Shaw | Im Bett mit dem sexy Bodyguard | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2385, 144 Seiten

Reihe: Julia

Shaw Im Bett mit dem sexy Bodyguard


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-1214-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2385, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-1214-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Finde dich damit ab! Ich bin dein neuer Bodyguard.' Am liebsten würde Arianna diesen arroganten Typen sofort wegschicken. Aber ihr Vater besteht darauf, dass seine Tochter von Santino Vasari beschützt wird. Zu recht, wie sich kurz darauf herausstellt: Im letzten Moment verhindert der sexy Leibwächter eine Entführung! Um ihre Sicherheit weiterhin zu gewährleisten, bringt er sie in eine verschwiegene Ecke von Sizilien. Längst hat Arianna ihr Herz an ihn verloren. Was kann sie nur tun, damit Santino sie nicht nur für ein verwöhntes Partygirl hält?



Chantelle Shaw ist in London aufgewachsen. Mit 20 Jahren heiratete sie ihre Jugendliebe. Mit der Geburt des ersten Kindes widmete sie sich ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter, ein Vollzeitjob, da die Familie bald auf sechs Kinder und verschiedene Haustiere anwuchs. Chantelle Shaw entdeckte die Liebesromane von Mills & Boon, die sie schon aus ihrer Jugend kannte, in den ersten Jahren als Mutter neu. Während ihrer unfreiwillig nachtaktiven Zeit, hatte sie häufig ein Baby im Arm und ein Buch in der anderen Hand. In ihrer Freizeit fing Sie an, eigene Geschichten zu schreiben. Mills & Boon lehnte ihre ersten Entwürfe ab, ermutigte sie aber weiter zu machen. Doch als Mutter von sechs Kindern, die auch noch halbtags arbeitete, blieb ihr kaum Zeit. Erst 20 Jahre später begann sie wieder ernsthaft zu schreiben, als sie versuchte über den Tod ihrer Mutter hinweg zu kommen. Sie konnte sich in die Welten in ihrem Kopf flüchten und so für einige Zeit ihre Trauer vergessen. Seit dieser Zeit mag Chantelle Shaw Liebesromane noch mehr als zuvor, denn kein anderes Genre verleiht seinen Lesern ein ähnliches Gefühl von Glück und Entspannung. Sie liebt es, starke, entschlossene und sexy Helden zu kreieren, die letztendlich das große Glück und die Liebe finden. Das Schreiben nimmt ihre meiste Zeit ein, aber wenn sie einen freien Kopf braucht, geht sie in ihren Garten oder spazieren. Manchmal wünschte sie sich nur, dass sie auch von der Hausarbeit einen freien Kopf bekommen würde.

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1. KAPITEL

Ihr Foto prangte unübersehbar auf der Titelseite und wirkte wie eine Verurteilung. Arianna stöhnte leise auf. Ja, das war sie … In ihrem knappsten Bikini, auf der Jacht ihres guten Freundes Jonny, eine Champagnerflasche in der Hand.

Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken.

Noch vor einem Jahr wäre es ihr egal gewesen, welche Schlagzeilen sie verursachte. Doch an ihrem vierundzwanzigsten Geburtstag war ihr klar geworden, dass nichts, was sie tat, ihr je die Aufmerksamkeit ihres Vaters einbringen würde.

Ihn interessierte nur seine Karriere. Und die Tatsache, dass er sie kontrollieren konnte, so wie er vor langer Zeit ihre Mutter kontrolliert hatte, trug nicht dazu bei, dass sie sich besser fühlte.

Jetzt war sie nach Positano gekommen, um wie so oft den Sommer in der Familienvilla zu verbringen. Sie hatte nie richtig Italienisch gelernt, verstand aber genug, um die Schlagzeilen in der Zeitung lesen zu können.

Sie feiern wieder!

Wie immer verbringen Mitglieder der reichsten Familien Europas den Sommer an der Amalfiküste. Jetzt wurde Arianna Fitzgerald, Tochter des Modedesigners Randolph Fitzgerald, auf der Jacht des Schauspielers Jonny Monaghan gesichtet. Die reiche Erbin ist dafür bekannt, ihr Leben mit Partys zu verbringen. Die britische Presse bezeichnet sie als meistprivilegierte und zugleich oberflächlichste Persönlichkeit des Planeten.

Arianna ließ die Zeitung zu Boden fallen, schloss die Augen und versuchte herauszufinden, warum sie hier am Pool auf der Liege geschlafen hatte.

Ihr Kopf dröhnte, und ihre Kehle war wie ausgedörrt. Was war gestern Abend geschehen? Sie erinnerte sich daran, auf Jonnys Jacht gewesen zu sein. Mit dem Boot war sie auch zur Villa Cadenza, dem Familienanwesen, gekommen.

