E-Book, Deutsch, 130 Seiten
Reihe: Digital Edition
Southwick Ich liebe dich, süße Lügnerin
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7515-0427-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 130 Seiten
Reihe: Digital Edition
ISBN: 978-3-7515-0427-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
'Spielen Sie mit, bitte!' Verblüfft kommt Millionär Burke Holden der Bitte einer Fremden nach, so zu tun, als sei sie seine Freundin - und merkt auf einmal: Er möchte mehr von Sydney als nur diese Minuten der vorgetäuschten Gefühle! Warum spielt sie so eine Scharade der Liebe?
Teresa Southwick hat mehr als 40 Liebesromane geschrieben. Wie beliebt ihre Bücher sind, lässt sich an der Liste ihrer Auszeichnungen ablesen. So war sie z.B. zwei Mal für den Romantic Times Reviewer's Choice Award nominiert, bevor sie ihn 2006 mit ihrem Titel 'In Good Company' gewann. 2003 war die Autorin bereits für zwei prestigeträchtige Preise nominiert: für den 'Romantic Times Career Achievement Award', einem Preis der für das Gesamtwerk eines Autors vergeben wird, und für den RITA-Award, der höchstmöglichen Auszeichnung für Liebesromane. Teresa Southwick wurde in Südkalifornien geboren. Sie lebte viele Jahre in Texas, bevor sie mit ihrem Mann und den beiden Söhnen nach Las Vegas umzog.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
2. KAPITEL
„Wahrscheinlich hältst du mich für eine Frau, die nur hinter deinem Geld her ist“, meinte Sydney.
„Warum sollte ich?“ Burke war vor allem sehr neugierig und gefesselt.
„Ich hatte keine Ahnung, dass dir das Unternehmen gehört und du, wie Camilles Familie, in der Liga der Milliardäre spielst.“
„Überraschung.“
Sie drehte sich ihm auf dem Barhocker zu. „Und ich habe mich dir praktisch an den Hals geworfen!“
„Das kommt vor.“
„Darauf wette ich.“
Gewöhnlich törnte es ihn ab. Aber Sydney hatte den gegenteiligen Effekt. Seine Reaktion auf diese junge Frau aus der Kleinstadt verblüffte ihn.
„Ernsthaft, Burke, ich habe mich nicht an dich herangemacht. Nicht in dem Sinn. Ich hätte mich gegenüber jedem Mann im richtigen Alter genauso verhalten, der in diesem Moment zufällig allein vorgefahren wäre.“
„Was für ein Schlag für mein Ego.“ Er trank einen Schluck Bier.
„Ich bin nur ehrlich.“
„Das gefällt mir an dir.“ Und so viele andere Dinge. Etwa wie sie ihren sinnlichen Mund zu einem angedeuteten Lächeln verzog, wenn sie insgeheim etwas amüsant fand. Oder die Intelligenz, die in ihren Augen aufschien.
„Bitte versteh das nicht falsch – aber was du von mir hältst, ist nicht mein größtes Problem.“
Er drehte sich ihr halb zu. „Das lässt darauf schließen, dass du in einer Zwickmühle steckst.“
„Das stimmt.“
„Verstehe.“ Als er sein Bein bewegte, stieß er mit dem Oberschenkel an ihr Knie. Es fühlte sich seltsam intim an. Fast kam es ihm so vor, als wären Sydney und er allein in der Bar. Er wünschte, sie wären es. „Erzähl mir von deinem Problem.“
„Nun, mein Vater ist ein bisschen skeptisch, was unsere Beziehung angeht.“
Burke lachte. „Wundert dich das?“
„Ich weiß nicht, was über mich gekommen ist.“ Seufzend schüttelte sie den Kopf. „Du hast keinen Grund, es zu glauben: Aber ich schwöre, noch nie in meinem Leben einen fremden Mann in meine Angelegenheiten hineingezogen zu haben.“ Sie grinste. „Du bist sehr gut darin, dabei mitzuspielen und zu lügen, ohne wirklich die Unwahrheit zu sagen. Das meine ich auf eine nette Weise.“
„Vielen Tausend Dank“, erwiderte er trocken.
