Stephens | Partygirl undercover | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 032014, 144 Seiten

Reihe: Julia

Stephens Partygirl undercover


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-0032-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 032014, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-0032-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Diese sexy Kurven würde Luke überall erkennen! Allerdings wirbelte Lucia Acosta damals temperamentvoll zu heißen Sambarhythmen über den Dancefloor - jetzt liegt sie auf den Knien und schrubbt ihn. Was ist mit dem Partygirl, das ihn mit einem Fingerschnipsen hätte haben können, passiert? Mit dieser umschwärmten Schönheit, die so gern gelacht und geliebt hat? Luke muss es herausfinden! Aber als er in ihre Augen blickt, erkennt er sofort, dass sich eins nicht geändert hat. Ob Lucia reich oder arm ist: Wer sie verführen darf, entscheidet die stolze Argentinierin ganz allein ...



Das erste Buch der britischen Schriftstellerin Susan Stephens erschien im Jahr 2002. Insgesamt wurden bisher 30 Bücher veröffentlicht, viele gehören zu einer Serie wie beispielsweise 'Latin Lovers' oder 'Foreign Affairs'. Als Kind las Susan Stephens gern die Märchen der Gebrüder Grimm. Ihr Studium beendete die Autorin mit einem MA in Musik, sie wurde professionelle Sängerin und schrieb Sachbücher. Mit dem Schreiben von Liebesromanen begann sie erst, als sie eines Tages die Autorin Penny Jordan kennenlernte, die sie als Freundin und Mentorin zum Schreiben ihres ersten Liebesromans ermutigte. Auf einer Auktion einer Benefiz-Veranstaltung konnte ein Tag mit einem Autor ersteigert werden. Susans Ehemann gab das höchste Gebot ab und so verbrachte Susan einen Tag mit der bekannten Romance-Autorin Penny Jordan, die beiden wurden gute Freundinnen. Für Susan Stephens steht die Familie an erster Stelle, danach kommen das Schreiben, die Freunde sowie die Haustiere. Gern besucht sie Theatervorstellungen sowie Konzerte, sie reist viel. Zu ihren Hobbys in der Freizeit zählen Lesen, Kochen und Stricken. Susan Stephens liebt Wanderungen durch die Landschaft in Yorkshire, wenn es regnet, spielt sie Klavier. Ihre liebsten Sportarten sind Reiten und Ski laufen. Ihren Ehemann lernte Susan Stephens auf Malta kennen, sie trafen sich an einem Montag und am folgenden Freitag verlobten sie sich, knapp drei Monate später waren sie verheiratet. Bis heute sind sie glücklich verheiratet und haben drei Kinder. Trotzdem hofft Susan, dass ihre Kinder bei der Wahl ihrer Lebenspartner etwas besonnener vorgehen.

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1. KAPITEL

Einen Job finden

Nicht gerade der Job, den ich mir erträumt habe, aber ich habe meine Gründe. Und zwar diese:

Tatsächlich hatte ich meinen Traumberuf gefunden, als Trainee im Management eines Luxushotels in London. Es war das Tüpfelchen auf dem i, nachdem ich meine Prüfung in Hotelmanagement bestanden hatte. Und eine Karriere im Servicebereich schien mir nur logisch, schließlich hatte ich jahrelang meine durchaus anspruchsvollen Brüder bedient. Aber ich hätte den Job nur behalten können, wenn ich mit dem schleimigen Portier geschlafen hätte, der mir drohte zu verraten, wer ‚Anita Costa‘ wirklich war, wenn ich nicht ‚ein bisschen nett‘ zu ihm wäre. Aber ich lasse mich nicht erpressen – nur über meine Leiche!

Alle, die mich vor diesen Tagebucheintragungen kannten, mögen sich nun fragen, was aus der wilden Lucia geworden ist, dem glamourösen, glitzernden Partygirl, das immer für Spaß und Abwechslung sorgte. Ist diese Luxusfrau wirklich so tief gesunken? Tja, wenn Du zu den Leuten gehörst, die sich diese Frage stellen, solltest Du weiterlesen.

Dabei wirst Du feststellen, dass ich mir eines bewahrt habe: meinen Sinn für Humor. Selbst jetzt, in einem Moment, der trostloser kaum sein könnte.

Niemand wusste wohl besser als Lucia, dass ein Nachtclub im hellen Tageslicht ein schäbiger, heruntergekommener Ort war.