Arianne blickte an sich herunter. Sie trug noch immer den knappen Bikini, allerdings bedeckt durch einen Sarong. Wo kam der her? Und wieso fühlte sie sich so elend? Sie hatte doch kaum etwas getrunken und auch keine der Partydrogen genommen, die Jonny und seine Freunde regelmäßig konsumierten. Nein, sie hatte zwar immer gerne gefeiert, sich aber stets von Drogen ferngehalten. Es flößte ihr zu viel Respekt ein, die Kontrolle zu verlieren. Umso erschreckender war nun, dass sie den gestrigen Abend nur noch verschwommen rekonstruieren konnte.

Sie schloss erneut die Augen und hörte einen Moment später Schritte, die sich dem Pool näherten. Das musste Filippo sein, der Butler. Guter, alter Filippo!

Arianna kannte ihn seit ihrer Kindheit, und er hatte sie stets liebevoll beschützt. Auch als sie schwierig geworden war. Mit keinem Kindermädchen war sie zurechtgekommen, und auch auf dem exklusiven englischsprachigen Internat hatte sie ihre rebellische Ader gezeigt. So sehr, dass sie schließlich mit fünfzehn von der Schule verwiesen worden war.

Filippo hatte immer zu ihr gehalten, und sein geheimes Wunderfrühstückrezept vertrieb auch die heftigsten Partynachwirkungen, was sich in den letzten Jahren immer wieder bewiesen hatte.

Hoffentlich hatte er Kaffee dabei …

Die Schritte kamen näher, und schließlich blieb jemand neben der Liege stehen. Arianna blinzelte müde, dann stutzte sie.

Nein, Filippo trug ganz sicher keine schwarzen Boots. Und auch keine verwaschene Jeans. Sie ließ den Blick nach oben wandern, über schmale Hüften und einen beeindruckend muskulösen Oberkörper, über den sich ein schlichtes schwarzes T-Shirt spannte.

Der Mann trug ein Tablett in den Händen. Hatte ihr Vater einen neuen Butler eingestellt?

„Wer sind Sie? Wo ist Filippo?“

Ariannas Blick fiel auf das Gesicht des Mannes, und ihr Herz machte einen Sprung. Ganz sicher klang ihre Stimme nur so rau, weil ihre Kehle trocken war – und nicht etwa, weil der extrem gut aussehende Mann sie beeindruckte.

„Mein Name ist Santino Vasari“, sagte er. „Ich bin Ihr neuer Bodyguard. Eigentlich wollte Ihr Vater Ihnen Bescheid geben.“ Seine Stimme war dunkel und sanft zugleich und verfehlte ihre Wirkung auf Arianna nicht.

„Oh, ja“, erwiderte sie und erinnerte sich an die Nachricht, die sie gestern am Londoner Flughafen erreicht hatte, als sie nach ihrem langen Flug von Sydney umgestiegen war. Wie immer hatte sie einen kurzen Moment gehofft, ihr Vater würde einmal etwas Persönliches schreiben. Oder sie auch nur fragen, wie es ihr ging. Aber es waren stets nur formale Dinge, die Randolph mit ihr klärte. Wie zum Beispiel die Information, dass ein Ex-Soldat nun ihr Bodyguard werden sollte.

Ob ihr Vater sie vermisst hatte? Immerhin hatte sie das letzte halbe Jahr in Australien verbracht. Falls es so war, bemerkte Arianna jedenfalls nichts davon.

Sie sah wieder zu Santino. Eindeutig, dass er bei der Armee gewesen war. Er war noch immer perfekt durchtrainiert und hatte eine klare, zielstrebige Aura um sich. Ein Mann, der wusste, was er wollte. Und es üblicherweise auch bekam.

Arianna befeuchtete sich unbewusst die Lippen mit der Zungenspitze, und als sie merkte, dass Santino es gesehen hatte, schoss ihr eine leichte Röte in die Wangen.

Sein Blick glitt weiter über ihren Hals, den Körper entlang, und Arianna wurde plötzlich merkwürdig heiß. Was war nur mit ihr los? Sie war es doch gewohnt, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, und spielte normalerweise mit ihrer Anziehungskraft auf Männer. Doch diese Situation hier war anders.

Rasch richtete Arianna sich auf. Sie unterdrückte ein leises Stöhnen, als die Kopfschmerzen heftiger wurden. Santino schien es trotzdem bemerkt zu haben, denn ein Grinsen schob sich in seine Mundwinkel.

