E-Book, Deutsch, 470 Seiten
Sponholz Hate Speech in den Massenmedien
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-658-15077-8
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Theoretische Grundlagen und empirische Umsetzung
E-Book, Deutsch, 470 Seiten
Reihe: Social Science and Law (German Language)
ISBN: 978-3-658-15077-8
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Frage, wie Massenmedien mit Hate Speech umgehen und welche Folgen daraus erwachsen. Liriam Sponholz analysiert die Debatten um die Äußerungen der Polemiker Oriana Fallaci und Thilo Sarrazin in den führenden Qualitätszeitungen Deutschlands, Italiens, Spaniens, Großbritanniens und der USA. In beiden Fällen zeigt sich, Hate Speech ist ein rationales Phänomen und die argumentative Auseinandersetzung mit diesen diskriminierenden Inhalten führt dazu, deren Diskursqualität zu erhöhen und sie kommunikativ zu legitimieren. Die Leistung dieser Polemiker ist es dabei nicht, etwas zuvor Unausgesprochenes oder Unaussprechliches zu thematisieren oder einen diesbezüglichen Konsens herzustellen, sondern die öffentliche Agenda mitzubestimmen und so die Gesellschaft dazu zu bringen, sich gegenüber ihren Ideen zu positionieren.
Dr. Liriam Sponholz ist Senior Post-Doc am Institut für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung (CMC) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Danksagung;5
2;Inhaltsverzeichnis;8
3;Abbildungsverzeichnis;13
4;Tabellenverzeichnis;15
5;1 Einleitung;19
5.1;1.1 Die Rolle der Massenmedien;20
5.2;1.2 Ziel;23
5.3;1.3 Typologie;26
5.4;1.4 Struktur des Buches;27
6;2 Hate Speech;29
6.1;2.1 Warum ist Hate Speech wichtig?;30
6.2;2.2 Eine juristische Frage?;38
6.3;2.3 Was ist eigentlich Hate Speech?;46
6.3.1;2.3.1 Der Hass;49
6.3.2;2.3.2 Die Rede;55
6.4;2.4 Die Wesensmerkmale von Hate Speech;56
6.4.1;2.4.1 Wesensmerkmal Öffentlichkeit;56
6.4.2;2.4.2 Wesensmerkmal Diskriminierung;57
6.4.3;2.4.3 Wesensmerkmal Kommunikation;60
6.4.3.1;2.4.3.1Das lokutionäre Modell;64
6.4.3.2;2.4.3.2Das illokutionäre Modell;68
6.4.3.3;2.4.3.3Das perlokutionäre Modell;74
6.5;2.5 Hate Speech und benachbarte Begriffe;79
6.5.1;2.5.1 Beschimpfung, Beleidigung und Fauxpas;79
6.5.2;2.5.2 Hate Speech und Hasspostings;82
6.5.3;2.5.3 Hate Speech und Political Incivility;85
6.5.4;2.5.4 Hate Speech und Rechtspopulismus;88
7;3 Hate Speech in der Medienwissenschaft;91
7.1;3.1 Die öffentliche Streitfrage;95
7.1.1;3.1.1 Unterschiede zwischen öffentlichen Streitfragen und Themen;97
7.1.2;3.1.2 Die Entstehung einer Streitfrage: Problematisierung;99
7.1.3;3.1.3 Problematisierung und Problem-Thematisierung;102
7.2;3.2 Bestandteile von Streitfragen;103
7.3;3.3 Die Hate Speech-Streitfrage;106
7.3.1;3.3.1 Die „Gruppe“ als Meinungsgegenstand;108
7.3.2;3.3.2 Antinomien, Antagonismus oder Dichotomien?;113
7.3.3;3.3.3 Die Aktivierung der Antinomie;115
7.3.4;3.3.4 Der Definitionsprozess der Pole;116
7.3.5;3.3.5 Soziale Repräsentationen oder Stereotypen?;120
7.3.6;3.3.6 Definitionsprozesse in den Massenmedien;125
7.3.7;3.3.7 Die Begründung;128
8;4 Umgang der Medien mit Hate Speech;133
8.1;4.1 (Nicht-)Thematisierung;136
8.1.1;4.1.1 Die Relevanz von Ereignissen;137
8.1.2;4.1.2 Die Routinetauglichkeit von Ereignissen;142
8.1.3;4.1.3 Die Rolle von Ereignissen bei der Eskalation des Konfliktes;150
8.1.4;4.1.4 Wer wählt die Ereignisse in den Medien aus?;152
8.1.5;4.1.5 Wer generiert die Ereignisse in den Medien?;154
8.1.6;4.1.6 Das Medienkapital;155
8.1.7;4.1.7 Sichtbarkeit;160
8.1.8;4.1.8 Einfluss;162
8.1.9;4.1.9 Prestige;165
8.2;4.2 Nonsens;166
8.3;4.3 Skandal;171
8.4;4.4 Kontroversen;173
