Stacey | Ein Kowalski kommt selten allein 2 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 608 Seiten

Reihe: MIRA Taschenbuch

Stacey Ein Kowalski kommt selten allein 2

eBundle
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-95576-494-4
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

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E-Book, Deutsch, 608 Seiten

Reihe: MIRA Taschenbuch

ISBN: 978-3-95576-494-4
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



GANZ ODER KOWALSKI
'Ich würde nie eine Frau heiraten, die nicht kochen kann!'
'Und ich würde nie einen Mann heiraten, der keine Frau heiraten würde, die nicht kochen kann!'
Die Beziehung von Sean Kowalski und Emma Shaw fängt geschäftlich an und wird minütlich persönlicher. Zuerst hat Emma ihn damit überrascht, dass sie verlobt sind. Jedenfalls glaubt das Emmas Grandma seit Monaten. Und da sie jetzt nach New Hampshire kommt, braucht Emma ihn. Dann hatte Sean nichts dagegen, so zu tun, als wäre er verrückt nach Emma, ihren heißen Kurven und den vollen Locken. Inzwischen teilt er das Haus mit ihr. Und während ihre Grandma sich lächelnd zurücklehnt, reden sie immerzu über Familie, Babys und Sex! Besonders beim letzten Thema ist Sean sehr aufmerksam ... Aber falsch verlobt wird am Ende doch nicht richtig sein?!
MANCHE MÖGEN'S KOWALSKI
Ladys, aufgepasst: Mitch Kowalski ist zurück! Ihr wisst ja: Spaß - immer! Verpflichtung - niemals ...
'Geschlossen.' Das Schild, das Paige Sullivan an die Eingangstür ihres Diners hängt, könnte sie seit zwei Jahren auch gut um ihr Herz tragen. Komisch nur, dass Mitch Kowalski das komplett ignoriert: Der notorische Bad Boy, soeben auf seinem Motorrad nach Whitford zurückgekehrt, sieht sie an, als wäre sie ein besonders köstlich aussehendes Erdbeer-Dessert. Allerdings: Sein Lächeln geht Paige unter die Haut ... Sollte sie vielleicht eine Ausnahme machen und Kowalski auf seine legendären Fähigkeiten als Mann testen? Paige wäre eher an etwas Solidem, etwas Ernstem interessiert und ist alles andere als der Typ für eine heiße Affäre. Andererseits bleibt Mitch ja nur für sechs Wochen. Kann man in der kurzen Zeit ernsthaft sein Herz verlieren?



Mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt die Bestsellerautorin Shannon Stacey in New England, das für seinen farbenprächtigen Indian Summer bekannt ist, aber auch für sehr kalte Winter. Dann macht sie es sich gerne zu Hause gemütlich. Leider weigern sich Shannons Katzen hartnäckig, auf ihrem Schoß als Wärmflasche zu dienen, während sie schreibt.

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Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

„Noch genauso hässlich wie eh und je.“

Sean Kowalski zeigte dem Barkeeper den Finger und ließ seinen Seesack auf den Boden neben einen leeren Hocker fallen. „Das liegt in der Familie, Cousin.“

Da sie beide fast einen Meter fünfundachtzig groß waren, konnten sie sich über den Bartresen hinweg umarmen. Kevin klopfte ihm auf den Rücken. „Ich bin verdammt froh, dass du wieder zu Hause bist.“

„Ich auch.“ Sean setzte sich auf den Barhocker und nahm einen kräftigen Schluck von dem schaumigen Bier, das Kevin vor ihm auf die Theke gestellt hatte. „Tut mir leid, dass ich deine Hochzeit verpasst habe. Und Joes auch.“

„Du musstest dich in Afghanistan beschießen lassen. Wir nehmen es dir also nicht übel, dass du gefehlt hast. Jedenfalls nicht besonders.“

„Ich kann immer noch nicht glauben, dass ihr beide es geschafft habt, Frauen zu finden, die eure Mrs Kowalski sein wollen. Was stimmt nicht mit ihnen?“

Kevin warf ihm ein breites Grinsen zu. „Es liegt an den Grübchen. Frauen können ihnen einfach nicht widerstehen. Ein Jammer für dich, dass wir sie von Ma geerbt haben und du nur die blauen Augen von Dads Seite mitbekommen hast.“

„Ich kann mich nicht beklagen. Wie geht es deinen Eltern?“

„Gut. Sie freuen sich darauf, dich zu sehen. Ma hat für heute Abend eine Lasagne gemacht.“

Sean lächelte und tätschelte sich den Bauch. „Ich habe keine Mittagspause eingelegt. Also ist jede Menge Platz in meinem Magen. Es gibt vieles, das ich an meiner Mutter – Gott hab sie selig – vermisse. Ihre Kochkünste gehören allerdings nicht dazu. Tante Mary dagegen kann verdammt gut kochen.“

