E-Book, Deutsch, 254 Seiten
Schwarz Irgonas Geschichte
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-942427-03-6
Verlag: Best off
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Der Gefildenkrieg
E-Book, Deutsch, 254 Seiten
ISBN: 978-3-942427-03-6
Verlag: Best off
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Im Land Irgona lebten lange Zeit nur Geschöpfe des Lichts, bis eines Tages die Dämonen aus dem Süden kommen. Gemeinsam stellen sich die Völker der Alben, Menschen, Parden und Adarcen gegen die grausamen Dämonen und ihren finsteren Herrn.
Ardík, ein Mensch, wird von dem großen Dämon Nystronor aufgezogen und stellt eine Armee der Verräter auf, um gegen seinesgleichen in den Krieg zu ziehen, während der Magier Vlaworin den Herrschern des Nordens seine Unterstützung zusagt.
Die Schlacht um die Zukunft allen Seins wütet jahrelang, Gut wie Böse ringen um ihren Platz in einer wunderbaren Welt, und der Gefildenkrieg nimmt seinen Lauf.
Jan Schwarz, geboren 1997, begann mit elf Jahren, an der Fantasy-Trilogie 'Der Zwölfte Orden' zu schreiben, deren Vorgeschichte 'Der Gefildenkrieg' er fünf Jahre später veröffentlichte. Seit seiner frühen Kindheit denkt er sich Geschichten aus und ist selbst begeisterter Leser.
So entstand die spannende, geheimnisvolle Fantasy-Geschichte um das Land Irgona. Irgonas Geschichte handelt vom Aufeinandertreffen des gänzlich Bösen und des reinen Guten, der Frage nach dem, was dazwischen liegt und der immerwährenden Hoffnung auf eine ideale Welt voller Frieden, Freiheit und Liebe in einer fantastischen Umgebung. Es ist eine Geschichte, die ich im Laufe meiner Kindheit gestaltete und die dank meiner regen Fantasie, wie wohl jeder Mensch dieses Alters sie besitzt und sein Leben mit ihr bereichert, ständig wuchs und umfangreichere Formen annahm. Während ich begann, meine Einfälle auf jede mir mögliche und erdenkliche Art festzuhalten, entstand in mir der Wunsch, andere an meiner fiktiven Welt teilhaben zulassen.
So begann ich zu schreiben und veröffentlichte fünf Jahre später, noch vor meinem sechzehnten Geburtstag, den letzten Band der Fantasy-Trilogie 'Der Zwölfte Orden'.
Obwohl die Erzählung über den Alben Tyron, den Untoten Thromagon und den Zwölften Orden damit beendet war, hatte ich noch nicht die ganze Geschichte erzählt.
Daher verfasste ich abschließend diese Vorgeschichte 'Der Gefildenkrieg', die Irgonas Geschichte vollendet und den Auftakt eines Zweiteilers bildet - einer Dilogie, deren Fortsetzung das Buch 'Der Zwölfte Orden' sein wird, das alle Teile der alten Trilogie zusammenfasst.
Dieser Prolog soll auch Danksagung an jene Menschen sein, die mich tatkräftig unterstützen und stets ermutigen, sowie eine Widmung an alle meine Leser. Jeder einzelne begeisterte Begleiter meiner Reise durch diese fremde Welt erfüllt den Zweck meiner Bücher und meine ursprüngliche Absicht.'
Autoren/Hrsg.
