Seidenspinner | Training in der Physiotherapie | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 316 Seiten

Reihe: Physiotherapie Basics

Seidenspinner Training in der Physiotherapie

Gerätegestützte Krankengymnastik
1. Auflage 2005
ISBN: 978-3-540-27135-2
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Gerätegestützte Krankengymnastik

E-Book, Deutsch, 316 Seiten

Reihe: Physiotherapie Basics

ISBN: 978-3-540-27135-2
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Die Trainingstherapie mit Geräten: ein wichtiger Bereich der physiotherapeutischen Behandlung. Welche Überlegungen, Untersuchungstechniken und Evaluationsprozesse sind notwendig, um ein Trainingsprotokoll zu erarbeiten? Wie wird die Trainingstherapie optimal dem aktuellen Stand des Heilungsprozesses und der Belastbarkeit des Patienten in den einzelnen Rehabilitationsphasen angepasst? Das Buch bietet zu diesen Themen alles, was angehende und erfahrene Therapeuten wissen und können sollten: die für die Praxis wichtigen Grundlagen (Anatomie, Biomechanik, Pathomechanik und Pathophysiologie, Neurologie), Untersuchungs- und Behandlungstechniken, den Behandlungsaufbau, die Anwendung je nach Rehabilitationsphase mit Beispielen, Hinweisen zur Patientenmotivation und zur Kommunikation. Die Übungsanleitungen orientieren sich eng am Mustercurriculum 'Gerätegestützte Krankengymnastik' (KGG) der Spitzenverbände der Krankenkassen.  

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Reihenvorwort;7
2;Vorwort;9
3;Inhalt;11
4;Orientierung und Beschreibung von Positionen sowie Richtungen im menschlichen Körper;14
5;Geschichte der Trainingstherapie;15
5.1;1.1. Antike bis Mittelalter;16
5.2;1.2. 19./20. Jahrhundert;17
5.3;1.3. 21. Jahrhundert;21
6;Medizinische Grundlagen;23
6.1;2.1 Die Muskeln;24
6.2;2.2 Die Sehnen;31
6.3;2.3 Der Knorpel;33
6.4;2.4 Knochen;34
6.5;2.5 Physiologie, Pathophysiologie;35
6.6;2.6 Der Schmerz;39
6.7;2.7 Immobilisation;42
6.8;2.8 Neuroanatomie;43
6.9;2.9 Biomechanik;46
7;Pädagogische Aspekte;51
7.1;3.1 Lernzielorientierte Planung der Trainingstherapie;52
7.2;3.2 Transferleistungen;53
7.3;3.3 Motivation;54
8;Psychologische Aspekte;56
8.1;4.1 Krankheitsbewältigung;57
8.2;4.2 Verhaltensänderung;58
8.3;4.3 Kommunikation;60
9;Ziele und Aufgaben der Trainingstherapie;64
9.1;5.1 Sportwissenschaftliche Erkenntnisse und Trainingstherapie;65
9.2;5.2 Was ist Training?;65
9.3;5.3 Trainingsziele;65
10;Indikationen und Kontraindikationen;66
10.1;6.1 Indikationen;67
10.2;6.2 Kontraindikationen;67
11;Prinzipien der Trainingslehre;69
11.1;7.1 Das Prinzip Homöostase;70
11.2;7.2 Trainingsprinzipien;70
11.3;7.3 Trainingsparameter;73
12;Angewandte Trainings- und Bewegungslehre;75
12.1;8.1 Trainingsmittel;76
12.2;8.2 Kraft und Krafttraining;76
12.3;8.3 Kontraktionsformen und Arbeitsweisen der Muskeln;77
12.4;8.4 Aufwärmen – Abwärmen;80
12.5;8.5 Grundlagen der Bewegungslehre;80
12.6;8.6 Ausdauer;82
13;Trainingstherapie;87
13.1;9.1 Befunderhebung;88
13.2;9.2 Behandlungsmethoden;104
13.3;9.3 Dosierung der Trainingstherapie;114
14;Untersuchung – Therapie – Training – Dokumentation;119
14.1;10.1 Das Hüftgelenk;120
14.2;10.2 Das Kniegelenk;138
14.3;10.3 Das Sprunggelenk und der Fuß;163
14.4;10.4 Untere Extremität: Befundbogen, Behandlungsplan und Dokumentation;178
14.5;10.5 Das Schultergelenk (Glenohumeralgelenk);180
14.6;10.6 Das Ellenbogengelenk;212
14.7;10.7 Das Handgelenk;228
14.8;10.8 Obere Extremität: Befundbogen, Behandlungsplan und Dokumentation;241
14.9;10.9 Die Halswirbelsäule;243
14.10;10.10 Die Brustwirbelsäule;257
14.11;10.11 Die Lendenwirbelsäule;271
14.12;10.12 Wirbelsäule: Befundbogen, Behandlungsplan und Dokumentation;299
15;Anhang;301
15.1;Kontaktadressen;302
15.2;Fortbildung Gerätegestützte Krankengymnastik (KG-Gerät);303
15.3;Das myofasziale lokale und globale System;305
15.4;Zervikale und lumbale Traktion;307
15.5;Medikamente;308
15.6;Literatur;310
15.7;Glossar;313
15.8;Sachverzeichnis;314


