Sommer | My Idea of No. 14 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 443 Seiten

Reihe: LYX.digital

Sommer My Idea of No. 14


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7363-2431-2
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 443 Seiten

Reihe: LYX.digital

ISBN: 978-3-7363-2431-2
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



»EIN PRINZ IST DAS LETZTE, WAS ICH BIN, CINDERELLA«, SAGT SAM ASHTON. MR IRRELEVANT. MEINE NÄCHSTE GROSSE IDEE

Leah Herst will nur eins: erster weiblicher Head Coach der NFL werden. Aber bisher analysiert sie als Trainee bei den L.A. Vipers hauptsächlich die Trainingsvideos. Und genau dabei entdeckt sie ihn: Sam Ashton, einer der Quarterback Draft Picks - Spitzname Mr Irrelevant. Leah sieht sein Talent und den gleichen Drang, sich zu beweisen, der auch sie selbst antreibt. Das bringt sie auf eine Idee: Wenn sie Sam coacht, könnte sein Erfolg auch ihr helfen, ihren großen Traum zu verwirklichen. Doch dann geschieht etwas, das alles aufs Spiel setzt, wofür Leah so hart gearbeitet hat - der attraktive Sportler erobert langsam ihr Herz. Und würden sie entdeckt, könnte Leahs Karriere zu Ende sein, bevor sie richtig begonnen hat ...

»Spannung, Tiefe und Charaktere zum Verlieben: MY IDEA OF NO. 14 vereint alles, was eine Sports Romance braucht, um sie nicht mehr aus der Hand legen zu wollen.« Selina Mae

Auftakt der L.A.-Vipers-Trilogie



Sommer My Idea of No. 14 jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1


Leah


Ein halbes Jahr vorher

Er ist gut, denke ich und bin verwundert, dass ich bei diesem Gedanken nicht einen der Stars der Mannschaft auf meinem Tablet anschaue, sondern ihn. Mr Irrelevant. Er strahlt ein Selbstbewusstsein aus, das die besten Spieler nicht besitzen. Sein Blick ist pures Feuer. Seine Pässe kommen. Er gewinnt das 7 vs. 7.

Erneut studiere ich die Statistiken auf meinem Blatt.

Sam Ashton, Quarterback der University of Minnesota – kein herausragendes Programm. 64 Touchdowns in seiner College-Karriere – nicht außergewöhnlich. 21 Interceptions, 100er Passing Rate, 9000 Yards in 41 Spielen. Das alles ist okay. Passabel. Durchschnittlich. Er vereint all die Statistiken eines Mr Irrelevant – doch irgendwie rückt das auf dem Platz in den Hintergrund.

Mein Mund wird trocken, als ich noch einmal genauer hinschaue. Wegen des Helms sehe ich nicht viel von seinem Gesicht, aber … dieser Blick.

Ich halte das Video genau in dem Moment an, in dem er direkt in die Kamera schaut. Zoome heran. Mein Puls beschleunigt sich, ich befeuchte die Lippen und starte das Replay von Neuem.

Dann sehe ich auf und in Freddies Gesicht, der sich die Augen reibt. Auf dem Tablet vor ihm läuft eine Aufnahme unseres neuen Starting Quarterbacks, der diese Saison zur Saison der L.?A. Vipers – der Snakes, wie sie auch genannt werden – machen soll. Und obwohl er alles zeigt, was man von einem Star wie ihm erwarten kann, behält mein Herz seinen Rhythmus, wenn er den Ball wirft.

»Wie viel Uhr ist es?«, fragt Freddie, gähnt und reibt sich weiter die Augen, so doll, dass ich Sorge habe, dass er sich die Augäpfel zerquetscht.

»Halb zehn«, erwidere ich, lehne mich im Konferenzsessel zurück und schaue zum Fenster. Draußen ist es so dunkel, dass sich die Ausrüstung des Besprechungsraums in der Scheibe spiegelt: der grüne Rasen des Football-Feldes auf den TV-Bildschirmen über uns, der lange runde Tisch mit den Tablets und den vielen Ausdrucken, unsere Umrisse.

»Gott, Leah, was suchen wir hier noch?«

Talent, mein Freund. Talent. »Sag mal, was hältst du eigentlich von Sam Ashton?«, frage ich und wende mich ihm wieder zu.

»Von Mr Irrelevant?«

»Genau.« Jedes Jahr findet der vielbeachtete NFL-Draft statt, bei dem die Teams nach genau festgelegten Regeln neue Talente verpflichten. Je vielversprechender ein Spieler, desto früher wird er gewählt. Der letzte Auserwählte erhält traditionsgemäß den Spitznamen Mr Irrelevant. Ich erinnere mich zwar kaum an etwas von Sam Ashton beim Auswahltag, doch das Bild einer goldenen Kette mit einem schlichten Kreuz blitzt vor meinem inneren Auge auf, das er in die Kamera hält, bevor er seine Finger darum schließt. Mr Irrelevant hin oder her – immerhin hat er überhaupt die Chance bekommen, sich zu beweisen. Und auf dem Tape ist er mir ins Auge gestochen.

