Stewart | Flammend heiß verführt | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 50, 208 Seiten

Reihe: Club

Stewart Flammend heiß verführt


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7457-5245-8
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 50, 208 Seiten

Reihe: Club

ISBN: 978-3-7457-5245-8
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Ausgerechnet Lucas! Eva ist mehr als genervt, als sie feststellt, dass sie für ihre nächste Marketingkampagne mit Lucas Waring zusammenarbeiten muss. Als Teenager war sie dem Pflegesohn ihrer Eltern so nah ... Für Lucas empfand Eva das allererste Mal heiße Leidenschaft - und sie gestand ihm damals sogar ihre Liebe. Doch seit er ihren Bruder in die Insolvenz getrieben hat, ist Lucas für sie gestorben! Wie soll sie es jetzt bloß mit ihm aushalten!? Zumal noch immer jede seiner scheinbar zufälligen Berührungen wie Feuer auf Evas Haut brennt ...

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PROLOG

Nervös knete ich meine Finger und bohre einen Absatz meiner Stilettos in den Plüschteppich im Arbeitszimmer meines Vaters.

Ich weiß, dass Lucas mir hierhin folgen wird. Ich habe es in seinen Augen gelesen. Der gleiche Blick, den ich in den vergangenen Monaten immer wieder bei ihm entdeckt habe … der gleiche Blick, den auch ich aufsetzen kann: Lust, Begierde – Liebe.

Ich liebe ihn schon seit Jahren – lange bevor Mum und Dad seine Beschützer geworden sind … lange bevor ich wirklich den Grund kannte, warum mein Herz aus der Brust springen wollte, warum ich am ganzen Körper bebte, warum ich kein Wort herausbringen konnte.

Ich bin achtzehn, wir feiern meine Geburtstagsparty, und ich kann es ihm genauso gut heute sagen – zumindest rede ich mir das ein. Denn ich kann es nicht länger für mich behalten. Aber ich habe auch Angst, es ihm zu gestehen. Es spielt keine Rolle, dass ich das gleiche Gefühl bei ihm zu spüren glaube, dass ich mitbekomme, wie er mich anschaut, wenn er glaubt, niemand beobachte ihn.

Ich erinnere mich an diesen Gesichtsausdruck, konzentriere mich darauf, während ich mein Champagnerglas leere. Beim Geschmack von Alkohol schüttelt es mich ein wenig, doch ich brauche ihn. Ich muss mir Mut antrinken. Die Tür fest im Blick, stelle ich das Glas beiseite.

Du liebst ihn. Du kannst es ihm sagen. Du musst es tun.

Über die Partymusik hinweg höre ich Schritte im Korridor, die näher kommen. Ich hole tief Luft, presse die Hände gegen meine Oberschenkel, damit sie nicht zittern, und hoffe, dass meine feuchten Handflächen keine Spuren auf meinem weißen Kleid hinterlassen.

Es klopft an der Tür, und mir stockt der Atem.

„Evangeline?“

Beim Klang seiner Stimme schießt das Blut schneller durch meine Adern, und mein Puls beginnt unkontrolliert zu rasen.

„Ja …“ Es klingt wie ein Flüstern und verrät meine Angst. Ich bin frustriert. Ich möchte selbstbewusst erscheinen, will, dass er mich als Frau sieht und nicht als die kleine Schwester seines besten Freundes Nate.

Reiß dich zusammen!

Sein Kopf erscheint im Türrahmen. Langsam lässt er den Blick von mir zurück in den Korridor wandern.

„Hey!“, stoße ich atemlos hervor.

Wir kommen einander nicht näher. Meine Knie fühlen sich an wie Pudding, und seine Finger zittern ein wenig, als er sich mit der Hand durchs Haar fährt. Die andere liegt noch auf der Türklinke.

Pack den Stier bei den Hörnern. Du musst es tun. Du musst es ihm zeigen.

