St. Claire / Celmer / Lewis | Baccara Gold Band 34 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 34, 448 Seiten

Reihe: Baccara Gold

St. Claire / Celmer / Lewis Baccara Gold Band 34

Geschäftsreise ins Glück
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-1661-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Geschäftsreise ins Glück

E-Book, Deutsch, Band 34, 448 Seiten

Reihe: Baccara Gold

ISBN: 978-3-7515-1661-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



NUR WEIL ICH DEIN CHEF BIN? vonROXANNE ST. CLAIRE
Seit Parker Garrison seine Assistentin Linda unter der Dusche überrascht hat, sehnt er sich nur nach einem: ihre sexy Rundungen und die samtweiche Haut zu berühren - ein sinnlicher Traum, von dem Parker sich wünscht, dass er während der gemeinsamen Geschäftsreise nach London Wirklichkeit wird.
LIEBE IN GETRENNTEN BETTEN von MICHELLE CELMER
Eine Nacht mit Folgen: Zoe ist schwanger von ihrem Chef Nick und ziemlich entsetzt, denn sie will keine Kinder. Nick dagegen ist begeistert und will Zoe sofort heiraten. Schließlich überredet Nick sie zu einem Monat 'Ehe auf Probe'. Aber Zoe hat eine Bedingung: zusammen leben - getrennt schlafen ...
WIE VERFÜHRT MAN SEINEN CHEF? vonJENNIFER LEWIS
'Ich kündige!' Tessa kann nicht mehr die Assistentin von Prinz Sebastian sein. Ihn jeden Tag zu sehen, ohne dass er ihre Gefühle erwidert, ist einfach zu viel für sie. Davor muss sie jedoch noch mit ihm in seine Heimat reisen. Könnte das eine unverhoffte letzte Chance für Tessa sein?



Roxanne St. Claire ist eine New York Times Bestsellerautorin, die 27 Romane veröffentlicht hat. Sie ist fünfmal für den RITA® Award nominiert worden und hat ihn einmal gewonnen. Ihre Bücher sind Gewinner des 'National Readers' Choice Award', dem 'Daphne du Maurier Award', der 'Holt Medaille', dem 'Maggie Award', dem 'Booksellers'Best Award' und vielen anderen. Ihre Romane sind in dutzend Sprachen übersetzt und sind in zahlreichen Bestsellerlisten aufgeführt. Sie lebt mit ihrem Ehemann und zwei Kindern im Teenageralter in Florida. Sie können ihre Fan page auf Facebook besuchen.

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1. KAPITEL


Parker Garrison betrat den Konferenzraum der „Garrison Incorporated“. Im ersten Moment wurde er von dem gleißenden Sonnenlicht geblendet, das sich auf der Wasseroberfläche der Biscayne Bay brach und durch die riesigen Fenster hindurch ins Zimmer schien. Die Silhouetten seiner Geschwister, seiner Mutter und einiger teurer Anwälte waren nur schwer zu erkennen. Trotzdem fielen Parker sofort drei Dinge auf. Zum Ersten: Es wurde kein Wort gesprochen. Kein einziges. Nicht, dass er bei der Testamentseröffnung seines Vaters eine Partystimmung erwartet hätte. Trotzdem war es einfach unnatürlich, dass eine Zusammenkunft der Garrisons so friedlich verlief. Immerhin waren sie eine, um es behutsam auszudrücken, recht eigenwillige Familie.

Zweitens: Seine Mutter schien relativ nüchtern zu sein. Es war zwar erst acht Uhr dreißig am Morgen, und selbst Bonita Garrison griff selten schon vormittags zur Flasche – wenn man die Bloody Marys nicht mitzählte, die sie in Vorbereitung auf sonntägliche Familiendinner verbrauchte. Doch seit dem Tod ihres Mannes vor zwei Wochen suchte sie immer früher am Tag ihren Trost im Alkohol.

Drittens und ganz besonders bedeutsam: John Garrisons Sessel am Kopf des langen Kirschholztisches war leer. Ein Zustand, den Parker in Ordnung zu bringen gedachte.

Seine Schwester Brittany gab einen erstickten Laut von sich, als er sich lässig auf das butterweiche Leder des Sessels fallen ließ, der seinem Vater gehört hatte, und den elektronischen Organizer vor sich legte.

„Du setzt dich in … in seinen Sessel?“, fragte Brittany empört.

„Er ist schließlich leer.“ Parker ignorierte den Vorwurf, dass er sich in das Revier seines Vaters drängte. Er hatte alles Recht dazu. Er war der Älteste, und er hatte die Dachgesellschaft der Familie in den letzten fünf Jahren geleitet, seit ihm sein Vater zum einunddreißigsten Geburtstag den Vorstandsposten angeboten hatte.

