Schwartz | Perry Rhodan 2984: Projekt Exodus | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2984, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Schwartz Perry Rhodan 2984: Projekt Exodus

Perry Rhodan-Zyklus "Genesis"
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-8453-5084-4
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Genesis"

E-Book, Deutsch, Band 2984, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-5084-4
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Gut dreitausend Jahre in der Zukunft: Perry Rhodan hat nach wie vor die Vision, die Milchstraße in eine Sterneninsel ohne Kriege zu verwandeln. Der Mann von der Erde, der einst die Menschen zu den Sternen führte, möchte endlich Frieden in der Galaxis haben. Davon ist er in diesen Tagen des Jahres 1552 Neuer Galaktischer Zeitrechnung allerdings weit entfernt: In der von der Superintelligenz ES verlassenen Milchstraße machen sich Boten anderer Superintelligenzen breit, ebenso alte Feinde von ES und neue Machtgruppen. Eine dieser Machtgruppen ist der sogenannte Techno-Mahdi, der das Solsystem unter seine Kontrolle gebracht hat. Sein wichtigster Repräsentant nennt sich Adam von Aures, und er scheint nach der völligen Unabhängigkeit von allen Hohen Mächten zu streben. Bei seinen Bemühungen hat er aber etwas ausgelöst, das den Untergang der Milchstraße nach sich ziehen kann: den Weltenbrand. Der Weltenbrand wirkt sich auf die Sinne aller intelligenten Lebewesen aus - Licht wird zu grell, Wärme zu heiß, Kühle zu kalt, Geräusche zu laut. Nichts bietet echten Schutz dagegen, es gibt keine Vergleichswerte, keine echte Therapie, und nirgendwo einen Ort, der sicher ist. In dieser verzweifelten Situation plant Perry Rhodan das PROJEKT EXODUS ...

Schwartz Perry Rhodan 2984: Projekt Exodus jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


2.

GALBRAITH DEIGHTON VII

23. Mai 1552 NGZ

Daria Lambert, Persönliches Tagebuch, 1.5.1552 NGZ:

Erst hielt ich es für eine Laune des Kindes, dann des Schicksals, das mir zweimal hintereinander übel mitspielen wollte. Jetzt, ein paar Tage und mehrere ähnliche Erlebnisse später, weiß ich, dass es nicht so ist. Und ich muss es niederschreiben, es könnte wichtig sein. Nicht für mich. Für alle.

Es geht um Maguba, meinen jüngsten Neffen. Maguba war von Anfang an ein Strahlekind gewesen, und ich sofort wild verliebt in ihn. Wir warteten alle darauf, dass er zu laufen begänne. Am liebsten saß er auf meinem Schoß, kuschelte und legte die kleinen dicken Ärmchen um meinen Hals, wenn ich ihn an mich drückte. Er war so weich und warm und sabberte mir meine Trendklamotten voll.

Nach dem »Wunder-Tag« wollte ich mich ablenken, indem ich mich um Maguba kümmerte. In seiner Nähe gab es keine schlechte Laune.

Vielleicht sollte ich dazu sagen – falls irgendjemand irgendwann dieses Tagebuch der Katastrophe findet –, dass wir das Konzept einer »Großfamilie« führen. Oma hatte damit angefangen, sie wollte immer alle beisammen haben, das war so ihre Art. Opa war Immobilienmakler, und so war es ihm ein Leichtes, uns eine zweite Etage und danach eine dritte zu beschaffen, und dann noch eine, bis wir inklusive der Kusinen zweiten Grades alle unter einem Dach lebten.

Sämtliche Wohneinheiten waren umgebaut und miteinander verbunden, und trotzdem gab es genug Freiräume. Dazu die Terrassengärten, die wir selbst pflegten und darin die eine oder andere Leckerei heranzogen.

Omas Plan funktionierte, weil sie an uns alle so viel weitergab. Wir taten nicht so, wir waren eine glückliche Großfamilie, und wenn einer von uns über die Stränge schlug – was ziemlich häufig vorkam –, tolerierten die anderen das. Wahrscheinlich lag es daran. Mali nannte uns mal »ein bisschen durchgeknallt«, weshalb sie sich entschied, dass sie kaum noch nach Hause ging, sondern meistens bei uns nächtigte.

