E-Book, Deutsch, 325 Seiten
Sparkling Irish Sin
2. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8190-4749-7
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Forever mine
E-Book, Deutsch, 325 Seiten
ISBN: 978-3-8190-4749-7
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Ellie Sparkling, geboren am 24.07.1989 in dem schönen Ostwestfalen, ist das Pseudonym einer Liebesromanautorin. Die Liebe zum geschriebenen Wort fand Ellie erst nach der Geburt ihres ersten Kindes. Die Fantasie in ihrem Kopf sollte lebendig werden und da sie durch und durch Romantikerin ist, stecken all ihre Geschichten voller Emotionen. Dabei schreckt sie auch nicht davor zurück ein oder auch zwei Schritte auf die dunkle Seite zu zugehen. Denn auch Grau ist eine Farbe, die von jemandem geliebt wird.
Autoren/Hrsg.
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Kapitel 3
Enna
Ach was soll’s, irgendwie hat er ja recht. Wann habe ich das letzte Mal was Anständiges zu essen bekommen? Ich hoffe nur, dass Kate deswegen nicht ihren Job verliert. Der Concierge grummelt irgendetwas Unver-ständliches vor sich hin. Natürlich bin ich nicht blöd, ich weiß, dass die ein Mädchen wie mich hier nicht haben wollen. Trotzdem laufe ich ihm hinterher, der Hunger ist aktuell stärker als mein Stolz. Wir treten durch eine Schwingtür. Plötzlich wird es hektisch. Das Zischen der Steaks in den Pfannen, während die Flammen aufsteigen, vermischt sich mit den Rufen der Köche.
»Tisch vier, zweimal die Leberpastete«, ruft einer von ihnen. Sofort rauscht ein Kellner an mir vorbei und schnappt sich die beiden Teller. Er wirft mir einen angewiderten Blick zu. »McDonalds ist eine Straße weiter, Mädchen.« Ich verdrehe die Augen.
Der Concierge spricht unterdessen mit einem der Köche. Ich gehe davon aus, dass er der Küchenchef ist. Er beginnt zu toben und schmeißt sein Küchentuch wutentbrannt auf den Boden. Dazu gestikuliert er wild mit den Händen. Ich schnappe einzelne Gesprächsfetzen auf. »Mister O’Malley … gib ihr einfach was … du weißt, wie er drauf ist …«
»Privet Enna, chto ty zdes’ delayesh.« Dimitrij aus dem Wohnwagen nebenan steht plötzlich neben mir. Überrascht sehe ich ihn an. Ich wusste nicht, dass er in so einem Nobelschuppen arbeitet. Er ist immer für eine Überraschung gut.
»Privet Dimitrij«, begrüße ich ihn herzlich. Er ist einer der wenigen Menschen aus dem Park, die nicht so kaputt sind und noch eine Chance im Leben haben. Immer am Lächeln und nie unterzukriegen. Dafür beneide ich ihn manchmal. Er hätte es von allen am meisten verdient, dem Trailerpark den Rücken kehren zu können.
Früher haben wir abends oft zusammen auf seiner Veranda gesessen, während meine Mutter sich hat durchficken lassen. Um mich abzulenken, hat er mir Russisch beigebracht. So habe ich meine Liebe zu Sprachen entdeckt.
»Ach ich bin hier wegen einem Nebenjob«, antworte ich auf Russisch.
»Hier in der Küche?«, fragt er mit einem Strahlen im Gesicht.
»Nein eigentlich nicht. Ist irgendwie kompliziert, weißt du?« Ich ziehe betreten die Schultern hoch.
»Ist es das nicht immer.« Er grinst und zwingt mich so zu einem Lächeln. Ich stemme meine Arme auf die silberglänzende Edelstahlarbeitsfläche hinter mir und drücke mich hoch.
Dimitrij schüttelt ungläubig den Kopf. »Mann, du traust dich was, wenn der Chef sieht, dass du so in seiner Küche sitzt. Er würde dich glatt raus-schmeißen lassen.«
Immer wieder werden wir mit neugierigen Blicken bedacht. Da die meisten uns hier vermutlich eh nicht verstehen, weil wir immer noch Russisch sprechen, interessiert es mich auch nicht sonderlich.