Sie sollte endlich etwas verändern. Es schien ihr, als hätte sie den größten Teil ihres Lebens auf Knien und Händen herumrutschend damit verbracht, im Licht einer nackten Glühbirne den klebrigen Fußboden des Clubs zu scheuern. Bei Nacht, im schillernden, bunten Licht unzähliger Strahler, war der wildromantisch auf den Klippen Cornwalls gelegene Club Treffpunkt der High Society. Schließlich bot er unzählige Gelegenheiten, zu sehen und gesehen zu werden – und zwar sowohl auf der Tanzfläche oder an der Bar als auch an dem atemberaubenden Strand, der von durchtrainierten Wassersportlern bevölkert wurde. Auch Lucias Brüder waren hier als Jugendliche Stammgäste gewesen, immer begleitet von ihrem besten Freund Luke.

Luke …

War es ein günstiger Zeitpunkt, über Muskeln gepaart mit extremer Intelligenz nachzudenken, noch dazu in einer ausgesprochen attraktiven Verpackung?

Über einen Mann, der sich außerhalb von Lucias Reichweite bewegte.

Und der zu allem Überfluss auch noch Polo spielte. Also entsprach er schon mal nicht Punkt 10 auf ihrer To-Do-Liste und sie konnte ihn streichen, noch ehe sie die Punkte 2 bis 9 abgehakt hatte.

„Hast du nichts mehr zu tun?“

Lucia fuhr auf, als sie den Manager des Clubs entdeckte. Van Rickter war früher einmal der heimliche König des Partylebens gewesen, das hatte er Lucia gegenüber immer wieder erwähnt, als sie ihn um einen Job bat – irgendeinen Job. Mittlerweile hatte er seine besten Zeiten hinter sich und verschaffte sich Befriedigung damit, seine Mitarbeiter zu schikanieren. Sofort fuhr Lucia fort, den Boden zu wischen.

In diesem Moment trat Grace ein, ebenfalls eine von Vans Sklavinnen. „Ich hab gehört, heute gibt’s viel zu tun“, begann sie und warf ihre Tasche auf einen der Stehtische. „Wenn ich nur nicht diese Erkältung hätte. Eine Schnupfennase und tränende Augen erhöhen nicht gerade das Trinkgeld. Dabei hatte ich gehofft, heute Abend jemanden kennenzulernen, der mich herausbringt aus alldem hier.“

Während Grace eine abschätzige Handbewegung machte, dachte Lucia daran, dass die Erwartung einer großen Party sie vor gar nicht allzu langer Zeit noch in Alarmbereitschaft versetzt hätte. Nichts hatte sie mehr geliebt als zu flirten und zu tanzen. Beschützt von vier Brüdern, hatte sie keine Angst gekannt, sondern hemmungslos den Männern den Kopf verdreht. Mit High Heels, einem aufreizend engen Kleid, perfekt lackierten Fingernägeln, langen, dichten Wimpern und einem gekonnt geschminkten Kussmund hätte sie sich bereit gemacht für einen spannenden Abend. Doch die Zeiten waren vorbei.

Lucia wandte sich an Grace und fand, dass ihre Freundin ungewöhnlich blass aussah. „Ich kann deine Schicht übernehmen, wenn du dich nicht wohlfühlst“, bot sie an.

„Noch eine Schicht?“ Grace schüttelte den Kopf. „Du arbeitest doch schon pausenlos. Wenn du so weitermachst, wirst du noch krank. Mach dich schick heute Abend und schnapp dir einen der Kerle – und reserviere für mich auch einen.“

Innerlich erschauerte Lucia, doch sie ließ sich nichts anmerken, kühlte ihre heißen Wangen mit dem Handrücken und stimmte in Graces Lachen ein. Schließlich hatte die Freundin keine Ahnung, was Lucia in London passiert war, und Lucia wollte sie nicht mit Details dieser Erfahrung belasten.

„Oh, da ist Ärger im Anmarsch“, warnte Grace sie, als Van Rickter zurückkam.

Während Grace nach hinten ging, um sich umzuziehen, baute Van Rickter sich vor Lucia auf. „Hey, Anita“, begann er höhnisch. „Gib Gas, oder ich schicke dich zurück in die Gosse. Es gibt ’ne Menge Mädchen, die deinen Job sofort übernehmen würden.“ Dann wandte er sich ab und ging breitbeinig davon.

Jeder im Club kannte sie als Anita. Es war Lucias Lieblingsname aus dem Musical West Side Story. Und auch einen Nachnamen zu finden, war einfach gewesen. Während sie in einem Café gesessen und überlegt hatte, war sie irgendwann auf die Idee gekommen, einfach auf ein ‚a‘ zu verzichten. So wurde aus Lucia Acosta Anita Costa.

Und warum diese Fälschung?

Weil es nicht möglich war, ein normales Leben zu führen und halbwegs unabhängig zu sein, wenn deine vier Brüder dich im Polodress von jeder Plakatwand der Stadt angrinsen.

