Stankewitz | Perfectly Broken | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 350 Seiten

Reihe: Bedford-Reihe

Stankewitz Perfectly Broken


4. Auflage 2019
ISBN: 978-3-95818-398-8
Verlag: Ullstein Forever
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1, 350 Seiten

Reihe: Bedford-Reihe

ISBN: 978-3-95818-398-8
Verlag: Ullstein Forever
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie hat mit ihrer großen Liebe auch sich selbst verloren. Doch dann hört sie seine Stimme, seine Musik. Sie hat ihn noch nie gesehen, trotzdem berührt er sie tief in ihrem Herzen. Kann sie sich erlauben, ein zweites Mal zu lieben? Als Brooklyn Manchester verlässt, will sie nur eines: mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit abschließen und den Tod ihrer großen Liebe verarbeiten. Die neue Wohnung in Bedford ist ihre letzte Rettung. Sie sieht sogar darüber hinweg, dass ihr Apartment durch eine Tür mit dem Schlafzimmer ihres Nachbarn Chase verbunden ist. Immer wieder dringen Geräusche und Gesprächsfetzen durch die verschlossene Tür, und Brooklyn erfährt viel über Chase. Sie fühlt sich von dem Fremden, dem sie noch kein einziges Mal begegnet ist, auf unerklärliche Weise angezogen. Als Chase dann beginnt, ihr Nachrichten zu schreiben und ihr auf dem Klavier ihr Lieblingsstück vorzuspielen, gerät Brooklyn in einen Strudel aus widersprüchlichen Gefühlen: In ihr kämpft die Anziehung zu einem Fremden mit ihrem eigenen Widerstand. Denn sie hatte ihr Herz für immer einem anderen versprochen ... Meinungen zum Buch: Ich bin völlig hin und weg von 'Perfectly Broken'. Wie der Titel schon sagt ist es perfekt. Für mich ein absolutes Lesehighlight 2019. (Buchhändlerin Alyssa Lesch auf NetGalley) Ein riesigen Dank an Sarah Stankewitz, dass sie uns die Geschichte von Brooklyn und Chase geschenkt hat. Diese Liebesgeschichte hat mein Herz berührt und mich völlig fertig gemacht. Ich weiß nicht, ob ich beim lesen schon einmal so gelitten habe wie bei dieser Geschichte. Es war die reinste Achterbahn der Gefühle. Gut, dass es Tempoboxen gibt!  Mädels, dieses Buch müsst ihr einfach lesen! (Buchhändlerin Merle Reuter auf NetGalley)  Unheimlich gefühlvolles Buch. Ich habe es regelrecht verschlungen und war begeistert von den Charakteren und der Liebesgeschichte. Perfekt zum mitfiebern und mitleiden. (Buchhändlerin Nadine Lubda auf NetGalley) Tolle Charaktere, leicht und locker erzählt, trotzdem mit Tiefe und dazu noch humorvoll. (Rezensentin auf Vorablesen)

Sarah Stankewitz lebt mit ihrem Freund in einer kleinen Stadt am Rande von Brandenburg. Seit ihrem Debütroman im Januar 2015 lässt sie ihrer Fantasie freien Lauf und ist immer wieder auf der Suche nach neuen Inspirationsquellen. Musik, Kerzen und ein bequemer Arbeitsplatz dürfen im Hause der Autorin ebensowenig fehlen wie eine leckere Tasse Kaffee. Ihre Geschichten spiegeln das wider, was sie sich stets von einem guten Roman erhofft: Liebe, Leidenschaft und eine Prise Humor.
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Prolog


»Muss das sein?«

Thomas’ Augen leuchteten, bevor er mir stumm das schwarze Tuch umband. Er stand hinter mir, so dicht, dass mich sein Atem im Nacken kitzelte. Die Härchen an meinen Armen stellten sich auf, weil seine Wärme auf meine kalte Haut traf. Ich fror schon, sobald die Temperaturen draußen unter die Zwanzig-Grad-Marke fielen. Es war also kein Wunder, dass ich mir am Morgen meinen dicksten Pullover angezogen hatte, während draußen die ersten Schneeflocken des Jahres vom Himmel rieselten. Der Herbst war so schnell vorbeigegangen, dass man gar keine Zeit gehabt hatte, sich auf den Winter vorzubereiten.

Der Stoff meiner Augenbinde roch nach Thomas und seinem Aftershave, nach Vertrautheit. Nach meinem Zuhause. Ich lächelte und inhalierte den Duft in einem tiefen Atemzug.

»Muss es«, hörte ich ihn schließlich sagen. Am Klang seiner Stimme erkannte ich, dass er lächelte. Oh, wie ich dieses Lächeln liebte. Es könnte die Eiszeit ausbrechen, sein Lachen würde mir immer Wärme schenken.

Thomas legte mir seine Hände auf die Schultern und drückte mich sanft herunter, sodass ich auf die Knie ging. Zitternd setzte ich mich auf den Fliesenboden in unserem Flur.

