Singh Sasson / Dunlop / Graham | Baccara Collection Band 479 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 479, 384 Seiten

Reihe: Baccara Collection

Singh Sasson / Dunlop / Graham Baccara Collection Band 479


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7515-2317-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 479, 384 Seiten

Reihe: Baccara Collection

ISBN: 978-3-7515-2317-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



WIE RÄCHT MAN SICH AN SEINEM EX von SOPHIA SINGH SASSON

Journalistin Willa St Germaine darf das Interview ihres Lebens führen - mit dem Mann, der ihr einst das Herz gebrochen hat! Aber was anfangs wie die perfekte Chance wirkt, sich an Rancher Jack Chowdhry zu rächen, wird zu etwas viel Aufregenderem mit ihrem sexy Ex ...

ANGEKLICKT - UND SCHON VERLIEBT! von BARBARA DUNLOP

Was macht eine Affäre so riskant? Man kann sich dabei verlieben! In diese süße Falle tappt Emilia, als sie auf einer Dating-App Nico Law anklickt. Der Texaner ist die Verführung in Person. Aber er verbirgt etwas vor Emilia, das ihr neues Glück zerstören könnte ...

UNDERCOVER MIT DEM LOVER von HEATHER GRAHAM

FBI-Agent Jacob Wolff und Detektivin Jasmine Adair dürfen sich nicht ablenken lassen. Schließlich versuchen sie gerade undercover, einen Verbrecherring zu zerschlagen. Doch in gefährlich sinnlichen Nächten in Miami fällt ihnen die Konzentration auf ihre Aufgabe mit jeder Berührung schwerer ...



Barbara Dunlop hat sich mit ihren humorvollen Romances einen großen Namen gemacht. Schon als kleines Mädchen dachte sie sich liebend gern Geschichten aus, doch wegen mangelnder Nachfrage blieb es stets bei einer Auflage von einem Exemplar. Das änderte sich, als sie ihr erstes Manuskript verkaufte: Mittlerweile haben die Romane von Barbara Dunlop weltweit eine begeisterte Leserschaft gefunden.

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1. KAPITEL


„David benutzt dich als Lockvogel.“

Willa warf die leere Cola-Dose nach Rogerio und traf ihn beinahe am Kopf. Er fing die Dose auf und warf sie zum Mülleimer. Sie prallte ab und rollte über den Boden.

Willa erhob sich seufzend und hob die Dose auf. Sie sah sich in dem schäbigen Büro um, das sie mit drei weiteren Reportern teilte. Die grauen Wände und der bräunliche Teppich entsprachen ihrer Stimmung. „Unsinn. Er hat mich auf Jack Chowdhry angesetzt, um an schmutzige Details über ihn zu kommen. Dass man sich einer Quelle nähern muss, um Informationen zu beziehen, ist ja nichts Neues.“

Willst du Rogerio überzeugen oder dich selbst? Sie wollte nicht darüber reden. Dann müsste sie nämlich nachdenken, was es bedeutete, Jack wiederzusehen. Diesen Auftrag konnte sie nur überstehen, indem sie so tat, als spielte Jack als Person keine Rolle.

Rogerio zog die Brauen hoch. Er war kaum größer als sie. Er hatte schwarze Haare, braune Augen und den stämmigen Körperbau, der von viel zu vielen Stunden im Fitnessstudio kündete. „Er ist dein Ex und der Vater deines Kindes. Also mehr als nur eine Quelle.“

„Pst!“ Willa eilte zur Bürotür, um sicherzugehen, dass niemand sie hörte.

„Entspann dich. Keiner mehr da, der dein dunkles Geheimnis hören könnte.“

Sie ging zu ihm. „Hör zu. Nur du und meine Schwester wissen, wer Priyas Vater ist. Jack Chowdhry weiß nicht mal, dass ich eine Tochter habe, geschweige denn dass er der Vater ist. Dabei soll es auch bleiben. Kapiert?“

Rogerio stand auf und legte ihr die Hände auf die Schultern. „Dein Geheimnis ist bei mir sicher.“ Er senkte die Stimme. „Wirklich, Willa, ich halte es nicht für eine gute Idee, nach Royal zu fahren. Für David zählt nur die Quote. Und ihm ist egal, wen er ausnutzt, um sie zu bekommen.“

