E-Book, Deutsch, 288 Seiten
Spadaro Achte Dich selbst!
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-95447-095-2
Verlag: AMRA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die innere Kunst des Gebens und Annehmens
E-Book, Deutsch, 288 Seiten
ISBN: 978-3-95447-095-2
Verlag: AMRA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Patricia Spadaro ist eine international bekannte Autorin und Expertin für praktische Spiritualität. Sie ist Mitverfasserin von sechs Büchern über Persönlichkeitsentwicklung und spirituelle Traditionen der Welt und produzierte eine 13-teilige Radiosendung über diese Thematik. Ihre Bücher wurden in achtzehn Sprachen übersetzt und sind in über fünfundzwanzig Ländern erhältlich. Patricia ist außerdem Publikationsberaterin und Verlegerin und hat in dieser Eigenschaft vielen erfolgreichen Schriftstellern geholfen, ihre ersten Bücher herauszubringen. Ihre Arbeit zeigt, dass die großen spirituellen Traditionen der Welt gemeinsame Themen haben, die äußerst wichtig sind für Fragen unseres Alltagslebens. Es ist ihr ein besonderes Anliegen, die Weisheit der alten Kulturen so zu vermitteln, dass sie uns erleuchten und inspirieren, damit unser Leben und das Leben unserer Liebsten auf bestmögliche Weise transformiert wird. Sie betrachtet sich als eine lebenslang Lernende mit einer Vorliebe für das Paradoxe und sammelt gern Zitate, die weise und witzig sind und uns das Erwachen nahebringen. Patricia lebt mit ihrem Mann in Bozeman/Montana, USA. Wenn Sie sich für Quellenmaterial interessieren, etwa einen englischen Studienleitfaden Ihres bei AMRA erschienenen Buches 'Achte Dich selbst!' für Lesegruppen, gehen Sie bitte auf practicalspirituality.info.
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Als alleinerziehende Mutter war Susans Lebensgrundlage die Selbstaufopferung. Sie glaubte daran, dass Geben das Tor zum Gutsein ist und dass alles gut werden würde, wenn sie nur genug gab. Ihr Sohn Jake war schon immer schüchtern gewesen und hatte Kontaktprobleme, und dieser Charakterzug hatte sich, als er Anfang zwanzig war, noch immer nicht geändert. Er wollte nicht aus dem Haus gehen, es hielt ihn nie längere Zeit am selben Arbeitsplatz und manchmal hatte er sogar gewalttätige Zornausbrüche.
Susan machte sich mehr und mehr Sorgen um ihn und dachte, dass es ihm vielleicht helfen würde, wenn sie ihre Arbeit künftig zuhause erledigte. Doch trotz aller Opfer, die sie brachte, verbesserte sich Jakes Zustand nicht. Susan begriff, dass sie etwas unternehmen musste. Sie schlug Jake vor, zur Probe in eine Gemeinschaftswohnung zu ziehen, die nicht allzu weit von ihrem Wohnsitz entfernt lag. Widerstrebend stimmte er zu. Dieser einfache Schritt wurde zu einem Katalysator, der bei Mutter und Sohn eine Transformation auslöste. Innerhalb weniger Monate entwickelte sich in beider Leben ein deutlicher Aufschwung.
"Ich war zu seiner Krücke geworden", gab Susan mir gegenüber später zu, als sie sah, was für große Fortschritte ihr Sohn machte. Sie sagte, die Antwort liege nicht immer darin, es unseren Kindern so bequem wie möglich zu machen. Eine Zeit lang war es richtig gewesen, Jake uneingeschränkt zu unterstützen, aber diese Phase dauerte nicht ewig. Nun lernte sie, dass sie ihrem Sohn weniger geben musste, um ihm MEHR zu geben.
Die neu gesetzten Grenzen erlaubten es Susan auch, ihr eigenes Leben kritisch zu betrachten. Sie begriff, dass sie aufgrund ihres Glaubens, dass "Selbstaufopferung alle Probleme löst", ihr eigenes Leben zum Stillstand gebracht hatte. Nun hatte sie mehr Zeit und konnte sich selbst wieder Aufmerksamkeit entgegenbringen, und erst dadurch stellte sie fest, dass sie mit ihrer beruflichen Laufbahn eigentlich unzufrieden war. Ihr gefiel nicht einmal mehr ihre Wohngegend. Als sie sicher war, dass Jake sich gut eingelebt hatte, begann sie sich nach einem neuen Wohnort umzusehen. Fünf Monate später war sie zum Umzug bereit. Als ich mich von Susan verabschiedete, war sie voller Energie und sah glücklicher aus, als ich sie jemals zuvor gesehen hatte.
IRRGLAUBE
Ich unterstütze die Menschen, die ich liebe, am meisten, wenn ich mich für sie aufopfere.
MAGIE
Um mehr zu geben, muss ich manchmal weniger geben.
Sie führen im buchstäblichen Sinn Ihr eigenes Leben. Sie allein entscheiden, wie Sie die Ressourcen, die Sie mitbekommen haben, einsetzen - und die allerwichtigsten Ressourcen sind Ihre Zeit, Ihre Energie und Ihre Aufmerksamkeit. Von Ihrer Entscheidung darüber, was Sie damit anfangen wollen, hängt es ab, ob Sie prächtig gedeihen oder lediglich mit knapper Not überleben werden.
Wie erfolgreiche Geschäftsleute müssen auch Sie das richtige Maß Ihrer Ressourcen in sich selbst reinvestieren. Abgesehen davon, dass Sie anderen helfen und ihnen etwas geben - ernähren und fördern Sie auch Ihr eigenes inneres Kraftwerk, das die gesamte Maschinerie Ihres Lebens am Laufen hält? Oder laugen Sie sich aus und kämpfen Sie sich ab, weil Sie sich zuviel abverlangen? Wenn Sie versuchen, zu viel auf einmal zu tun, ersticken Sie sich vielleicht selbst - so beschrieb jedenfalls Drucker die Leute, nach deren Lebensauffassung man zu allem Ja sagen muss. Gesunde Grenzen zu ziehen ist nicht nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit. (...)