„Ernsthaft: Es war sehr großherzig von dir, mich nicht auf der Stelle zu verraten.“
„Ich bin ein großherziger Mann.“
„Warum hast du mich nicht verraten?“
Das war eine gute Frage, auf die er nicht wirklich eine Antwort wusste. „Wahrscheinlich war ich neugierig und wollte wissen, was gespielt wird.“
Sydney nickte. „Die Sache ist die … Dad will einen Beweis, dass wir uns tatsächlich verabreden.“
„Du meinst zum Beispiel Augenzeugenberichte oder Fotos mit Orts- und Zeitangabe?“
„Wenn es nur so wäre.“ Sie seufzte. „Er will, dass du und ich mit ihm und Loretta – Bürgermeisterin Goodson – zum Abendessen ausgehen. Ein Date zu viert.“ Sie hielt eine Hand hoch. „Denk einfach darüber nach. Ich schwöre, das ist keine Masche, um mir einen reichen Ehemann zu angeln.“
Normalerweise würde Burke genau diesen Schluss ziehen und sofort denken, dass es vergebliche Mühe war. Er würde nie wieder heiraten. Einmal reichte. Er hatte gelernt, dass er kein sehr guter Ehemann war. Sein Sohn war das Beste, was aus seiner damaligen Beziehung hervorgegangen war. Aber er war auch kein sehr guter Vater.
Sie trank ihr Glas Wein aus und fügte hinzu: „Ich liebe meinen Vater sehr und würde alles tun, um ihn glücklich zu sehen.“
„Er kann sich glücklich schätzen, eine Tochter wie dich zu haben.“
„Wenn er eine Tochter hätte, die in festen Händen wäre, müsste er sich keine Gedanken um sie machen. Dann könnte er sich wirklich glücklich schätzen. Ich glaube, dass ich eine große Enttäuschung für ihn bin.“
„Das bezweifle ich ernsthaft. Und lass dir das von mir sagen: Mit der falschen Person verheiratet zu sein, ist ein größeres Problem, als allein zu sein.“
„Das hört sich an, als hättest du Erfahrung darin.“ Sie musterte Burke einen Moment lang. „Aber du musst mir nichts darüber erzählen. Das ist privat und gehört nicht zu den Informationen, die ich wissen muss.“
„Da gibt es nicht viel zu erzählen. Außerdem reicht es, meinen Namen zu googeln, wenn du es erfahren willst. Die meisten Leute glauben, bei einer Heirat das Richtige zu tun. Ich bin da keine Ausnahme und habe mich getäuscht. Es hat nicht funktioniert. Wir haben uns scheiden lassen. Völlig einvernehmlich und zivilisiert. Das Sorgerecht für meinen Sohn eingeschlossen.“
„Du hast ein Kind.“
„Ja.“
Sydney nickte. „Ich habe dieses komische Bedürfnis zu sagen, dass es mir leidtut. Aber es hört sich so an, als könntest du gut damit leben.“
„So ist es.“ Abgesehen von der Tatsache, dass sein Sohn darunter zu leiden hatte, aus einer zerbrochenen Familie zu stammen und eine Mutter zu haben, die kein Interesse an ihm zeigte.
„Wie auch immer – lass dir mein Anliegen durch den Kopf gehen. Hier ist meine Handynummer.“ Sydney gab ihm ihre Visitenkarte und griff nach ihrer Handtasche. „Ruf mich an, wenn du bereit für die zweite Runde in dieser Geheimoperation bist.“
„Gehst du?“
„Ja. Ich habe dir genug Zeit geraubt.“
Nein, nicht annähernd genug. „Aber wie kommst du jetzt nach Hause?“
„Ich rufe Dad an. Danke fürs Zuhören, Burke.“ Sie wollte aufstehen.
„Warte.“ Er legte seine Hand auf ihre, um sie aufzuhalten. „Ich habe eine Frage.“
„Schieß los.“ Sie sah auf seine Hand, zog ihre aber nicht weg.