Auch alle übrigen Geschwister waren im Familienkonzern beschäftigt. Jeder von ihnen besaß eine der Immobilien, ob es nun das Grand Hotel war, ein Klub, ein Restaurant oder ein Wohnhauskomplex. Parker hatte sich diesen Sessel verdient, und nicht nur, weil er der Erstgeborene war, sondern vor allem durch harte Arbeit, Mut und ein paar brillante Entscheidungen zum Wohl der Firma.

„Es ist respektlos“, fuhr Brittany ihn an. Ihre braunen Augen funkelten böse. „Unserem Vater gegenüber.“

Brooke tätschelte beschwichtigend die Hand ihrer Schwester. „Beruhige dich, Britt. Irgendwo muss er doch sitzen.“

Parker warf Brooke einen dankbaren Blick zu und wunderte sich nicht zum ersten Mal, wie unähnlich sich die Zwillingsschwestern doch waren. Brooke schenkte ihm ein Lächeln, das ihr hübsches Gesicht noch freundlicher wirken ließ und den Kontrast zu Brittanys harten Zügen umso mehr betonte.

Den Zwillingen gegenüber saß Stephen, der Parker vom Alter her am nächsten war. Stephen verschränkte die Hände hinter dem Kopf und streckte seinen hochgewachsenen muskulösen Körper, der, genau wie die charakteristische Kerbe am Kinn, allen männlichen Garrisons eigen war. Ein amüsiertes Lächeln umspielte seine Lippen. Stephen war noch immer sonnengebräunt von einer Reise, die er erst kürzlich mit seiner Zwanzig-Meter-Jacht unternommen hatte.

„Sitz ruhig, wo du willst, großer Bruder“, sagte er gedehnt. „Er benutzt zwar den Sessel nicht mehr, aber ich denke, wir werden gleich die Hand unseres lieben Vaters in jedem Winkel des Raumes spüren.“

Parker runzelte die Stirn und folgte dem Blick seines Bruders hinüber zu der eindrucksvollen Gestalt von Brandon Washington, dem jungen brillanten Anwalt, der die Angelegenheiten der Familie regelte. Brandon hatte die Lippen fest zusammengepresst, während er konzentriert einige Dokumente ordnete und vor sich auf den Tisch legte. In diesem Moment sah er auf und begegnete Parkers Blick.

Was auch immer Brandon in John Garrisons Testament gelesen haben mochte, der warnende Ausdruck in seinen Augen war eine eindeutige Botschaft: Das wird dir nicht gefallen.

Parker bewegte sich unruhig auf seinem Sessel hin und her und zwang sich, das merkwürdige Gefühl zu ignorieren. Was konnte schon im Testament stehen, das ihm nicht gefallen würde? Nichts außer der Firma war ihm wichtig. Die Immobilien, das Vermögen – all das kam erst an zweiter Stelle nach der Dachgesellschaft, deren Profite in die restlichen Projekte investiert wurden.

Und er, Parker Garrison, hielt den größten Teil dieses Kuchens in den Händen. Sicher hatte Dad seine damalige Entscheidung, ihn zum Vorsitzenden zu machen, nicht bereut. Es gab keinen Grund, sich Sorgen zu machen.

Aber dennoch gefiel ihm die Stimmung nicht, die von dem jungen Anwalt ausging. Offenbar genauso wenig wie seiner Mutter, ihrem sorgenvollen Gesichtsausdruck nach zu urteilen. Bonita Garrison strich sich nervös eine rabenschwarze Haarsträhne aus der Stirn, die sie zwar nicht wirklich störte, ihr aber Gelegenheit gab, etwas mit ihren zittrigen Händen anzufangen.

Vielleicht hätte sie doch besser einen Schluck trinken sollen. Wahrscheinlich hätten sie das alle tun sollen, wenn auch nur, um den tiefen Schmerz über den Verlust des geliebten Vaters zu betäuben. Eine Liebe, dachte Parker missmutig, die leider nicht auch automatisch für unsere Mutter gilt. Bonita war schon immer eine eher kühle und abweisende Frau gewesen.

Adam kam als Letzter. Er betrat den Raum auf seine gewohnt ruhige und distanzierte Art, das lange dunkle Haar mit einer Hand lässig nach hinten streichend. Ein Besuch beim Friseur wäre dringend nötig gewesen, um ernster genommen und nicht nur als Besitzer eines Nachtklubs angesehen zu werden – selbst wenn das „Estate“ einer der beliebtesten Klubs von Miami Beach war. Adam war der jüngste der Garrison-Männer, nur die Zwillinge kamen in der Geburtenfolge nach ihm.

