Sommer | Für immer Meeresträume | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 277 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

Sommer Für immer Meeresträume

Ein Norderney-Liebesroman
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7517-2651-1
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Ein Norderney-Liebesroman

E-Book, Deutsch, 277 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

ISBN: 978-3-7517-2651-1
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Nele hat die Nase voll von Männern. Nach einer üblen Trennung sucht sie Abstand im Schwarzwald. Auf keinen Fall will sie sich wieder auf eine Beziehung einlassen - zu tief sitzt der Schmerz der Vergangenheit, zu groß ist die Angst, wieder enttäuscht zu werden. Als sie nach Norderney zurückkehrt, trifft sie Mattes wieder. Mattes trägt ausschließlich Schwarz, ist tätowiert und fährt Motorrad. Aber hinter der harten Fassade verbirgt sich ein liebevoller Mann, der gern Briefe und Gedichte schreibt und Neles Herz höherschlagen lässt. Doch ist sie schon bereit, sich auf eine neue Liebe einzulassen?
Der dritte Band der Wohlfühl-Liebesroman-Reihe über den Zauber von Freundschaft, Liebe und Familie.
eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Antonia Sommer lebt mit ihrem Mann im Rheinland, doch ihr Herz gehört Norderney. Salzige Luft, Möwengeschrei und die Brandung der Wellen beleben ihre Sinne und inspirieren sie zu unzähligen Geschichten, in denen Liebe stets die Hauptrolle spielt. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet Antonia als freie Lektorin. Sie liebt Musik, den Wind und Herbstblätter - gern auch in dieser Kombination.

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Nele


Weißgraue Flocken über dunklem Meer. Die weiße Silhouette Norderneys war nicht mehr als ein müder Schatten. Nur ein paar wenige Spaziergänger liefen über den Strand.

Nele hatte sich lediglich einen Kaffee holen wollen und kurzerhand beschlossen, für die Überfahrt zur Insel unter Deck zu bleiben. Dort war es wesentlich wärmer als im Auto. Auf ihr Buch konnte sie sich allerdings nicht konzentrieren. War sie bisher emotionslos Richtung Heimat gefahren, kroch nun eine gewisse Unruhe in ihre Glieder.

Ein Jahr und vier Monate hatte sie im Schwarzwald und nicht auf Norderney gelebt. In dieser Zeit war sie genau drei Mal zu Besuch gekommen: Direkt nach wenigen Wochen, weil das Heimweh sie überkommen hatte, und als die Zwillinge im Abstand von wenigen Monaten geheiratet hatten. Jedes Mal hatte sie sich nur wenige Tage auf Norderney aufgehalten, denn sie wollte ihre schwerkranke Patientin ungern für länger in den Händen einer anderen Pflegerin zurücklassen. Doch Rosalie hatte ihr gut zugeredet: Familie sei so wichtig, und sie würde schon nicht ausgerechnet in den Tagen sterben, in denen Nele nicht da sei.

Mit einem wehmütigen Lächeln dachte Nele an die tapfere Frau, die ihr in den Monaten, in denen sie einander so nahegekommen waren, eine liebe Freundin geworden war.

Doch nun lebte Rosalie nicht mehr, und Nele kehrte auf ihre Insel zurück. Wie lange sie auf Norderney bleiben konnte, stand allerdings in den Sternen.

Als die Fähre im Hafen angelegt hatte, umklammerte Nele das Lenkrad, atmete tief durch und startete den Wagen. Es gab keinen Grund, nervös zu sein.

Zumal eh niemand wusste, dass sie nach Hause kam.

»Das kannst du doch nicht machen!«, hatte Tantouk entsetzt ausgerufen. Ihre Tante Anouk, die von allen nur Tantouk genannt wurde, weil die Geschwister den schwierigen Namen als Kinder nicht aussprechen konnten, lebte derzeit ebenfalls in Freiburg. Überraschend war sie Nele nach einer enttäuschten Liebe in den Süden gefolgt und hatte sich zwischenzeitlich gut eingelebt. Selbstverständlich hatte Nele sie gefragt, ob sie mit nach Hause fahren wollte, doch Tantouk hatte abgelehnt. Sie würde erst zu Weihnachten nach Norderney kommen. Und Nele war gespannt, ob sie ihren neuen Partner mitbringen würde.

Nachdem sie ihrer Tante die Gründe dargelegt hatte, weswegen Nele ihre Ankunft nicht angekündigt hatte, musste diese letztlich zugeben, dass sie ihre Vorgehensweise verstehen konnte.

