Liebe Besucherinnen und Besucher,
aufgrund unseres Sommerfestes sind wir am 03. September 2026 bis 14 Uhr erreichbar. Am 04. September 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ihr Team von Sack Fachmedien
E-Book, Deutsch, 654 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 240 mm
Reihe: Lettre
Somogyi Heiligkeit, Böses und das Mosaik der Geschlechter
1. Auflage - Neueauflage 2025
ISBN: 978-3-8394-1652-5
Verlag: transcript
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Zur Gendersemiotik in Georgslegenden des 15. Jahrhunderts
E-Book, Deutsch, 654 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 240 mm
Reihe: Lettre
ISBN: 978-3-8394-1652-5
Verlag: transcript
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Ich wollte verstehen, warum Heiligkeit und Geschlecht so eng miteinander verknüpft sind, und warum gerade Figuren, die scheinbar klar zwischen Gut und Böse unterschieden sind, Räume des Dazwischen öffnen. Und weil es mich geärgert hat, dass die beiden Texte, die ich behandle, trotz ihrer Schönheit und Komplexität praktisch in einem wissenschaftlichen Dornröschenschlaf liegen. Ich wollte sie aufwecken.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Bisherige Forschungen haben vieles an Georgslegenden sichtbar gemacht, doch zentrale Aspekte blieben unbeachtet – vor allem die Frage, wie Texte selbst Heiligkeit und Geschlecht verhandeln. Mein Ansatz zeigt, dass Heiligkeit wie auch Geschlecht nicht einfach erzählt, sondern über Zeichen, Leerstellen und Figurenkonstellationen neu modelliert wird. Heiligkeit und Gender sind nicht mehr so sehr Inhalte, sondern Leer- bzw. Verweisstrukturen.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die aktuellen Forschungsdebatten betonen zunehmend die Vielschichtigkeit vormoderner Heiligkeitsmodelle, die Verflechtung von Geschlecht und Macht sowie die Neubewertung von Heiligenlegenden jenseits tradierter Erzählmuster. Meine Arbeit knüpft daran an, geht aber einen Schritt weiter: Sie fragt, wie die Texte selbst Heiligkeit und Geschlecht ordnen – und eröffnet damit eine Perspektive, die bisher kaum berücksichtigt wurde.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Am liebsten würde ich mit Menschen darüber sprechen, die Lust haben, hinter die scheinbar festen Konturen von Heiligkeit, Geschlecht und Moral zu schauen. Mit Kolleg*innen, die Freude daran haben, Texte auseinanderzunehmen, Widersprüche auszuhalten und Zwischenräume ernst zu nehmen. Eigentlich mit allen, die spüren, dass alte Legenden oft mehr über uns sagen, als wir annehmen.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Eine Einladung, in Georgslegenden die feinen Verschiebungen zu entdecken, in denen sich Heiligkeit und Geschlecht neu formen und miteinander sprechen.