Der Anwalt stand auf, was Parker aus seinen Gedanken riss. Die Geschwister und er würden mit jedem Problem fertig werden, da war er sicher. Und gerade er, der Älteste, war mehr als irgendjemand sonst in der Lage, die Probleme der Firma zu meistern, die zur Zeit weder Investoren noch Geschäftspartner glücklich machten.

Er würde schon eine Lösung finden, wenn er nur weiterhin die meisten Firmenanteile besaß! Parker wandte sich Brandon zu und hatte die Selbstsicherheit eines Mannes wiedergewonnen, der das Wesentliche im Auge behielt. Dieses Talent hatte ihn an die Spitze der Geschäftswelt gebracht, und es würde ihm auch weiterhin helfen.

Der Anwalt begann mit monotoner Stimme das Testament vorzulesen. Stephen warf Parker einen ungeduldigen Blick zu, und der antwortete mit einem schiefen Lächeln. Brittany krakelte auf ihrem Notizblock herum und brachte Parker in Versuchung, ihr unter dem Tisch einen Tritt gegen das Schienbein zu geben. Brooke und Adam beobachteten den Anwalt gespannt, und Bonita seufzte leise, während die Besitztümer genauso verteilt wurden, wie sie es alle erwartet hatten.

Plötzlich hielt Brandon inne. Er holte tief Luft und sah Bonita mitleidig an, bevor er den Blick direkt auf Parker lenkte.

„Der nächste Abschnitt handelt von den Aktien der Muttergesellschaft, der ‚Garrison Incorporated‘. Mr. Garrison hat entschieden, dass sie unter seinen sechs Kindern aufzuteilen sind.“

Parker zuckte zusammen. Brittany blinzelte. Stephen beugte sich vor und brachte ein leises „Was?“ hervor.

Hatte er „sechs“ gesagt? Der Mann arbeitete zu viel.

„Wir sind fünf, Brandon“, verbesserte Parker ihn mit einem leichten Lächeln. „Wie Sie sicher sehen können.“

Brandon antwortete nur mit einem langen, ernsten Blick. Einem seiner jungen Mitarbeiter entfuhr ein nervöses Lachen, das er hastig in ein Husten zu verwandeln suchte.

„Fünf sind es in diesem Raum“, sagte Brandon langsam. „Sechs insgesamt.“

Für den Bruchteil einer Sekunde sagte niemand etwas, zu groß war der Schock. Parker starrte den Anwalt finster an, während er versuchte, die Worte zu verarbeiten.

Dann herrschte Chaos. Stephen brüllte: „Das ist lächerlich!“, Brittany stieß einen empörten Schrei aus, und Brooke erhob sich halb, um eine Erklärung zu verlangen. Ihre Mutter atmete so schwer, dass es wie ein Stöhnen klang. Nur Adam blieb ruhig, auch wenn seine Miene völlige Ungläubigkeit ausdrückte.

Der Anwalt hob eine Hand, wurde aber ignoriert. Der Lärmpegel stieg gefährlich an, Fassungslosigkeit und Wut machten sich breit.

„Aufhören!“, rief Parker schließlich und schlug mit einer Hand auf den Tisch. „Lasst ihn zu Ende reden.“

Wie meistens, brachte auch jetzt ein einziger Befehl des Ältesten die Geschwister zur Räson. Als wieder Stille herrschte, sagte er ruhig: „Wie Sie sich denken können, verlangen wir eine Erklärung, Brandon.“

Der Anwalt nickte und las weiter aus dem Dokument vor. „Die Aktien der ‚Garrison Incorporated‘ werden unter meinen sechs Kindern aufgeteilt, und zwar wie folgt: Fünfzehn Prozent zu gleichen Teilen an Stephen, Adam, Brooke und Brittany.“

Parker hielt gespannt den Atem an, während er darauf wartete, dass Brandon fortfuhr.

„Die verbleibenden vierzig Prozent gehen zu gleichen Teilen an meinen Sohn Parker und meine Tochter Cassie Sinclair, die auch das volle Eigentumsrecht am Hotel ‚Grand-Bahamas‘ erhält.“

Das Blut rauschte so laut in Parkers Ohren, dass es fast den Lärm übertönte, der jetzt wieder ausbrach.

„Cassie Sinclair ist seine Tochter?“

„Die Leiterin des Bahamas-Hotels...



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