Stavaric | Déjà-vu mit Pocahontas. Raritan River | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 104 Seiten

Stavaric Déjà-vu mit Pocahontas. Raritan River


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-7076-0340-8
Verlag: Czernin
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 104 Seiten

ISBN: 978-3-7076-0340-8
Verlag: Czernin
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Michael Stavarics Erzählstücke 'Déjà-vu mit Pocahontas' und 'Rarität River' sind die unmittelbaren Produkte eines literarischen Alltags: autobiografisch und phantastisch, gewitzt und sprachmächtig zeugen sie von literarischem Nomadentum. Michael Stavaric, der neben anderen Veröffentlichungen im Frühjahr 2011 seinen fünften Roman publiziert und damit einer der produktivsten Autoren der jüngeren Generation ist, beweist mit diesen kleinen Meisterstücken einmal mehr, dass literarischer Mut unterhaltsam sein kann. In 'Déjà-vu mit Pocahontas' begibt sich der Erzähler auf eine Lesereise. Die Züge, die ihn in Deutschland an sein Ziel bringen, verheißen einiges: Erkenntnis und ein amüsantes Stelldichein mit der modernen Pocahontas. Geschickt bedient sich Stavaric Arno Schmidt'scher Sprache und Topoi, um dann den Leser auf ganz andere Spuren zu lenken. 'Rarität River' wiederum spielt auf amerikanischem Boden, der Erzähler folgt einem Fluss und seinen dazugehörigen Ortschaften, einst tiefstes Indianerland. Dabei entsteht ein literarischer 'Roadmoviereport' - Überliefertes, Geschichtliches und Alltägliches vermengt sich zu absurden Szenerien. Die daraus resultierende poetische Kraft wendet sich entschieden gegen die 'Ortlosigkeit' moderner Welten.

Michael Stavaric, geboren 1972 in Brno, lebt als freier Schriftsteller und Übersetzer in Wien. Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen - zuletzt (2009) wurde er mit dem Hohenemser Literaturpreis, dem Literaturpreis Wartholz und dem Mira-Lobe-Stipendium ausgezeichnet.
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IC 2066, Kilometer 46, Ansbach
Sie saß mir demnach im Abteil gegenüber, rosarote Wängelchen, oh spicy chicken, dachte ich, "mit dem Lesen hab ich's nicht so", wusste sie, was war gegen Nabokov noch zu sagen?
Schluckte den Frosch (ich!), nahm mir ernsthaft vor, gar nichts von mir zu geben, totschweigen das Ganze, bis sie Nabokov einen weiteren Tritt gab.
"Kennen Sie Coelho?"
Wollte das von mir bestätigt wissen, die Flucht nach vorne antretend, erwähnte ich (eben da) spontan den Speisewagen (ich verdrück mich!).
Dass sie sich anschließen (abwimmeln, abwimmeln!) würde, wer hätte das schon auf seiner Rechnung gehabt, die goldigen Zierknöpfe ihres Jackentieres (Yak = Steak!) einhändig durch die Schlitze schiebend.
Push it!
Ich nahm das Portmonee zur Brust und wir schlingerten dahin.
Wagen 38, Wagen 37, Wagen 36, Speisewagen. (Als ich wir sagte, meinte ich mich.)


Michael Stavaric, geboren 1972 in Brno, lebt als freier Schriftsteller und Übersetzer in Wien. Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen - zuletzt (2009) wurde er mit dem Hohenemser Literaturpreis, dem Literaturpreis Wartholz und dem Mira-Lobe-Stipendium ausgezeichnet.



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