„Etwas geht mir nicht aus dem Kopf: Garantiert will jeder ungebundene Mann in der Stadt mit dir ausgehen. Wärst du mit einem von diesen Männern nicht besser dran?“
„Ich war mit einem davon zusammen.“ Sie lächelte, konnte die Bitterkeit aber nicht völlig unterdrücken. „Es hat nicht geklappt. Schnee von gestern.“ Sie glitt vom Barhocker. „Tatsache ist, dass du der Mann bist, der das Pech hatte, in genau diesem Moment bei McKnight Automotive vorbeizukommen. Entweder spielst du weiter mit oder nicht.“
„Und wenn nicht?“
„Dann macht mein Vater der Frau, die er liebt, keinen Heiratsantrag und wird nicht bis ans Lebensende mit ihr glücklich. Wenn es für dich in Ordnung ist, sein Leben zu ruinieren …“, neckte sie ihn lächelnd. „Nein, dich trifft keine Schuld.“
„Gut. Schuldgefühle motivieren mich nicht.“ Nur wenn Liam sie einsetzte. „Aber ich spiele mit.“
„Wirklich?“ Sydney strahlte ihn an. „Bist du sicher?“
„Ja. Ich würde sehr gern mit deinem Vater und der Bürgermeisterin zu Abend essen. Und mit dir natürlich.“
„Oh, Burke, ich könnte dich küssen.“
„Nur zu“, sagte er großzügig.
„Richtig. Das meinst du nicht wirklich.“
Doch, das tat er. „Ich freue mich, helfen zu können.“
„Ich weiß wirklich nicht, warum du dazu bereit bist. Aber ich bin dir sehr dankbar. Danke.“
„Gern.“ Die Entscheidung war ihm seltsamerweise leicht gefallen. Er hatte zugestimmt, weil sie ihn darum gebeten hatte und er sie wiedersehen wollte. Natürlich hätte er sie auch fragen können, ob sie mit ihm ausgehen würde. Aber dann hätte er ihre Bitte nicht erfüllt – und sie wäre ihm jetzt nicht dankbar.
Sie lehnte sich an die Theke. „Ich habe so etwas noch nie getan und kenne meinen Vater. Er wird noch mehr Fragen stellen. Wir brauchen eine Geschichte, die unsere Beziehung plausibel macht. Wie wir uns begegnet sind und wie lange wir uns schon verabreden. Solche Dinge.“
„Vorbereitet zu sein, ist immer gut.“
„Wir sollten uns bald treffen, um darüber zu reden.“
„Wie wäre es jetzt? Hast du schon zu Abend gegessen?“
Sydney schüttelte den Kopf. „Wieso?“
„Bist du verabredet?“ Wenn nicht, hatte sie möglicherweise das schicke Outfit nur für ihn angezogen. Wahrscheinlich wollte sie so gut wie möglich aussehen, um ihr Anliegen vorzubringen. Dennoch hoffte Burke wirklich, dass sie sich nicht mit einem anderen Mann traf.
Sie warf ihm einen ironischen Blick zu. „Wenn ich mit einem anderen Mann ausgehen würde, hätte ich dich nicht gebeten, bei diesem verrückten Plan mitzumachen.“
„Dann steht unserem gemeinsamen Abendessen ja nichts im Weg. Wie wäre es mit dem Restaurant hier im Hotel? Das Essen ist sehr gut.“
„Das beste Essen in der Stadt.“ Dennoch schüttelte sie den Kopf. „Zu intim.“
Also wollte sie nicht mit ihm allein sein. „So?“
„Die Leute in Blackwater Lake sollten uns zusammen sehen. Das ‚Grizzly Bear Diner‘ wäre perfekt.“
„Ich kenne das Lokal.“ Burke ließ sich die Rechnung bringen und beglich sie. Dann legte er die Hand auf ihr Kreuz. „Das Abenteuer kann beginnen.“
Auf dem Weg zum Grizzly Bear Diner in der Main Street saß Sydney auf dem Beifahrersitz und war nicht sicher, was sie mehr reizte: das Lenkrad oder den Mann in die Hände zu bekommen, der den teuren Sportwagen fuhr. Sie hatte gesagt, dass sie in diesem Moment jeden Mann angesprochen hätte, der zufällig vor die Werkstatt gefahren wäre. Aber sie konnte sich keinen Mann vorstellen, der perfekter gewesen wäre.
„Wir sind da.“
„Einen Parkplatz vor dem Eingang zu bekommen, ist...