»War nicht meine Idee hierherzukommen.«
Plötzlich wirkt Dimitrij nervös.
Der Mann, der eben noch getobt hat, kommt stürmisch in unsere Rich-tung.
»Jetzt gibt’s Ärger«, warnt Dimitrij.
»An die Arbeit«, befiehlt der Mann ihm in strengem Ton und Dimitrij ergreift sofort die Flucht.
»Tschau, Enna«, flüstert er im Vorbeigehen.
Ich sehe ihm eine Weile nach und zucke zusammen, als ein Teller neben mir auf die Platte klatscht. Es ist ein Wunder, dass er nicht zerbricht.
»Hier, und jetzt raus aus meiner Küche, du kleine Zecke«, brüllt ein bulliger Kerl. Seine Nasenlöcher blähen sich auf wie bei einem Stier, der gerade dabei ist, den Torero anzuvisieren, um ihn mit seinen Hörnern aufzuspießen. Fehlt nur noch, dass er mit den Füßen scharrt. Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen, das ihn noch wütender werden lässt. Er packt meinen Arm und zieht mich von der Platte.
»Hey, immer schön geschmeidig bleiben, Kollege.«
Plötzlich spüre ich, wie mich jemand anschiebt. »Ich kümmere mich darum, Chef«, sagt Dimitrij und zerrt mich mit der einen Hand von ihm weg, während er sich mit der anderen den Teller schnappt und mitnimmt.
»Dawei, Enna. Du bist lebensmüde.«
»Der soll sich nicht so anstellen.«
Er bleibt erst stehen, als wir einen Raum am Ende der Küche betreten. Dimitrij stellt den Teller auf einen der Tische und blickt nervös in die Küche.
»Ich muss wieder los«, sagt er. »Du solltest besser nicht zu lange bleiben.«
»Ist eh nicht so interessant hier.«
»Wir sehen uns.« Er winkt kaum merklich und verschwindet aus dem Mitarbeiterraum.
Ich bin allein mit den drei Scheiben Brot und dem komischen schwarzen Belag darauf. Wieso servieren die in einem Nobelrestaurant Schnittchen? Ich greife nach einer Scheibe, schiebe sie mir in den Schlund und beiße herzhaft ab. Der salzige Geschmack ist so penetrant, dass mir beinahe schlecht wird. Ist das ekelhaft. Ich sehe mich nach einem Müll-eimer um, werde aber nicht fündig. Doch auf dem Tisch liegt ein Stapel Servietten. Schnell rupfe ich ein paar herunter. Ich spucke die widerliche Matschepampe mit zusammengekniffenen Augen in das weiße Tuch. Danach knülle ich es zusammen und bin bereit zu gehen. Was soll ich hier noch. Satt werde ich schließlich auch nicht. Ich mache auf dem Absatz kehrt und als ich einen Schritt zur Tür gehen will, pralle ich gegen etwas Hartes. Erschrocken weiche ich zurück und betrachte Callum O’Malley, der mich mit seinem Blick zu durchbohren versucht. Er steht eisern vor mir. Das Blau seiner Augen wirkt eiskalt und doch erkenne ich eine kleine Regung in der Ecke seiner Mundwinkel. Wahrscheinlich ist er sauer, dass ich immer noch hier bin, und schmeißt mich gleich höchst-persönlich raus.
Kapitel 4
Callum
»Kavier scheint nicht dein Ding zu sein, was?« Die Frau ist unglaublich. Ich muss verrückt sein sie als meine Begleitung mitnehmen zu wollen. Trotzdem bin ich fasziniert von ihrer Leichtigkeit. Es scheint sie nicht zu kümmern, was andere über sie denken. Sie legt das halb durchnässte Tuch auf den Tisch. Kurz zucken meine Mundwinkel.
