Sehring | Liebe ist die Größte | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 128 Seiten

Sehring Liebe ist die Größte


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7519-9316-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 128 Seiten

ISBN: 978-3-7519-9316-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Es mag verwirrend sein, welch eine große Zahl an Emotionen dieses kleine Wörtchen "Liebe" auf den Plan ruft! Eigentlich hat Liebe für jedes menschliche Wesen und auch darüber hinaus durchaus eine besondere vorstellbare Überzeugungskraft, die es gilt, an richtiger Stelle zur rechten Zeit richtungsweisend einzusetzen. Unser Buch der Bücher - die Heilige Schrift, genannt Bibel - gibt uns dazu reichlich Gelegenheit, sogar im Überfluss. Lassen Sie sich mit hineinnehmen in diese Fülle an Möglichkeiten, in der "Liebe" uns Menschen beeinflussen und vor allem führen kann. Führen zu den Quellen des Friedens und der Menschlichkeit, damit wir reichlich davon trinken können und an Leib und Seele gesund bleiben oder auch wieder gesund werden. Dass das nicht die Regel sein kann, zeigen uns weltweit auch die gegenteiligen Verhalten von Liebe, die uns Tag für Tag vor Augen geführt werden und uns erschauern und sehr traurig werden lassen. Doch es gibt einen, der uns durch seine große Liebe zum Leben in jeder Lage Mut machen kann - den wir Gott nennen.

Der Verfasser ist studierter Grafik-Designer mit Schriftsetzer-Grundausbildung, einem Studium an der ehemaligen Werkkunstschule Offenbach unter dem Schrift-Künstler Karl-Georg Höfer und anschließendem Grafikstudium an der Privat-Kunstschule Westend/Ffm bei Professor Carlo Ruppert - Theologische Kenntnisse und seine Predigt-Bevollmächtigung hat er sich durch Prädikanten-Seminare der EKHN 1973 in der Ev. Propstei Offenbach bei Propst Dondorf erworben.
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Was will uns dieser erste Vers im Liebesbrief des Paulus über Liebe begreifbar machen? – Nun, damit wird hier die Liebe angesprochen, die nur scheinbar verbal oder auch optisch stattfindet und nicht von Herzen kommt!

1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht …

Wenn wir jemanden überzeugen wollen, so haben wir uns bestimmt öfters schon einmal dabei ertappt, dass das, was wir da gerade von uns geben, eigentlich gar nicht unsere feste Überzeugung ist – und schon gar nicht die, die von Herzen kommt! Wir tun das oft aus Gründen heraus, um mitreden zu können, oder um uns bei anderen, unseren Mitmenschen, wichtig zu machen und eine gewisse höchst persönliche Überlegenheit an den Tag zu legen, möglichst natürlich zu unserem eigenen Nutzen mit Worten und im Tun, die uns folglich dann auch in einem gewissermaßen guten, aber doch künstlich erzeugten Licht erscheinen lassen.

Und bei näherem Hinsehen und Hinhören kann es passieren, dass wir uns selbst in das, was wir da von uns zu geben versuchen, dann mehr und mehr verstricken. Im Nachhinein sehr peinlich. Und vieles davon – zwar unwahr – scheint so prägnant zu sein, weil so überzeugend von uns dargestellt, dass wir es schließlich selbst glauben. –

Beim Schreiben dieses letzten Satzes fällt mir ein, dass es da ja auch einen Gedichtreim gibt – nur, wo finde ich den, denn ich kriege den genauen Wortlaut momentan nicht mehr zusammen und den Verfasser weiß ich auch nicht mehr. Mir bleibt nur noch, in dem mittlerweile unentbehrlichen und klugen Internet nachzuforschen. Und tatsächlich finde ich diesen Spruch von dem bekannten zeitgenössischen Satiriker und Dichter verfasst:

Und dabei wird unweigerlich auch meine ganz persönliche Meinung und Einstellung zu politischem und auch religiösem Weltgeschehen in personeller Verbindung angesprochen und angeregt – „erregt“ wäre hier sogar das bessere Verbum. Denn was derzeit die bekannten Anführer einiger Nationen und Länder dieser Welt regierungsmäßig und in verlogener Selbstherrlichkeit an den Tag legen und von sich geben, ist schlichtweg gesagt beängstigend und vor allem machtbesessen, autoritär und sehr gefährlich. Hier trifft der vorgetragene Gedichtreim voll ins Schwarze. Statt miteinander vertrauensvoll und verbindlich, vor allem aber ehrlich zu reden, um Meinungsverschiedenheiten aus dem Weg zu räumen und auf einen kompromissbereiten gemeinsamen Nenner und damit einen Weg zu kommen, auf dem alle gut leben und gehen können, baut man wieder Grenzzäune und Mauern, um sich vor dem anderen abzuschirmen und sich nicht in den eigenen Topf gucken oder gar in die Suppe spucken zu lassen.

Warum haben denn zur Zeit des kommunistischen und bolschewistischen Höhenfluges die verantwortlichen Diktatoren versucht, die Bürger, als ihre Untergebenen, mit monotonen großformatigen Textbändern und Fotos von ihrer irrelevanten Idee zu überzeugen? Sie haben den Bürgern gebetsmühlenartig – und natürlich nur zum eigenen Nutzen und Vorteil für sie als Machthaber – wie mit einer Schelle oder Glocke ihren Willen eingebläut und sie zum Gehorsam gezwungen, ohne nach deren, nämlich des Bürgers, Meinung zu fragen. Im Gegenteil – eigene und andere Meinungen wurden als Landesverrat gesehen und mit brutaler Bestrafung geahndet. Schauen wir uns doch einmal gezielt um unter den derzeitigen Staaten mit den ganz besonders autoritären Machtpositionen und ihren dazugehörigen undemokratischen Machthabern.

