Singh / Radley / Sellers | Baccara Herzensbrecher Band 5 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 5, 448 Seiten

Reihe: Baccara Herzensbrecher

Singh / Radley / Sellers Baccara Herzensbrecher Band 5


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-2593-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 5, 448 Seiten

Reihe: Baccara Herzensbrecher

ISBN: 978-3-7337-2593-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



LIEBESNACHT IM WÜSTENPALAST von TESSA RADLEY
Bei ihrer Ankunft in Dhahara wird Megan nicht von ihrem Freund abgeholt, sondern von Prinz Shafir - der sie in seinen Wüstenpalast 'entführt'. Eine Flucht ist unmöglich, jeder Widerstand zwecklos. Aber will Megan ihrem äußerst verführerischen Entführer überhaupt widerstehen?
SINNLICHE WÜNSCHE von ALEXANDRA SELLERS
Vom ersten Moment weiß Scheich Latif, dass Jalia die Richtige für ihn ist. Aber kann er die in England aufgewachsene Prinzessin vom Zauber des Orients überzeugen - und von seiner glühenden Liebe zu ihr? Fast gelingt es ihm, da taucht überraschend Jalias Verlobter auf ...
HEISSE NÄCHTE - EISKALTE INTRIGEN von NALINI SINGH
Für Jasmine wird ein Traum wahr: Sie heiratet ihre große Liebe, Scheich Tariq al-Huzzein. In seinem Wüstenpalast erleben sie sinnliche Nächte, doch sobald die Sonne aufgeht, will er nichts mehr von ihr wissen. Kann er ihr je verzeihen, dass sie ihn einst verlassen hat?



Die internationale Bestsellerautorin verbrachte ihre Kindheit in Neuseeland. Drei Jahre lebte und arbeitete sie unter anderem in Japan und bereiste in dieser Zeit wiederholt den Fernen Osten. Bislang hat sie als Anwältin, Bibliothekarin, in einer Süßwarenfabrik und in einer Bank gearbeitet -- eine Quelle von Erfahrungen, aus der Nalini Singh reichlich schöpft.

Singh / Radley / Sellers Baccara Herzensbrecher Band 5 jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Prinz Shafir ibn Selim Al-Dhahara schritt mit rauschenden Gewändern durch die hohen Flügeltüren, die ein Palastdiener für ihn aufhielt. Stille erwartete ihn.

Im Privatgemach des Königs herrschte feierliche Stimmung. Drei Männer beugten sich über einen Laptop, der auf einem altmodischen runden Tisch stand.

Als Shafir eintrat, blickten sie auf. Seine Brüder schienen erleichtert zu sein, ihn zu sehen. Aber König Selim runzelte die Stirn.

Shafir setzte sich zu ihnen an den Tisch, lehnte sich zurück, schlug die Beine übereinander und sah seinen Vater an. Angesichts dieser lässigen Pose schüttelte er missbilligend den Kopf. „Du kommst spät, Shafir.“

„Ich war in der Wüste. Ich bin so schnell gekommen, wie ich konnte.“ Er zeigte auf seine staubigen Stiefel. „Ich habe mich nicht einmal umgezogen.“

Shafir leitete das Ministerium für Tourismus von Dhahara. Die letzte Woche hatte er damit verbracht, einer internationalen Delegation zu zeigen, welche Möglichkeiten zum Abenteuerurlaub und Wandern es in dem kleinen Wüstenstaat gab. Dabei hatte er darauf Wert gelegt, den Vertretern der einzelnen Länder klarzumachen, wie wichtig es war, Dhahara für den internationalen Tourismus zu öffnen. Denn dadurch nahm das Land Geld ein, mit dem er die Wüste wild und unberührt erhalten konnte.

„Gibt es ein Problem, Vater?“

„Nicht direkt. Eher eine Herausforderung.“

„Eine Herausforderung?“ Shafir warf seinem älteren Bruder Khalid einen fragenden Blick zu – Seiner Königlichen Hoheit Khalid ibn Selim Al-Dhahara, um genau zu sein. Wenn sein Vater „Herausforderung“ sagte, dann meinte er meistens eine äußerst verzwickte Situation, die selbst seinen engsten Beratern Albträume verursachte.