8.4.1;4.4.1 Von der Problematisierung zur öffentlichen Streitfrage;175
8.4.2;4.4.2 Die Rolle des sozialen Netzwerkes;176
8.4.3;4.4.3 Die Öffentlichkeit der Kontroverse;177
8.4.4;4.4.4 Von der öffentlichen zur publizistischen Kontroverse;184
8.4.5;4.4.5 Kontroversen und Skandale;187
8.4.6;4.4.6 Die kommunikative Produktion von Legitimität;193
8.4.7;4.4.7 Legitimation durch Rationalität;194
8.4.8;4.4.8 Die Rolle von Counter Speech;195
8.4.9;4.4.9 Die Zweckrationalität der Kommunikation;198
8.4.10;4.4.10 Polemiken: kommunikative Rationalität und Zweckrationalität;200
8.4.11;4.4.11 Polemiken, kommunikatives und strategisches Handeln;202
8.4.12;4.4.12 Illegitime Streitfragen: Tabus;205
8.5;4.5 Die Mediendynamik einer Kontroverse;210
8.5.1;4.5.1 Die Zeitdimension;212
8.5.2;4.5.2 Die Sachdimension;218
8.5.3;4.5.3 Die soziale Dimension;225
9;5 Die Fallstudien;229
9.1;5.1 Forschungsfrage;229
9.2;5.2 Hypothesen;233
9.3;5.3 Die Fälle;235
9.4;5.4 MuslimInnen als mediale Streitfrage;241
9.4.1;5.4.1 Die Entstehung der Streitfrage „MuslimInnen“;243
9.4.2;5.4.2 Kritik an der Antinomie-These;248
9.4.3;5.4.3 Feindbild oder Islamophobie?;251
9.4.4;5.4.4 Mediale Repräsentationen von MuslimInnen;255
9.4.5;5.4.5 Die Streitfrage „AusländerInnen“/„MigrantInnen“;256
9.5;5.5 Die Erfassung der polemischen Inhalte;259
9.6;5.6 Erfassung der Medienresonanz;261
9.6.1;5.6.1 Forschungsdesign;261
9.6.1.1;5.6.2 Realisierung der Erhebung;267
9.6.1.2;5.6.3 Operationalisierung;269
9.7;5.7 Reliabilitätstest;275
9.8;5.8 Grenzen der Untersuchung;277
10;6 Fallstudie Fallaci;279
10.1;6.1 Die Streitfrage;288
10.1.1;6.1.1 Die „Gruppe“ als Meinungsgegenstand;291
10.1.2;6.1.2 Die Begründungsrationalität der Polemikerin;297
10.2;6.2 Die Zeitdimension;304
10.2.1;6.2.1 Aufmerksamkeitsschübe;310
10.2.2;6.2.2 Counter Speech in Italien;312
10.2.3;6.2.3 Counter Speech in Spanien;315
10.3;6.3 Die Sachdimension;317
10.3.1;6.3.1 Die Definition des Problems;319
10.3.2;6.3.2 Die Begründungsrationalität in den Medien;324
10.4;6.4 Die Sozialdimension;331
10.5;6.5 Die mediale Anforderungen an die Streitfrage;337
10.5.1;6.5.1 Die Legitimität der Streitfrage;338
10.5.2;6.5.2 Das Medienkapital der Polemikerin;341
10.6;6.6 Diskussion und Schlussfolgerungen;348
10.6.1;6.6.1 Die Mediendynamik der Kontroverse;349
10.6.2;6.6.2 Die Rolle der Sprecherin;350
10.6.3;6.6.3 Counter-Speech;351
10.6.4;6.6.4 Die Legitimation der Botschaft;353
10.6.5;6.6.5 Leistung der Kontroverse;356
11;7 Fallstudie Thilo Sarrazin;358
11.1;7.1 „Deutschland schafft sich ab“;360
11.2;7.2 Forschungsstand Medienkontroverse Sarrazin;362
11.3;7.3 Die Streitfrage;369
11.3.1;7.3.1 Die „Gruppe“ als Meinungsgegenstand;371
11.3.2;7.3.2 Die Begründungsrationalität des Polemikers;374
11.4;7.4 Die Zeitdimension;376
11.4.1;7.4.1 Ereignisse;379
11.4.2;7.4.2 Aufmerksamkeitsschübe;381
11.4.3;7.4.3 Counter Speech;383
11.5;7.5 Die Sachdimension;385
11.5.1;7.5.1 Die Definition des „Problems“;387
11.5.2;7.5.2 Die Begründungsrationalität in den Medien;392
11.6;7.6 Die soziale Dimension;396
11.7;7.7 Die medialen Anforderungen;408
11.7.1;7.7.1 Die Legitimität des Inhalts;408
11.7.2;7.7.2 Das Medienkapital des Sprechers;411
11.8;7.8 Diskussion und Schlussfolgerungen;416
11.8.1;7.8.1 Die Mediendynamik der Kontroverse;418
11.8.2;7.8.2 Die Rolle des Sprechers;419
11.8.3;7.8.3 Counter Speech;420
11.8.4;7.8.4 Die Legitimation der Botschaft;422
11.8.5;7.8.5 Die Leistung der Kontroverse;423
12;8 Resümee;425
12.1;8.1 Eine medienwissenschaftliche Definition;427
12.2;8.2 Hate Speech in den Massenmedien;428
12.3;8.3 Hate Speech-Kontroversen;430
12.4;8.4 Wozu ein medienwissenschaftlicher Blick?;439
13;9 Literatur;441