Das hat sehr wenig mit dem zu tun, was uns der Apostel Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth in Kleinasien, der heutigen Türkei, zu sagen hat: Das will demzufolge vor allem auch heißen, dass wir unsere Mitmenschen nicht überreden sollen, unserem Geschwätz zu glauben und danach zu tun. Unser Reden soll überzeugend ehrlich, verständlich und für den Nächsten, so wie auch mir selbst, nutzbringend, nachvollziehbar und vor allem lebenswert erscheinen. Aber nicht egoistischen Zwecken dienen.

Das will uns schließlich auch der Vergleich mit dem sagen. Nun, wir tun ja heute noch – und das sogar ganz aktuell – Dinge, die ihren Ursprung in uralter Zeit, also vor tausenden von Jahren, haben und in einer Zeit, da es das Bewusstsein eines einzigen Gottes und Hüters des Menschen und seinem Umfeld noch nicht gegeben hat, und man noch sogar bis in jüngster und auch bis in die heutige Zeit an mehrere Gottheiten glaubt. Gottheiten, die ganz detailliert für verschiedene Lebensteile, Lebensräume und Aufgabenbereiche zuständig gewesen sind, und die wir auch heute noch Götzen nennen. Und das Entscheidende bei der Verehrung dieser angeblich übermenschlichen Wesen soll gewesen sein, dass sie bei bittenden und betenden Anrufen der Menschen auch Hilfe geleistet haben sollen, auch wenn es nur eine Erhörung für den Betenden im geistlich erwartbaren, einredbaren, kraftspendenden und im heutigen Sprachgebrauch mentalen Sinne gewesen ist. Auch damals hat demnach die körperlich medizinische Substanz „Adrenalin“ unbewusst eine große Rolle gespielt. Oder auch, es war oder ist heute noch ein monotones Ritual mit ständigen verbalen oder bewegenden rythmischen Wiederholungen, ohne mit dem Herzen dabei zu sein. – Ist die monotone nickende Bewegung eines jüdischen Beters vor der Klagemauer in Jerusalem nicht auch so ein sich selbst bestätigendes Ritual, um Aufmerksamkeit zu erregen, was er für ein frommer gläubiger Mensch ist. In Matthäus 6,6 heißt es im Evangelium, der frohen Botschaft:

Und dazu gehört auch der Vergleich mit dem Um eine Gottheit anzurufen oder auch böse Gottheiten zu vertreiben, hat man sich irgendwelcher Aktivitäten bedient, und dabei ging es meist sehr ohrenbetäubend zu. – Wir feiern ja heute noch, und das mehr denn je, in jedem Jahr großes Silvester. Und das in der Öffentlichkeit in ziemlich finanziell aufwendigem und lautem Rahmen mit knallendem und explosivem Feuerwerk! Dass dabei das Böse vertriebenwird, ist gar nicht mehr aktuell. Im Gegenteil – das Böse holt uns ein, wie die schlimmen Verletzungen und Brände gerade in der Silvestenacht immer wieder zeigen, bei denen Menschen und Tiere schwer verletzt werden oder gar oft grässlich ums Leben kommen, wie die letzte Silvesternacht erneut gezeigt hat.

Dennoch beharren wir unbelehrbar auf einem viele tausend Jahre alten Hintergrund, oder besser gesagt auf einem gewissen Ritual götzendienstlichen Verhaltens, das eigentlich durch Erfahrung längst überholt ist. Jedenfalls ist der Mensch seit Urzeiten der Tatsache unterworfen, dass es eine höherstehende Macht, oder genauer gesagt höhere Mächte gibt, die das Wesen Mensch beeinflussen oder gar in seinem Tun und Treiben dirigierend vorstehen. Und dabei wird für jedes Lebenssegment eben eine spezielle Gottheit vermutet. Demzufolge gibt es also Gottheiten für das Gute im Leben, aber besonders auch für das Schlechte und Böse, dem man mit entsprechenden Aktionen entgegentreten muss. Und da vermutet der Mensch eben seit Menschengedenken, dass lautstarkes Getöse die bösen Geister zur Flucht veranlassen muss. – Ein totaler Irrglauben!

Um die guten Gottheiten hat man, um den Gedanken weiterzuspinnen, inbrünstig gebetet und ihnen auch Opfer in Form von Tieren oder Naturalien dargebracht, damit sie dem Tun und Treiben der Menschen wohlgesonnen sind und das Leben und seine Vorhaben darin wohlwollend gelingen lassen. Bei dem Urvolk der Azteken sollen sogar Menschen als Opfer ausgesucht worden sein–Männer, Frauen und gar Kinder –, bei unserer Vorstellung von Menschlichkeit sind das schreckliche Bilder, und doch geschehen sie heute noch – nur in anderer Form.

Diesem Bösen hat man mit Bösem und viel menschlicher Energie und mitunter auch lautstarkem Getöse und Gebärden entgegengewirkt, um es ein für alle Mal loszuwerden, von sich abzuhalten und zu vertreiben – Wunschträume! Denn Tag für Tag versucht dieses Böse immer wieder uns einzuholen. Mit erneutem Dagegenhalten werden wir zum andauernden Kämpfen gezwungen,...



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