E-Book, Deutsch, Band 0058, 448 Seiten
Reihe: Bianca Extra
Southwick / Paige / Harlen Bianca Extra Band 58
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-3358-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0058, 448 Seiten
Reihe: Bianca Extra
ISBN: 978-3-7337-3358-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
HOFFNUNG AUF EIN ZWEITES GLÜCK? von WOODS, AMY
Vor Jahren hat sie ihn einmal geküsst! Jetzt steht Katie wieder vor Ryan Ford wie ein verliebter Teenager. Und als der attraktive Architekt sie bei Mondschein in die Arme nimmt, dreht sich Katies Welt vor Glück ... bis sie erfährt: Ryan ist schuld daran, dass ihr gekündigt wurde!
EIN UNMÖGLICHER LIEBESDEAL von SOUTHWICK, TERESA
Single, umwerfend, erfolgreich! Einem Mann wie Ingenieur Alex McKnight die kalte Schulter zeigen? Schafft Ellie trotzdem leicht. Denn Job und Liebe werden strikt von ihr getrennt! Erst als ein Unglück sie zwingt, mit Alex unter einem Dach zu leben, gerät ihr Vorsatz ins Schleudern ...
SCHICKSAL, WAHRHEIT, LEIDENSCHAFT von PAIGE, LAURIE
Um einem weiteren Schicksalsschlag zu entgehen, muss Krankenschwester Shelby ihre leiblichen Eltern finden. Dr. Beau Dalton steht ihr bei. Zu ihm fasst sie Vertrauen - und erlebt mit ihm leidenschaftliche Nächte ... Aber wird ihre Liebe bestehen, wenn sie Beau die ganze Wahrheit sagt?
VERLIEBT IN EINEN PLAYBOY-DADDY von HARLEN, BRENDA
Womanizer Jackson glaubt, dass sie wieder seinem Charme verfällt!? Pah, da irrt er sich aber gewaltig! Denn Kelly ist nur in ihre Heimatstadt zurückgekehrt, damit er endlich seine Tochter kennenlernt. Doch plötzlich zeigt sich der Playboy-Daddy von einer ganz neuen Seite ...
Teresa Southwick hat mehr als 40 Liebesromane geschrieben. Wie beliebt ihre Bücher sind, lässt sich an der Liste ihrer Auszeichnungen ablesen. So war sie z.B. zwei Mal für den Romantic Times Reviewer's Choice Award nominiert, bevor sie ihn 2006 mit ihrem Titel 'In Good Company' gewann. 2003 war die Autorin bereits für zwei prestigeträchtige Preise nominiert: für den 'Romantic Times Career Achievement Award', einem Preis der für das Gesamtwerk eines Autors vergeben wird, und für den RITA-Award, der höchstmöglichen Auszeichnung für Liebesromane. Teresa Southwick wurde in Südkalifornien geboren. Sie lebte viele Jahre in Texas, bevor sie mit ihrem Mann und den beiden Söhnen nach Las Vegas umzog.
Autoren/Hrsg.
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1. KAPITEL
Ryan Ford setzte den Blinker und bog von der Hauptstraße auf den Parkplatz des Jenkins’ ab. Der Pub war bekannt für seine gesellige Atmosphäre, und viele Bewohner von Peach Leaf trafen sich dort zum Mittagessen oder nach der Arbeit. Früher war das Jenkins’ Ryans Stammlokal gewesen, denn dort gab es die besten Chicken Wings von ganz Texas.
Als er den Pub betrat, fühlte es sich an wie ein Schritt zurück in die Vergangenheit. Es war noch immer derselbe köstliche Duft von gegrillten Steaks und Hähnchen, der ihn empfing, und noch immer stand die alte Jukebox in der Ecke, aus der laute Countrymusik dröhnte.
Vielleicht war der alte Dielenboden noch etwas abgetretener als früher, aber ansonsten schien sich nichts verändert zu haben. Selbst die alten Barhocker standen noch um die Theke herum. Der Wirt hatte sie vor zwanzig Jahren aus Bäumen zimmern lassen, die bei einem schweren Sturm gefällt worden waren. Der Schreiner durfte seiner Fantasie freien Lauf lassen und hatte lustige Tierfiguren in die Rückenlehnen geschnitzt.
Was fehlte, war der Zigarettenqualm. Ryan konnte sich gut vorstellen, was die Stammgäste für ein Theater gemacht hatten, als ihnen im Lokal plötzlich das Rauchen verboten worden war.
An der Wand hingen noch immer die Fotos von irgendwelchen Berühmtheiten, die zufällig im Jenkins’ vorbeigekommen waren und sich Arm in Arm mit der beleibten Wirtin Maude und ihrem spindeldürren Ehemann Jimmy ablichten ließen. Das Paar strahlte auf jedem der Fotos, auch auf dem Foto von Ryan mit seinem Football-Team.