Ich verzettle mich, aber ich weiß nicht, wie viel Zeit mir bleibt, und ich möchte nichts auslassen. Keine Ahnung, ob Ähnliches schon einmal passiert ist. Im Geschichtsunterricht kriegst du ja mit, dass ständig irgendwas passiert ist mit uns Menschen. Kriege, Überfälle, Seuchen, Einflüsse, Verdummung ... Da verliert man irgendwann den Überblick.

Vielleicht ein Grund, warum Oma uns alle unter einem Dach hätscheln wollte? Vor dreißig oder hundert Jahren, wer kann das schon zählen, war sie mal bei einer Wahrsagerin, ihr wisst schon, ja, diese lustigen Scharlatane auf dem Rummel. Aber die Wahrsagerin war nicht lustig, sondern warnte sie, dass etwas sehr Schreckliches geschehen würde, das nicht nur uns, sondern die ganze – ja, merkt wohl auf! – Milchstraße betreffen würde. Ich war nicht die Einzige, die Oma auslachte, als ich das erste Mal davon hörte, ich muss so acht Jahre alt gewesen sein. Ja, selbst in diesem Alter nahmen wir Kinder das nicht für bare Münze.

Im Ernst, die ganze Galaxis, in der wir leben, soll untergehen? Ein bisschen groß, nicht wahr? Das klingt doch sehr unglaubwürdig, und ich war nie eines dieser Mädchen, die von einem Sternenprinzen träumen. Ich komme nach Papa, ich bin pragmatisch. Und mit gebrochenem Herzen noch mehr: Welchen Sinn hat es, so intensiv zu fühlen, wenn es nur umso mehr wehtut?

Aber da war Maguba, dem all meine nunmehr unbeanspruchte Zärtlichkeit galt und der sie mir zehnfach zurückgeben würde.

Dachte ich.

Doch er ... fing an zu schreien, kaum dass ich ihn berührte.

*

Wie zumeist hielt Anna Patoman es nicht auf ihrem Platz, sondern sie ging auf dem COMMAND-Podest auf und ab. Die allgemeine Nervosität war von Minute zu Minute gestiegen, und nachdem die DEIGHTON aus dem Linearraum getreten war, war die Anspannung fast greifbar.

»Nun?« Sie öffnete den Bordkanal zur wissenschaftlichen Abteilung.

Der Hologlobus zeigte das System einer freundlichen gelben Sonne mit zehn Planeten. Die dritte, üppig blühende Welt war besiedelt – mit nur einer einzigen Stadt auf dem Hauptkontinent, die für alle Völker der Milchstraße von größter Bedeutung war.

»Entwarnung«, kam es zurück. »Bisher keine Anzeichen des Weltenbrands.«

Einige atmeten hörbar erleichtert aus.

Für die Admiralin war dies aber längst kein Grund, sich zu entspannen. »Und warum nicht?«

»Nun ... wir könnten einige Gründe vorbringen.«

»Dann möchte ich sie hören!«

Das Zentraleschott glitt auf, und ein großer, dünner Mann mit schütterem Haarkranz kam herein. »Petrow Jagniek«, stellte er sich vor. »Wissenschaftlicher Leiter der AG Weltenbrand an Bord.«

»AG Weltenbrand?« Patoman runzelte die Stirn und schnaubte. »Warum nicht gleich Ekpyrosis-Experte? Braucht denn alles einen verdammten Namen?«

Jagniek ließ sich davon nicht beirren, sondern wies stattdessen zum Zentralholo. »Darf ich ...?«

»Bitte.« Patoman bot ihm einen Platz neben dem Podest an und aktivierte ein Holoterminal.

»Danke sehr.« Er zoomte die Sonne Halo des gleichnamigen Systems mit langen Spinnenfingern heran.

»Das System befindet sich im dünn besetzten Halo der Galaxis. Der nächste Stern liegt fast vierhundert Lichtjahre entfernt. Damit bietet sich der erste Grund an, weswegen Halo bislang nicht befallen ist. Die nächste infizierte Sonne ist zu weit weg.« Dazu scrollte er die Daten zu der Sonne. »Auch ihre hyperspektralen Eigenschaften werden eine Rolle dabei spielen. Welche genau, erarbeiten wir gerade in Feinarbeit. Das kann für den weiteren Umgang mit dem Weltenbrand nützlich sein.«