»Und weil du nicht schummeln sollst …«, murmelte er und stellte sich vor mich. Etwas fuchtelte vor meinem Gesicht herum, und ich wusste, dass es seine Hände waren. Seine Hände, in die ich seit fünf Jahren meine ganze Welt legte. »Wie viele Finger zeige ich?«

Sein Duft hüllte mich immer noch ein, als ich versuchte, durch das Tuch hindurch etwas zu erkennen, aber der Stoff war blickdicht. Alles blieb dunkel und war doch so hell, weil Thomas jeden Raum erleuchtete. So war es schon immer gewesen. Thomas gehörte zu den Menschen, die allem in jeder Situation die Dunkelheit nahmen.

»Hm, lass mich raten. Keinen?« Meine Mundwinkel zuckten, weil ich wusste, dass ich richtiglag. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, sprach ich weiter. »Wenn du mich fragst, zeigst du keinen Finger, sondern ein Herz.«

Das Murmeln in seinen nicht vorhandenen Bart genügte mir als Antwort.

»Mist, und ich dachte, das Tuch würde reichen.«

»Ich kann wirklich nichts sehen, Schatz«, versprach ich ihm. »Ich kenne dich einfach nur besser, als du denkst.« Und das stimmte. Ich wusste immer, was in seinem hübschen Kopf vorging. Wusste, wann ihn etwas belastete und wann er vor Glück platzen könnte. Thomas Morgan war mein Seelenverwandter.

»Okay, ich glaube dir. Aber nur, weil ich weiß, dass du mich nie anlügen würdest.« Thomas gab mir einen Kuss auf den Mundwinkel und ließ mich auf dem Boden sitzen, während er sich leise entfernte. Das vertraute Knarzen unserer alten Holztür verriet, dass er etwas von der Veranda holte, und ich wurde immer nervöser.

»Du machst es ja wirklich spannend. Bist du dir eigentlich sicher, dass du meine hohen Erwartungen erfüllen kannst? Ich mein ja nur, wenn du so geheimnisvoll bist –«

»Schsch. Du musst ganz leise sein, Brooke. Ich weiß, dass dir das schwerfällt, aber vertrau mir einfach.«

Bevor ich etwas erwidern konnte, stellte Thomas etwas vor meinen Knien ab und legte meine Hände darauf. Es war ein Karton.

»Das bewegt sich!«, schrie ich spitz und rechnete bereits mit dem Schlimmsten. »Ich warne dich, wenn da eine Riesenspinne drin ist, dann bring ich dich um!« Thomas hatte schon häufiger versucht, mir über meine Angst vor den haarigen Achtbeinern hinwegzuhelfen, aber so etwas würde er mir nie antun.

Wieder raschelte der Karton, und ich fuhr mit den Fingerspitzen den Rand entlang, sodass ich unter ihn greifen und den Deckel entfernen konnte.

Einen Moment lang blieb es still. Lediglich Thomas’ Atem erfüllte den Raum und machte ihn lebendig. Gerade als ich ihn fragen wollte, ob ich die Augenbinde abnehmen dürfe, spürte ich etwas Nasses an meinen Fingern. Etwas Nasses und Warmes. Ich öffnete unter dem Tuch die Augen, und als ich merkte, wie eine kleine Zunge über meinen Daumen leckte, konnte ich nicht länger warten. Das war keine Spinne! Ich ignorierte Thomas’ Protest und riss mir das Tuch vom Gesicht.

Ein paar Sekunden setzte mein Herz aus. Meine Kehle schnürte sich zu, und in meinen Augen brannten Tränen, als ich dem niedlichsten Geschöpf der Welt ins Gesicht sah. Große runde Kulleraugen, schwarz wie die Nacht. Schneeweißes Fell und spitze Ohren. Passend dazu eine schwarze Stupsnase, die meine Hand beschnupperte.

»Happy Birthday, Brooke.« Thomas kniete sich neben mich, hob das zarte Wesen vom Boden, das kaum größer als eine Handvoll war, und setzte es in meinen Schoß.

»Oh mein Gott, i-ich –« Ich konnte nichts sagen, weil die Tränen schneller waren. Sturzbäche rannen über mein Gesicht, als der Welpe mich mit großen Augen ansah und begann, meine Tränen mit seiner süßen Zunge abzuschlabbern.

»Gefällt er dir?«

Er. Der kleine Wurm in meinen Armen war ein Rüde.

Seine Pfoten waren so klein, dass ich Angst hatte, ihn zu zerbrechen, wenn ich ihn zu sehr drückte. Aber ich konnte nicht anders. Er war so weich und roch so süß. Ein Blick in seine Augen brachte Eisberge zum Schmelzen und mein Herz gleich dazu.