Ist das vielleicht was Neues? Dass ihre Chefs sie ausnutzten, war ihr Schicksal. Immerhin war David offen und ehrlich, was seine Absichten betraf, und fiel ihr nicht den Rücken, wie Jack es getan hatte. „Ich habe keine Wahl. Wenn ich vom Klatsch wegwill, brauche ich diese Story.“

„Du bist eine talentierte Journalistin. Wäre Jack nicht gewesen, wärst du heute Davids Chef. Warte es ab – die richtige Story kommt noch.“

Sie setzte sich wieder an den Schreibtisch. Es war nicht nötig, dass man sie daran erinnerte, was Jack ihr angetan hatte. Ihr letzter Artikel handelte von den besten Weihnachtsmärkten der Stadt. In kürzester Zeit war sie von einer Enthüllungsjournalistin, die Politskandale aufdeckte, zur Klatschreporterin geworden, die belanglose Artikel über New Yorker Promis verfasste.

„Darauf kann ich nicht warten. Ich bin siebenunddreißig. Ich muss meine Karriere endlich in die richtige Bahn lenken. Wie schwer kann es schon sein? Ein Mann wie Jack hat doch haufenweise Leichen im Keller. Ich brauche nur eine gute zu finden und wieder zu verschwinden.“

„Das mag ja sein, aber ich fürchte, dass du bei der Suche in seinem Keller in seinem Bett landest.“

Ihr Magen zog sich zusammen. „Niemals.“ Auch wenn sie selbst nie auf die Idee gekommen wäre, einen Artikel über Jack zu schreiben, war es keine schlechte Idee, seine unsauberen Methoden aufzudecken. Die Medien liebten ihn – er war der gewitzte Geschäftsmann, der ein Medienimperium aufgebaut und sich nun als Rancher niedergelassen hatte und der Wohltätigkeitsarbeit widmete. Sie kaufte ihm das keine Sekunde ab. Wenn er in Royal war, dann nur, weil er irgendetwas ausheckte, was ihn noch reicher und mächtiger machen würde. Sie konnte es gar nicht erwarten, die Scharade aufzudecken, die er aller Welt vorspielte.

„Sicher? Hast du den Typ mal angeguckt?“ Rogerio tippte auf seinen Laptop und hielt ihn hoch, damit sie den Bildschirm sehen konnte. Jack Chowdhrys Gesicht füllte ihn aus. Verdammt. Sie hatte die Diamond-Gate-Story verfolgt, aber dabei vermieden, die Abbildungen von Jack anzusehen, die in den neuesten Artikeln aufgetaucht waren. Er war im Streit zwischen den berüchtigten Familien Del Rio und Winters ein entscheidender Vermittler gewesen. Die Del Rios hatten die Winters’ bezichtigt, ein Familienschmuckstück gestohlen zu haben. Der Vorwurf hatte nationale Aufmerksamkeit erlangt, als das beeindruckende Diamantencollier auf dem Stammgut der Winters’ gefunden wurde. Jack hatte eine Abmachung ausgearbeitet, nach der das Prunkstück zurückgegeben und eine Entschädigung für den Diebstahl gezahlt wurde. Das Schmuckstück sollte demnächst im Texas Cattleman’s Club, dem TCC, ausgestellt werden, und morgen fand eine Pressekonferenz statt, um der Öffentlichkeit nicht nur das berühmte Collier zu zeigen, sondern außerdem zu verkünden, dass die Fehde nun offiziell beigelegt sei. Jack wurde dort erwartet, und Willas Aufgabe war es, die Story zu nutzen, um an ihn heranzukommen.

Aber nicht zu nah, ermahnte sie sich. Sie hatte vor, ihren Ruf als seriöse Journalistin wiederzuerlangen, indem sie aufdeckte, dass er den Leuten nur etwas vormachte. Ihn fertigzumachen würde ihr zusätzlich Genugtuung verschaffen. Sie betrachtete das Bild. Wie war es möglich, dass er in den letzten fünf Jahren noch attraktiver geworden war? Er hatte immer noch das leicht schiefe Lächeln, seine Grübchen, sein leicht welliges Haar und den Dreitagebart, den sie noch immer auf der Haut spüren konnte, wenn sie die Augen schloss.

„Schau dir nur diese perfekte Haut an, diesen Schlafzimmerblick, diesen …“

„Hast du Angst, dass ich über ihn herfalle? Ich glaube, da halte ich mich lieber an dich“, scherzte sie.

