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Schwartz | Perry Rhodan 2738: Domäne des Feuervolks | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2738, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Schwartz Perry Rhodan 2738: Domäne des Feuervolks

Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal"
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8453-2737-2
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal"

E-Book, Deutsch, Band 2738, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2737-2
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Der Kosmische Augenblick - Perry Rhodan erlebt das Omega-Fragmentarium Seit die Menschheit ins All aufgebrochen ist, hat sie eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Die Terraner - wie sich die Angehörigen der geeinten Menschheit nennen - sind längst in ferne Sterneninseln vorgestoßen. Immer wieder treffen Perry Rhodan und seine Gefährten auf raumfahrende Zivilisationen und auf die Spur kosmischer Mächte, die das Geschehen im Universum beeinflussen. Im Jahr 1516 Neuer Galaktischer Zeitrechnung steht die Milchstraße seit nunmehr zwei Jahren unter dem Einfluss des Atopischen Tribunals, einer noch immer weitgehend rätselhaften Organisation, die vorgibt, im Rahmen der 'Atopischen Ordo' für Frieden und Sicherheit zu sorgen. Die Atopische Ordo gilt bereits seit Längerem in der Galaxis Larhatoon - der Heimat eines Volkes, das in früheren Zeiten großes Unheil über die Menschheit brachte. Die Rede ist von den Laren, die als Mitglieder des Konzils der Sieben Galaxien für mehr als hundert Jahre in der Milchstraße herrschten. Perry Rhodan und Bostich, die es nach Larhatoon verschlagen hat, versuchen dort mehr über das Tribunal herauszufinden. Dabei geraten sie in die DOMÄNE DES FEUERVOLKS ...

Science Fiction dreht sich um die Technik der Zukunft, heißt es oft. Doch Uschi Zietsch räumt mit diesem Irrglauben auf: Die Münchnerin schreibt unter dem Künstlernamen Susan Schwartz mit großem Erfolg Science Fiction und Fantasy, wobei sie den Schwerpunkt auf fremde Kulturen legt. Die 1961 geborene Autorin, die nach dem abgebrochenen Studium in Jura, Geschichte, Theaterwissenschaft und Politik eine kaufmännische Lehre absolvierte und bis 1996 hauptberuflich im Marketing-Bereich tätig war, schrieb bereits als Kind ihre ersten Geschichten. Ihr erster Roman, ein imponierendes Fantasy-Epos, erschien 1986 unter dem Titel 'Sternwolke und Eiszauber' im Wilhelm Heyne Verlag in München. 1988 gründete Uschi Zietsch zusammen mit ihrem Ehemann Gerald Jambor den Fabylon-Verlag, in dem neben den Werken anderer Autoren auch eigene Erzählungen erschienen. Der Einstieg in die PERRY RHODAN-Serie erfolgte Ende 1992: Das Taschenbuch 'Chandris Welt' wurde unter dem Künstlernamen Susan Schwartz publiziert. 'Susanne ist mein Zweitname', so begründet Uschi Zietsch das Pseudonym, 'und die Farbe Schwarz mag ich nun mal ganz besonders.' Dem bei Lesern und Kritikern der PERRY RHODAN-Serie gut angekommenen Taschenbuch folgte der Einstieg in die Romanserie: Das Debut der Münchnerin war 'Im Netz des Quidor', im April 1993 als PERRY RHODAN-Band 1652 erschienen. Mit 'Der Hyperschock' (Band 2202) und 'Quinto-Center' (Band 5 der PERRY RHODAN-Autorenbibliothek) nahm die Autorin im November 2003 nach über 60 Heften ihren Abschied von der Serie. Sie blieb ihr freundschaftlich verbunden und steuerte unlängst sogar mehrere Gastromane bei. Bei der Fantasy-Reihe 'Elfenzeit' war sie für die gesamte Konzeption zuständig und steuerte die wichtigsten Romane bei. Parallel dazu erschien bei Bastei-Lübbe ihre Fantasy-Trilogie 'Die Chroniken von Waldsee' sowie zwei in sich abgeschlossene Einzelbände aus derselben Welt. Aktuell beschäftigt sich Uschi Zietsch unter anderem mit der 'Elfenzeit'-Folgeserie 'Schattenlord', für die sie ebenfalls verantwortlich zeichnet.
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3.