Kevin nickte und verschwand kurz, um sich eine Flasche Wasser zu holen. „Also, du hast keine Arbeit. Du musst Ma um Essen anbetteln und dir von mir ein Apartment schnorren. Die Army hätte eigentlich einen Mann aus dir machen sollen, keinen nutzlosen Waschlappen.“

„Zwölf Jahre haben gereicht. Ich weiß zwar nicht, was ich jetzt machen möchte, aber ich bin sicher, dass ich das nicht mehr machen will.“

„Hast du keine Lust, nach Maine zurückzukehren und deinem Bruder zu helfen, die Lodge zu leiten?“

Sean zuckte mit den Schultern. Selbstverständlich war das Thema zur Sprache gekommen – vor allem, als er seinen Brüdern und seiner Schwester erzählt hatte, dass er eine Zeit lang bei der Verwandtschaft in New Hampshire bleiben wolle. Doch er hatte keine Lust, den Rest seines Lebens auf der Northern Star Lodge zu verbringen. Schon als Kind hatte er es gehasst, dass Fremde sich in seinem Zuhause eingenistet hatten. Und dieses Gefühl war bis zum heutigen Tag geblieben. Er war nicht dazu geboren, Gastwirt zu sein.

„Das ist Plan B“, erwiderte er.

Kevin nahm einen Schluck aus der Wasserflasche und schraubte sie anschließend wieder zu. „Du weißt, dass ich nur Spaß mache. Du kannst natürlich so lange hierbleiben, wie du willst.“

„Danke, das weiß ich zu schätzen. Sobald ich von Tante Marys Essen genug habe, gehe ich vielleicht nach Hause zurück oder … Keine Ahnung.“ Das war einer der Gründe für seinen Entschluss gewesen, die Army zu verlassen. Er musste am nächsten Tag nirgendwo sein.

Eine große, vollbusige Frau mit roten Haaren trat aus einem Hinterzimmer. Kevin winkte sie heran. „Das ist mein Cousin Sean. Sean, das ist Paulie Reed – meine Chefbarkeeperin, die Assistentin der Geschäftsführung und meine rechte Hand.“

„Freut mich, Sie kennenzulernen“, sagte Sean und schüttelte ihr die Hand.

Paulie hatte einen festen Griff. „Ich habe schon viel von Ihnen gehört. Willkommen zu Hause. Mein Verlobter Sam und ich wohnen in dem Apartment unter Ihnen. Falls Sie irgendetwas brauchen, schreien Sie einfach.“

„Das werde ich machen.“ Er sah ihr hinterher. Sie hatte einen unglaublichen Hüftschwung. Aber ob es nun an der Erwähnung ihres Verlobten lag oder an der Tatsache, dass sie nicht sein Typ war – der Hüftschwung ließ ihn vollkommen kalt. „Jasper’s Bar & Grille, ja? Interessanter Name.“

„Der Laden hieß schon so, als ich ihn übernommen hab, und ich bin zu geizig, ein neues Schild zu kaufen. Trink dein Bier aus, damit ich dich schnell nach oben bringen kann.“

Sean trank das restliche Bier aus, schnappte sich seinen Seesack und folgte seinem Cousin zu einem Flur im hinteren Teil. Nachdem sie zwei Treppen hinaufgestiegen waren, kamen sie zu dem Apartment, das Kevin ihm für die Dauer seines Besuchs zur Verfügung stellte. Es war eine ordentliche, saubere Wohnung mit einer großen Ledercouch und einem riesigen Fernseher. Vollkommen in Ordnung, was Sean betraf.

„Das wär‘s dann“, sagte Kevin, nachdem er ihm alles gezeigt und ihm die Schlüssel übergeben hatte. „Du hast alle unsere Telefon- und Handynummern. Außerdem ist Paulie für gewöhnlich in der Bar, falls du irgendetwas brauchst.“

Sean schüttelte ihm die Hand. „Wir sehen uns dann beim Abendessen. Ich freue mich, Beth und eure kleine Tochter kennenzulernen.“

„Lily ist ein Kracher. Vor einer Woche war ihr erster Geburtstag. Und sie liebt es, ihre Cousinen und Cousins zu terrorisieren.“ Er zog seine Brieftasche hervor. Als er sie aufklappte, kam ein Bild von einem quirlig wirkenden kleinen Mädchen zum Vorschein. Auf dem Kopf hatte die Kleine einen lustigen Zopf. Ihre blauen Augen strahlten, und sie hatte süße Grübchen und ein verschmitztes Lächeln.