„Na komm. Wenn ein Mann so aussieht, müsstest du aus Holz sein, um in seiner Gegenwart nicht ganz wuschig zu werden.“

„Wenn ich seine Visage sehe, denke ich nur daran, wie er meine Karriere ruiniert hat. Er wusste, wie hart ich für die Story gearbeitet habe – ich habe mein Leben dafür riskiert, und dann hat er die Geschichte einer andern Reporterin gegeben.“ Sie schnaubte. „Jessica Danan ist jetzt Nachrichtensprecherin der Hauptnachrichten bei CMG. Nachdem Jack ihr meine Story gegeben hat, ging es mit ihrer Karriere steil bergauf.“

Rogerio ging zu ihr und nahm sie in die Arme. „Ach, Süße, hör auf, darüber nachzudenken, was hätte sein können. Du wirst es wieder nach oben schaffen.“

Sie nickte. Jack hatte ihre Karriere zerstört, und sie würde ihn benutzen, um neu durchzustarten. „Ja. Also los! Alle Hotels in Royal sind ausgebucht. Ich suche uns eine Unterkunft, du kümmerst dich um die Flugtickets. Ich muss nach Hause zu Priya.“

„Wie willst du sie von Jack fernhalten?“

„Ich nehme sie nicht mit. Kylie wird auf sie aufpassen.“ Willa teilte sich ein Haus mit ihrer Schwester Kylie. Obwohl Priya ihre Tante liebte, würde sie alles andere als begeistert darüber sein, dass Willa sie für mehrere Tage bei ihr ließ. Und Willa fand es schrecklich, nicht bei Priya zu sein. Das kleine Mädchen war ihr Ein und Alles, und sie wusste nicht, wie sie es aushalten sollte, die nächsten paar Tage von ihr getrennt zu sein. Sie hatte überlegt, Priya doch mitzunehmen. Es gab eine Babysitterin, die immer bereit war, mit ihnen zu verreisen, aber Willa wollte Priya um keinen Preis in die Nähe von Jack lassen. Er hatte ihr schon zu viel weggenommen.

*

Jack Chowdhry atmete tief ein. Das wird nervig. Er gab dem Pagen seinen Schlüssel und schaute zu den Ställen, in denen die Pressekonferenz stattfand. Die Zahl der Reporter mit Kameras und Mikros war überwältigend.

„Bereit für die Schlacht?“

Jack drehte sich um und sah in Misha Laws lächelndes Gesicht. „Wo ist deine zweite Hälfte?“ Misha datete seit Kurzem Trey Winters von den berüchtigten Winters’. „Schon drinnen. Ich hatte ein Meeting zum bevorstehenden Börsengang von k!smet.“ Jack lächelte Misha an. Sie war eine attraktive Selfmade-Frau mit einem freundlichen Lächeln. Vor Kurzem hatte sie eine App mit einer erfolgreichen Dating-Plattform gelauncht, die Royal und das ganze Land im Sturm erobert hatte. Es hatte einige Stolperer gegeben, aber Jack war froh zu hören, dass Misha bereit für die erste Aktienemission war. Sie würde das nötige Kapital bringen, um die App auf den nächsten Level zu heben.

„Du solltest dich wirklich bei k!smet registrieren. Wäre es nicht toll für den Aktienpreis, wenn der großartige Jack Chowdhry über die App seine Partnerin fände?“

Vielleicht sollte ich darüber nachdenken. Das Surprise Me!-Feature der App hatte ein paar interessante Treffer gebracht, die gut gelaufen waren. Seit Willa St Germaine hatte er keine ernste Beziehung mehr gehabt. Es war Zeit, eine Familie zu gründen. Er war vierundvierzig. Wie lange konnte er noch warten? Running Gag in seiner Familie war, dass man Jack, wenn er endlich Vater würde, für den Großvater des Kindes halten würde. „Ich weiß nicht, ob ich für die App schon bereit bin.“

Misha griff nach seinem Arm. „Komm schon, du bist einer der begehrtesten Junggesellen in Royal.“

„So toll bin ich nicht“, sagte er verlegen. Es hatte eine Zeit gegeben, da hatte er sich auf ein solches Lob etwas eingebildet, aber er hatte gelernt, wie bedeutungslos es war.

„Sei nicht so bescheiden. Deine Vermittlung zwischen den Del Rios und den Winters’ war ein Meisterwerk.“

Jack wedelte mit der Hand. Hätte...



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