„Schließ die Tür.“

Ich bin überrascht, wie selbstsicher ich dabei klinge, und noch überraschter, als er tatsächlich tut, worum ich ihn bitte. Aber er sieht mich nicht an. Seine Blicke brennen Löcher in den Boden vor seinen Füßen.

Ich hole tief Luft. „Warum schaust du mich nicht an?“

Sein Blick wird unsicher, und ich sehe, wie er mit sich kämpft.

Langsam trete ich einen Schritt vor. Der enge Minirock schränkt meine Bewegungsfreiheit ein und rutscht noch höher. Als ich ihn ausgewählt habe, habe ich mir diesen Augenblick vorgestellt – in dem ich Lucas meine Liebe gestehe, ihn vielleicht sogar verführen werde. Ich möchte mein erstes Mal mit ihm erleben, und heute Abend wäre perfekt dafür.

„Lucas?“

Er schüttelt den Kopf. Dann blickt er mir tief in die Augen, und ich sehe das Flackern in ihnen. In seiner Miene liegt Begierde. Die Arme lässt er hängen, und die Hände hat er zu Fäusten geballt.

„Wir sollten nicht hier sein … allein.“

„Warum bist du dann gekommen?“, provoziere ich ihn.

Bitte lass ihn verwirrt sein. Ich brauche dringend eine Bestätigung für meine Vermutung.

„Ich …“

Er schüttelt den Kopf, fixiert mich aber noch immer mit seinem Blick. Der Kampf, den er in seinem Inneren ausficht, ist klar ersichtlich. Er leckt sich über die Unterlippe. Der Anblick seiner Zunge verwirrt mich. Wie sehr möchte ich diesen Mund schmecken.

„Mit dir allein zu sein, hier …“ Mit einer Handbewegung zeichnet er meinen Körper von Kopf bis Fuß nach. Der Blick, mit dem er mich misst, lässt meine Haut prickeln.

„Vertraust du dir nicht?“, necke ich ihn. Ich will unbedingt witzig klingen, obwohl ich genau weiß, wie viel von seiner Antwort abhängt.

Ich nähere mich ihm bis auf Armeslänge, werfe ihm einen Blick zu, senke züchtig die Augenlider. Noch scheue ich mich, ihn zu berühren. Die Angst vor einer Zurückweisung ist immer noch da.

„Du weißt, dass wir das nicht tun sollten.“

Jetzt bin ich an der Reihe, den Kopf zu schütteln. „Warum nicht?“

„Weil … na ja, weil du eben bist, wer du bist. Und weil mir deine Familie sehr viel bedeutet.“

„Irgendwie sind wir auch deine Familie.“

„Genau, Eva. Sie ist nämlich alles, was ich habe.“

Ich riskiere einen weiteren Schritt und betrachte seinen gequälten Blick. Ich möchte den leidvollen Ausdruck wegküssen, ihm den Schmerz aus seiner Vergangenheit nehmen, seinen Verlust, seine Einsamkeit. Er hatte niemals einen Vater. Seine Mutter, obwohl die beste Freundin meiner eigenen, war kaum jemals anwesend, und jetzt ist sie schon seit fast einem Jahr tot. Aber ich bin da. Ich bin immer für ihn da gewesen. Ich kann ihm genügen. Wenn er es doch endlich merken würde.

„Und wir werden immer für dich da sein. Aber ich muss dir sagen, wie ich mich fühle. Ich muss dir sagen, dass ich … dass ich …“ Mir versagt die Stimme, und ich verfluche mich, weil ich nun doch Schwäche zeige.

„Nein, Evangeline, sag das nicht.“

Seine Worte sind eine Warnung, die ich kaum ertragen kann. Doch sie sind auch der Auslöser, den ich brauche.

„Warum?“

„Weil es alles verändern wird.“

„Und was ist daran so schlimm?“

Er holt tief Luft und lässt den Atem zitternd entweichen, bleibt aber stumm.

Jetzt. Jetzt ist der Moment gekommen.

