Steinmetz | Totes Land 3 - Der Bunker | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 500 Seiten

Reihe: Totes Land

Steinmetz Totes Land 3 - Der Bunker

Blutiger Showdown des Endzeit-Thrillers von M. H. Steinmetz
Erstauflage 2015
ISBN: 978-3-945493-27-4
Verlag: Mantikore-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Blutiger Showdown des Endzeit-Thrillers von M. H. Steinmetz

E-Book, Deutsch, Band 3, 500 Seiten

Reihe: Totes Land

ISBN: 978-3-945493-27-4
Verlag: Mantikore-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



TOTES LAND 3 - DER BUNKER Der Horror hat einen Namen: XJ09... Der teuflische Virus hat die Welt in ein Schlachthaus verwandelt. Mit Hochdruck arbeiten Wissenschaftler der Erprobungsstelle 53 an einem Gegenmittel. Vieles deutet darauf hin, dass man es mit weit mehr als einem Virus zu tun hat. Nach einer spektakulären Flucht durch die halbe Republik wähnt sich eine Gruppe Überlebender - unter ihnen der junge Markus - endlich in Sicherheit. Die Bedrohung durch die Toten ist nicht die einzige Gefahr, der sich Markus und seine Freunde stellen müssen, denn Einheiten der Erprobungsstelle 53 sind ihnen mit einem tödlichen Auftrag auf der Spur. Es gibt nur eine Lösung: Markus muss sich zum Ursprung der Plage begeben. Er muss in den Bunker und sich dem schlimmsten Feind stellen, den die Menschheit jemals gesehen hat. BLUTIGER SHOWDOWN DES ENDZEIT-THRILLERS VON M. H. STEINMETZ!

M. H. Steinmetz, Jahrgang 1965, lebt im schönen Rheinland-Pfalz und verdient sein täglich Brot als Programmierer. Indirekt hat er seinem Beruf den Weg zur Feder zu verdanken. Lange Flüge und Auslandsreisen haben nicht nur seine sowieso schon rege Fantasie beflügelt, im Flugzeugsitz und in Hotelzimmern gab es zudem viel ungestörte Zeit, um seine Geschichten voranzutreiben. Sein Romandebut TOTES LAND wurde für den Deutschen Phantastik Preis nominiert. Die Romanreihe umfasst inzwischen drei Bücher, wobei Steinmetz bereits weitere Romane im Horror Bereich veröffentlicht hat. Im Mantikore-Verlag plant Steinmetz in naher Zukunft eine Spielbuch-Adabtion seiner Romanreihe Totes Land zu schreiben. +++ Auszeichnungen +++ Nominierung für den Deutschen Phantastik Preis für TOTES LAND AUSNAHMEZUSTAND
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MORGEN BRECHEN WIR AUF


Schröder staunte nicht schlecht, als sie etwas später in der Zuflucht der kleinen Gruppe ankamen, die sich als Zwei-Millionen-Euro-Wohnung mit eigenem Pool auf dem Dach des Industriekomplexes entpuppte. Er legte seine Sachen ab und sah sich um. Hier hielten sich vier weitere Personen auf. Der Pool war verdreckt und in der Wohnung stank es nach Wodka und kaltem Rauch, aber das Gebäude war perfekt als Zuflucht geeignet. In diesem hermetisch abgeriegelten Betonbau im dritten Obergeschoss gelegen, glich es einer kleinen Festung, die mit bloßen Händen nicht einzunehmen war. Und mehr hatten die Toten auf der Straße nicht zu bieten. Sie konnten mit ihren knochigen Fingern an den Wänden kratzen und sich ihre blanken Schädel an den Stahltoren einrennen, bis nichts mehr von ihnen übrig war, sie würden diese Zuflucht nicht zu Fall bringen. Aber das mussten sie auch nicht. Das kleine Häufchen Überlebender war ihrem permanenten Gejammer ausgesetzt, dem Schlurfen ihrer Füße und Kratzen ihrer Finger an den rauen Wänden, und das würde sie schon bald in den Wahnsinn treiben. Egal, wie tief sie sich in dem Gebäude verkriechen würden. Und wenn das nicht reichte, würde sie der Hunger auf die Straße treiben.

Schröder hatte zusammen mit seinem Kameraden den verletzten Maier in eines der Schlafzimmer gebracht und ihn dort ins Bett gelegt. Ausgerechnet Maier hatte es erwischt. Mit seinen eins fünfundsiebzig war der aus Bayern stammende Mann der Kleinste der Einheit, aber das machte er durch seinen robusten Körperbau wett.

Maier öffnete die Augen.

„Siehst scheiße aus“, brummte Schröder „Was musstest du auch mit dem Hund kuscheln.“

Maier lachte matt. „Glaub mir, ich hasse Hunde.“

„Wir bekommen dich schon wieder auf die Beine“, machte ihm Schröder Hoffnung.