»Du, Leah, kannst du mich das morgen noch mal fragen? Und ich meine damit nicht in zweieinhalb Stunden. Ich muss langsam ins Bett, und du auch.«

»Antworte einfach, ohne lange darüber nachzudenken.«

Freddie verdreht die Augen und seufzt theatralisch auf, was mich grinsen lässt. Seit ich vor knapp vier Monaten mit diesem Trainee-Programm begonnen habe, sind wir ein eingespieltes Team von Analysten bei den Vipers, und ich habe in dieser Zeit mehr Nächte mit ihm verbracht als mit heißen Dates.

»Er ist halt Mr Irrelevant, was soll ich sagen? Keine Ahnung, warum sie ihn verpflichtet haben, vermutlich, weil es sinnvoll ist, bei einer 36-jährigen Nummer 1 noch ausreichend Ersatzspieler parat zu haben?«

In einem Anflug von Größenwahn sage ich mit voller Überzeugung: »Ich glaube, zum ersten Mal, seitdem ich dich kenne, liegst du falsch.« Ich schiebe ihm mein Tablet rüber. Er schnaubt und steht ruckartig auf, als hätte es ihn gestochen.

»Okay, ich bin raus.«

»Ich muss ihn sehen.«

»Es ist spät, du solltest das Ding ausschalten und ins Hotel fahren.«

»Mag sein, aber ich muss ihn auf dem Feld spielen sehen.«

Ich weiß selbst, dass ich mich wie ein stures Kleinkind anhöre. Eine einzige Trainingsaufnahme ist zudem keine ausreichende Grundlage für eine Bewertung. Doch ich muss raus aus dem klimatisierten Büro und auf den Platz, um dieser Spur nachzugehen.

»Meinst du, das ist vernünftig?«

Eine Sorgenfalte gräbt sich zwischen Freddies Brauen und verpasst meiner Aufregung einen gehörigen Dämpfer. Da ist er wieder, der Elefant im Raum, über den wir nie explizit sprechen. Weil er die lästige Angewohnheit hat, meine Träume zu zertrampeln. So wie jetzt.

Natürlich ist es nicht vernünftig, ganz im Gegenteil. Mein Verhalten ist regelrecht fahrlässig. Wenn ich Dad das Gefühl gebe, mich – wieder – nicht an Regeln halten zu können, war es das nicht nur mit meinem Einsatz auf dem Trainingsplatz, sondern auch mit dem Analystenraum. Er könnte mich einfach rauswerfen. Ich presse die Lippen zusammen und spüre die dumpfen Schläge meines Herzens gegen meine Rippenbögen.

Freddie muss mir den Stimmungswechsel angesehen haben, denn auf einmal verschwindet die Falte von seiner Stirn und macht Platz für einen spöttischen Gesichtsausdruck. »Mach Feierabend, Cinderella.« Da ist keine Schärfe in seiner Stimme, er tätschelt mir die Schulter. Bei der Erwähnung des Spitznamens, den er sich angesichts meiner Situation für mich ausgedacht hat, verdrehe ich die Augen, woraufhin er grinst. Dann verlässt er den Raum durch die Glastür, und ich schaue wieder wie hypnotisiert auf das Display. Der Druck auf meinem Herzen verfliegt allmählich. Stattdessen kehrt das nervöse Klopfen zurück, das in der Vergangenheit stets große Ideen ankündigte. Nicht unbedingt nur gute – aber große.

Im Grunde spricht alles dagegen: jede einzelne Zahl, in einem Sport, für den Zahlen so wichtig sind, doch trotzdem prickelt in mir die Ahnung: Sam Ashton könnte meine nächste große Idee sein.

Ich bleibe noch eine weitere Stunde im Büro, in der ich all unsere Datenbanken nach Informationen über Sam Ashton durchforste und für meine persönliche Sammlung ein kleines Dossier von ihm anfertige. Erst dann mache ich mich auf den Weg zum Parkplatz. Die Lichter in den umliegenden Räumen sind bereits aus, auf den Gängen begegne ich keiner Menschenseele, und schon bevor ich durch die Flügeltüren in die dicke Abendluft von Inglewood trete, entdecke ich meinen Jeep als eines der letzten Autos auf dem Gelände. Ich steige ein und steuere das Grand Plaza an, das die L.?A. Vipers für die Dauer des Trainingscamps als Mannschaftshotel angemietet haben. Neben den Spielern sind dort auch Vereinsmitarbeiterinnen wie ich untergebracht, obwohl ich inzwischen eine Wohnung in der Nähe habe. Es soll das Wir-Gefühl im Verein stärken.

