Schwarz | Burning Souls - Wie Glut und Asche | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 235 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

Schwarz Burning Souls - Wie Glut und Asche

Hot Romance
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7517-5030-1
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Hot Romance

E-Book, Deutsch, 235 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

ISBN: 978-3-7517-5030-1
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eine Frau zwischen zwei Männern ...

Die Biologin Jenna Holland arbeitet den Sommer über im Glacier Nationalpark - sehr zum Unmut ihres Freundes Ian. Und seine Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten, als Jenna den attraktiven Piloten Riley Sullivan trifft. Ist es zuerst nur Freundschaft, entwickeln sich schon bald tiefere Gefühle zwischen ihnen. Doch dann taucht Ian in Montana auf und will um Jenna kämpfen. Hin- und hergerissen muss sie sich entscheiden: für ihre alte High School-Liebe oder für Riley, der ihr Herz erobert hat.

»Eine starke und sexy Liebesgeschichte! Klare Leseempfehlung!« LovelyBooks

Die Burning-Souls-Reihe von Olivia Schwarz - Romane voll prickelnder Leidenschaft:

Band 1: Burning Souls - Wie Feuer und Rauch
Band 2: Burning Souls - Wie Pech und Schwefel
Band 3: Burning Souls - Wie Glut und Asche

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Olivia Schwarz geht gerne mit Freunden ins Kino oder zum Fotografieren in die Natur, wenn sie sich nicht gerade hinter einem Buch versteckt. Die Liebe zum Reisen, vor allem nach Nordamerika, inspiriert sie beim Schreiben.

Schwarz Burning Souls - Wie Glut und Asche jetzt bestellen!

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1


Hiermit war es offiziell. Sie hatte sich verlaufen.

Jenna stand vor einer weiteren Weggabelung und fragte sich, wie zum Teufel sie die Orientierung hatte verlieren können. Immerhin war sie von Berufs wegen viel in der freien Natur unterwegs und wusste, worauf sie achten musste. Konnte Wanderkarten lesen. Oder auch nicht. Zumindest hatte sie sich – stur wie sie war – eingebildet, keine zu benötigen. Immerhin sollte es nur einen Weg nach unten geben: denselben, den sie auch den Berg hoch genommen hatte. Seufzend ließ sie den schweren Rucksack von den Schultern gleiten und holte besagte Karte nun doch hervor. Während sie diese ausgiebig studierte und ihre Eigensinnigkeit verfluchte, die ihr einen schönen Umweg eingebracht hatte, kam ihr die Anschuldigung ihres Freundes Ian in den Sinn, den sie zuletzt mit dieser Eigenschaft auf die Palme gebracht hatte.

»Ist das eine Trotzreaktion, weil ich nicht zu dieser Babyparty von deiner Freundin mitgekommen bin?«, hatte er ihr vorgeworfen, als sie sich wieder einmal über ihre kurzfristige Teilnahme an dem Austauschprogramm gestritten hatten. »Immer muss alles nach deinem Kopf gehen!«

Das hatte ihr jedoch nur ein müdes Lachen entlockt. Waren es doch er und seine Bedürfnisse, nach denen sie sich um des lieben Friedens willen stets richtete, wenn sie zu Hause war. »Sie heißt Arden, wie du sehr wohl weißt, und Elena ist mein Patenkind«, erwiderte sie bloß. Und ja, es hatte sie gekränkt, dass er lieber mit seinen Kumpels abhing statt einmal einen Nachmittag mit ihr und ihren Freunden zu verbringen. Sie hätte ihn bei diesem Anlass sehr gern dabeigehabt. Stattdessen war sie wieder mal allein gekommen und das fünfte Rad am Wagen gewesen. Doch das war nicht der Grund, weshalb sie beim Austauschprogramm zugesagt hatte.

»Hättest du mich nicht zumindest an deiner Entscheidung teilhaben lassen können? Das ist neun Stunden von Seattle entfernt! Hast du etwa Lust, die Strecke an deinen wenigen freien Tagen hin und her zu pendeln? Ich nicht.«

Als man ihr angeboten hatte, bei einem Mitarbeiteraustausch zwischen dem Olympic und dem Glacier National Park mitzumachen, hatte sie zunächst gezögert. An Ians allzu vorhersehbare Reaktion gedacht und dann trotzdem zugesagt. Sie hatte ihren Horizont erweitern, neue Menschen und Gegenden kennenlernen wollen, und was gab es dafür Besseres, als eine Saison den Arbeitsplatz zu tauschen? Es war doch nur für sechs Monate und es gab sogar eine Flugverbindung zwischen Seattle und Kalispell, was sie jedoch erst einmal unerwähnt ließ. Jenna hatte im Packen innegehalten. Mittlerweile war ihre anfängliche Gelassenheit Verärgerung gewichen. »Weißt du was? Dann komm mich eben nicht besuchen.« Damit hatte sie sich abgewandt, um im angrenzenden Badezimmer ihre Hygieneartikel zusammenzusuchen.

