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E-Book

E-Book, Deutsch, 340 Seiten

Scott Demonea

Die Verschwörung
2. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7583-9393-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die Verschwörung

E-Book, Deutsch, 340 Seiten

ISBN: 978-3-7583-9393-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



ANGST VERZWEIFLUNG VERSCHWÖRUNG Zu Beginn des 22. Jahrhunderts ist der Bergbau auf Asteroiden ein wichtiger Wirtschaftszweig. Doch als ein verstörendes Bild im Netz auftaucht, das die Menschen in Angst und Schrecken versetzt, beginnt die Jagd nach dem Geheimnis dahinter. Verschwörungen und Piraten machen die Suche gefährlich und unberechenbar. Ein Reporter verfolgt seine eigenen Pläne und gerät dabei in einen Konflikt mit einer Macht, die keine Gefangenen kennt. Kann die SPACE PATROL UNIT der Foundation, einer Organisation zum Schutz der Space Miner Basen, die Katastrophe verhindern?

Die rasante Entwicklung von KI-basierten Anwendungen hat mich als Informatiker ermutigt, dieses Thema aufzugreifen. Was heute noch die Gedanken beflügelt, könnte morgen Wirklichkeit sein.

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KAPITEL 1
Jemand musste es vertuscht haben, dennoch fühlte sich niemand schuldig, dass unzählige Meteoriten ohne Vorwarnung auf der Erde einschlugen. Noch spielten die Verantwortlichen die Situation herunter, während sich in den sozialen Netzwerken die Meldungen über verletzte Menschen überschlugen. Verschwörungstheoretiker verkündeten den Weltuntergang, andere glaubten an eine Alieninvasion, bis ... Unbekannte das Bild des Tages posteten. Die Medien heizten die Stimmung an und schlossen eine ernsthafte Bedrohung für die Erde nicht aus. Sollte das 22. Jahrhundert mit einer beispiellosen Katastrophe beginnen? In Washington versammelten sich täglich Hunderte Menschen vor dem Weißen Haus, um lautstark ihren Unmut über die fehlende offizielle Stellungnahme der Regierung kundzutun. Als der Übertragungswagen von MNC-TV an diesem Tag vor dem Weißen Haus eintraf, hielten die Demonstranten bereits Transparente mit ihren Forderungen in die Höhe. Dian Hunting, die bekannte Medienikone mit dem Mikro in der Hand, atmete tief durch. Sie richtete ihre Frisur, prüfte ihr Outfit und nahm eine aufrechte Haltung an. Was in den letzten Tagen geschah, versprach die Story des Jahres zu werden. Dian wusste, dass nichts die Menschen mehr fesselte als eine geheimnisvolle Bedrohung. »Briefing!« Das war das Signal für ihre Assistenten. »Ich will keine Überraschungen, … Mädels.« Alle drei Assistenten nickten eifrig, um kein Missfallen aufkommen zu lassen. Dian Hunting warf einen letzten Blick in die Runde, bevor der Moment kam, wo sie die Wagentür öffnete, und die Bühne betrat, ihren Medienthron, das Sprachrohr der öffentlichen Meinung. Ihr Assistent Redge, neu im Team, hielt die Videokamera geschultert und stand an ihrer Seite bereit, alles aufzunehmen. Die Stimmung heizte sich mit jeder Minute mehr auf. Die ersten Demonstranten in der Menschenmenge erkannten ihr Idol sofort. Sie riefen ihren Namen. Dian! Dian! Immer mehr scharten sich um die Medienikone wie Bienen um ihre Königin. Jetzt! Das war der Moment, sich in Szene zu setzen. Dian Hunting, das Mikro in der Hand, streckte demonstrativ den Arm in die Höhe