Stevens | Breakfast Club 2: Ich wette ... für immer | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 364 Seiten

Reihe: Breakfast Club

Stevens Breakfast Club 2: Ich wette ... für immer


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-96089-050-8
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 364 Seiten

Reihe: Breakfast Club

ISBN: 978-3-96089-050-8
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eine Wette mit seinen besten Freunden bringt den zurückhaltenden Computerfachmann Zach Cohen dazu, sich auf eine Wochenendaffäre mit dem Ex-Cop Sam Stein einzulassen. Obwohl sie eine leidenschaftliche Nacht miteinander erleben, reist Zach ab, ohne eine Nachricht für Sam zu hinterlassen. Doch der Mann geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Sam Stein, der aufgrund eines tragischen Fehlers seinen Polizeidienst quittieren musste, versteht die Welt nicht mehr, als er feststellt, dass sein One-Night-Stand tatsächlich genau das war: eine einmalige Nacht. Er versucht, Zach aus seinen Gedanken zu verbannen und weiterhin so zurückgezogen zu leben wie vorher. Doch das Schicksal hat etwas anderes für beide Männer geplant. Breakfast Club Serie Band 2

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KAPITEL EINS


Die Hölle selbst konnte nicht schlimmer sein, als im Sommer in südlicher Richtung über die Garden State Bundesstraße zu fahren. Zach Cohens einziger Lichtblick war, dass jemand anderes hinter dem Steuer saß. Wie nett von den Sponsoren der Convention, ihm einen Fahrer zu schicken und ihm den Ärger zu ersparen, selbst fahren zu müssen.

Er blinzelte dem grellen Licht der späten Nachmittagssonne entgegen, das heiß und hell durch die Autofenster hereinschien. Die neuen Kontaktlinsen, die er speziell für dieses Wochenende besorgt hatte, verursachten ihm immer noch Probleme. Doch nach all den Jahren, in denen er eine Brille getragen hatte, wollte er sie noch einmal auszuprobieren. Dieses Wochenende würde voller Veränderungen für ihn sein, und Zach beschloss, sich selbst sowohl äußerlich als auch innerlich zu erneuern. Mit seinem alten Ich lief es nicht so gut.

Sein Handy vibrierte mit einer Textnachricht seines besten Freundes Marcus.

Hau sie um. Und denk daran, sei verrückt und lass dich gehen. Atlantic City ist wie Vegas was dort passiert, bleibt dort.

Schön wär’s, dachte Zach verdrossen und starrte aus dem Fenster auf die endlosen Autoschlangen. Er ohrfeigte sich mental, als er an die gestrige Unterhaltung beim Frühstück zurückdachte.

Er, seine beiden Freunde Julian und Marcus und Julians fester Freund Nick hatten sich an ihrem üblichen Frühstücksort in der Stadt getroffen, auch wenn es zum verabredeten Zeitpunkt eher ein Brunch war.

„Zach, bist du bereit für morgen und A.C.?“ Marcus signalisierte dem Kellner mit einer kreisförmigen Geste seiner Finger drei ihrer üblichen Mimosas und ein Bier für Nick zu bringen.

„Mann, wie gerne würde ich im Sommer zu einer Convention dort gehen. Nichts als Sonne, Sand und knappe Badehosen.“

„Hast du alle Männer in Manhattan durch, dass du jetzt auf Strandtouristen in Jersey erweitern musst, Marcus?“ Julian hob eine Augenbraue und grinste sie beide an. „Außerdem fährt Zach geschäftlich dorthin, nicht zum Vergnügen.“

Zach öffnete den Mund, aber wie üblich kam Marcus ihm zuvor. „Pffft. Blödsinn. Zach muss etwas Spaß haben und sich flachlegen lassen.”

„Das ist deine Antwort auf alles, aber das heißt nicht, dass es das Richtige für Zach ist“, argumentierte Julian. Nick blieb still; er war lange genug mit Julian zusammen, um die Dynamik der jeweiligen Freundschaften innerhalb der Gruppe zu verstehen.