Die Straßen sind wie leergefegt. Kurz zuvor herrschte hier noch das typische Verkehrschaos, das ich immer vom Bürogebäude aus sehe. Täglich bringt es die gesamte Stadt im Umkreis von mehreren Countys zum Stillstand. Jeder, der wie ich in L.?A. aufgewachsen ist, verfügt über einen ausgeklügelten mentalen Verkehrsplan. Wir wissen, wo es sich wann staut, und arrangieren unser Leben drumherum.

Gemächlich navigiere ich den Wagen durch die Nachtlichter, vor denen sich die dunklen Umrisse von Palmen abzeichnen, passiere Tankstellen und die grell beleuchteten Plakate von Anwälten, die mir mit reißerischen Slogans versprechen, mich vor dem Untergang zu retten. Einen davon kann ich schon auswendig: Verletzt? Ruf Matt McCurry an – dein Superheld in allen Lebenslagen. Denn es erinnert mich täglich daran, dass ich hier rechts abbiegen muss. Ich fahre eine Weile geradeaus, bis sich der Hotelturm vor mir aufbaut und ich den Wagen beim Concierge abstellen kann.

Eigentlich ist es zu spät für das Gym, doch mein Rücken ist nach den zwölf Stunden im Büro verspannt und in meinem Zimmer warten nur ein steriles Bett und eine leere Minibar auf mich. Also schnappe ich mir trotz der späten Uhrzeit die Sporttasche aus dem Kofferraum und laufe auf die goldenen Türen des Plaza zu.

Warmer Wind weht durch die Strähnen, die sich aus meinem Pferdeschwanz gelöst haben. In der Ferne quietschen Reifen, ansonsten ist es vollkommen still. Ich zeige der Security meinen Mitarbeiterausweis, betrete die Lobby, die ebenfalls verlassen daliegt, mit der Ausnahme des Nachtportiers und zwei Menschen, die ich anhand ihrer Kleidung als Mitglieder des Athletic-Trainer-Teams ausmache. Sie schlendern mit mir zu den Aufzügen, und wir steigen gemeinsam ein. Die beiden lachen. Der Mann legt vertraulich eine Hand auf die Schulter seiner Kollegin und beugt den Kopf vor, um ihr etwas zuzuflüstern, woraufhin sie noch herzhafter lacht. Ich schaue zur Decke und versuche mir einzureden, dass der Anflug von Schwere in meinem Brustkorb allein von der unangenehmen Situation einer Aufzugfahrt mit Fremden kommt und nicht daher, dass ich gerade die Abwesenheit meiner besten Freundin Erin besonders spüre. Sie ist die einzige Person, die mich so zum Lachen bringen kann.

Morgen, erinnere ich mich an meinen Entschluss, um das Einsamkeitsgefühl zu vertreiben. Morgen gehe ich zum Trainingsplatz – komme, was wolle. Auch wenn Dad mich in Handschellen von der Security abführen lässt.

Als der Aufzug endlich die zwanzigste Etage erreicht, steige ich aus und lasse meinen angehaltenen Atem entweichen. Hier oben vermischt sich der Geruch des...


Sommer, Alicia
Normal
0
false

21


false
false
false

DE
X-NONE
X-NONE


























DefSemiHidden="false" DefQFormat="false" DefPriority="99"
LatentStyleCount="376">


UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="heading 2"/>
UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="heading 3"/>
UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="heading 4"/>
UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="heading 5"/>
UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="heading 6"/>
UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="heading 7"/>
UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="heading 8"/>
UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="heading 9"/>
Name="index 1"/>
Name="index 2"/>
Name="index 3"/>
Name="index 4"/>
Name="index 5"/>
Name="index 6"/>
Name="index 7"/>
Name="index 8"/>
Name="index 9"/>
UnhideWhenUsed="true" Name="toc 1"/>
UnhideWhenUsed="true" Name="toc 2"/>
UnhideWhenUsed="true" Name="toc 3"/>
UnhideWhenUsed="true" Name="toc 4"/>
UnhideWhenUsed="true" Name="toc 5"/>
UnhideWhenUsed="true" Name="toc 6"/>
UnhideWhenUsed="true" Name="toc 7"/>
UnhideWhenUsed="true" Name="toc 8"/>
UnhideWhenUsed="true" Name="toc 9"/>
Name="Normal Indent"/>
Name="footnote text"/>
Name="annotation text"/>
Name="header"/>
Name="footer"/>
Name="index heading"/>
UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="caption"/>
Name="table of figures"/>
Name="envelope address"/>



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.