»Ich wollte gerade gehen, den Fraß kann ja keiner essen«, sagt sie und will sich augenscheinlich an mir vorbeischieben.«
Ich stelle mich ihr in den Weg. »Du kommst mit mir. Ich brauche dich heute Abend doch.«
»Eben wolltest du mich noch loswerden«, schmeißt sie mir an den Kopf. Die Kleine hat mehr Feuer als jede andere Frau, die ich je getroffen habe. Normalerweise schmeißen sich die Ladys mir an den Hals. Vielleicht kann sie mir heute Abend noch anderweitig nützlich sein.
»Ich habe keine Zeit für Diskussionen, mach dich fertig. Du hast doch ein Kleid dabei, oder?«
»Tut mir leid, aber ich habe es mir eben anders überlegt. Du hast doch einen Ersatz angefordert.«
Langsam macht sie mich wütend. Ich hab keine Zeit für den Scheiß.
»Komm mit.« Meine Stimme wird lauter, als ich nach ihrem Handgelenk greife.
»Hey«, beklagt sie sich. Aber das ist mir egal. Ich ziehe sie ohne Mühe hinter mir her, obwohl sie versucht sich gegen meinen Griff zu wehren. Aber darüber kann ich nur müde lachen. Was könnte dieses Mäuschen schon gegen mich ausrichten.
Mit einem kräftigen Ruck klatsche ich sie beinahe gegen die Küchentür.
»Sieh raus.«
»Sag mal, spinnst du!« Was für eine Furie.
»Ich sage das nicht noch einmal, guck aus dem verdammten Fenster.« Meine Stimme tief und furchteinflößend. Sogar das Küchenpersonal scheint das Atmen eingestellt zu haben, denn es ist so still, dass man eine Nadel auf den Boden fallen hören könnte. Fast schon gefrustet schiebt sie ihren Kopf vor das Bullauge und blickt sich um.
»Siehst du das zitternde blasse Mädchen im roten Kleid? Das ist Kates Ersatz. Die steckt fast noch in den Windeln. Wenn ich die Wahl habe zwischen ihr und dir, bist du die etwas erträglichere Qual.«
»Gewinnst du die Herzen der Frauen immer so? Und außerdem, wegen dir verliert Kate jetzt ihren Job, also nenn mir einen Grund, warum ich dir helfen sollte.«
»Ich bezahle dich dafür.«
»Ich brauch dein Scheißgeld nicht«, zischt sie mich an. Dabei bin ich mir ziemlich sicher, dass gerade sie es bitter nötig hat.
»Was willst du dann?«
»Meine Freundin darf ihren Job nicht verlieren. Kriegst du das hin?«
»Ist das alles? Das ist nur ein Anruf.«
»Na, wenn das so ist, nur zu. Ich warte.«
»Jetzt?« Sie verschränkt die Arme und sieht mich auffordernd an. Diese Frau regt mich auf. Aber mir bleibt keine Wahl, der Russe ist in zehn Minuten da und ich habe schon genug Zeit verballert.
»Na gut.« Ich ziehe mein Handy aus der Tasche und rufe die Agentur an. Sie beobachtet mich dabei ganz genau.
»O’Malley hier, es gab heute Abend wohl ein Missverständnis. Kate ist jetzt da. Stellen Sie also sicher, dass sie auch in Zukunft für mich verfügbar sein wird.« Ich lege auf. »Zufrieden?«
Sie nickt und grinst dabei spöttisch. Dieses berechnende Miststück. Auf einmal zupft sie an ihrem Hoodie herum.
»Was wird das?«
»Ich sollte doch ein Kleid anziehen. Hier, bitte schön«, sagt sie und hält den Hoodie in der Hand. Sie lehnt sich vor und ihre zarten Kurven streifen meinen Körper, als sie ihren Hoodie hinter mir an einen Haken hängt. Rosen. Sie duftet nach Rosen.
Ich blicke in ihren Ausschnitt und muss zugeben, dass ihre Brüste perfekt sind. Nicht zu groß und nicht zu klein. Sie würden vermutlich genau in meine Hand passen.
Sie läuft zur Tür und ich hinter ihr her. Der tiefe Rückenausschnitt gibt viel preis. Ihre zarten Muskeln bewegen sich rhythmisch bei jedem Schritt. Plötzlich bleibt sie stehen und dreht sich...