Ein paar der Fotos waren neueren Datums, wie an den etwas älter gewordenen Wirtsleuten zu erkennen war. Ryan mochte die beiden sehr und freute sich, dass es ihnen offenbar noch gut ging.
„Ich werd’ verrückt.“ Eine tiefe, verrauchte Stimme riss Ryan aus seinen Gedanken. Er drehte sich um und fand sich prompt in Maudes kräftigen Armen wieder. „Wo hast du denn die ganze Zeit gesteckt, mein Junge? Warte mal, wann haben wir dich hier zuletzt gesehen? Mir kommt es vor wie Jahrzehnte.“
Ryan drückte Maude an sich. Ihr warmer, vertrauter Geruch – eine seltsam tröstliche Mischung aus Essen und herber Seife – brachte die Erinnerung an die Freitagabende nach den Turnieren zurück, wenn alle herkamen, um ihren Erfolg zu feiern oder sich über ihren Misserfolg hinwegzutrösten.
„Hallo, Mrs. Jenkins. Wie geht’s denn?“
Maude hielt ihn von sich weg, um ihn genauer betrachten zu können. „Mir geht es gut, sehr gut“, sagte sie mit breitem Lächeln. „Aber wie ist es dir ergangen?“ Wieder drückte sie ihn an sich und tätschelte ihm den Rücken.
„Mir geht’s auch gut.“ Viel mehr wollte er eigentlich nicht von sich preisgeben, vor allem nicht den Grund für sein Hiersein.
Ryan und sein Vater hatten ein Treffen mit dem hiesigen Museumsdirektor und der Stadtverwaltung vereinbart, um über die Pläne für den Neubau eines Krebszentrums zu sprechen.
Dafür musste das Siedlungsmuseum weichen, das Herzstück von Peach Leaf und eine wahre Fundgrube, was die Geschichte von Westtexas anging. Ryans Architekturbüro war mit der Konzeption des Krebszentrums beauftragt worden, und die Baufirma seines Vaters würde den Bau ausführen. Ryan respektierte zwar die Gründe der Besitzerin Mrs. Wallace, ihr Grundstück zu verkaufen, doch in der Stadt war man verständlicherweise sehr aufgebracht darüber.
Da das Museumsgebäude unter Denkmalschutz stand, sollten Teile davon in die neue Klinik integriert werden. Das war in Ryans Plänen bereits vorgesehen. Die zum Museum gehörenden alten Siedlerhäuser aus dem achtzehnten Jahrhundert würden abgetragen und auf dem Gelände eines Freilichtmuseums außerhalb von Dallas wieder aufgebaut werden. Hierfür hatte Ryans Vater bereits eine Spezialfirma beauftragt.
Ryan fand es schade, dass die alten Häuser nicht an ihrem ursprünglichen Platz stehenbleiben konnten, aber Mrs. Wallace hatte darauf hingewiesen, dass die Gebäude ohnehin dringend restauriert werden müssten. Jahrelang hatte ihre Familie den Museumsbesuchern erlaubt, sich frei in den Häusern zu bewegen, was erheblich zu deren Abnutzung beigetragen hatte. Ryans Vater hatte sich sehr für den Erhalt der alten Siedlerhäuser eingesetzt, und dafür verdiente er Hochachtung, wie Ryan fand – auch wenn sein Dad in seinem Leben so manchen Fehler begangen haben mochte.
Für die Unterbringung der Museumsstücke war ebenfalls bereits Vorsorge getroffen worden. Die Universität von Austin würde die kleineren Exponate übernehmen, alles andere würde in dem Freilichtmuseum von Dallas seinen Platz finden.
Alles in allem war es eine gute Lösung, doch in der Stadt würde man das garantiert anders sehen. Zwar dürfte den Bewohnern von Peach Leaf klar sein, welche Vorteile der Bau eines Krebszentrums der Stadt bringen würde – bessere medizinische Versorgung, dringend benötigte neue Arbeitsplätze, mehr Gewerbesteuereinnahmen.
Doch die Leute würden sicherlich nicht verstehen, weshalb sie dafür einen Teil ihrer Geschichte aufgeben sollten. Schließlich wäre es durchaus möglich gewesen, das Museum zu erhalten und das Klinikum auf einem anderen Gelände zu errichten. Aber Mrs. Wallace hatte ihr Grundstück nun einmal an den Klinikbetreiber verkauft. Und die Stadt hätte nicht die nötigen Mittel für den Kauf des Grundstücks und die Restaurierung der Gebäude aufbringen können.
All diese Überlegungen hätten Ryan eigentlich nicht kümmern müssen. Schließlich wohnte er nicht mehr in Peach Leaf, und sobald die Pläne für den Neubau fertig waren, war seine Arbeit hier erledigt. Mit allem anderen müsste sein Vater klarkommen.