„Eines Tages wird sie mal eine Menge Herzen brechen“, meinte Sean. Das hatte er jedenfalls andere Typen sagen hören, wenn sie Bilder von den Töchtern anderer Männer betrachtet hatten.

„Dann werde ich jede Menge Arme brechen. Joes Tochter Brianna sieht Lily ähnlich. Allerdings hat sie keine Grübchen. Sie ist jetzt viereinhalb Monate alt und höllisch laut.“ Kevin ging zur Tür. „Ich habe Beth versprochen, um drei zu Hause zu sein. Erst dann kann sie vorbereiten, was wir mit zu Ma nehmen wollen, ohne ständig über Lily zu stolpern. Die Kleine bleibt einfach nicht mehr da, wo man sie hinsetzt … Wir sehen uns dann gegen sechs.“

Als Kevin verschwunden war, ließ Sean sich aufs Sofa fallen und schloss die Augen. Es war schön, zu Hause zu sein – auch wenn das Zuhause nur eine geliehene Wohnung war. Zum ersten Mal seit zwölf Jahren konnte er gehen, wohin er wollte, konnte tun und lassen, was auch immer er wollte. Die Army hatte ihm einen guten Start ins Leben ermöglicht, und er bereute die Jahre, in denen er gedient hatte, überhaupt nicht. Doch jetzt war er so weit, selbstständig leben zu wollen.

Und was war der erste Tagesordnungspunkt als selbstständiger Mann? Ein Nickerchen.

Als es an der Tür klopfte, schreckte er aus dem leichten Schlaf auf, in den er gerade erst geglitten war. Eigentlich erwartete er niemanden. Soweit er wusste, waren die einzigen Menschen, die ihn besuchen könnten, seine Verwandten. Und die traf er später bei seiner Tante und seinem Onkel. Trotzdem rechnete er damit, einen seiner Cousins zu erblicken, als er die Tür öffnete.

Doch er irrte sich gewaltig. Seine unerwartete Besucherin war ganz sicher nicht mit ihm verwandt. Und das war gut so, denn sein Körper reagierte so stark, als würde er zum ersten Mal einer hübschen Frau gegenüberstehen. Die Dame vor seiner Tür hatte eine wilde Mähne dunkler Locken in verschiedenen Farbtönen – es wirkte beinahe wie die Maserung von glänzendem Kirschholz. Ob man sie als brünett oder rothaarig bezeichnen konnte, hing wahrscheinlich auch vom Lichteinfall ab. Ihre Augen waren noch dunkler. Sie hatten die Farbe von starkem schwarzen Kaffee. Sie war groß, schlank und besaß Kurven an genau den richtigen Stellen.

Es war ein Körper, der unmissverständliche Reaktionen in ihm hervorrief – anders als der der sexy Barkeeperin. Diese Frau war nicht ganz so vollbusig. Und wenn er bedachte, wie sie auf ihren Körper zu achten schien, glaubte er, dass sie im Bett bestimmt gut zu ihm passen würde.

Okay. In Sachen Sex hatte er offensichtlich Nachholbedarf, wenn er bereits anfing, davon zu träumen, mit einer vollkommen Fremden zu schlafen, die nur zufällig an seine Tür klopfte.

„Kann ich Ihnen behilflich sein?“, fragte er, als sie nur dastand und ihn wortlos anblickte.

Sie zupfte an dem ausgefransten Bündchen ihres Sweatshirts herum, auf dem in kunstvollen Lettern Landschafts- und Gartengestaltung von Emma stand. „Sind Sie Sean Kowalski?“

„Jep.“

„Ich bin Emma Shaw … Ihre falsche Verlobte.“

„Wie bitte?“

Emma Shaw wusste, wie man sich einen falschen Mann aussuchte. Der waschechte Sean Kowalski war groß und hatte sonnengebräunte, starke Arme, über denen der blaue Stoff seines T-Shirts spannte. Seine dunkelblonden Haare, die er offenbar sehr kurz getragen hatte, wuchsen allmählich wieder. Ein Bartschatten schimmerte auf seinem ausgeprägten Kiefer, so als hätte er ein paar Tage lang vergessen, sich zu rasieren. Und auch wenn er sie im Moment misstrauisch ansah, waren seine Augen von dem hübschesten Blau, das sie je gesehen hatte.

Gut, vielleicht war es nicht nur Misstrauen, das in seinem Blick stand. Der Ausdruck zeigte auch, dass er fürchtete, sie könnte eine Verrückte sein, die eigenmächtig ihre Medikamente abgesetzt hatte. Eine Verrückte, die jeden Moment anfangen würde, wirres Zeug zu reden. Oder die ihm die handgefertigte Sean-Puppe zeigen würde, die sie gemacht hatte, um damit zu schlafen.

„Hey, Lady, ich hatte nie eine Verlobte –...



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