Thomas hockte sich neben mich und streichelte den Kopf des Welpen, dem jetzt die Zunge aus dem Maul hing. Es sah aus, als würde er mich anlächeln.

»Ich liebe dich, Thomas. Weißt du das?« Wieder suchte mich ein Schluchzer heim, weil ich nicht wusste, wohin mit meinen Gefühlen. Schon als kleines Mädchen hatte ich davon geträumt, einen Hund zu haben, und plötzlich ging mein Wunsch so mir nichts, dir nichts in Erfüllung?

Thomas legte stumm seine Hand auf meine. Er sagte nicht oft, dass er mich liebte. Nicht, weil er nicht dasselbe empfand wie ich, nein. Thomas Morgan musste diese drei Worte nicht aussprechen, um es mir zu zeigen. Die Art und Weise, wie er mich ansah, reichte als Beweis. Wenn er mich abends im Bett an sich presste und mit dem Finger Kreise über meine Wange zog, schrie sein Körper lauter als es Worte je könnten.

»Sieh dir sein Halsband an.« Thomas deutete mit einem Nicken auf das schwarze Band. Ich fuhr mit der freien Hand über das Leder, und als ich schließlich einen Anhänger ertastete, schob ich das weiße Fell zur Seite und brach in schallendes Gelächter aus. Neue Tränen schossen in meine Augen, während ich vorlas, was auf der silbernen Medaille geschrieben stand: »Ich bin dein Schattenwolf.«

Ich lehnte meinen Kopf gegen Thomas’ Brust, der jetzt hinter mir saß und mich an sich zog. Hinter mir der Mann, den ich mehr als mein Leben liebte, und vor mir das süßeste Geschöpf dieser Welt. In diesem Augenblick war mein Leben trotz hoher Schulden bei der Bank und unserer mehr als anstrengenden Verwandten perfekt.

»Du bist ein Schattenwolf, ja?« Ich hob den kleinen Spitz in die Luft und gab ihm einen Kuss auf die feuchte Nase. Sofort schnellte seine Zunge über die Stelle, die mein Mund berührt hatte.

»Siehst du nicht, wie gefährlich er ist? Definitiv ist der kleine Kerl ein Schattenwolf. Er würde ganz Westeros auslöschen, um dich zu beschützen.«

Thomas und ich liebten es, abends im Bett zu liegen und gemeinsam in Serienwelten abzutauchen. Wir sahen Michael Scofield dabei zu, wie er in seinen Bruder aus dem Gefängnis holte. Sahen, wie in eine Insel Menschen verband und wieder entzweite. Beobachteten Walter White dabei, wie er zu einem Drogenboss mutierte und hellblaue Kristalle unter die Leute brachte. Wie Rick Grimes allein in einem Krankenhaus in einer Welt voller Untoter aufwachte.

Und seit Neuestem tauchten wir in die Intrigen der sieben Königslande ein. Jeden Abend verbrachten wir vor dem Fernseher und liebten mit jeder Folge und jedem Tod eines Protagonisten mehr.

Eine Weile lang sah ich den kleinen Kerl in meinen Händen noch bewundernd an und genoss das Kribbeln auf meiner Haut, weil Thomas meinen Nacken massierte. Ich liebte ihn mit jeder Sekunde unseres gemeinsamen Lebens inniger.

»Wir nennen ihn Ghost«, platzte es aus mir heraus. Es musste so sein. Kein Name passte besser zu dem Fellknäuel als dieser. Thomas’ Brust bebte an meinem Rücken, weil er lachen musste.

»Okay, dann also Ghost.« Thomas gab mir einen Kuss auf die Haare und kämpfte sich zurück in den Stand, während ich weiterhin auf dem Boden saß und Ghost kraulte. Der kleine Kerl warf sich in meinem Schoß auf den Rücken und schien es zu genießen, wie meine Finger Kreise über seinen weichen Bauch zogen. Kleine schwarze Tupfer auf seiner Haut ließen ihn wie ein Kunstwerk aussehen.

»Kann ich euch einen Moment allein lassen?« Thomas schnipste mit seinen Fingern vor meiner Nase, damit ich ihm meine Aufmerksamkeit schenkte. Aber ich konnte mich einfach nicht von Ghost und seinem zuckersüßen Gesicht trennen.

»Ich denke, ich bin in guten Händen«, versicherte ich...


Stankewitz, Sarah
Sarah Stankewitz lebt mit ihrem Freund in einer kleinen Stadt am Rande von Brandenburg. Seit ihrem Debütroman im Januar 2015 lässt sie ihrer Fantasie freien Lauf und ist immer wieder auf der Suche nach neuen Inspirationsquellen. Musik, Kerzen und ein bequemer Arbeitsplatz dürfen im Hause der Autorin ebensowenig fehlen wie eine leckere Tasse Kaffee. Ihre Geschichten spiegeln das wider, was sie sich stets von einem guten Roman erhofft: Liebe, Leidenschaft und eine Prise Humor.



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