„Es ist eine Herausforderung, die dir gefallen wird, Shafir.“

„Mir?“ Shafir runzelte die Stirn. „Was ist mit meinen Brüdern? Oder hast du ihnen bereits andere Herausforderungen übertragen?“

Khalid grinste. „Du bist als Letzter gekommen – du hast das kürzeste Hölzchen gezogen.“

„Das interessanteste Hölzchen – und die Chance, dich als Held zu erweisen.“ Seinem jüngeren Bruder Rafiq schien die Sache höllischen Spaß zu machen.

„Als Held?“ Shafir sah seine Brüder an. Sie sahen aus, als müssten sie sich sehr zurückhalten, um nicht in lautes Gelächter auszubrechen.

Sein Vater dagegen sah streng aus. „Shafir, du bist ein Mann, den die Wüste Dhaharas gestählt hat.“

Shafir senkte respektvoll den Kopf. Als er wieder aufblickte, versuchte er den Gesichtsausdruck seines Vaters zu deuten.

Der König sah ihn aus dunklen Augen an. „Sohn, ich möchte keinen Skandal, deshalb muss sich einer von euch dreien darum kümmern. Rafiq ist schon versprochen, und seine Liebste würde es vielleicht nicht verstehen.“ Der König sah nach rechts. „Und Khalid ist der Kronprinz. Ich kann ihn nicht …“

Shafir unterbrach ihn. „Also, worum geht es hier? Was ist das für eine Herausforderung?“

„Es ist nicht so schwierig.“ Rafiq klickte ein Foto auf dem Laptop an. „Und ich würde auch nicht von einer Herausforderung sprechen. Du musst sie nur loswerden.“

Auf dem Monitor erschien das Bild einer Frau. Shafir sah dunkles Haar und mandelförmige glänzende Augen. Unzählige Fragen gingen ihm durch den Kopf, aber nur eine davon konnte er aussprechen: „Wer ist sie?“

„Sie ist die Frau, die dabei ist, Zaras Märchenhochzeit zu zerstören“, sagte Rafiq.

„Mach dich nicht über deine Cousine lustig.“ Der König blickte seinen jüngsten Sohn streng an. „Das wird die erste Hochzeit in unserer Familie seit fast zwanzig Jahren. Meine Söhne haben mich bisher enttäuscht.“

„Unsere Hoffnungen liegen auf Rafiq“, sagte Shafir schnell. Sein jüngerer Bruder wurde rot. „Er ist verliebt.“

„Aber noch nicht verlobt.“ Während der König sprach, sah er seine Söhne vorwurfsvoll an. „Im Moment steht nur Zaras Hochzeit fest. Die Medien wissen schon Bescheid. Ich kann es nicht zulassen, dass diese Frau hier die Träume unseres Volkes zerstört.“

Der Blick, den sein Vater „dieser Frau“ auf dem Foto zuwarf, erstaunte Shafir. Dass die Hochzeit seiner Cousine in Gefahr war, war neu für ihn. Aber das erklärte natürlich den Ärger seines Vaters. Der König hatte schon immer eine Schwäche für Zara gehabt. Sie war das einzige Kind seines toten Bruders.

Jacques Garnier, Zaras Zukünftiger, war ein französischer Geschäftsmann. Seine Familie war steinreich. Die Garniers importierten Teppiche und Olivenöl aus dem Mittleren Osten. Außerdem besaßen sie ein Schloss im Loire-Tal, und Jacques verkaufte den Wein aus der Winzerei seiner Familie in die ganze Welt. König Selim war mit der Verlobung sehr zufrieden gewesen. Vor allem, weil Zara sehr verliebt war.

Aber jetzt schien das Glück getrübt zu sein. Shafir unterdrückte einen Fluch und starrte auf den Bildschirm. „Wie heißt sie?“

„Megan Saxon.“

Es waren nicht nur ihre gleichmäßigen schönen Gesichtszüge, die Shafirs Aufmerksamkeit erregten. Es war auch die Lebenslust, die sie ausstrahlte. Aus ihren Augen strahlte der gleiche Sinn für Humor, der auch ihre Lippen umspielte. Joie de vivre nannten es die Franzosen.

Shafir sah weg. „Woher weißt du, dass sie Zaras Hochzeit verderben will?“

Sein Vater seufzte. „Garnier war in letzter Zeit so geistesabwesend, deshalb dachte Zara, dass etwas nicht stimmte. Dann sah sie auf seinem Handy die Anrufe dieser Frau. Sie wusste, dass die beiden geschäftlich miteinander zu tun haben, und vermutete das Schlimmste. Sie hat einen ganzen Tag lang geweint. Dann hat sie Garnier zur Rede gestellt.“

„Und?“

„Oje.“ König Selim schüttelte den Kopf. „Diese Frau stellt ihm nach. Garnier hat Zara nichts erzählt, weil er nicht wollte, dass sie sich Sorgen macht. Aber diese Frau gab einfach nicht auf. Und jetzt kommt sie nach Dhahara.“

„Sie kommt hierher?“ Shafir beugte sich vor. Das war natürlich etwas ganz anderes als Anrufe und SMS.

