Sparkle | Winter, Darling, Lovesongs und Kristen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 93 Seiten

Reihe: Darling

Sparkle Winter, Darling, Lovesongs und Kristen


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7487-9746-3
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 4, 93 Seiten

Reihe: Darling

ISBN: 978-3-7487-9746-3
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der Winter verzaubert Darling, und ...   Holly versteht die Welt nicht mehr. Denn ihre Gedanken drehen sich nur noch um Kristen Moore, eine berühmte Rock-Diva, die Hollys schlichtes Leben jedoch abrupt im Chaos versinken lässt. Nicht nur, dass Kristen die arme Holly verklagt, weil sie angeblich einen ihrer Songtexte gestohlen haben soll ... verdreht die sexy Kristen Holly zusätzlich den hübschen Kopf. Doch gaukelt Kristen Holly nur Gefühle vor?   Holly sieht ihr Leben wie ein Kartenhaus zusammenbrechen und zwingt sich zu einer drastischen Entscheidung: Entweder wählt sie die Liebe zu einer Frau, deren Zuneigung sie sich nicht sicher sein kann, oder sie wählt ihr Leben und ihre Karriere, die dank Kristens Anwälten auf der Kippe stehen. Holly muss eine Entscheidung treffen, die ihr Leben für immer verändert.     Romantisch-humorvolle Gay Romance für Frauen.   ----   Dies ist der letzte Band der vierteiligen Darling-Reihe von May Sparkle. Jeder Band erzählt die Geschichte eines weiblichen Liebespaares zu einer anderen Jahreszeit. Jeder Band ist in sich abgeschlossen, die Bände können auch unabhängig und in willkürlicher Reihenfolge gelesen werden.     Weitere Romane von May Sparkle:   Die Darlingreihe:   Frühling, Darling, Chaos und Sam Sommer, Darling, Schicksal und Kate Herbst, Darling, Träume und Sue Winter, Darling, Lovesongs und Kristen   Fantasyroman für Frauen:   Kiss the Dragon - Wenn Liebe zum Vermächtnis wird     Erotische Gay Romance für Frauen:   She ist the one? Was wäre wenn ...