OVPASHIR: Geduld

Perry Rhodan versuchte, Kontakt zu Osueo aufzunehmen, doch er konnte nur den alten Aotoch erreichen, der den Kommandanten in der Zentrale vertrat.

»Wie kann ich dir behilflich sein?«, erkundigte sich der Lucbarni höflich. Seine Augen in dem nur faustgroßen Gesicht wirkten im Holo noch größer. Sein Hals zeigte viele Falten, die Hautfärbung einen leichten Grauton.

»Ich muss dringend mit Osueo sprechen«, erklärte Rhodan. Seine Hand umschloss das Vektorion, den Grund seiner Aufregung. Seit sie in den Überlichtflug gegangen waren, zeigte es dauerhaft in eine bestimmte Richtung, der Legende nach zur mystischen Urheimat der Laren.

»Das ist leider unmöglich.« Bedauern lag in der rauen Stimme des Lucbarni. »Osueo hat dir sicher gesagt, dass er seine Flammung beenden wird. Das sollte in vier Stunden der Fall sein. Dann wird er sich dir widmen können.«

»Kann ich ihn wirklich nicht unterbrechen?«

Das Schillern der Augen wechselte zu roten Tönen. »Das ist eine sehr wichtige Prozedur und ein intimer Vorgang, Da-Zoltral. Wir sollten ihn nicht dabei stören. Es dauert wirklich nicht lange, nur ein paar Stunden. Ich werde dir gern behilflich sein, wenn es dir an etwas mangelt. Benötigst du Nahrung? Oder Hilfe für deinen Körper?«

»Ich ... habe alles, danke.« Rhodan bemühte sich um ein Lächeln. »Nur eine Frage noch, wie lange bleiben wir auf Überlicht?«

»Oh, einige Tage. Wir haben eine sehr lange Reise vor uns, weil sie durch einen Tolocesten gebremst wird, wie dir sicherlich bekannt ist. Auch die Lucbarni werden nicht von der Atopischen Ordo ausgenommen.«

Das beruhigte den Terraner etwas. Er konnte also noch während des Überlichts mit dem Kommandanten sprechen.

Bis dahin wollte er allerdings vor seinen Reisegefährten geheim halten, was er herausgefunden hatte. Zuerst wollte er mit Osueo abklären, wohin die Reise ging.

»Vielen Dank für die Auskunft«, sagte er, und diesmal hatte er keine Schwierigkeiten zu lächeln. »Dann werde ich mich ein wenig erholen, bis Osueo bereit ist, mich zu empfangen. Bitte, lass ihm ausrichten, dass ich ihn unbedingt sprechen muss, allein.«

»Das werde ich«, versprach Aotoch.

Die Verbindung war beendet, und Rhodan ließ sich auf dem Bett nieder. Seine Kammer war eng und niedrig, so, wie die Lucbarni es bevorzugten. Rhodan konnte sich kaum darin bewegen. Doch für den Moment musste er das ertragen, und er hatte tatsächlich Erholung dringend nötig. Wie viele Stunden er nun schon ununterbrochen auf den Beinen war, konnte er gar nicht mehr sagen. Auch der Zellaktivator hatte seine Grenzen. Und er brauchte etwas zu essen.

Nach einigem Herumsuchen entdeckte Rhodan die »Vorräte«. Astronautennahrung hatte man das damals auf der Erde genannt, als er ein erwartungsvoller junger Major gewesen war, dem der erste bemannte Flug zum Mond bevorstand. Natürlich gab es das weiterhin als Standard auf allen Raumschiffen, allerdings nur als echte Notration. Konzentratriegel, Wasserbeutel. Eine bescheidene Mahlzeit, doch wenn sie dem Metabolismus eines Laren zugute kam, dann sicher auch ihm.