Der Hauptfeldwebel erinnerte sich daran, wie es passiert war. Vor Tagen hatten sie über eine Außenstelle der Allied Command Operations eine Nachricht erhalten. Das Hauptquartier der European Centre for Disease Prevention and Control in Stockholm erwarte dringend die Zuführung der Zielpersonen Null-Alpha und Null-Beta. Die Null stand für „immun“. Im Grunde ging es um einen Impfstoff. Sollte es nicht möglich sein, die Null-Personen lebend zum ECDC zu evakuieren, waren Blut und Gewebeproben das Mindeste, was sie nach Schweden bringen sollten. Infizierte trugen die Kennzeichnung „Kategorie Eins“ und wieder Auferstandene die Kennzeichnung „Kategorie Zwei“. Nach einem Abgleich der Daten aus Platkow sowie der Coleman in Mannheim sollten sich die Zielpersonen innerhalb der Koordinaten LAT49.332722 LONG8.427120 aufhalten.

Die auf drei Mann zusammengeschrumpfte Kommandoeinheit war in den letzten Tagen auf der Suche nach den Zielpersonen durch die Hölle gegangen und Schröder hoffte inständig, dass es die Leute am Ende wert waren. Nicht nur als Versuchskaninchen, sondern auch als Menschen. Also waren sie mit einem Zephyr-Schlauchboot von Mannheim aus flussaufwärts bis nach Speyer zum Wasserübungsgelände des Spezialpionierbatallions 464 im Reffenthal gefahren und dort an Land gegangen. Das Gelände bestand aus mehreren Fahrzeughallen und war von einem stabilen Zaun umgeben, stand aber ansonsten leer. Das Schlauchboot hatten sie in einem der Fahrzeughangars untergebracht. Ein guter Rückzugspunkt, sollte es eng werden. Von dort aus hatten sie sich in strömendem Regen querfeldein durch die Auwälder auf den Weg zu den Zielkoordinaten gemacht. Das war besser, als sich auf den Straßen zu bewegen, die die Toten bevorzugten. Womöglich aus alten Gewohnheiten, die tief verborgen eine Art Automatismus auslösten.

Die Probleme begannen, als sie den Friedhof der Domstadt erreichten. Feldwebel Schuman, ein kantiger Quadratschädel und Baum von einem Mann, sicherte, während Maier und Schröder über die mannshohe Backsteinmauer kletterten, die den Friedhof umgab. Das war keine große Sache, denn dafür waren sie ausgebildet. Die wenigen Toten zwischen den Gräbern wurden schnell und präzise mit schallgedämpften Schüssen ausgeschaltet. In den Morgenstunden kam es zu dem Zwischenfall. Der Regen prasselte sintflutartig vom Himmel und der Boden dampfte vor Feuchtigkeit. Nach mehr als achtundzwanzig Stunden ohne Schlaf waren nicht nur ihre Augen müde. Maier sollte ihre rechte Flanke decken, doch plötzlich sprang er aus der Deckung und stolperte auf den Gehweg. Ein schlanker Schatten hechtete ihm aus den Büschen hinterher und landete auf dem Oberkörper des zu Boden gegangenen Feldwebels. Schuman befand sich zu weit weg, um die Lage im Detail zu erfassen, doch Schröder erkannte sofort, was da vor sich ging. Mit krachenden Gelenken sprang er auf, schob sich im Laufen sein G36C auf den Rücken und zog sein Kampfmesser. Mit wenigen Sätzen erreichte er das ringende Knäuel. Was Maier aus den Büschen angesprungen hatte, war ein ausgewachsener Schäferhund, und der hing dem untersetzten Feldwebel jetzt am rechten Unterarm. Das Tier riss wie eine Bestie an dem Mann, Wassertropfen stoben ihm dabei aus dem nassen Fell und bildeten in der Luft ein glitzerndes Muster. Schröder stürzte sich mit gezücktem Messer auf den Hund und rammte ihm die gezackte Klinge bis zum Heft in den Körper. Mit der anderen Hand und seinem Körpergewicht drückte er den Köter nach unten. Das verletzte Tier jaulte erbärmlich auf, schnappte noch einmal in die Luft und erschlaffte im Griff des Hauptfeldwebels. Schwer atmend wartete er ab, erst als er sicher war, lockerte er seinen Griff. Das Vieh stank regelrecht zum Himmel. Schmutzig, ungepflegt und räudig vom Leben ohne wärmendes Wohnzimmer. Angewidert wälzte Schröder den Kadaver zur Seite.