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1. Kapitel
„You are the coldest Love of my life“, wallte der aktuelle Nummer Eins Hit Amerikas aus dem Radio des kleinen Cafés, in dem Holly gern ihre freien Stunden verbrachte. Sie war in erster Linie Musikerin, jobbte aber hin und wieder in der Wäscherei gleich gegenüber, um über die Runden zu kommen. Klar war es nie ihr Traumjob gewesen Hemden zu bügeln oder Bettwäsche zu bleichen, aber Gelegenheitsjobs wie diese hielten sie über Wasser und irgendwann würde schon noch der Durchbruch als anerkannte Musikerin an die Tür ihres maroden Hauses mit Tonstudio klopfen. Wobei man in einer Kleinstadt wie Darling selten auf große Karriere hoffen durfte. Doch träumen war stets erlaubt. Vor allem, wenn man Holly Silver hieß. Schon seit ihrer Kindheit eilte ihr der Ruf als Träumerin voraus. Holly liebte es, sich mit hoffnungsvollen Gedanken, an die schönen Seiten des Lebens zu umgeben. Auch wenn sie derzeit kaum Grund zum Träumen hatte …  Doch plötzlich fühlte sie sich in ebendieser Sekunde, in dem kleinen Café in Darling Arizona wie in einem Traum. Die Realität konnte manchmal absurde Ausmaße annehmen und einem gewaltige Streiche spielen.  Das Glöckchen ertönte und signalisierte, dass ein weiterer Kunde den Laden betrat. Holly sah von ihrer Tasse auf und zwinkerte, denn sie wollte ihren Augen nicht trauen. Es musste sich um einen absurden Tagtraum handeln. Höchstwahrscheinlich um einen Albtraum, wenn man bedachte, wer da gerade den Laden betrat. Nur einen Meter entfernt stand die mehr als berühmte Musikerin Kristen Moore, deren Lied zeitgleich aus den winzigen Boxen des Ladens röhrte. Holly musste theoretisch nur die Hand ausstrecken und könnte diesen absurden Tagtraum in Gestalt einer Rocklegende berühren. Einfach so. Doch das war das Allerletzte was sie wollte. Denn schon seit Monaten führte Holly mit Kristens brillanten Anwälten hitzige Gespräche darüber, ob Holly  es gewagt hatte einen Songtext der berühmten Musikerin zu stehlen, oder nicht. Holly war bloß eine kleine Nummer in der Musikszene, vor allem im Vergleich zu dieser berühmten Diva in Lederjacke, deren Duft ihr greifbar nah in die Nase stieg.  Holly hatte sich vom ersten Moment an gewundert, dass eine mehr als bekannte Musikerin ausgerechnet sie, die kleine unbedeutende Gitarristin und Songwriterin aus Darling Arizona verklagt. Zuerst ging Holly von einem schlechten Scherz ihrer Freunde aus. Doch als die Anwälte sie sogar persönlich aufsuchten, wurde ihr erschreckend greifbar bewusst, dass sie tatsächlich von einer weltbekannten Musikerin, die Geld wie Heu hatte, verklagt wurde. Dieser Rockröhre eines Tages persönlich, auch noch ohne ihre Schar von überteuerten Anwälten gegenüber zu stehen, hatte Holly wirklich nicht erwartet.  Aber da stand sie nun: Kristen Moore. Live und in Farbe.    Wut ließ sie schneller Atmen, sogar ihre Nasenspitze schien zu zittern. Gefühle wie Wut, gar Verachtung oder Hass zählten absolut nicht zu Hollys Reportoir.  Doch diese Person war dabei ihr Leben zu zerstören. Kristen Moore war der einfältigste und von sich selbst überzeugteste Mensch, dem Holly je begegnet war. Diese Frau dachte wirklich, ihr gehöre die gesamte Musikwelt. Wie sie kaugummikauend am Tresen stand, ohne ihr Umfeld auch nur im geringsten wahrzunehmen, auf ihre superteure Uhr starrte und sich dabei kokett ihre schwarzen Locken in das perfekt gemeißelte Gesicht fallen ließ.  Holly konnte sich nicht mehr zurückhalten. Die Worte des Zorns überkamen sie wie ein tosender Wasserfall der ohne Vorwarnung auf Darling niederprasselte.  „Wenn du genauer hinhörst, meine Liebe, dann erkennst du, dass mein Songtext nicht die geringste Ähnlichkeit mit deinem stumpfsinnigen Geplapper hat, das du in deinen Liedern zelebrierst.“ Sie deutete hinauf zu den Lautsprecherboxen. „Hör genau hin, das ist ein mehr als dämlicher Text, den würde ich doch niemals klauen. Wozu auch? Ich schreibe echt bessere. Du kannst also ruhig wieder aus Darling verschwinden. Ich diskutiere das auch gerne weiterhin mit deinen Anzugträgern aus. Dazu musstest du nicht extra persönlich nach Darling kommen.