Still machte er sich an die Nahrungsaufnahme, anders konnte er es nicht bezeichnen. Neacue ringelte sich aus seinem Anhänger.

»So ist das also«, stellte der Benetah fest, ohne sich weiter zu erklären.

Rhodan passte sich ihm an, denn er kannte schon einige seiner Scherze. »Ja, so sieht es aus.«

Neacue streckte sich zu ihm empor und musterte ihn aus seinem winzigen, dem Menschlichen nachgeahmten Gesicht. »Und du behältst es für dich?«

»Nur vorerst. Wir können im Augenblick ohnehin nichts unternehmen.«

»Dass du das fertigbringst ... mich würde es ja zerreißen! Moment – das tut es ja!« Neacue dehnte einen Teil seines Körpers, bis er nur noch ein hauchdünner Faden war.

»Halt dich zurück«, mahnte Rhodan. »Kein Wort zu irgendjemandem, verstanden? Wir alle brauchen Ruhe, und dann sehen wir weiter.«

Neacue schraubte sich zu einem Knoten zusammen. »Weil du Konflikte erwartest, und die erwartest du völlig zu Recht. Jeder will das Vektorion auf seine Weise nutzen, bis auf Bostich ...«

»Bleib bitte beim Tarnnamen!«

»Wir werden hier nicht abgehört. Habe ich schon gecheckt.«

»Aber du könntest dich im falschen Moment verplappern.«

»Secla-Hiab, der ...«

»Se...« Rhodan unterbrach sich und seufzte. »Okay. Fahr einfach fort.«

»... der will nur nach Hause. Verständlich, wenn man sieht, wie die Atopen hier alles ruiniert haben und er um sein Großreich bangen muss. Wobei, wenn er sich genau entgegengesetzt zum Fingerzeig hält, ist das vielleicht sogar die richtige Richtung, und damit wäre selbst ihm das Vektorion dienlich ...«

»Deswegen hoffe ich ja auf Osueo als verbindendes, neutrales Element. Wir sind bei ihm zu Gast, er ist Forscher, aber wohl nicht eigennützig, was ich nach den wenigen Augenblicken, die wir bisher miteinander verbracht haben, festgestellt habe.«

»Und dich hoffentlich nicht irrst.«

»Was empfindest du denn?«

Neacue entwirrte sich wieder oder versuchte es zumindest. Er hatte es wohl ein wenig zu gut gemeint mit seinem Schaubild. Trotz aller Bemühungen verhedderte er sich zusehends.

»Du fragst mich um meine Meinung? Wie schmeichelhaft.«

»Neacue.«

Das genügte. Der Knoten zerfiel, und der Benetah lag schlaff wie ein Haufen dünner Nudeln auf dem Tischchen. »Warst du eigentlich immer schon so?«, beklagte er sich.

»Wie denn?«, fragte Perry Rhodan verständnislos zurück.

»So ... schrecklich ernsthaft!«

»Ich denke schon«, sagte er nachdenklich.

»Ich geb's auf.« Neacues Kopf fuhr wieder nach oben. »Die Lucbarni sind meiner Ansicht nach äußerst friedliebend. Obwohl ich es nicht gern sage, aber es wäre mir lieb, wenn du hier kein Chaos anrichtetest.«

Rhodan lag eine scharfe Erwiderung auf der Zunge, er schluckte sie aber hinunter. »Ich verspreche es.«

»Ich glaube, die Lucbarni sind das Volk mit den merkwürdigsten Eigenheiten, die mir je begegnet sind. Sie werden dich unterstützen, ohne eine Gegenleistung zu verlangen, weil das ihre Art ist. Sie tun etwas, oder sie tun es nicht. Sie brüten nicht lange über den Gründen dafür. Deswegen sind sie dir auch völlig unvoreingenommen begegnet, obwohl sie sonst keinen Kontakt zu anderen Völkern pflegen, vor allem den Laren nicht.«