»Sicherlich werden auch die gravitativen Verhältnisse ihren Anteil haben«, äußerte Patoman säuerlich. »Oder planetare Beschaffenheiten, Mineralienvorkommen ...«

»Es ist lobenswert, nichts auszuschließen, aber mit einigen Grundannahmen lässt sich leichter weiterarbeiten. Lass uns sachlich bleiben. Wir sind hier am äußeren Rand, mit einer großen Distanz zum Dengejaa Uveso im Herzen der Milchstraße, gerade noch im Bereich der Anziehungskraft der Galaxis, aber kaum mehr in Wechselwirkung zu anderen Sternen.«

Die 123 Jahre alte erfahrene Kommandantin sah weg und tat so, als müsste sie ihr leicht zerzaustes Haar ordnen. »Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Weltenbrand auch hier ausbricht?«

»Ich würde es als sehr wahrscheinlich ansetzen«, antwortete Jagniek. »Es braucht nur ein wenig länger, aber die Infizierung ist unausweichlich. Ganz unwissenschaftlich ausgedrückt, haben wir schlichtweg Glück gehabt, dass es noch nicht so weit ist.«

»Also einmal nicht zu spät gekommen.«

*

Die GALBRAITH DEIGHTON VII, das Flaggschiff der Liga-Flotte unter Admiralin Anna Patomans Kommando, näherte sich in Schleichfahrt dem dritten Planeten des Halosystems. Auf Aurora lag die Hauptwelt des Galaktikums. Eine bedeutende Konferenz stand bevor, die nur ein Thema hatte: den Weltenbrand und wie damit umgegangen werden sollte.

Das Raumhafenkommando begrüßte das mächtige JUPITER-Schiff mit 3000 Metern Durchmesser am Ringwulst. »Ihr gehört zu den Ersten, die eingetroffen sind.«

»Ach – ist also tatsächlich jemand vor uns angekommen?« Das interessierte Patoman sehr stark.

»Die BOX-11211.« Ein Fragmentraumer der Posbis mit einer Würfel-Grundform von 3000 Metern Kantenlänge, aber jeder Menge Vorsprüngen und Aufbauten.

»Das wird Perry Rhodan erfreuen, denn er hat einen Termin dort. Sonst noch jemand?«

»Ja, eine hypermoderne Mehandorwalze und ein halutisches Schiff. Gleichzeitig treffen noch weitere Raumer ein, und das geht wahrscheinlich am laufenden Band so weiter.«

»Sehr schön. Erhalten wir Einreiseerlaubnis?«

»Genehmigt. Ich gebe die Koordinaten für die Parkposition im Orbit durch. Wird Perry Rhodan per Transmitter eintreffen oder mit einer Fähre?«

»Mit einer Fähre. Ich bitte alles vorzubereiten, der Liga-Kommissar wird in etwa drei oder vier Stunden eintreffen.«

»Selbstverständlich. Willkommen auf Aurora!«

Im Abstand von jeweils fünf Millionen Kilometern bewegten sich, auf dem Holo kurz eingeblendet, die beiden MOTRANS-Plattformen UNIVERSO und GALAKTO auf Auroras Umlaufbahn, eine voraus, die andere hinterher. Die Transit-Strecke von UNIVERSO über den Mastak-Sektor nach Terra bestand weiterhin, während GALAKTO, die Arkon bedient hatte, stillgelegt worden war.

Das Flaggschiff näherte sich weiterhin bedächtig dem Orbit. Der Fragmentraumer der Posbis kam in Sicht. An einer Seite ragten unzählige schlanke Zylinder verschiedenster Höhen und Durchmesser empor, wie archaische Fabrikschlote – fehlte nur noch, dass sie rauchten.

Auf der Seite gegenüber schien die Oberfläche leicht eingedrückt und war so glatt und glänzend, dass sie das Sonnenlicht wie ein Spiegel reflektierte. An der dritten Seite schien ein zerklüfteter Asteroid eingeschlagen zu sein, den man kurzerhand integriert hatte, und auf der vierten Seite befand sich eine Wölbung, die einer Mehandorwalze ähnelte.

Patomans Augen erfreute dieser skurrile Anblick. »Wie eine Skulptur«, kommentierte sie. »Pure Kunst. Bestimmt ein Anlass für die Gründung einer bordeigenen AG Posbi-Kunst.«

»Parkposition erreicht«, meldete der Pilot.

»Bestätigung an Raumhafenkommando schicken....



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.