E-Book, Deutsch, 168 Seiten
Reihe: Dein Erfolg
Song / Halsey / Burress Die Hamster-Revolution
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-86200-173-6
Verlag: GABAL
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Vier Strategien gegen das tägliche E-Mail-Chaos
E-Book, Deutsch, 168 Seiten
Reihe: Dein Erfolg
ISBN: 978-3-86200-173-6
Verlag: GABAL
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Mike Song ist einer der führenden Experten für E-Mail-Effizienz in den USA.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;6
2;Vorwort;8
3;Die Bekenntnisse des Info-Hamsters Harold;12
4;Man kann auch anders arbeiten;17
5;E-Mails läppern sich zusammen;23
6;Strategie 1: Das E-Mail- Volumen reduzieren;31
7;Die Fabel von den zwei E-Mails;54
8;Strategie 2: Die E-Mail- Qualität verbessern;61
9;Strategie 3: Info- Training bringt gute Ergebnisse;76
10;Hilfe! So einfach ist’s nun auch wieder nicht!;92
11;Harolds Erfolgskontrolle;97
12;Chaos im Info-Land;101
13;Strategie 4: Richtig ablegen und schnell finden: Das KOTA- System;112
14;Ein himmelblauer Ausklang;131
15;Epilog;141
16;Anhang I: Kurze Antworten für vielbeschäftigte Hamster;144
17;Anhang II: Fallstudie: E-Mail-Effizienz-Lösungen von Capital One;150
18;Anmerkungen;156
19;Danksagungen;158
20;Über die Autoren;161
21;Stichwortverzeichnis;165
(S. 22-24)
Ausgerechnet als Harold gerade seine rechte Pfote zum militärischen Gruß erhoben hatte, lief Emilio, unser Finanzvorstand, an meiner Tür vorbei. Natürlich warf er einen Blick zu mir herein. Der Unterkiefer fiel ihm herunter, als er einen winzig kleinen Hamster sah, der auf der Sitzfläche des Besucherstuhls balancierte und zackig salutierte. Er war dadurch so abgelenkt, dass er die Aktenschränke vor sich übersah und mit voller Wucht dagegenlief. Es machte einen höllischen Lärm. In der Hoffnung, Harold würde nichts merken, stürzte ich mich auf eins meiner Lieblingsthemen: die tatsächlichen Kosten, die aus der E-Mail- Flut resultierten.
»Ich trinke für mein Leben gern Kaffee, Harold«, fing ich an. »Genauer gesagt, liebe ich die Mokkaccinos von Blue Sky, eine unwiderstehliche Melange aus Kaffee, Sahne und Bitterschokolade. « Harold blickte etwas perplex. »Wir haben in unserem Bürohaus auch ein Blue-Sky-Café«, sagte er ratlos. »Nun ja, vor einigen Jahren machte ich mir klar, dass ich mir jeden Tag zwei oder sogar drei Becher Kaffee kaufte. Damals versuchten wir gerade, unsere Ausgaben etwas zu reduzieren, um ein bisschen Geld für die Ausbildung unserer Kinder anzusparen. Eigentlich nur spaßeshalber rechnete ich einmal überschlägig durch, was mich meine Mokkaccino-Leidenschaft das Jahr über kostete. Ich kam auf mehr als 3000 Dollar pro Jahr! Im Lauf der Jahre brachte ich also im wahrsten Sinn des Wortes die Studiengebühren meiner Kinder mit Kaffeetrinken durch!« Harold warf mir einen fragenden Blick zu, der seine Gedanken preisgab: »Was in aller Welt hat das mit unserem E-Mail-Thema zu tun?«
»E-Mails sind ein bisschen wie Kaffee, Harold. Beides macht irgendwie süchtig, und beides läppert sich ganz schön zusammen. « »Süchtig?«, fragte Harold mit einem mehr als verwunderten Blick. »Ist dein E-Mail-System im vergangenen Jahr mal zusammengebrochen? « Harold nickte. »Vor einem Monat gab es ein solches Problem, und das war eine schreckliche Erfahrung für mich. Ich war wie gelähmt vor lauter Angst, ich könnte irgendetwas Wichtiges verpassen, und fühlte mich völlig abgeschnitten vom Rest der Welt. Ich war schrecklich launenhaft und reizbar. Wenn ich daran zurückdenke, muss ich sagen, dass ich völlig überreagiert habe.«
»Die Symptome, die du beschreibst, entsprechen genau dem, was ich mitmache, wenn ich ein paar Tage keinen Kaffee getrunken habe. Das ist wohl so etwas wie Entzugserscheinungen, Harold. Von Zeit zu Zeit bringen uns E-Mails ja tatsächlich aufregende und wichtige Informationen. Vielleicht sind es diese emotionalen Höhenerlebnisse, die in unserem Bewusstsein einen Reflex freisetzen, ständig den Posteingang abrufen zu müssen.« »Manchmal rege ich mich beim Umgang mit E-Mails richtig auf, obwohl ich viel wichtigere Sachen zu erledigen hätte«, stellte Harold fest.
»Genau! Ein weiterer Grund dafür, dass wir uns mit E-Mails aufhalten und deswegen anderes vor uns herschieben, liegt vielleicht darin, dass sie uns nicht zu Konfrontationen zwingen, nicht einmal dazu, Stellung zu beziehen. Es ist leichter, eine kritische Mail erst mal wegzuklicken, als ein schwieriges Gespräch mit einem Mitarbeiter zu führen, der die geforderten Leistungen nicht erbringt. Aber versteh mich nicht falsch. E-Mails sind ein tolles und produktives Arbeitsmittel, aber wir neigen dazu, es zu stark zu gebrauchen, und in manchen Fällen sogar dazu, es zu missbrauchen.«