»Mach doch, was du willst«, war Ians Antwort gewesen, doch sie hatte ihn ignoriert.

Und sie befolgte seinen patzigen Ratschlag: Hier tat sie, was sie wollte. Deshalb war sie an ihrem zweiten Tag in Montana auch zu der elf Kilometer langen Bergtour auf dem Apgar Lookout Trail aufgebrochen. Sie liebte das Wandern in der unberührten Natur. Es half ihr gewöhnlich, den Kopf freizubekommen und die Seele baumeln zu lassen. Der Aufstieg zu dem alten zweistöckigen Feuerwachturm, der sich sechzig Meter unterhalb des Gipfels befand, war zwar anspruchsvoll, doch die fantastische Aussicht auf den Lake McDonald war das wert. Allein dort oben hatte sie ihr Lunchpaket genossen, Fotos und dann ein kurzes Nickerchen gemacht. Jetzt musste sie bloß wieder hinunterfinden. Seufzend betrachtete sie die Karte in ihren Händen. Anscheinend war sie in Gedanken versunken irgendwo falsch abgebogen und so blieb ihr nichts anderes übrig, als den Weg wieder zurückzugehen. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass sie sich beeilen sollte. Für den späten Nachmittag war ein kleines Barbecue zu Ehren der fünf neuen Austausch-Ranger geplant. Zwar hatte man die Neulinge bereits gestern offiziell vorgestellt, doch heute sollten sich die Kollegen in zwangloser Umgebung besser kennenlernen. Ihnen zu erzählen, dass sie sich bei ihrer ersten Wanderung direkt verirrt hatte, würde ihre Orientierungsfähigkeit zwar nicht ins beste Licht rücken, aber auf jeden Fall das Eis brechen.

Nach einer halben Stunde erreichte Jenna die Wegkreuzung, an der sie falsch abgebogen war. Zwar fehlte eine Beschilderung, doch etwas weiter vorn entdeckte sie die wegweisende Wandermarkierung, die sie beim ersten Mal übersehen hatte. »Wo bist du nur mit deinen Gedanken?«, fragte sie sich selbst, während sie einen Schluck aus ihrer Wasserflasche nahm. Die Antwort kannte sie bereits.

Wie so oft war ihre Meinungsverschiedenheit mit Ian ungeklärt geblieben. Während sie ihren Koffer fertig gepackt hatte, hatte er sich vor den Fernseher verzogen, um ein Footballspiel zu sehen. Zwar hatte Jenna ihm kurz darauf mit einem Kuss Gute Nacht gesagt, was Ian mit einer Umarmung erwidert hatte, doch damit war ihre Auseinandersetzung nicht vergessen. Am nächsten Morgen, nach einer schweigsamen Fahrt zum Flughafen, versprach Jenna ihm, sich nach ihrer Ankunft zu melden, aber ihr Anruf war unbeantwortet geblieben. Erst heute hatte er ihr eine kurze Nachricht geschickt. Jenna wusste nicht, warum sie sich darüber überhaupt noch ärgerte. Bei den paar Gelegenheiten, bei denen sie keine Rücksicht auf ihn genommen hatte, war es doch stets dasselbe Muster gewesen. Ian hatte geschmollt und sich dann damit abgefunden. Das würde diesmal nicht anders sein. Dennoch fragte sie sich in letzter Zeit öfter, wie es so weit gekommen war. Dachte daran, wie es früher gewesen war, und der Gedanke stimmte sie traurig. Irgendwann in den letzten acht Jahren hatten sie etwas Wichtiges verloren: die Fähigkeit, miteinander zu reden. Sich auszusprechen. Bedeutete das, dass sie einander nichts mehr zu sagen hatten?

