Stankewitz | Rise and Fall | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 416 Seiten

Reihe: Faith-Reihe

Stankewitz Rise and Fall

Roman
22001. Auflage 2022
ISBN: 978-3-95818-667-5
Verlag: Ullstein Forever
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 1, 416 Seiten

Reihe: Faith-Reihe

ISBN: 978-3-95818-667-5
Verlag: Ullstein Forever
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Auftakt der Faith-Trilogie von Sarah Stankewitz: Romantisch, dramatisch, zum Weinen und zum Lachen! »Die Geschichte von Sky und Carter hat mich zutiefst berührt und wird mich so schnell nicht wieder loslassen.« thebookelle Wenn du den Boden unter den Füßen verlierst, musst du nach den Sternen greifen! Nach einem One-Night-Stand mit ihrem besten Freund Carter flieht Skylar überstürzt aus der Wohnung. Auf dem Heimweg hat sie einen Unfall, der ihr Leben für immer verändert. Sie wird nie wieder gehen können und sitzt von nun an im Rollstuhl. Carter verlässt am Morgen nach ihrer gemeinsamen Nacht für ein halbes Jahr das Land, um als Musikjournalist mit einer Band durch Europa zu touren. Sky möchte nicht, dass er für sie seinen Traum aufgibt, und so verheimlicht sie ihm den Unfall. Und ihre Gefühle, die weit über eine Freundschaft hinausreichen. Doch seine Rückkehr naht, und bald müssen sie sich der Wahrheit stellen... Die berührende Faith-Reihe - Rise and Fall: Wenn du den Boden unter den Füßen verlierst, musst du nach den Sternen greifen. - Shatter and Shine: Wenn in einer lauten Welt plötzlich alles verstummt, kannst du nur noch auf dein Herz hören. - Dream and Dare: Wenn die Angst dir die Sprache verschlägt, musst du dein Herz singen lassen. *** Eine berührende Friends-To-Lovers Geschichte über einen One-Night-Stand, einen Unfall, der alles verändert und eine ganz besondere Liebe. Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite! ***

Sarah Stankewitz lebt mit ihrem Freund in einer kleinen Stadt am Rande von Brandenburg. Seit ihrem Debütroman im Januar 2015 lässt sie ihrer Fantasie freien Lauf und ist immer wieder auf der Suche nach neuen Inspirationsquellen. Musik, Kerzen und ein bequemer Arbeitsplatz dürfen im Hause der Autorin ebensowenig fehlen wie eine leckere Tasse Kaffee. Ihre Geschichten spiegeln das wider, was sie sich stets von einem guten Roman erhofft: Liebe, Leidenschaft und eine Prise Humor.
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Prolog


Skylar


Vergangenheit

Sozialwaise.
Dieses Wort kreiste durch meine Gedanken wie das Einhorn, auf dem ich immer saß, wenn Mommy und ich auf den Jahrmarkt gingen. Es war rosafarben, hatte einen blauen Schweif und ein riesiges Horn mitten auf der Stirn. Es glitzerte. Auf Beauty fühlte ich mich immer wie eine Superheldin – das Karussell war schnell, und ich wollte nie nach Hause. Weil zu Hause alles kalt war. Vor allem Mommy. Irgendwann wollte sie nicht mehr mit mir auf den Jahrmarkt gehen. Irgendwann wollte sie gar nichts mehr machen, was mit mir zu tun hatte.

Seitdem blieb mir nur noch mein Kuscheltier, das ich ebenfalls Beauty getauft hatte und das jetzt auf meinem Schoß lag und mich aus einem traurigen Auge ansah. Das andere hatte Beauty in der Waschmaschine verloren.

Seit zwei Tagen war ich in diesem gigantischen Haus, bei diesen fremden Erwachsenen mit völlig fremden Kindern, von denen keines mit mir sprach. Als hätte ich eine ansteckende Krankheit. Nun war ich keine Superheldin mehr, sondern eine Außenseiterin. Eine Sozialwaise.

Als ich am Morgen über den warmen Flur geschlichen bin, habe ich das Wort heimlich in der Küche aufgeschnappt. Die Frau mit den tiefen Fältchen an den Augen und dem schönen Lächeln hatte es gesagt. Ihre Stimme klang dabei so traurig.

Ich war auch traurig, seit Mommy mich hierhergebracht hatte.

»Skylar ist so ein kluges und wundervolles Mädchen. Dass sie eine Sozialwaise ist, bricht mir das Herz, Charles. Aber wir werden ihr ein gutes Zuhause geben. Wie allen Kindern.« Charles war der Mann mit den grauen Haaren, die er lustig von einer Seite zur anderen kämmte. Ob sie im Wind nach oben fliegen würden?