„Weil du jetzt in einer Beziehung bist, glaubst du, das wäre für jeden am besten. Aber was, wenn er gar keine will? Was, wenn – “

„Ähm, hallo. Ich bin immer noch hier.“ Zach lehnte sich an den Tisch und fuchtelte mit den Händen zwischen den beiden sich streitenden besten Freunden herum. „Schön, dass ihr zwei denkt, mein Wochenende und mein Sexleben für mich planen zu müssen, aber ich brauche eure Hilfe nicht.“ Schlimm genug, dass seine Mutter ihm Dating-Ratschläge gab, das Letzte, was er in dieser Hinsicht brauchte, war die Einmischung seiner Freunde.

Bedauern spiegelte sich in Julians Augen. „Tut mir leid. Er“, Julian zeigte auf Marcus, „reizt mich so. Wir sind in unseren Dreißigern und nicht einundzwanzig, gerade fertig mit dem College und ständig auf der Suche nach einer Affäre.“

„Nicht jeder ist für Monogamie und Beziehungen gemacht, Juli. Du hast deine gefunden und ich freue mich für dich und Nick. Aber versuche nicht, uns anderen einzutrichtern, das wäre der einzige Weg um glücklich zu sein. Manche von uns sind absolut zufrieden, so wie wir sind – indem wir uns um Bedürfnis Nummer eins kümmern.“ Marcus nippte an seinem Drink und zuckte mit den Schultern. „Ich mag meine Männer auf die Art, wie ich meine Skittles mag: in jeder Farbe des Regenbogens. Außerdem“, seine Augen funkelten und Zach hatte den unguten Verdacht, dass das, was auch immer als Nächstes aus dem Mund seines Freundes kommen mochte, etwas Unverschämtes sein würde, „wenn Zach nach Atlantic City geht, sollten wir eine Art Wette abschließen.“

„Ich wette nicht“, sagte Julian. Er legte seine Ellenbogen auf den Tisch. „Das Geschäft läuft an und ich werde kein Geld für ein dummes Glücksspiel verzocken.“

„Du warst viel lustiger, bevor du angefangen hast, dich wie eine alte verheiratete Lady zu verhalten.“ Durch die jahrelange Erfahrung mit Marcus’ Unfug wusste Zach, dass dieser Gesichtsausdruck Schwierigkeiten für ihn verhieß. „Ich habe sowieso nicht mit dir geredet. Ich meinte Zach.“

Das musste er seinem Freund lassen. Unabhängig davon, dass es wahrscheinlich komplett unverschämt war und ziemlich sicher mit Sex Toys zu tun hatte, von denen er noch nie gehört hatte, konnte Zach es wider besseres Wissen nicht verhindern, interessiert zu sein.

„Ich werde das wahrscheinlich später bereuen, aber an was hattest du gedacht?“, fragte er, woraufhin er Julians frustriertes Stöhnen hörte, sowie Nicks Gelächter.

„Warum ermunterst du ihn auch noch? Du solltest es besser wissen.“

Marcus grinste Zach mit einem teuflischen Blick an und es war, als wären sie wieder in der Mittelstufe. Wild, wunderschön und verrückt; Zach konnte sich an keine Zeit seines Lebens ohne Marcus an seiner Seite erinnern. Sie kannten einander seit sie Babys waren und waren die Brüder, die keiner von ihnen je hatte.

„Ich habe über die Jahre gelernt, Marcus bei Laune zu halten, anderenfalls würde er hinter mir her sein wie der Hund hinter einem Knochen.“ Zach machte eine Geste mit seiner Hand. „Komm schon, raus damit. Was geht vor in deinem wahnsinnigen Verstand?“

„Du verletzt mich.“ Marcus tat beleidigt, aber ein durchtriebenes Lächeln umspielte seine Lippen und Zach machte sich bereit. „Es ist ganz einfach. Du besuchst einen Ort, der bekannt dafür ist, dass man sich dort gehen lassen und Spaß haben kann. Keiner kennt dich dort, weil deine ganze Arbeit hinter den Bildschirmen stattfindet.“

„Also, wie lautet die Wette?“ Angespannt ignorierte Zach Julians Gemurmel.