und blickte zum Himmel, eine symbolische Geste, die jeder verstand. Einen Moment herrschte erwartungsvolle Stille. Das war für Dian der perfekte Augenblick, um ihr besorgtes Gesicht in die Kamera zu halten, furchtlos, sich der aufgeregten Menschenmenge auszuliefern. »Guten Morgen, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, ich bin Dian Hunting und berichte für MNC-TV. Wir stehen hier vor dem Weißen Haus, umringt von vielen verängstigten Bürgern, die Antworten von der Regierung fordern.« Dian! Dian! ... Die Regierung soll uns die Wahrheit sagen, riefen die Demonstranten. Im Hintergrund wurden erneut Transparente in die Höhe gehalten. Die eingekesselte Dian blickte kurz zu ihrem Assistenten Dan, der gebannt eine attraktive Rothaarige beobachtete. »Dan!« Was macht der Trottel da? Die Stimmen der Umstehenden übertönten jedoch ihren Ruf. Verdammt! Kamera-Assistent Redge gab Dian ein Zeichen. Sie richtete ihr Mikrofon auf eine weinende Frau, die zitternd eine Hand vor den Mund presste, während noch mehr Demonstranten Dian umringten. Redge zoomte das weinende Gesicht der Frau heran, dass jeder die Tränen im Gesicht der Frau erkennen konnte. »Wovor haben sie solche Angst, Mrs?«, fragte Dian mitfühlend. »Mrs Hunting«, schluchzte die junge Frau und berührte Dians freie Hand. »Ich will nicht sterben!« Ein älterer Mann drängte sich vor. »Und Sie! Sir, sie sind sicher Pensionär? Ich sehe den Zorn in ihren Augen.« »Das haben Sie richtig erkannt, Mrs Hunting. Verschaffen sie uns Gehör bei denen da oben. Gestern fiel so ein Meteorit in meinen Garten. Es hätte meine Frau oder die Enkel treffen können. Unser Hund hatte nicht so viel Glück. Der Anblick war grauenvoll. Glauben sie mir.« Die traurigen Worte des alten Mannes rührten die umstehende Menge. Dian klopfte ihm anteilnehmend auf die Schulter. »Ich kann sie gut verstehen, Sir.« Assistent Henry ließ gerade die Minidrohne aufsteigen, ... Da passierte es. Das Unfassbare geschah. Eine lauter Knall, vielleicht einige Kilometer entfernt, gefolgt von einer dunklen Rauchwolke, die in den blauen Himmel aufstieg, ließ alle ängstlich innehalten. Unruhe breitete sich unter den Demonstranten aus wie eine Meeresbrandung, die unaufhaltsam auf den Strand zurollt. Plötzlich hielt jemand sein Smartphone in die Höhe und rief aufgeregt Meteoriten. In der Ferne heulten die ersten Sirenen. Die Menschen begannen zu schubsen. Andere schrien, stolperten und stürzten. Von einer Sekunde auf die andere rannten alle in Panik kreischend davon. Regungslos und mit geöffnetem Mund stand Dian plötzlich allein auf der menschenleeren Straße. Nur die zurückgelassenen Transparente zeugten noch von der Demonstration. Die Zeit schien wie eingefroren. Erst das klackende Geräusch des Mikrofons, das hart auf den Bürgersteig aufschlug, holte sie in die Realität zurück. Dem MNC-TV Team bot sich ein Anblick, den sie so schnell nicht vergessen würden. Der Schreck saß Dian noch in den Knochen, als sie ihr Mikrofon vom Bürgersteig aufhob. Assistent Redge, ebenso überrascht, hielt tapfer die Kamera auf Dian gerichtet, die nicht zu schauspielern brauchte, um schockiert zu wirken. Bei den nächsten Worten lag ein leichtes Zittern in ihre Stimme. »Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, wir wissen nicht, was gerade passiert ist. Aber die Situation spricht für sich selbst. Wir berichteten live von der Demonstration vor dem Weißen Haus, die unerwartet ein plötzliches Ende fand. Bleiben sie bei uns. MNC-TV hält sie auf dem Laufenden. Ich bin Dian Hunting für MNC-TV«. Dian gab Assistent Redge ein Handzeichen, die Aufnahme zu beenden. Sie musste mehrmals tief durchatmen, um sich zu beruhigen. »Dan!