Während ich die beiden belauschte und mein Kuscheltier an mich presste, versuchte ich zu verstehen, was sie mit diesem Begriff meinten. Wenn es bedeutete, dass ich Weihnachten ohne meine Mommy verbringen musste, dann wollte ich keine Sozialwaise sein. Hatte es etwas damit zu tun, dass sie mich hergebracht hatte? Ich vermisste Mommy. Ich vermisste sogar mein Zimmer, obwohl dieses hier dreimal so groß war und ein eigenes Fenster hatte, durch das man die Vögel beobachten konnte.

Das hier war nicht mein Zuhause, und selbst die große Holzkiste mit den Spielsachen auf dem dunkelblauen Teppich neben der Tür konnte mich nicht dazu bewegen, vom Bett aufzustehen. Ein Bett, das viel weicher und bequemer war als meins, in dem ich von dem Jahrmarkt geträumt und in dem Mommy mir früher meine Gutenachtgeschichten vorgelesen hatte. Die letzte Geschichte war schon lange her.

Ich zupfte an dem Kleid, das die Frau – Heather war ihr Name – mir heute Morgen herausgelegt hatte. Es war blau mit weißen Punkten, die mich an Schneeflocken erinnerten. Als es an der Tür klopfte, wischte ich mir eilig die Tränen weg. Heather kam rein und lächelte mich an, doch sie sah dabei immer noch traurig aus. Ob sie auch auf ihre Mommy wartete? Wenn ja, musste ihre Mommy schon sehr, sehr alt sein.

»Hey, meine Kleine.« Sie setzte sich zu mir aufs Bett und strich mir meine blonden Locken hinter das Ohr. Anschließend stupste sie das Kuscheltier in meiner Hand an.

»Wer ist denn das, hm?«

»Beauty«, erklärte ich stolz.

»Beauty ist wirklich wunderschön«, flüsterte Heather. Sie war eine alte Frau mit weißblonden Haaren und blauen Augen, genau wie ich sie hatte. Mommy sagte immer, sie erinnerten sie an einen Ozean. Ich wusste nicht, was genau sie damit meinte, weil ich noch nie einen Ozean gesehen hatte, aber ich freute mich jedes Mal, wenn sie es zu mir sagte, weil ich mich dann besonders fühlte.

»Hey, Süße.« Heather rückte näher an mich heran und flüsterte mir ein Geheimnis zu. »Weißt du, dass in einer Woche schon der Weihnachtsmann kommt?«

Ich nickte so heftig, dass es fast wehtat. »Natürlich. Der Weihnachtsmann ist mein Freund!« Zumindest war er das immer gewesen. Aber hier war alles anders.

»Oh, das ist er auf jeden Fall. Und weißt du, was das Schöne an der Zeit vor Weihnachten ist? Dass wir uns mit ganz vielen Plätzchen vollstopfen können. Die anderen Kinder sind alle schon in der Küche und bereiten den Teig vor. Komm doch mit runter, wir haben ganz tolle Formen. Ich glaube sogar, dass wir ein Einhorn haben!«

Im ersten Moment freute ich mich, weil ich die Vorstellung von Einhornplätzchen so schön fand. Doch dann dachte ich an die letzten Tage und daran, dass die Kinder nicht mit mir redeten. Ich spürte ihre Blicke, und ich wusste, dass sie mich nicht mochten. Heather strich meinem Kuscheltier die Mähne glatt und deutete zur Tür. »Also, was meinst du, Skylar? Lust auf Plätzchen?« Kurz überlegte ich, ihr zu folgen, aber das Schweigen der anderen Kinder machte mir zu viel Angst, also schüttelte ich den Kopf.

»Nein.«

Heathers Stirn wurde ganz faltig, und sie sah noch trauriger aus. Ob ich sie traurig machte? Ich wollte niemanden traurig machen. Am allerwenigsten Mommy. Doch sie war nicht hier, und das musste bedeuten, dass ich etwas falsch gemacht hatte, sonst hätte sie mich nicht hier vergessen. Sie wäre bei mir geblieben, wenn ich brav gewesen wäre.

»Bist du dir sicher? Der Teig schmeckt köstlich.«

»Ich will aber nicht. Ich will zu Mommy«, protestierte ich und wandte mich von ihr ab, damit sie mich in Ruhe ließ. Sie seufzte, tätschelte meinen Rücken und drückte mir einen Kuss aufs Haar. »Deine Mommy muss ein paar Dinge klären, bevor sie dich zurück nach Hause holen kann, Süße.«

Ich glaubte ihr kein Wort.