Der Zustand des Feldwebels war äußerst bedenklich. Maiers Unterarm war eine einzige zerbissene Fleischwunde. Anscheinend hatte ihn das Tier noch im Gebüsch mit seiner ersten Attacke an der Wade erwischt, denn Maiers Hosenbein war ebenfalls zerrissen und blutgetränkt. Während Schuman die Umgebung sicherte und ein paar Tote, die vom Kampflärm angezogen wurden, mit gezielten Schüssen ausschaltete, legte der Hauptfeldwebel dem Verletzten einen notdürftigen Verband an, um zumindest die Blutung zu stillen.

Der Vorfall lag jetzt zehn Stunden zurück. In dieser Zeit hatte sich der Zustand des Verletzten rapide verschlechtert.

Schuman war der Combat First Responder oder schlicht gesagt der Sanitäter der Kommandoeinheit. Ohne Umschweife machte er sich zusammen mit Anette, einer schlanken Frau von eins fünfundsechzig in schwarzen Klamotten und mit prägnanter Bettie-Page-Frisur, in einem der Schlafzimmer an die Arbeit. Unter den provisorischen Verbänden sah es schlimmer aus als erwartet. Man konnte es förmlich riechen. Da das Kerzenlicht nicht ausreichte, bat Schuman die dunkelhaarige Frau, mit einer Taschenlampe die Wunden anzuleuchten. Maiers Unterarm war vollkommen verwüstet, Haut und Fleischfetzen hingen von den Wundrändern, die sich heiß und brandig anfühlten. Um die Bisswunde an der Wade war es nicht besser bestellt, sie hatte sich entzündet und blutete noch immer. Schuman schüttelte den Kopf, murmelte etwas von Wahnsinn und Albtraum und krempelte sich die Ärmel seiner Uniformjacke nach oben. Maier gehörte in ein Krankenhaus, aber diese Option hatten sie nicht. Verbissen machte er sich an die Arbeit.

Schröder ließ Schuman seine Arbeit machen und ging aus dem Zimmer. , dachte er sich. Die Wohnung war wirklich nicht von schlechten Eltern. Man betrat die Nobelbude durch einen quadratischen Flur, Boden und Wand waren mit einem eingetrockneten Blutfleck beschmiert. Dann gelangte man auf eine Art Plattform, auf der ein Esstisch aus Tropenholz stand. Auf dem mächtigen Tisch flackerten dicke Kerzen, von denen lange Wachsnasen auf die Tischplatte liefen. Folgte man vom Essbereich einer Handvoll Stufen nach unten, gelangte man zu einer Sitzgruppe aus hellem Leder, in deren Mitte auf einem Glastisch Wodkaflaschen und Aschenbecher um Platz rangen.

Schröder musterte verwirrt die illustre Gesellschaft, die sich in den Polstern lümmelte, und musste an eine Drogenpartie aus den Achtzigern denken, als sei dieses Gebäude nicht von einem toten Land umgeben. Es fehlten nur die bunten Scheinwerfer, die bizarre Muster an die Wände warfen, und der Geruch nach Shit. Markus hatte ihm die Leute schon vorgestellt. Vorneweg Anette, seine Frau und zugleich eine nahezu perfekte Reinkarnation eines Pin-Ups aus den Fünfzigern. An der Frau war einfach alles schwarz, nur ihre Haut leuchtete weiß wie Elfenbein. Schröder musste unwillkürlich an Schneewittchen denken. Anette hatte ihn schon beim Betreten der Wohnung überraschend herzlich begrüßt. Stinkend, durchnässt und fremd, wie er war, hatte ihn das verwundert, aber so waren manche Menschen eben, selbst in dieser extremen Zeit. Sie war es auch, die sich sofort mit Schuman um den Verletzten gekümmert hatte.

Zusammen mit Anette hatte Dirks Frau Katja Schröder begrüßt. Groß und dünn, aber eine bildhübsche Person mit dunklen, lockigen Haaren und einem herzlichen...


M. H. Steinmetz, Jahrgang 1965, lebt im schönen Rheinland-Pfalz und verdient sein täglich Brot als Programmierer. Indirekt hat er seinem Beruf den Weg zur Feder zu verdanken.
Lange Flüge und Auslandsreisen haben nicht nur seine sowieso schon rege Fantasie beflügelt, im Flugzeugsitz und in Hotelzimmern gab es zudem viel ungestörte Zeit, um seine Geschichten voranzutreiben.
Sein Romandebut TOTES LAND wurde für den Deutschen Phantastik Preis nominiert. Die Romanreihe umfasst inzwischen drei Bücher, wobei Steinmetz bereits weitere Romane im Horror Bereich veröffentlicht hat.

Im Mantikore-Verlag plant Steinmetz in naher Zukunft eine Spielbuch-Adabtion seiner Romanreihe Totes Land zu schreiben.

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