Denn sie kannten ihre Familie. Die Geschwister würden Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um Nele einen entsprechenden Empfang zu bereiten, und genau das wollte sie vermeiden. Zudem befanden sich Raik und Svea in den verdienten Flitterwochen, die wären am Ende noch zu Hause geblieben.

Nein, Nele wollte sich ganz heimlich ins Haus schleichen und ihre Schwestern Beeke und Tessa sowie ihren Bruder Klaas überraschen.

Genau wie Mattes.

Während Nele durch ihre Siedlung fuhr, schweiften ihre Gedanken zu Mattes’ letztem Brief. Er war erst vorgestern angekommen. Sie hatte sie nicht gezählt, aber es mussten über dreißig Briefe sein, die er ihr seit ihrem Umzug im letzten Jahr geschrieben hatte. Nie hätte Nele erwartet, was sich aus seinem ersten überraschenden Anschreiben entwickeln würde.

Ich kann es kaum erwarten, dich an Weihnachten wiederzusehen, und ich gebe zu, der Gedanke daran macht mich nervös.

Noch hatte sie ihm nicht geantwortet, aber nervös war sie auch. Immerhin waren sie sich bei ihrem letzten Treffen etwas nähergekommen.

Nele parkte vor dem Haus, und wie erwartet lag es ruhig vor ihr. Nichts deutete darauf hin, dass jemand zu Hause war, und die Stille im Inneren des Hauses bestätigte das.

Nach und nach brachte sie ihr Gepäck hinein. So schön der leichte Schneefall anzusehen war, so unangenehm kalt klebte die Feuchtigkeit auf ihrer Kleidung und drang gefühlt in jede Hautpore. Zudem hatte sie die lange Fahrt ausgelaugt. Also duschte sie heiß, zog sich bequeme, trockene Sachen an und setzte sich mit einem großen Kaffee auf den Esstisch, der direkt vor dem bodentiefen Wohnzimmerfenster stand. Die Füße stellte sie auf einem Stuhl ab und hörte in ihren Gedanken die Stimme ihrer Mutter, die ihr diese Unsitte immer mit einer liebevollen Ermahnung hatte durchgehen lassen.

Sie fehlte ihr.

Tief atmete Nele ihr Zuhause ein.

Es roch unvertraut. Das Haus hatte sich verändert. Am auffälligsten war die neue Wandfarbe. Offenbar hatten Raik und Svea einen neuen Anstrich gewollt, denn das vorher matte Weiß war einer Kombination aus einem herbstlichen Rotbraun und sandfarbenen Akzenten gewichen. Eine neue Couch mit farblich passenden Kissenbezügen, unbekannte Fotos auf den Regalen, eine Spielkiste für Yara in der Ecke. Nele fremdelte etwas. Das war auch ihr Zuhause gewesen.

Nun fühlte es sich nicht mehr danach an.

Ihr Blick schweifte zu ihrem verwaisten Tiny House, das ein fast malerisches Bild in dem schneebedeckten Garten abgab. Ihr Vater hatte es für sie vor einigen Jahren gebaut. Nach einer gescheiterten Beziehung war sie wieder zu Hause eingezogen. Zwar hätte es Platz im Haus gegeben – Klaas lebte in Oldenburg, die Zwillinge hatten eigene Wohnungen – doch ihr Vater kannte Nele gut und hatte ihr eine ganz eigene Rückzugsmöglichkeit angeboten. So wurde es nie zu voll, wenn alle Geschwister zu Hause waren.

Nach dem Tod ihrer Eltern waren Raik und Beeke zurück ins Elternhaus gezogen, um für Tessa da zu sein, und nun war die Jüngste die Einzige, die noch mit Raik hier lebte. Also hatte Nele sich überlegt, in Beekes altes Zimmer statt ins Tiny House zu ziehen. Nach über einem Jahr Abwesenheit würde sie erst einige Kontrollen durchführen müssen, bevor sie es bewohnen konnte. Raphael, ein Bekannter, mit dem sie in Freiburg ein paar schöne Nächte verbracht hatte, arbeitete als Elektriker und hatte ihr eines Morgens auf ihre Anfrage hin sehr genau erklärt, worauf sie zu achten hatte, wenn sie das Häuschen wieder in Gang bringen wollte. Das war sexy gewesen, und hilfreich noch dazu. Denn abgesehen von dem ganzen elektrischen Kram, von dem sie nichts verstand, war es notwendig, das Haus innen und außen auf Schäden zu überprüfen, die Toilette vorzubereiten, die Wasserleitungen durchzuspülen und und und ... Die Liste war lang.