„Lucas.“ Ich lege meine Hand auf seine Schultern, spüre, wie er sich verspannt, doch nun gibt es kein Zurück mehr. „Ich liebe dich.“

Er presst die Augen zusammen, um mich nicht ansehen zu müssen, und als er sie wieder öffnet, flackern sie. Er umklammert meine Hüften und schiebt mich fort.

„Ich liebe dich auch, aber … aber nicht auf diese Weise. Ich kann das nicht.“

Damit dreht er sich um und will gehen, aber ich stelle mich vor ihn, blockiere seinen Fluchtweg. Ich reagiere so schnell, dass er gegen mich prallt und gegen die Tür stößt. Ich keuche durch halb geöffnete Lippen.

Es ist nicht die Überraschung, sondern der wohlige Schauer, der mich durchläuft, als mein Körper seine Hitze spürt und sich der Beweis seiner Erregung gegen meinen Unterleib drückt.

Er blickt auf meinen Mund, und es bedarf keiner weiteren Worte. Seine Begierde setzt mich bereits in Flammen, noch ehe er seine Lippen auf meinen Mund drückt.

Ich schwebe im siebten Himmel.

Er ist nicht zärtlich, suchend, unsicher. Sondern zielstrebig, entschlossen. Mit der Zunge teilt er meine Lippen, dringt in meinen Mund ein und fordert mich auf, das Gleiche bei ihm zu tun.

Ich bin schon vorher geküsst worden – von anderen Jungs –, aber ich bin noch nie so verschlungen worden – jedenfalls noch nicht auf diese Art.

Ein Sirren erfasst mich, meine Brüste reiben sich an seinem Oberkörper, und der dumpfe Schmerz in meinen Eingeweiden schwillt an zu einem begehrlichen Pochen. Ich schiebe die Hände in sein schwarzes Haar, ziehe ihn enger an mich, und er beginnt, mich zu streicheln. Ich kann nicht glauben, dass das wirklich geschieht. Ich fühle mich wie betäubt, wie in einem Traum.

Er stöhnt in meinen Mund, presst mich heftiger gegen die Tür, und ich weiß: Es passiert wirklich. In diesem Moment wird mir klar, dass mein Traum wahr geworden ist.

Langsam lässt er die Hände zu meinen nackten Schenkeln wandern und schiebt meinen Rock höher. Ich weiß nicht, ob ich mein Bein anhebe, um es um ihn zu schlingen, oder ob er es tut, aber die harte Beule in seinen Jeans drückt gegen die prickelnde Lust zwischen meinen Beinen, und ich stöhne vor Vergnügen.

Leise fluchend knabbert er an meinen Lippen, ehe er den Kopf erneut schüttelt. „Ich will dich schon so lange.“

Sein Geständnis versetzt mich in Alarmbereitschaft. Ich will mehr davon. Mehr Worte. Eine erneute Bestätigung seiner Gefühle für mich.

„Wie lange?“

„Zu lange.“

Ich drohe vor Glück zu zerplatzen. Mir kommt es so vor, als ob ein Puzzle sich endlich von selbst zusammenfügt.

Wieder finden sich unsere Lippen. Sie sollen seine Worte mit einem Kuss besiegeln. „Du kannst mich haben. Ich gehöre dir. Ich habe dir schon immer gehört.“

Wie aus weiter Ferne höre ich ein seltsames Klopfen durch den Wirbelwind, der in meinem Kopf tobt – und plötzlich werde ich von Lucas fortgestoßen. Ich versuche, mich in dem Nebel um mich herum zu orientieren. Seine Augen sind weit aufgerissen, er ist entsetzt.

„Lucas? Bist du da drin?“

Mein Bruder verstummt, die Klinke wird heruntergedrückt, aber die Tür bewegt sich nicht. Mir wird klar, dass Lucas sie verschlossen hat. Es erfüllt mich mit Hoffnung, die jedoch genauso schnell wieder stirbt. Er starrt mich erschrocken an und sieht aus, als habe er einen Geist gesehen.

„Lucas! Komm schon,...



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