Sommer | Herzschlagmelodie | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 494 Seiten

Sommer Herzschlagmelodie


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7438-1938-2
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 494 Seiten

ISBN: 978-3-7438-1938-2
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Inhalt: Julie und Henry sind seit Kindertagen die besten Freunde. Doch plötzlich ist nichts mehr so, wie es einmal war. Nicht nur, dass ihre beiden besten Freundinnen sich von ihr abwenden, sondern auch alte Gefühle für Henry sind plötzlich wieder da, als dieser sich scheinbar in eine andere verliebt. Julie merkt, dass sie ihr Glück die ganze Zeit vor der Nase hatte, traut sich aber nicht, um Henry zu kämpfen. Sie muss sich entscheiden. Gibt sie alles auf und zieht sich zurück? Oder beginnt sie um ihre große Liebe zu kämpfen? *** Die Protagonisten sind 15/16 Jahre alt! Es geht um die erste, große Liebe :)

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Nachdem sich jeder ein Stück Torte und Kuchen gesichert hatte, ging es zu den Geschenken. „Zuerst meins!“ Phil drängelte sich vor und drückte mir sein Geschenk in die Hand. Er hatte mir einen Film geschenkt, genauso wie Drake. Dabei trafen sie genau meinen Geschmack. Von Amy und Louise bekam ich Schminke und zwei CDs. Von Candra gab es eine Schmuckschatulle, die zugleich eine Spieluhr war. Ich liebte diesen Kitsch! Darin war ein Anhänger in Form einer Meerjungfrau. Von Sophie bekam ich zwei Bücher. Eines über Sagen und Legenden aus Schottland und eines über Meerjungfrauen. Dann waren nur noch zwei weitere Geschenke übrig. Henry und Christian sahen sich kurz an, doch Christian überließ Henry den Vortritt. „Ich hoffe, dass es dir gefällt“, sagte er und überreichte mir das Geschenk. Hatte er nicht gesagt, dass er mir das persönlich geben wollte, wenn niemand anders dabei war? Jetzt schien es ihm aber egal zu sein. Es war seltsam, jetzt sein Geschenk zu öffnen. Ich entfernte das Papier und fand eine kleine Schachtel, die ich öffnete. Auf ein rotes Samtkissen war ein silbernes Puzzlestück gebettet, das an einer Kette hing. Darauf war das Wort „Love“ eingraviert. „Das ist ja hübsch!“, sagte ich und nahm die Kette aus der Schachtel heraus. „Die ziehe ich sofort an!“ Ich legte sie mir um und betrachtete sie stolz, als sie um meinen Hals hing. Henry lächelte nur, sagte aber nichts dazu. Sonst war er doch auch viel gesprächiger ... „Dann bleibt ja nur noch meins übrig“, sagte Christian und reichte mir seine längliche Schachtel. „Es wird dich vielleicht überraschen“, fügte er hinzu. Ich öffnete auch dieses Geschenk und fand ebenfalls eine Schachtel. Gleich auf dem Deckel war in goldenen Buchstaben das Logo des Juweliers eingeprägt. Der Name sagte mir etwas und ich wusste auch, dass Christians Eltern viel Geld hatten. Er würde mir doch keinen teuren Schmuck kaufen? Als ich jedoch die Schachtel öffnete, staunte ich. Denn auch darin lag eine Halskette, in Gold mit einem blauen Edelstein als Anhänger. Alle beugten sich vor und stießen überraschte Laute aus. „Die sieht ja toll aus!“ Die Kette funkelte und ich hatte etwas Angst, sie gleich kaputt zu machen. „Ich helfe dir ...“, sagte Christian, nahm die Kette an sich, legte sie um meinen Hals und streifte dabei mehrmals über meinen Nacken. Ich erschauderte erneut und sah an mir herab. Der blaue Stein war ganz klar und passte hervorragend zu der goldenen Farbe der Kette. Ich fühlte mich auf einmal wie eine ägyptische Prinzessin. „Ist die nicht viel zu teuer?“, fragte ich und sah zu Christian. Die Kette hatte sicher einige Hundert Pfund gekostet. Das war doch viel zu viel Geld! Ich bemerkte in meinen Augenwinkeln, wie Henry sich mit seinem Teller auf die Couch setzte, Sophie folgte ihm. Ja, scheinbar waren die beiden jetzt zusammen. Ich betrachtete die Kette noch eine Weile und sah mir noch einmal alle anderen Geschenke an. Für jeden gab es eine Umarmung, nur Sophie und Henry kapselten sich plötzlich ab, sodass ich mich gar nicht richtig bei ihnen bedanken konnte.   „Das müssen wir echt mal wiederholen!“ Phil und Drake wollten gehen. „Ich muss morgen im Golfclub arbeiten“, Drake streckte sich. „Und ich helfe im Kiosk meiner Eltern aus“, sagte Phil. Es gab noch eine kurze Umarmung zum Abschied und dann brachte ich die beiden zur Tür. „Fahrt vorsichtig!“ Beide hatten etwas getrunken, aber nicht so viel, dass ich mir große Sorgen machen musste. Außerdem waren sie mit ihren Fahrrädern da. „Schreibt mir einfach eine SMS, wenn ihr zu Hause seid, ja?“ Nicht dass die beiden noch im Straßengraben landeten. „Klar!“, riefen beide und radelten die Straße hinunter.   „Wir spielen noch eine Runde!“ Amy war noch lange nicht müde und forderte Henry, Sophie und Candra heraus, gegen sie und Louise zu spielen. Candra hatte aber keine Lust mehr zu spielen und blieb einfach neben den anderen auf der Couch sitzen. Scheinbar wollte sie nicht ohne Sophie schlafen gehen. Blieb noch Christian, für den ich nun Zeit hatte. Er lächelte mich schon an, als ich auf ihn zuging. „Du wolltest mein Zimmer sehen?