Sie erreichte den Parkplatz, wo ihr Mietwagen stand. Sie warf den Rucksack auf die Rückbank und fuhr zurück nach Apgar. Das Örtchen bestand aus zwei kleineren Hotels, einem Souvenirladen, einem Sportartikelverleih sowie einem Supermarkt. Der Apgar Campground war einer der beliebtesten Zeltplätze des Nationalparks und daher auch die gesamte Saison über gut besucht. Jennas Stützpunkt für den Sommer war jedoch das Apgar Visitor Center. Es war eines der drei Hauptbesucherzentren des Nationalparks, von dem geführte Wanderungen, Forschungsprojekte und Kontrollgänge starteten und lag knapp drei Kilometer vom westlichen Parkeingang entfernt. Die zehn Blockhütten mit den Ranger-Unterkünften befanden sich inmitten eines bewaldeten Gebiets in der Nähe des Visitor Centers. Jenna parkte das Auto und eilte zu der Hütte, in der sie die nächsten Wochen wohnte. Die Grillparty hatte schon vor einer Viertelstunde begonnen, sodass sie rasch unter die Dusche sprang, sich schminkte und ein lockeres Sommerkleid anzog. Dann schlüpfte sie in ihre Sandalen, verschloss die Tür und lief zum Besucherzentrum.

Gelächter und Musik empfingen sie schon von Weitem. Der Geruch von Gegrilltem lag in der Luft und Jennas Magen knurrte. Sie bog um die Ecke und lief sogleich in eine Kollegin.

»Hey Jenna! Wie war deine Wanderung? Wir haben schon auf dich gewartet!« Sie ließ Jenna gar nicht antworten, sondern nahm sie am Arm und führte sie zu einem der Picknicktische, wo bunt gemischt ein paar Neulinge und Alteingesessene saßen und sich lebhaft unterhielten. Sie setzte sich zu ihnen und schon stand ein vollgeladener Teller vor ihr.

»Danke!« Hungrig langte Jenna zu, während sie sich an den Gesprächen rundherum beteiligte. Ihre neuen Kollegen waren alle nett und gesellig, sodass sie sich auf die Zeit, die vor ihr lag, freute. Als sie ihren leeren Teller zur Seite schob, fiel ihr Blick auf einen Mann am Nebentisch, den sie bislang noch nicht kennengelernt hatte. Zumindest konnte sie sich nicht erinnern, ihm vorgestellt worden zu sein, und das hätte sie bestimmt nicht vergessen. Aus diesem Grund musterte Jenna eingehend sein attraktives Profil, während er sich angeregt unterhielt. Sein sonnengebleichtes braunes Haar war mittellang und fiel ihm im Gespräch immer wieder in die Stirn, sodass er es sich mehrmals mit der Hand nach hinten strich. Der markante Unterkiefer war von einem Dreitagebart bedeckt, doch als er nun auflachte, konnte Jenna Wangengrübchen erkennen. Nett, dachte sie sich und seufzte innerlich. Sie hatte schon immer eine Schwäche für Männer mit Grübchen gehabt. Ian hatte auch welche. Der Gedanke an ihren Freund ließ sie nun wirklich aufseufzen. Sie würde sich ihre gute Laune jetzt nicht davon vermiesen lassen, sagte sie sich und erhob sich, um eine Runde über das Gelände zu drehen und auch die anderen kennenzulernen. Sie unterhielt sich eine Weile mit ihrer temporären Vorgesetzten Andrea, bevor diese wegen einer Auskunft ins Besucherzentrum gerufen wurde. Allein beim Treppengeländer stehend sah sie ihr nach und bemerkte erst nicht, wie jemand neben sie trat.

»Hallo Unbekannte! Ich glaube nicht, dass wir uns heute schon begegnet sind. Das wüsste ich.«

Jenna wandte sich überrascht nach links, wo der gut aussehende Typ, den sie zuvor gemustert hatte, lehnte. Aus der Nähe sah er noch besser aus. Grasgrüne Augen, die vor Schalk sprühten, ein einnehmendes Lächeln. Unauffällig glitt ihr Blick über dieselbe Uniform, die auch sie besaß und die ihm wie angegossen passte. Eindeutig ein Mann, der sich fit hielt. »Du warst gestern nicht bei der Gegenüberstellung?« Ihre Augen funkelten amüsiert.

»Nein, ich hatte Schicht. War es so schlimm?«, wollte er in Bezug auf ihre Wortwahl wissen....


Schwarz, Olivia
Olivia Schwarz geht gerne mit Freunden ins Kino oder zum Fotografieren in die Natur, wenn sie sich nicht gerade hinter einem Buch versteckt. Die Liebe zum Reisen, vor allem nach Nordamerika, inspiriert sie beim Schreiben.

Olivia Schwarz geht gerne mit Freunden ins Kino oder zum Fotografieren in die Natur, wenn sie sich nicht gerade hinter einem Buch versteckt. Die Liebe zum Reisen, vor allem nach Nordamerika, inspiriert sie beim Schreiben.



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