„Sie rief ihn an, kurz bevor sie ins Flugzeug gestiegen ist.“

Shafir atmete verärgert aus. „Und wann wollte er es uns sagen?“

Der König winkte ab. „Das spielt keine Rolle. Wir wissen es jetzt und können uns etwas einfallen lassen. Wir können dem Sicherheitsdienst Bescheid sagen, aber wenn diese Frau …“

„Zu viel für Shafir ist?“, unterbrach Khalid ihn. Seine Augen funkelten listig.

„Die Frau, die zu viel für mich ist, muss erst noch geboren werden“, entgegnete Shafir trocken. „Aber wir müssen vorsichtig sein. Kein Sicherheitsdienst. Keine Polizei. Wir dürfen keinen Skandal riskieren.“ Er dachte an die Delegation, der er Dhahara als exotisches, aber sicheres Urlaubsparadies geschildert hatte. Zwei der Gesandten hatte er eingeladen, ihren Aufenthalt zu verlängern und Zaras Hochzeit mit der Familie zu feiern. Doch plötzlich war die Hochzeit in Gefahr.

Und Zaras Glück.

Wie seine Brüder mochte Shafir Zara sehr. Er hatte sein Bestes gegeben, ihr der Bruder zu sein, den sie nie gehabt hatte. Wie der König, der versuchte, den Platz ihres verstorbenen Vaters einzunehmen, so gut es ging.

„Shafir, wir müssen verhindern, dass diese Frau die Hochzeit zerstört“, sagte der König nachdrücklich.

„Sag ihr, dass sie ihre Zeit verschwendet. Jacques heiratet Zara“, schlug Rafiq vor. „Überzeuge sie davon, nach Hause zu fliegen.“

Shafir schüttelte den Kopf. „Wenn sie den ganzen Weg hierhergekommen ist und sich Jacques in den Kopf gesetzt hat, dann wird es nicht so leicht sein.“ Aber wenn diese Frau glaubte, dass sie Zara einfach den Mann ausspannen konnte, dann hatte sie nicht mit ihm gerechnet.

„Nein“, stimmte Khalid zu. „Schließlich könnte sie Zara einen Haufen Lügengeschichten erzählen.“

Shafir schüttelte wieder den Kopf. „Sie wird Zara nicht begegnen. Wir verschärfen die Sicherheitsmaßnahmen.“ Er würde selbst dafür sorgen. Niemand würde seiner sanftmütigen Cousine wehtun.

„Aber vielleicht verkauft sie ihre Lügen an eines dieser europäischen Skandalblätter.“ Der König schauderte. „Die nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau.“

„Das könnte sein.“ Shafir rieb sich gedankenverloren das Kinn.

„Du musst sie verführen, Shafir. Dann vergisst sie Jacques sofort.“ Rafiqs Augen glitzerten belustigt.

Khalid platzte fast vor Lachen. Sogar der König warf den Kopf zurück und kicherte.

War Shafir der Einzige, der das nicht lustig fand?

„Du verwechselst mich mit Khalid“, entgegnete er. „Er zieht die Frauen an wie das Licht die Motten.“

„Vor dir haben sie Angst“, sagte Rafiq. „Dein Ruf eilt dir voraus.“

Khalid nickte. „Frauen wollen umworben und umschwärmt werden. Die Wüste hat dich hart gemacht. Schau dich doch an, mit deinen staubigen Kleidern und deinem zerzausten Haar.“

Shafir sah ihn finster an. Er fuhr mit der Hand durch sein schulterlanges Haar. „Es schützt meinen Nacken vor der Sonne.“

„Hmmm … diese gefährliche, ungezähmte Ausstrahlung könnte dieser Frau natürlich auch gefallen.“ Rafiq legte den Kopf schräg. „Ich wette, du könntest sie verführen.“

Shafir sah ihn fest an. Er verführte keine Frauen. Es war nicht seine Art. Er war für klare Verhältnisse. Die Frauen sollten wissen, woran sie waren. Genau wie jeder andere, mit dem er zu tun...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.