Maude ließ ihm jetzt ohnehin keine Zeit für weitere Grübeleien. Sie zog ihn an die Bar, drückte ihn auf einen der Hocker und machte sich in der Küche ans Kochen. Es dauerte nicht lange, da stand ein köstlich duftender, prall gefüllter Teller vor ihm, und er langte mit Appetit zu.
Maude unterhielt ihn beim Essen mit Neuigkeiten aus der Kleinstadt. Da es noch früh am Abend und das Lokal fast leer war, hatte sie genügend Zeit zum Plaudern. Ryan hörte interessiert zu, während er sich das Essen schmecken ließ.
Vermutlich hätte er nicht einmal bemerkt, wenn der Präsident der Vereinigten Staaten plötzlich das Lokal betreten hätte – doch die Person, die plötzlich aus der Küche kam, ließ ihn völlig perplex die Gabel beiseitelegen …
Wenn es etwas gab, was noch schlimmer war, als einen geliebten Job zu verlieren, dann war es, seinen früheren Arbeitgeber zu fragen, ob man eventuell seinen alten Job wiederhaben könnte.
Damals war es gar nicht so übel gewesen, nach der Highschool ein paar Monate für die Jenkins zu arbeiten. Maude und Jimmy waren wunderbare Menschen, und Katie hatte viel von ihnen gelernt. Mit dem verdienten Geld konnte sie eine Zeit lang ihr Studium am College in Austin finanzieren. Dann hatte sie die Stellenanzeige für das Siedlungsmuseum entdeckt und sich kurzerhand beworben. Ohnehin war sie es mittlerweile leid gewesen, sich ständig Sorgen zu machen, wie sie die teure Miete und die Studiengebühren aufbringen sollte.
Tatsächlich bekam sie die Stelle und war überglücklich. Jeden Morgen freute sie sich, zur Arbeit zu gehen, und bedauerte die Menschen, die den Tag in einem langweiligen Büro verbringen mussten. Sie selbst konnte sich morgens einen Rüschenrock anziehen und ihr langes dunkles Haar zu einem romantischen Dutt hochstecken, wie es im späten neunzehnten Jahrhundert Mode gewesen war. Sie konnte sich keine Arbeit vorstellen, die sie lieber gemacht hätte.
Sie liebte es, Kindern die Geschichte ihrer Heimatstadt näherzubringen, ihnen zu zeigen, wie ihre Vorfahren ihre Kleidung gewebt und ihr Brot gebacken hatten. Den Erwachsenen gab sie die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und sich in eine Zeit zurückzuversetzen, in der die Menschen noch mit den Händen gearbeitet und ihr eigenes Gemüse angebaut hatten …
Doch nun würde sie ihre geliebte Stelle verlieren, das hatte der Museumsdirektor ihr und ihren Kollegen heute Morgen eröffnet. Für Katie war diese Nachricht doppelt schlimm, denn wie sollte sie ohne einen Job das kleine Wesen großziehen, das in ihr wuchs? Ohnehin war sie gedanklich die meiste Zeit mit dem Baby und ihrer neuen Situation beschäftigt. Nun kam der Verlust ihrer Arbeitsstelle hinzu, und sie fragte sich, wie sie das alles alleine schaffen sollte.
Vor drei Monaten, kurz nachdem ihre Schwangerschaft festgestellt worden war, hatte ihr inzwischen Exverlobter Bradley ihr eröffnet, dass er sich ein Leben als Familienvater nicht vorstellen könne. Eigentlich wolle er überhaupt keine Kinder. Katie war am Boden zerstört … und unglaublich wütend. Zwar hatten sie nie über das Thema Kinder gesprochen, und die Schwangerschaft war nicht geplant gewesen, aber mit einer solchen Reaktion hatte sie nicht gerechnet. Immerhin hatte Bradley mal behauptet, sie zu lieben.
Nachdem sie ein Jahr zusammengelebt und sich gut verstanden hatten, war Katie davon ausgegangen, dass er sich über die unverhoffte Schwangerschaft genauso freuen würde wie sie selbst. Schließlich konnten sie beide nichts dafür, dass Katie trotz Verhütung schwanger geworden war. Es war doch allgemein bekannt, dass keines der gängigen Verhütungsmittel absolut sicher war.
Als ob seine ablehnende Haltung nicht schon erbärmlich genug gewesen wäre, hatte er sie allen Ernstes gefragt, ob sie das Kind behalten wolle. Damit hatte er endgültig bei ihr verspielt. Mit diesem Mistkerl wollte sie nichts mehr zu tun haben. Noch am selben Tag war sie aus der gemeinsamen Wohnung...