„Ich habe nicht um einen Bodyguard gebeten“, sagte sie barsch. „Sie sind hier nicht erwünscht, Mr. Vasari.“

„Ach, wirklich? Sind Sie sicher?“ Es lag ein so selbstsicherer Tonfall in seiner Stimme, dass er fast arrogant wirkte. Offenbar war er es gewohnt, dass jede Frau sich auf der Stelle nach ihm verzehrte. Arianna musste insgeheim zugeben, dass er tatsächlich atemberaubend attraktiv war.

Ein ausdrucksstarkes Gesicht mit hohen Wangenknochen, das sie so schnell nicht vergessen würde. Dazu lässige Bartstoppeln, die ihn unglaublich männlich wirken ließen.

Santino Vasari schien von ihrer ablehnenden Haltung gänzlich unbeeindruckt zu sein. Er machte einige Schritte auf sie zu, und sie musste sich eingestehen, dass seine katzenhaft elegante Art, sich zu bewegen, anziehend war. Zudem hatte er smaragdgrüne Augen, deren Blick nun so intensiv auf ihr ruhte, dass ihr Herz einen Sprung machte.

Hoffentlich bemerkte er nicht, wie sehr er sie verunsicherte! Nie zuvor hatte ein Mann eine solche Wirkung auf sie ausgeübt.

Eigentlich war Arianna zu der Erkenntnis gekommen, dass ihr Wunsch nach Nähe und Sex nicht besonders ausgeprägt war. Schließlich hatte sie bisher auch mit keinem Mann schlafen wollen. Doch plötzlich war alles anders …

Sie atmete tief durch und reckte das Kinn. Sie war zu stolz, um Santino zu zeigen, was er in ihr auslöste.

Er lächelte rätselhaft, dann setzte er sich auf die Liege neben ihrer.

„Arianna …“, murmelte er, den Blick auf ihren Mund gerichtet. „Ich darf doch Arianna sagen? Miss Fitzgerald ist ein wenig umständlich. Wir werden viel Zeit miteinander verbringen, da sollte man es sich so leicht wie möglich machen.“

„Einen Teufel werden wir tun!“

Santino ignorierte ihre Worte. „Ob es dir passt oder nicht, Arianna – dein Vater hat mich eingestellt. Ich werde dich auf Schritt und Tritt begleiten.“

„Warum? Randolph hat sich noch nie für mich interessiert. Außerdem ist das lächerlich, was soll mir in Positano schon passieren? Ich komme seit meiner Kindheit her!“

Santino lächelte sanft. „Oh ja, und jeder hat mitbekommen, dass du wieder da bist.“ Er nahm die Zeitung an sich. „Ich habe mir vorhin erlaubt, den Artikel zu lesen. Jetzt wissen nicht nur die Menschen hier in der Gegend, wo du dich aufhältst, sondern auch sonst jeder, der sich dafür interessiert. Weltweit. Respekt, Arianna. Wenn man dich finden möchte, hat man es nicht besonders schwer.“

Sie zuckte mit den Schultern. „Wer sollte denn ein Interesse daran haben, mich zu finden? Ich bin nicht dämlich, Mr. Vasari. Ich weiß genau, warum mein Vater Sie engagiert hat.“

Santino erstarrte für einen winzigen Moment. Dann murmelte er: „Ach ja? Und warum?“

„Sie sollen dafür sorgen, dass ich nicht mehr in den Schlagzeilen auftauche.“

„Nun, du hast zweifellos ein Talent dafür, in die Schlagzeilen zu geraten. Das hast du in der Vergangenheit deutlich bewiesen.“

Sie hatte sich nie dafür interessiert, was andere Menschen über sie dachten. Aber Santinos Worte gingen ihr unerwartet unter die Haut. Warum schämte sie sich plötzlich für ihre Vergangenheit? Dieser Typ war wahrscheinlich ein hirnloser Idiot, der nichts als Muskeln zu bieten hatte. Was wusste er denn schon über ihr Leben?

„Party machen und sich verführerisch geben ist in meinen Augen nur dumm“, fuhr er fort.

Fassungslos starrte Arianna ihn an. Nie zuvor hatte jemand auf so unverschämte Weise mit ihr gesprochen. Nicht einmal ihr Vater!

„Ich habe Sie nicht um Ihre Meinung gebeten“, erwiderte sie eisig. Sie sah, dass ein Funkeln in seine Augen trat. Fast wirkte er, als könne er sich nur mühsam beherrschen. Immerhin, da waren sie schon zu zweit …

Arianna wusste, dass es nicht vorteilhaft war, als Partygirl in den Zeitungen zu landen. Aber woher hatte sie wissen sollen, dass die Paparazzi bereits...



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