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YZOC
Von den Anfängen
Das Jenseits rumorte. Ein Grollen erklang und hallte dutzende Male wider in der Welt. Niemand vermochte jemals zu sagen, wie das Jenseits genau zu beschreiben ist, nicht tausend und auch nicht zehntausend Jahre nach jenem Ereignis. Das Jenseits – zweifelsohne eine übergeordnete Macht, die alles umschließt und gleichzeitig selbst alles ist, das Leben vor und nach dem Tod, das Diesseits und die Energien, die man nicht berühren kann. Jene Macht, Gottheit möchte man sagen, überkam eines Tages die Laune, auf einem Planeten zwei verschiedene Wesen zu erschaffen: Lebewesen im Norden und im Süden, beide mit unterschiedlichen Arten des Geistes. Oder besser: der Seele. Im hohen Norden konnten sich Vögel und andere Tiere in die Lüfte erheben; sie flogen über Gebirge, deren Gipfel das Dach schneeweißer Wolken durchbrachen, über Meere, deren Weiten die sanfte Krümmung des Horizonts sichtbar machten, über Wälder und Graslandschaften von sattem Grün und über Wüsten, die einen von roten Steinen, die anderen von goldenem Sand. Auch in den Gewässern der weiten nördlichen Welt tummelte sich allerhand Getier. Das Land wurde bevölkert von einer breiten Spanne des Lebendigen, vor allen anderen ein Volk, das man sehr viel später als das der Sadargen bezeichnete: die Uralben. Jene Wesen standen aufrecht auf zwei Beinen und waren von hoher Statur, ihre Zähne wie Ohren waren spitz. Sie lebten als Sammler und Jäger. Kein Uralb tötete jemals ein anderes Lebewesen ohne den höheren Grund, sich selbst am Leben zu erhalten, indem er dessen Fleisch aß, und ohne diesem dafür unendlich dankbar zu sein. Die Zeit formte die Welt, als sie Berge zum Wachsen und Vergehen brachte, Meere und Flüsse an dieser Stelle über die Ufer traten, an anderer austrockneten. Mit der Zeit veränderten sich auch die Uralben. Zunächst lernten sie Sprechen und wurden sesshaft, später entwickelten sie sich weiter, gemäß den Flecken, die sie Heimat nannten. So entstanden dort, wo besondere Fruchtbarkeit herrschte, die Völker der Menschen und Alben, und in den Gebirgen, wo sich neben schlanken Nadelbäumen nur klammer Stein fand, lebten die Blassmenschen. Letztes der vier großen Völker, die aus den Uralben entsprangen, war das der Schwarzalben, die sich dort wohl fühlten, wo die Sonne selbst im Norden Kraft genug hatte, den Boden zu versengen und auszutrocknen. Mit jenen Kreaturen, die eine gemeinsame Art der Seele teilten, hatte das Jenseits Besonderes vor: Es ließ eine bittere Kälte über den Norden kommen. Selbst die Meere gefroren; jede Pflanze starb und legte sich bleich in den weiß leuchtenden Schnee. Da das Eis das Herkunftsland der Wesen des Nordens zerstörte, brachen sie auf und nahmen den Weg in die südlicheren Gebiete, auf der Suche nach einem Ort, der vor dem Frost Schutz bot. Neben Menschen, Alben, Blassmenschen und Schwarzalben wanderten auch andere, seltenere Wesen gen Süden, die den nördlichen Gefilden entsprungen waren. Zu ihnen zählten die Trolle; große, menschenähnliche Geschöpfe mit dickeren Armen und Beinen, als die eines kräftigen Schwarzalben je werden konnten, mit gelblicher Haut und gewöhnlich kaum langsamerem Verstand als die Alben. Ferner gab es Drachen, gewaltige Echsen mit Schwingen, und Riesen, plumpe, graue, meist etwas dümmliche Einzelgänger. Für die Nixen mit olivgrüner Haut und Kiemen am Hals, die in den Flüssen heimisch waren und ebenfalls den Süden suchten, ehe sie festfroren, fanden sich später etliche andere Namen. Auf ihrer Reise kamen sich die Völker der Menschen und Alben sehr nahe, begannen sich bald zu vermischen und begründeten eine gemeinsame Kultur. Die Alben unterschieden sich von den Menschen nicht bedeutend; manch einer mochte sie als lieblicher, schöner, auch schlanker empfinden und meinen, sie hätten einen klareren Blick. Am auffälligsten war, dass die Ohren der Alben, anders als die der Menschen, spitz zuliefen. Wie sie ein gemeinsames Volk bildeten, kam es nicht selten vor, dass sich das Blut beider Gattungen vermengte. Einer der Menschen, der vielleicht zu gewissen Teilen ein Alb war, niemand vermochte es später mehr genau zu sagen, hatte unerklärlicherweise blaues Blut. Vielleicht spielte hier das vom Jenseits gegebene Schicksal hinein. Eben jener blaublütige Mensch erwies sich als über die Maßen weise und gerecht, und so geschah es, dass die Menschen