Zu lang.

Die Wohnsituation war Punkt eins ihrer To-do-Liste gewesen und diesen hatte sie mit der Wahl auf Beekes Zimmer schnell abhaken können. Ein neuer Job und Mattes standen als Nächstes an.

Vor einigen Wochen hatte Nele bei ihrer ehemaligen Chefin angefragt, ob sie sie einstellen würde, und zu ihrem Erstaunen eine Absage erhalten. Sie war sich sicher gewesen, dass das Krankenhaus Personal suchte, doch die überraschende Kündigung im letzten Jahr hatte man ihr anscheinend übel genommen. Zum Glück hatte Nele einige Rücklagen. Nicht nur, dass sie in der privaten Pflegestelle, wegen der sie Norderney verlassen hatte, geradezu fürstlich bezahlt worden war. Nein, Rosalie hatte ihr überraschenderweise eine größere Summe Geld vermacht. Damit würde sie nun eine Weile über die Runden kommen.

Das Vibrieren ihres Handys riss Nele aus den Gedanken. Es war eine Nachricht von Tantouk, die fragte, ob sie gut angekommen wäre. Nele antwortete erst ihr und schrieb dann ihrer Freundin Caro. Carolins Mutter war es gewesen, die Nele im letzten Jahr gepflegt hatte. Als bei Rosalie eine aggressive Krebsform diagnostiziert worden war, hatte Caro Nele gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, Rosalie bei diesem Prozess zu begleiten. Nele, die zu diesem Zeitpunkt zunehmend unglücklicher auf Norderney wurde, hatte direkt zugesagt, gekündigt und war kurze Zeit später in den Schwarzwald gezogen – und hatte es keinen Tag bereut.

Das war im Sommer des letzten Jahres gewesen.

Es hatte sie alle glücklich gemacht, dass Rosalie einige Monate länger leben durfte, als ihr prophezeit worden war. Der Abschied war zwar eine traurige, aber auch achtsame Zeit gewesen. Eine Zeit, in der Nele den Sinn ihres Berufs mehr gespürt hatte als all die Jahre zuvor. Und daran wollte sie festhalten.

Ein Leben zu führen, in dem sie jeden Abend mit einem Lächeln zu Bett gehen konnte, weil sie das Beste aus ihrem Tag gemacht hatte.

Sie wollte keine Zeit mehr verschwenden.

Die Vergangenheit endlich loslassen.

Warm eingepackt spazierte Nele den beinahe menschenleeren Strand entlang. Der November war keine beliebte Reisezeit. Dafür stieß man wieder auf mehr Inselbewohner, die sich trafen, um die Restaurants und Cafés zu besuchen, die sonst von den Touristen gestürmt wurden. Zu den Feiertagen kamen meist nur die Stammgäste auf die Insel, die dem Familientrubel entfliehen wollten und sich einen ruhigeren Jahreswechsel wünschten.

Nele wäre gern länger im Schwarzwald geblieben, wenn es sich angeboten hätte. Doch nach Rosalies Tod hatte sie Caro in schweren Momenten beigestanden und zudem geholfen, das Haus auszuräumen. Ein bisschen hatte das auch die Wunde geheilt, die der Tod ihrer eigenen Eltern vor wenigen Jahren in sie gerissen hatte. Aber irgendwann hatte sie eine Entscheidung treffen müssen. Und die war zugunsten ihrer eigenen Familie ausgefallen. Wobei, nein. Eigentlich war Weihnachten das Sandkörnchen auf der...


Sommer, Antonia
Antonia Sommer lebt mit ihrem Mann im Rheinland, doch ihr Herz gehört Norderney. Salzige Luft, Möwengeschrei und die Brandung der Wellen beleben ihre Sinne und inspirieren sie zu unzähligen Geschichten, in denen Liebe stets die Hauptrolle spielt. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet Antonia als freie Lektorin. Sie liebt Musik, den Wind und Herbstblätter – gern auch in dieser Kombination.

Antonia Sommer lebt mit ihrem Mann im Rheinland, doch ihr Herz gehört Norderney. Salzige Luft, Möwengeschrei und die Brandung der Wellen beleben ihre Sinne und inspirieren sie zu unzähligen Geschichten, in denen Liebe stets die Hauptrolle spielt. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet Antonia als freie Lektorin. Sie liebt Musik, den Wind und Herbstblätter - gern auch in dieser Kombination.



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