„Triff einen Kerl und ergattere seine Telefonnummer oder du schuldest mir einhundert Dollar.“

Nick schnaubte. „Das ist ja langweilig, besonders für dich, Marcus.“ Er dachte einen Moment nach, dann funkelten seine Augen böse. „Ich weiß etwas Besseres.“

„Oh Gott. Achtung!“ Julian vergrub seinen Kopf in den Händen. „Wenn er diesen Ausdruck in den Augen hat, bist du in Schwierigkeiten.“

Zach beobachtete, wie Nick seinen Arm um Julians Nacken schlang und ihn rasch umarmte. „Hab keine Angst, Babe. Es ist so unverschämt, dass es wahrscheinlich keiner von ihnen wagen wird. Aber es ist einfach zu lustig.“

Anscheinend hatte jeder seiner Freunde eine Meinung darüber, wie er sein Leben zu leben hatte. Während er Julian über den Tisch hinweg musterte, ihn so liebevoll mit Nick umgehen sah, durchfuhr Zach eine Welle der Sehnsucht. Wie würde es sein, so zu lieben und geliebt zu werden? Aber Julian und Nick, die für so viele Jahre getrennt waren, hatten lange und hart gekämpft, um an diesen Punkt zu kommen. Zach war nicht die Art von Mann, für die irgendjemand kämpfen würde. Er war einer, an den sich die Menschen kaum erinnerten.

„Los, weiter, Nick“, spornte Zach ihn an. „Ich bin ganz Ohr für das, was dir vorschwebt. Wie du schon sagtest, das heißt nicht, dass ich es durchziehen muss.“

Nick ignorierte Julians funkelnden Blick, verschränkte die Arme und ließ seinen Blick zwischen Zach und Marcus schweifen. „Nun ja, die Sache mit Wetten ist, dass sie immer auf beiden Seiten extrem sein sollten. Darauf zu wetten, dass du nicht in der Lage bist, die Telefonnummer eines Typen zu ergattern, ist langweilig, weil Zach natürlich dazu in der Lage ist. Das macht keinen Spaß. Warum nicht stattdessen darauf wetten, dass Zach einen Kerl aufgabelt und mit ihm das Wochenende über eine Affäre hat.“

Julian prustete los. „Das ist lächerlich.“

„Warte kurz, Julian. Lass Nick ausreden.“ Zach konnte nicht anders. Er wollte mehr von dem hören, was Nick zu sagen hatte.

„Zumindest wird Zach eine tolle Zeit haben. Doch hier kommt der spannende Teil.“ Nicks Augen blitzten vor Vergnügen.  „Der zweite Teil der Wette dreht sich darum, ob du Erfolg hast oder scheiterst. Wenn Zach scheitert, muss er sich jedes Wochenende für die nächsten drei Monate von uns verkuppeln lassen. So sehr, wie er es hasst, durch die Clubs zu ziehen und jemanden zu daten, ist es ein ziemlich guter Anreiz zu gewinnen.“

„Du bist ganz schön hinterhältig, Nick. Ich wusste, dass ich dich mag.“ Marcus grinste und trank von seinem Mimosa.

„Einen Moment, du Teufelskerl, ich bin noch nicht fertig. Was, wenn Zach gewinnt und sein sexerfülltes Wochenende hat?“ Nick lehnte sich zurück und verschränkte die Hände hinter seinem Kopf. „Dann musst du, mein Freund, für drei Monate enthaltsam bleiben.“

Julian blieb für einen Moment ganz ruhig und brach dann in lautes Gelächter aus, während Marcus seinen Drink ausspuckte und seine Empörung heraushustete. „Was? Willst du mich verarschen? Drei Monate? Ich war keine drei Tage ohne einen Kerl seit vor meiner Collegezeit.“ Angewidert linste er in sein leeres Glas und winkte den Keller für ein neues Glas heran. „Abgesehen davon ist das bescheuert. Jeder weiß, dass Zach dem niemals zustimmen würde. Er ist zu nett und mag keine Affären. Er würde verlieren und wäre dann gezwungen mit in die Clubs zu gehen, was er...



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