»Wir können ihnen also vertrauen.«

»Ja, den Eindruck habe ich. Du und Osueo, ihr habt eine verbindende harmonische Linie. Es war dein Glück, mit ihm in Kontakt getreten zu sein.«

Perry warf einen Blick auf das Vektorion, das er auf dem Tisch abgelegt hatte, und das unermüdlich in dieselbe Richtung wies. »Ich glaube nicht«, sagte er langsam. »Wenn ich eines gelernt habe auf meinen vielen Reisen, dann, dass es solche Zufälle nicht gibt. Ich habe sogar den Eindruck, dass Osueo mich erwartet hat.«

»Ja, diese kosmischen Schwingungen ...« Neacue kicherte verhalten. »Jedenfalls finde ich die Lucbarni spannend, und zwar sehr viel spannender als dich! Ich glaube, hier gibt es viel zu entdecken. Wenn du mich also entschuldigen würdest ...«

»Neacue!«, rief Rhodan und versuchte nach ihm zu greifen, doch der Benetah hatte sich schon in die Konsole eingefädelt und war verschwunden. »Verdammt.«

Er konnte nur hoffen, dass Neacue sich diskret zurückhielt und keinen Unsinn anstellte, nur um »ein bisschen Spaß« zu haben. Er würde niemals jemandem absichtlich schaden wollen, aber manchmal ging es einfach mit ihm durch, da war er wie ein Kind.

Immerhin hatte er nicht das Vektorion geklaut, um damit »Verstecken« zu spielen.

*

Rhodan erwachte, als der Türsummer erklang. »Ja, bitte?«

»Ich soll dich zu Osueo begleiten«, erklang eine Stimme draußen. »Ich warte.«

Der Terraner war sofort auf den Beinen. Wie lange hatte er wohl geschlafen? Seit seiner Flucht und der Unmöglichkeit irgendeiner vergleichenden Messung hatte er jegliches Zeitgefühl verloren. Er fühlte sich allerdings ausgeruht, und das lag bestimmt nicht nur am Zellaktivator.

Nachdem er fertig gegessen hatte, hatte er sich einer chemischen Reinigungsprozedur unterzogen, die weitaus weniger unangenehm war, als er gedacht hatte, und dann hatte er sich hingelegt und war sofort eingeschlafen. An einen Traum konnte er sich nicht erinnern.

»Ich komme sofort.« Er schlüpfte in die Kleidung, dann den Schutzanzug, prüfte, ob das Vektorion an Ort und Stelle war, und tastete zuletzt nach dem Anhänger. Normalerweise bekam er jetzt einen leichten elektrischen Schlag versetzt, doch nichts dergleichen. Neacue war noch nicht zurück.

Perry schloss den Anzug, nicht aber den Helm, er wollte es so versuchen. Dauernd den Helm geschlossen zu halten war unangenehm bei einer gut atembaren Atmosphäre.

Bostich hatte ihn zwar gewarnt, dass die Maske Schaden nehmen könnte bei der Hitze, aber sie war immerhin staubtrocken. Es gereichte zum Vorteil, dass die Lucbarni eine ausgeprägte Abneigung gegen Wasser hatten, was bei ihrer besonderen Affinität zum Feuer kein Wunder war.

Für einen Moment raubte es Rhodan den Atem, als er die Tür zurückfahren ließ und ihm siebzig Grad heiße Luft ins Gesicht schlug. Doch sogleich fächelte die Anzugkühlung ihm über die Halsöffnung ein wenig Frische ins Gesicht, sodass er glaubte, die Hitze auf diese Weise ohne Gesichtsschutz ertragen zu können.

Draußen wartete ein Lucbarni, der zwei Mehrzweckgürtel umgeschlungen hatte und zudem eine breite grüne, metallisch schimmernde Schärpe über der linken Seite des...



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