Besten gehörst.«

»Ich bin der Beste«, versetzte Vlyoth kühl. Es klang nicht nach Unbescheidenheit, sondern nach gelassener Überzeugung. »Andernfalls hättest du dich gar nicht erst persönlich mit mir in Verbindung gesetzt, richterlicher Bevollmächtigter.«

Der Jaj hielt sich eine kleine, gläserne Kapsel unter die Nase, zerrieb sie und atmete mit weit geblähten Nasenflügeln den aufsteigenden sarottegelben Nebel ein.

Genneryc war unwillkürlich ein wenig indigniert. Onryonen würden etwas so Intimes niemals in der Öffentlichkeit zelebrieren; sie nahmen nicht einmal Speisen in gemischter Geselligkeit zu sich. Das war schlichtweg unanständig, und was der Jaj hier so ungeniert zu sich nahm, war noch dazu etwas Verpöntes. Glasfrost. Eine Droge, die Genneryc niemals verwenden würde. Er rügte den Marshall jedoch nicht dafür, denn alle Jaj waren süchtig nach Glasfrost. Vermutlich hing es mit dem Vorgang oder der Aufrechterhaltung der Similierung zusammen, anders konnte Genneryc es sich nicht erklären.

Vlyoth schloss zwei Herzschläge lang die Augen, und als er sie wieder öffnete, waren sie für einen Moment verschleiert, doch gleich darauf völlig klar und aufmerksam.

Genneryc hatte gehofft, in diesen wenigen Sekunden vielleicht einen Blick »dahinter« zu erhaschen, aber wie stets vergeblich. Sein Status verbot ihm, eine direkte Frage zu stellen, doch seine Neugierde war nur schwer im Zaum zu halten. Vor allem ... dieses Nichtwissen war ein unwägbarer Faktor, der eine genaue Einschätzung unmöglich machte. Und sich damit der Kontrolle entzog; etwas, das der Kommandant ganz und gar nicht schätzte. Es machte die Jaj unberechenbar.

Und unverzichtbar. Durch ihre besonderen Fähigkeiten waren die Jaj ideale Kundschafter. Darin bestand ihre hauptsächliche Aufgabe in der Verkörperung des Tribunals. Die Onryonen waren die Hände der Richter, die Jaj die Ohren, die Tesqiren die Münder, die Tolocesten die Augen.

Marshall Leza Vlyoth allerdings würde nicht als Kundschafter tätig werden, sondern einen ganz besonderen und noch dazu ganz besonders heiklen Auftrag erhalten.

»Ich bin allerdings überrascht, dass du dich überhaupt an mich wendest«, fuhr Vlyoth fort, nachdem sich der Glasfrost-Nebel vollständig verflüchtigt hatte. »Ich hörte, dass du einen Auftrag für Maltynouc im Auge hast?«

Das Emot auf der Stirnmitte kräuselte sich leicht. Es war also mehr als nur eine Similierung, ein bloßer Schein. Vlyoth zeigte dadurch ganz deutlichen Unmut, wie auch durch den etwas raueren Unterton seiner Stimme zu vernehmen war. Kein Wunder. Die beiden Jaj standen in erbitterter Konkurrenz zueinander.

Diese primitive Emotion amüsierte Genneryc; das war ein Verhalten, mit dem er etwas anfangen, das er kontrollieren konnte. Das machte den Jaj berechenbarer. Greifbarer.

»Marshall Caileec Maltynoucs Auftrag betrifft weder dich noch die Aufgabe, die mir für dich vorschwebt«, sagte er. »Doch ist sein Auftrag keineswegs der vordringlichste, denn ich halte ihn für leicht ausführbar. Der Auftrag hingegen, den ich für dich vorgesehen habe, ist um einiges heikler und keineswegs unbedeutender, auch wenn es zunächst den Anschein haben mag.« Fakten in geschmeichelten Worten.

Vlyoth war nicht so leicht damit zu beeindrucken. Seine samtweiche Stimme war weiterhin kühl. »Ich höre.«

»Die Beute ist äußerst schwierig zu fassen. Ein Gegner, der als unüberwindlich gilt.«

Nun hatte Genneryc die volle Aufmerksamkeit seines holografischen, Tausende Lichtjahre entfernten Gegenübers. Das Gold seiner Augen leuchtete auf und ließ die Altersflecken zurücktreten. Kein Wunder, Genneryc hatte ihn bei der Ehre gepackt. Marshall Vlyoth galt als der perfekte Jäger, ein Titel, den Maltynouc ihm gern streitig machen wollte. Genneryc hoffte, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, aber bisher hatten ihn Erfahrung und Intuition nie getrogen.

Ein perfekter Jäger träumte immer von der perfekten Beute, seiner größten Herausforderung. Das war sein wahres Ziel, darin waren die Jaj nicht anders. Sie waren äußerst diszipliniert, erledigten ihre Aufgabe selbstständig und zielstrebig und gaben niemals auf. Hatten sie die Witterung erst aufgenommen, ließen sie nicht mehr von der Jagd ab, bis die Beute gestellt und überwältigt war. So undurchsichtig die Jaj waren, in dieser Hinsicht waren sie zu hundert Prozent verlässlich.

»Es gibt nicht viele in der Milchstraße, auf die eine solche Bezeichnung zutrifft, und auch unter diesen nur wenige Individuen.« Vlyoths Stimme bebte leicht. Selbstverständlich hatte er sich längst kundig gemacht und die täglich wachsenden Datenbänke des Tribunals durchstöbert. Genneryc war sicher, dass er mit dem Zielobjekt bereits vertraut war. Wie würde er wohl reagieren, sobald er dessen Namen erfuhr?

»Der Auftrag, und das kann ich nicht genug betonen, ist weitaus gefährlicher als der, den Marshall Maltynouc zu erledigen hat.«

»Du bestätigst also, dass ich der bessere Jäger bin?«

»Du giltst als der perfekte Jäger. Bewähre dich darin.«

»Darum mach dir keine Gedanken. Ich erledige auch das Unmögliche.«

»Eine kühne Zusicherung, leichtfertig ausgesprochen.«

»Pah! Sonst wäre ich nicht geeignet und nicht der, der ich bin. Das Zielobjekt bitte, damit ich sofort beginnen kann.«

Genneryc bewegte zufrieden die großen Ohren. Er gestattete sich sogar eine leichte rosa Färbung des Emots, um dem Marshall seine positive Stimmung zu vermitteln. Vlyoth war Profi, gar kein Zweifel, und dass er Perfektionist war, konnte ebenfalls als sicher angenommen werden.

Er bewegte eine Hand leicht über die Bedienkonsole. »Ich übermittle dir soeben alle Informationen, die du benötigst. Du kannst selbstverständlich unsere Datenbanken für weitere Recherchen nutzen.«

»Und wer ist nun der oder die Auserkorene?«

Der onryonische...



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