»Wenn du es dir anders überlegst, weißt du ja, wo die Küche ist. Charles und ich würden uns sehr freuen.« Charles war ihr Mann, das hatte ich mittlerweile verstanden. Sie waren nett zu allen Kindern, aber sie waren nicht meine Eltern. Das Bett quietschte, als Heather aufstand und leise das Zimmer verließ. Die Tür hatte sie offen gelassen. Ich hüpfte vom Bett herunter und stellte mich dicht an die Fensterscheibe, damit ich die Vögel im Garten beobachten konnte. Vögel waren meine Lieblingstiere, weil sie fliegen konnten und ich auch fliegen wollte. Mommy hat gesagt, dass ich in meiner Fantasie fliegen kann, aber ich glaube, sie wollte mich nur trösten.

»Du bist neu.« Die Stimme eines Jungen schreckte mich auf. Ich ließ Beauty zu Boden fallen und drehte mich um. Er stand im Flur vor meinem Zimmer und sah mich mit einem breiten Grinsen an. Seine Haare waren blond und hingen ihm in die Stirn. Er war viel größer als ich, vermutlich auch älter. Ich hatte ihn noch nie gesehen. Er war der erste Junge hier, der mit mir sprach.

»Du auch, oder?«, fragte ich und hob mein Kuscheltier vom Boden auf, um es gegen meine Brust zu drücken. Beauty beschützte mich vor all den Monstern, denen ich tagsüber und nachts begegnete. Ob sie mich auch vor den anderen Kindern beschützen konnte?

»Nein, ich bin schon länger hier …« Mit diesen Worten kam er in mein Zimmer und sah sich um. Er trug ein graues Shirt, eine schwarze Hose und war sicher schon acht oder neun Jahre alt. Ich musste den Kopf in den Nacken legen, um sein Gesicht zu sehen. Seine Augen waren blau.

»Aber ich war in der letzten Woche krank und musste im Bett bleiben.« Der Junge trat näher an mich heran. »Mein Zimmer ist das neben deinem. Ich habe schon gehört, dass jemand Neues da ist. Gefällt es dir hier?« Seine Mundwinkel breiteten sich zu einem Lächeln aus. Er war netter als alle Kinder, denen ich bis jetzt hier begegnet war, zusammen.

»Nein. Die anderen reden nicht mit mir«, schniefte ich, weil ich immer noch traurig war. Seit Daddy uns verlassen hatte, war ich das oft. Der Junge vor mir hingegen sah glücklich aus. Gefiel es ihm hier wirklich?

»Das liegt nicht an dir. Am Anfang ist es immer schwer, wenn jemand Neues dazukommt. Sie wissen nicht, wie sie mit dir umgehen sollen.«

Ich zuckte mit den Schultern, weil ich ja auch nicht wusste, wie ich mit ihnen umgehen sollte. Anstatt den Jungen anzusehen, blickte ich zum Boden und drückte meine Zehen in der gepunkteten Strumpfhose gegen das alte Holz.

»Heute ist Plätzchentag. Den solltest du nicht verpassen. Charles und Heather machen den besten Teig der Welt, versprochen.«

»Ich habe Angst«, gestand ich ihm und merkte, wie meine Lippen bebten. Als er seinen Arm um meine Schulter legte, fühlte ich mich sofort sicherer. »Du brauchst keine Angst haben. Ich pass auf dich auf. Und wenn dich jemand ärgert, dann kriegt er es mit mir zu tun.« Er knuffte mir in den Oberarm, und ich musste grinsen. »Außerdem brauche ich deine Hilfe beim Backen. Ich kann mich nie für die beste Plätzchenform entscheiden. Wie heißt du?«

»Skylar«, antwortete ich schüchtern und spürte, dass er mich noch dichter an seine Seite drückte. »Okay, SkySky. Dann lass uns nach unten gehen und den anderen zeigen, wer die coolsten Plätzchen backen kann!«

SkySky.

Ich hatte noch nie...


Stankewitz, Sarah
Sarah Stankewitz lebt mit ihrem Freund in einer kleinen Stadt am Rande von Brandenburg. Seit ihrem Debütroman im Januar 2015 lässt sie ihrer Fantasie freien Lauf und ist immer wieder auf der Suche nach neuen Inspirationsquellen. Musik, Kerzen und ein bequemer Arbeitsplatz dürfen im Hause der Autorin ebensowenig fehlen wie eine leckere Tasse Kaffee. Ihre Geschichten spiegeln das wider, was sie sich stets von einem guten Roman erhofft: Liebe, Leidenschaft und eine Prise Humor.



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