« Verdammt! Ihr Reporterzögling war nirgends zu entdecken. Assistent Henry hielt noch immer die Minidrohne in der Hand, mit der er geistesgegenwärtig das Geschehen aus der Luft gefilmt hatte. Gott segne diese Erfindung, dachte Dian bei sich, bevor sie in den Übertragungswagen stieg. »Zusammenpacken«, herrschte sie alle an. »Geht das nicht schneller?« Auch das noch! Ihre Hände durchsuchten fahrig sämtliche Taschen des Hosenanzugs. Schrecksekunden ließen sie erblassen ... »Mein Smartphone«, schrie Dian aufgeregt. Sie musste dringend jemanden von der Late-Night-Show kontakten! Reporter Dan Henning, der im Übertragungswagen am Videoterminal die Aufnahmen für die Liveübertragung koordinierte, starrte entsetzt auf die von der Minidrohne eingefangenen Video-Aufnahmen. »Oh mein Gott«, murmelte er mehr zu sich selbst, dann leise das Wort Déjà-vu, als sich Dian zu ihm herunterbeugte. »Mein Smartphone! Dan, wo ist es?« »Ich, … ich weiß nicht, Boss. Eben lag es noch ...« Verwirrt blickte er in Dians Augen, die sich zu schmalen Schlitzen verengten. Er spürte förmlich die Gereiztheit in Dians Gesicht. »Das glaube ich jetzt nicht, Dan!« Ihre flache Hand schlug mehrmals auf die Rückenlehne seines Autositzes. »Spar dir das Déjà-vu für die Mystery Show am Montag auf!« Kamera-Assistent Redge tuschelte leise mit dem blond gelockten Henry, dessen kräftige Hände erwartungsvoll die digitale Steuerkonsole des Übertragungswagens umklammerten. Dian Hunting, die Jägerin vor dem Herrn, spürte plötzlich, wie das Adrenalin durch ihre Adern pumpte und ließ sich auf ihren Platz nieder. »Henry, worauf wartest du? Fahr endlich los!« Die Worte klangen so barsch, dass Henry nicht lange überlegte und auf das Gaspedal drückte. »Die Front wartet auf uns!«, schrie Dian und fühlte sich wie Jeanne d‘Arc. Reporter Dan bekam eine Gänsehaut. Er sah seinen Körper bereits in den dunklen Abgrund stürzen. »Dian!«, versuchte er verunsichert einzuwenden. »Ich habe so ein ungutes Gefühl.« »Das ist keine Diskussionsrunde, Dan!« Die aufsteigende Hitze schnürte Dian die Luft ab. Verärgert versuchte ihre Hand den Reißverschluss des Blazers zu öffnen, der natürlich in der neuen Seidenbluse hängen blieb. Aber egal! Ihre Hand packte Dan hart am Oberarm. »Kein Wort mehr! Du willst Reporter sein? Deine Einstellung nervt mich!« Herrje! Dian saß auf ihrem Autositz und zog den Sicherheitsgurt fester an. Womit hatte sie diesen Reporter verdient? Er war eine Schande für die ganze Zunft. Dan sah sein Ego am Boden zertreten, gedemütigt, vor allem vor Redge, dem vorlauten Neuen, der Henry gerade einen vielsagenden Blick zuwarf. Dian schwitzte vor Aufregung und überprüfte hastig ihr Make-up, um für die Story des Tages perfekt auszusehen, während Dan das Gefühl hatte, dem Tod ins Auge zu blicken. Es schien nicht sein Tag zu sein. Das Team von MNC-TV kehrte erst spät am Abend in die Redaktionsräume des großen Medienkonzerns...



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