Lucia stemmte die Hand in den schmerzenden Rücken und dachte an Argentinien. Wie sehr sie sich nach der endlosen Weite der Pampa sehnte. Nie war ihr die warme, sichere Heimat in Südamerika unerreichbarer erschienen als jetzt, und sie hatte das Gefühl, als werde ihr immer mehr der Boden unter den Füßen weggezogen. Seit der schmierige Portier in London es ihr unmöglich gemacht hatte, im Hotel zu arbeiten, bewegte sich ihr Leben nur noch abwärts.

Es spielte keine Rolle, dass sie aus einer wohlhabenden Familie stammte. Das hier musste sie allein durchstehen.

Lucia strich ihr Haar zurück und fuhr fort, den Boden zu scheuern. Nach der Geschichte in London war sie froh, einen Job in einem Club zu haben, in dem niemand sie kannte. „Nutze immer deinen Verstand“, hatte ihre Mutter ihr noch kurz vor ihrem Tod eingeprägt. Nun, das war in London gründlich schiefgegangen. Sie war dumm genug gewesen zu glauben, der Portier sei ihr Freund.

Noch immer konnte sie kaum glauben, dass ihre Mutter tot war. Vor mittlerweile zehn Jahren war sie bei einem Hochwasser tragisch ums Leben gekommen. Demelza Acosta stammte aus Cornwall, deshalb hatte die Familie ihre Ferien immer hier in St. Oswalds verbracht. Für Lucia war es der einzige Ort gewesen, an dem sie sich sicher fühlte, nachdem sie London verlassen musste. Den Süden Englands verband sie mit wunderschönen, glücklichen Kindheitserinnerungen.

Kraftvoll schrubbte sie den Boden mit der Bürste, als Van Rickter zurückkam.

„Heute ist dein Glückstag, Anita“, meinte er spöttisch. „Ich habe Grace gerade nach Hause geschickt. Schließlich will keiner seine Drinks von einer verschnupften Bardame serviert bekommen. Du darfst also heute Abend ihre Schicht übernehmen. Aber denk gar nicht daran, vor sieben Uhr mit dem Putzen aufzuhören, klar? Dann bleibt dir immer noch Zeit genug, dich hübsch zu machen.“

Genau. Eine halbe Stunde, um sich im Wohnmobil unter die kalte Dusche zu stellen, umzuziehen und wieder im Club zu sein. Wenn sie zwischendurch nichts aß, konnte sie es schaffen. „Kein Problem.“ Sie brauchte das Geld.

Van Rickters Schweinsäuglein verschwanden fast völlig, als er sie zusammenkniff und Lucia misstrauisch musterte. „Sorg dafür, dass du ansehnlich aussiehst. Und crem deine Hände ein. So kannst du niemanden bedienen.“

„Klar.“ Lucia schenkte ihm ein Lächeln, von dem sie wusste, dass es Van Rickter weitaus mehr aus der Fassung brachte als ein schüchterner Blick. Sie würde schon dafür sorgen, reichlich Trinkgeld zu bekommen.

Attraktiv und gepflegt auszusehen war in diesem Job wichtiger als ein voller Magen. Nur so sind Trinkgelder garantiert, dachte Lucia, während sie mit zusammengebissenen Zähnen ihr wildes schwarzes Haar zu bändigen versuchte. Zuvor hatte sie wie immer eiskalt geduscht, warmes Wasser gab es in dem rostigen Wohnmobil nicht.

Den Caravan verdankte sie ihrem zweiten Job – allerdings hatte sie dafür noch kein Geld gesehen. Sie versuchte, Margaret zu unterstützen, die alte Dame, die das Gästehaus ‚Sundowner‘ führte, in dem Lucia früher mit ihren Eltern in den Ferien gewohnt hatte. Das Hotel lief nicht besonders gut, und Lucia half der Inhaberin, es mit neuem Leben zu füllen.

Zitternd rubbelte Lucia sich mit einem Badetuch trocken und versuchte, wieder warm zu werden. Dabei begutachtete sie kritisch und ein wenig ängstlich Graces Uniform. Sie sah viel zu klein aus. In letzter Zeit hatte Lucia ein bisschen zugenommen, weil sie den Köstlichkeiten, die Margaret ihr vorsetzte, nicht widerstehen konnte. Dabei hatte sie auch vorher schon durchaus weibliche Formen gehabt.

Sowohl ihr argentinischer Vater als auch ihre Mutter hatten den Kindern robuste Gene vererbt. Doch während ihre Brüder zu starken, großen Männern herangewachsen waren, die beinahe alle anderen überragten, war die...



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