“ Kristen zog ihre wohlgeformten Augenbrauen zusammen. ihr Mund stand offen. Anscheinend hatte sie nicht damit gerechnet, dass jemals irgendein anderer Mensch so mit ihr sprechen würde. Da hatte sie ihre Rechnung jedoch ohne Holly Silver gemacht. Zwar zählte Holly zu den Menschen, die stets gutgelaunt und mit einem Lächeln durchs Leben gingen, doch manchmal platzte sogar ihr der Kragen. Dies geschah zwar nur alle heiligen Zeiten, meist wenn ihre Mutter zu Besuch kam - also im Normalfall nicht öfter als einmal im Jahr - doch nun war es wieder einmal so weit. Holly wurde ausfällig. Jedenfalls für ihre Verhältnisse. Denn Holly fluchte nicht. Ebenso wenig lag es in ihrer Natur, mit anderen zu streiten. Sie war ein stets positiv eingestellter Mensch, der versuchte, immer und jederzeit mit einem Lächeln durch die Welt zu gehen und Vorurteile aus dem Weg zu räumen, bevor sie überhaupt entstehen konnten.  Kristen legte ihren Kopf schräg und lächelte sie an. Holly verstand nicht, warum sie das tat. Sie hatte ihr doch gerade klipp und klar gesagt, dass ihre Anwesenheit unerwünscht war.  „Dein strohblondes Haar fängt in diesem Licht perfekt die Wärme dieses herrlichen Wintertages ein.“ Wie bitte? Was hatte diese arrogante Person gerade zu ihr gesagt?  „Mein … Haar? Wir sprechen jetzt aber nicht ernsthaft über meine Frisur, oder?“ Sie stemmte ihre Hände provokant in die Hüfte. Kristen deutete aus dem Fenster des winzigen Cafés in dem sie sich zufällig über den Weg gelaufen waren. „Sieh nur, die Kälte zaubert Eisblumen auf das Fensterglas.“ „Ja, richtig. Es ist kalt draußen.“ Holly dachte darüber nach, ihren Pappbecher mit dem Sojalatte zu schnappen und aus dem Café zu stürmen, bevor diese Tussi mit ihrem leeren und mehr als gestörten Geplapper fortfahren konnte. Doch sie bewegte sich keinen Millimeter, sah Kristen Moore nur verlegen an.  Kristen legte erneut ein Lächeln auf ihre makellosen Lippen und strahlte Holly an. Sie musste absurderweise an den Vergleich mit ihren Haaren denken. „Es ist nicht nur kalt. Es herrscht eine eisige Atmosphäre. Und dennoch scheint die Sonne, wärmt unsere Haut mit ihrem hellen Gemüt. Unersättliche Schönheit, findest du nicht?“ Neigte diese Frau wirklich ständig dazu, in diesem viel zu kitschigen Slang zu sprechen? Holly würde sich im Normalfall für genau so einen Typ Frau begeistern können, der die Welt stets in philosophische Ansichten verpackte. Doch in diesem Fall handelte es sich um ihre Erzfeindin, die ihr die letzte Hoffnung auf ein Leben als Musikerin aus den Augen kratzen wollte. Auch wenn sie eine wirklich hübsche, sehr nett anzusehende Feindin war. Dennoch, ihre Gegnerin in einem Gerichtsprozess, die sie auf eine horrende Summe verklagt hatte. Falls Kristen Moore diese Streitigkeit gewinnen sollte, dann würde Holly nicht nur ihr Aufnahmestudio, sondern auch ihr Zuhause verlieren.  Diese Wut, die bei dem Gedanken in ihr aufstieg, ließ Kristen urplötzlich zu der hässlichsten Frau auf dem gesamten Planeten mutieren.  „Du hast einen Knall“, entkam es Holly, die sich sofort die Hand vor ihren Mund hielt. Auch wenn dieser Mensch sie in den Ruin treiben konnte, hatte sie trotzdem eine höfliche und respektvolle Ansprache verdient. Freundlichkeit ihren Mitmenschen gegenüber zelebrierte Holly mit Leidenschaft.  Ihr Lebensmotto besagte: Sei freundlich zu der Welt, dann ist die Welt freundlich zu dir.  Holly lebte strikt vegan, trug wiederverwertete Kleidung, besaß kein Auto, lediglich einen kleinen Elektroroller und unterstützte das ortsansässige Tierheim, indem sie mit den dort einquartierten Hunden spazieren ging. Holly war stets freundlich zu der Welt, die sie umgab. Und auch zu der Welt, die nicht direkt vor ihrer Haustür auf sie wartete. Jedenfalls hatte sie das bis vor einem kurzen Moment tatsächlich geglaubt. Doch zu dieser Musikfritzin aus der Stadt, die weltweit als Rockstar gefeiert wurde, konnte sie nicht freundlich sein.  Egal wie sehr sie sich wünschte mit jedem Individuum respektvoll umzugehen, bei Kristen Moore versagte ihr gutdurchdachtes Lebensmotto leider beinhart. Sie konnte nichts dagegen tun. „Ein Knall spricht doch nur für eine nicht standardmäßige Denkweise, nicht wahr?“ Und wieder lächelte sie.  Bestand denn dieses hochnäsige ItGirl nur aus einem Dauergrinsen in Endlosschleife? Ein viel zu hübsches und durchaus nerviges Perpetuum Mobile. Holly räusperte sich, griff nach ihrem Kaffeebecher und wandte sich ohne ein weiteres Wort von Kristen ab. Diese Frau war es einfach nicht wert, noch ein einziges Wort an sie zu verschwenden. Geschweige denn einen weiteren Gedanken. „Möge die Sonne dein Haar küssen und die Vögel Lieder für dich singen, an diesem schönen Wintertag!“ Das war doch die Höhe! Rockstar hin oder her, frecher ging es wohl kaum. Hollys Wut bescherte ihr einen knallroten...



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