“, fragte ich ihn und ging dann auffordernd an ihm vorbei. Jetzt begann also endlich der aufregende Teil der Party! Wir hatten die ganze erste Etage für uns. Als ich meine Zimmertür öffnete, war ich gespannt, was er wohl dazu sagen würde. „Sehr mädchenhaft“, sagte er grinsend und sah auf meine kleine Sammlung von Meerjungfrauenartikeln, die in meinem Regal aufgestellt war. Ich hatte so ziemlich alles über Meerjungfrauen. Figuren, Bücher, Sticker, Magazine, Filme und Schmuck. „Ja, ich mag es so. Weiße Möbel, rosafarbene Akzente, ein paar bunte Schmetterlinge als Dekoration.“ Es war das erste Mal, dass ich mit einem Jungen allein auf meinem Zimmer war. Henry zählte nicht. Er war ja schon immer da gewesen und hing ständig mit mir in meinem Zimmer ab. „Danke noch einmal für die Kette. War sie nicht furchtbar teuer?“ Ich hoffte, dass sie es nicht gewesen war, denn dann wäre mir beim Tragen der Kette wirklich etwas unwohl. „Das kommt darauf an, wie man teuer definiert“, sagte Christian und legte einen Rahmen in meinem Regal auf die Bildseite. Es war ein Foto von Henry und mir, das wir im Wonderland aufgenommen hatten. Warum tat er das? Zwischen mir und Henry lief doch nichts und für Eifersucht war es doch wirklich noch etwas zu früh. „Aber ich mag es, wenn mein Mädchen schönen Schmuck trägt.“ Christian lächelte mich wieder auf eine Art an, dass mir ganz anders wurde. Es war dieser Blick, der mir verriet, dass er mich haben wollte. Zudem nannte er mich „mein Mädchen.“ Hieß das jetzt, dass er mit mir zusammen sein wollte? Ganz fest? Als Paar? Dann wäre er mein erster Freund! Christian machte mich total nervös und als er näher kam, war klar, dass er mich küssen wollte. Endlich war es also soweit! Mein erster Kuss! Wie würde es sich wohl anfühlen? Würde er mich dabei festhalten? Ich hoffte, ich würde nicht umfallen oder mich komisch anstellen. Mit Zunge? Ohne? Mund öffnen? Was sollte ich nur tun? Wie mich verhalten? Ich begann zu zittern, doch Christian blieb ganz ruhig. Er strahlte eine gewisse Erfahrung und Gelassenheit aus, was mich etwas ruhiger werden ließ. Christian stand mir genau gegenüber, so nah, dass ich jede Sommersprosse in seinem Gesicht erkennen konnte und mich selbst in seinen Augen sah. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. War ich bereit dafür? Ich wusste es nicht, aber dann passierte es einfach. Es ging alles so schnell, dass ich gar nicht weiter darüber nachdenken konnte, wie ich reagieren sollte. Christian beugte sich vor, griff mir mit einer Hand sanft in den Nacken und mit der anderen um meine Hüfte. So zog er mich zu sich und küsste mich einfach. Seine Lippen waren auf den meinen. Ich schloss sofort meine Augen und legte meine Hände auf seine Brust, obwohl kaum noch Platz zwischen uns war. Er öffnete seinen Mund und ich hatte das Gefühl, ein Stück meiner eigenen Geburtstagstorte zu sein, denn er schien mich fressen zu wollen. Ich war überrascht, als er an meiner Lippe knabberte und dann seine Zunge einsetzte. Iiiih! Das war aber glitschig! Ich zog meine Schultern hoch und drückte Christian sanft von mir weg. Das ging jetzt aber wirklich etwas schnell. Als er sich von mir löste, lächelte er nur und das auf eine Weise, die mich irgendwie beunruhigte. Waren diese komischen Gefühle in meinem Bauch wirklich Verliebtheit oder doch eher Unwohlsein? „Was ist?“, fragte er mich und kam erneut auf mich zu, streichelte über meinen Rücken und drückte mich wieder an sich. Nun waren jedoch meine Hände nicht zwischen uns und als meine Brust seinen Oberkörper berührte, war ich mir endgültig sicher, dass mein Magengrummeln Unsicherheit bedeutete. Das ging einfach viel zu schnell! So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Wo waren die verliebten Blicke und die unsicheren Berührungen? Das gegenseitige Kennenlernen und die scheuen Gesten, weil man sich nicht sicher war, ob man einen Schritt weitergehen durfte? Ich wollte natürlich geküsst werden, aber doch nicht gleich mit Zunge! Und nun war es schon vorbei. Das war mein erster Kuss gewesen. Der Kuss, an den ich mich für immer erinnern würde. Und er war furchtbar gewesen! „Ich dachte, wir unterhalten uns erst mal ein bisschen ...“, sagte ich, doch da küsste Christian mich bereits ein zweites Mal. Alle meine Gedanken wirbelten durcheinander. Ich wollte ihn doch kennenlernen! Mit ihm reden und erfahren, was für ein Mensch er war. Was er für Hobbys hatte und welche Musik er hörte, wer seine Freunde waren … Aber nun steckte bereits zum zweiten Mal seine Zunge in meinem Mund. Nein, das fühlte sich ganz und gar nicht so an, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich entzog mich ihm und ging einen Schritt zur Seite, lächelte verlegen und sah mich in meinem eigenen Zimmer um, als würde ich etwas suchen. Hatte das Zukunft? Warum war es nicht wie in den ganzen Filmen? Wo waren...



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