Medizinische Grundlagen (S. 10)

2.1 Die Muskeln
LERNZIELE
Kenntnisse über
• Grundlagen des Muskelaufbaus
• Arten des Muskelgewebes
• Funktionsweise der Muskelkontraktion

Skelettmuskeln entwíckeln Kraft über Kontraktion. Dadurch bekommen wir die Möglichkeit, uns zu bewegen und mit unserer Umwelt zu interagieren. Die Muskulatur ist neben der Leber das größte Stoffwechselorgan des Körpers.

Je nach Funktion im menschlichen Körper unterscheidet man drei unterschiedliche Arten von Muskelgewebe:

 Skelettmuskulatur: willkürlich kontrolliert, quergestreift
 Herzmuskulatur: unwillkürlich (nicht steuerbar, vegetativ innerviert), quergestreift
 Glatte (viszerale)

Muskulatur: unwillkürlich (nicht steuerbar, vegetativ innerviert), glatt Kennzeichen der Skelettmuskulatur ist die willkürliche Kontraktionsfähigkeit. Die Herzmuskulatur arbeitet unwillkürlich. Sie ist vegetativ über Sympathikus und Parasymathikus innerviert. Weiterhin unterscheidet man die so genannte glatte Muskulatur, die ebenfalls nicht der Willkürmotorik unterliegt. Glattes Muskelgewebe befindet sich zum Beispiel im Darm und in den Gefäßen. Da im Bereich der Trainingstherapie die quergestreifte Muskulatur im Vordergrund steht, wird sie im Folgenden eingehend beschrieben. Die Skelettmuskulatur ist sowohl für dynamische als auch statische Muskelarbeit (s. Kap. 8.3.2) verantwortlich. Dynamische Muskelarbeit beinhaltet die Bewegung, statische stabilisiert die Körperhaltung. Die Muskeln entwickeln Kraft, indem sie kontrahieren. Um die Funktion der Muskeln, insbesondere den Kontraktionsvorgang, zu verstehen, muss man sich zunächst mit der Struktur des gesamten Muskels und der Muskelzelle im Einzelnen befassen. Dieses Verständnis ist die Basis für eine effektive Trainingstherapie.

2.1.1 Aufbau des quergestreiften Skelettmuskels

Der Skelettmuskel besteht aus vielen parallel angeordneten Muskelfaserbündeln (s. Abb. 2.1) und Bindegewebe, dem Epimysium. Jedes Bündel oder auch Faszikel genannt besteht aus 10–20 Muskelfasern und ist von einer bindegewebigen Hülle, dem Perimysium umgeben. Das Perimysium grenzt die einzelnen Bündel voneinander ab. Innerhalb eines Muskelfaserbündels werden wiederum die einzelnen Muskelfasern von dünnen bindegewebigen Septen umhüllt (Endomysium). Durch die Überlappung der Muskelfasern kommt es zur Ausbildung des Muskelbauches. Bei sehr großen Muskeln, z. B. M. latissimus dorsi, können die einzelnen Abschnitte bis zu 30 cm betragen.



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