und Alben ihn zu ihrem gemeinsamen König machten. Auf jene Weise schufen beide Völker eine gemeinsame Herrscherfamilie, die der Blaublütigen. Die Schwarzalben ähnelten am ehesten den Alben, pflegten ihre Haare – Männer wie Frauen – aber ausnahmslos sehr lang zu tragen. Außerdem waren ihre Zähne schärfer und länger und ihre Haut von tiefstem Schwarz, wie ihr Name es schon beschreibt. Nicht einfach nur von der dunklen Farbe, die eines Menschen Haut haben konnte, sondern ein Schwarz, dass die finsterste Nacht allein ein Vergleich war. Die Schwarzalben lebten gewöhnlich in großen Familien zusammen, legten mehr Wert auf körperliche als auf geistige Fähigkeiten und folgten als erste Völkerschaft dem Glauben an das Jenseits, wie er der Wahrheit schon recht deutlich entsprach. Sie verzichteten sowohl auf Regeln und Gesetze als auch auf eine Führung. Ihre einzige Richtlinie war die sittliche Moral ihres Volkes. Die Schwarzalben entdeckten als erste das Land der Wärme und der Früchte, wie sie es nannten. Die Kälte zog sich damals wie eine Schlinge um jene Gefilde, Gebirge verschiedensten Gesteins, Meere, Wälder und Graslandschaften. Doch die Schwarzalben sahen nur den Boden, den die Sonne zur Wüste gedörrt hatte. Im Osten war jene weiße Sandwüste begrenzt durch ein giftiges Meer, im Westen durch eine Steppe, hinter der sich graue Berge erhoben. Eben als die Schwarzalben sich im Land der Wärme und der Früchte niedergelassen hatten und begannen, Dörfer aus Lehmhütten zu errichten, kamen die Blassmenschen. Von allen Nachfahren der Uralben besaßen sie die am wenigsten kräftigen Körper, aber diese Schwäche machten sie durch ihren erfinderischen Geist wett. Abgesehen von den breiteren Nasen, die ihnen ob der Kälte in ihrem Herkunftsland in den Gesichtern saßen, der stets bleichen Haut und den Augen mit roter oder blauer, wenn nicht violetter Iris, konnte man sie nicht von den Menschen unterscheiden. Die grauen Berge westlich der Wüste im Land der Wärme und der Früchte wurden zu ihrer Heimat. Hiererrichteten sie Häuser aus dem Holz der Nadelbäume oder aus dem harten Stein des Felsens. In den Bergen, die sie Stück für Stück zertrümmerten und aufgruben, fanden sie Unmengen an Metallen, die sie zu bearbeiten wussten. Damit begannen sie Waffen herzustellen, die nicht zum Jagen, sondern für den Krieg bestimmt waren. Die Rüstungen, Schwerter, Äxte, Flegel und Dolche setzten sie gegen die wehrlosen Schwarzalben ein, die ihrerseits nur mit Stöcken und Steinen in die Schlacht ziehen konnten, um aus der Steppe, die dort an ihr Land angrenzte, wieder eine unbelebte Einöde zu machen. So senkte sich erstmals ein Schatten über die Völker des Nordens, deren Seelen bis dahin von der Art des reinen Lichts gewesen waren, wie das Jenseits es ihnen zugeteilt hatte. Unter den Blassmenschen gab es Magier, denen es möglich war, die Energie des Jenseits mit ihrem Bewusstsein zu kontrollieren. Gemeinsam umzingelten sie einmal eine Gruppe freier Seelen, kurz nachdem diese das Leben verlassen hatten, und hinderten sie, in das Jenseits zu fahren. Aus ihnen schmiedeten die Magier ein Ungetüm, dem sie den Namen Dermaden gaben: eine mächtige Kreatur, geschaffen, um im Kampf auf ewig die Blassmenschen zu unterstützen. Doch es gelang ihr, sich vom Einfluss der Magier zu befreien. Dermaden wachte nun über das Gebirge und beschützte dessen Bewohner. Niemandem gelang es jemals wieder, über ihn zu bestimmen. Die Blassmenschen wuchsen zu einem großen Volk und besiedelten das gesamte Gebirge im Land der Wärme und der Früchte. Regiert wurden sie von den Wohlhabendsten ihrer Gesellschaft. Zwei von ihnen, die Aristokraten Simon und Adil, errichteten auf dem Gipfel eines Berges die Städte Hol und Tobil auf den zwei Seiten einer riesigen Schlucht, die über eine Brücke verbunden waren. Zu ihrer Zeit die mächtigsten Blassmenschen, begründeten die beiden Aristokraten den Glauben an die Götter Khan und Daria, Vater und Mutter der Welt. Diesen Göttern zu Ehren ließ Adil im Osten des Blassmenschen-Gebirges eine monumentale Statue der Daria errichten, während Simon ein Abbild des Khan in einen Berg im Westen schlagen ließ. Die Aristokratie der Blassmenschen brachte wie das angrenzende Königreich der Blaublütigen ein Wappen hervor: Es hatte einen geschachten Grund als Hinweis auf die Aristokratie, im Vordergrund kreuzten sich zwei blaue Balken. Der eine Balken des Kreuzes...




