E-Book, Deutsch, 168 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 466 g
Stiller / von Pablocki Wir verstehen uns
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7486-0308-5
Verlag: Vincentz Network
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Neue Ideen für das Miteinander der Generationen
E-Book, Deutsch, 168 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 466 g
ISBN: 978-3-7486-0308-5
Verlag: Vincentz Network
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wie ist es um das Miteinander und die Kommunikation in Ihrer Einrichtung bestellt? Und was ist zu tun, um miteinander im Gespräch zu bleiben, Interessenkonflikte konstruktiv zu klären und die Zufriedenheit zu stärken?
Das Handbuch bringt den „Drahtseilakt“, der in vielen stationären Einrichtungen Tag für Tag zu bewältigen ist, anschaulich auf den Punkt. Fünf Protagonisten aus verschiedenen Generationen - Bewohner, Angehörige, Pflegedienstleiter, Pflegekraft und Auszubildende - betrachten Meinungsverschiedenheiten und Beschwerden aus verschiedensten Blickwinkeln. Dies führt zu neuen Lösungen und positiven Auswirkungen auf das Miteinander.
Außerdem beleuchtet das Autorenteam die zentralen Prozessschritte - vom Erstgespräch über den Aufnahmeprozess bis zur Integrationsphase.
Profitieren Sie von neuen Ideen für ein reibungsloseres Miteinander im Pflegealltag, besseres Beschwerdemanagement und fachlichen Austausch.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Die fünf Protagonisten und ihre Merkmale Wenn Sie diesen Abschnitt gelesen haben, dann… … haben Sie unsere fünf Protagonisten besser kennengelernt. Sie konnten sich ein Bild von ihnen und ihren Vorlieben, Antreibern und Verhaltensweisen machen. Um die fünf Protagonisten, die im vorliegenden Buch eine zentrale Rolle spielen, besser kennenzulernen, werden diese nun nachfolgend anhand ihrer generationsbedingten Charakteristika näher vorgestellt. Emil Schwarz Status Angehöriger der folgenden Generation Alter in Lebensjahren Vater von Isolde Schwarz und künftiger Bewohner der Seniorenresidenz, die Timo Richter leitet Traditionalist/Veteran 80 Jahre alt Emil Schwarz und seine typischen Werte und Eigenschaften geprägt durch folgende Einflüsse • er wurde 1940 während des zweiten Weltkriegs in Hamburg geboren • er hat seine Kindheit zunächst im zweiten Weltkrieg und seine Jugend im Zeitalter des Wiederaufbaus erlebt • er war 60 Jahre verheiratet • er ist seit fünf Jahren verwitwet • aus der Ehe mit seiner verstorbenen Frau ist eine Tochter hervorgegangen • sein Haus und Grundstück hat er vor fünf Jahren verkauft und ist aufgrund seiner körperlichen Konstitution zu seiner Tochter gezogen • er hat seine Ausbildung zum Finanzbeamten mit 17 Jahren begonnen • im Alter von 30 Jahren übernahm er die Leitung der Finanzabteilung bis zu seiner Pensionierung seine Eigenschaften • er kann sich gut mit sich alleine beschäftigen • er ist nicht sehr kommunikativ und benötigt soziale Kontakte nur in geringem Maße • er ist umgänglich und verträglich, solange in seinem Alltag alles nach seinen Vorstellungen verläuft • er ist ehrlich und verlässlich • er hat „seinen eigenen Kopf“ und ist manchmal ein wenig stur und eigensinnig seine Werte • er ist sehr traditionell geprägt und folgt der Devise: „Der Mann hat das Sagen und die Frau hat sich unterzuordnen“ • Sauberkeit, Ordnung, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit sind ihm wichtig • er ist eher konservativ und lehnt Veränderungen jeglicher Art ab • er ist es gewohnt, dass andere Menschen seinen Anweisungen Folge leisten seine Erwartungen • er erwartet, dass einmal getroffene Absprachen in einer stationären Einrichtung der Altenhilfe stets vom Personal eingehalten werden • er erwartet Sicherheit und absolute Verlässlichkeit bezüglich seiner Versorgung und Betreuung • er möchte, dass seine Wünsche und Bedürfnisse in jedem Fall zeitnah vom Personal erfüllt werden Isolde Schwarz Status Angehörige der folgenden Generation Alter in Lebensjahren Tochter von Emil Schwarz und zukünftige Zugehörige in der Seniorenresidenz, die Timo Richter leitet Babyboomer 56 Jahre alt Isolde Schwarz und ihre typischen Werte und Eigenschaften geprägt durch folgende Einflüsse • sie ist das einzige Kind, das aus der Ehe von Emil Schwarz und seiner verstorbenen Frau hervorgegangen ist • sie ist als Einzelkind großgeworden • ihre Eltern waren bei ihrer Geburt schon ein bisschen älter • die traditionellen Vorstellungen ihrer Eltern hat sie nicht verinnerlicht: Sie ist unverheiratet und hat keine Kinder; stattdessen hat sie Karriere gemacht • sie hat Rechtswissenschaften studiert, sich im Alter von 40 Jahren selbstständig gemacht und leitet heute eine Kanzlei mit zehn festangestellten Mitarbeitern • ihr Karrierestreben war stets bestimmend für ihre Lebensgestaltung: Das Privatleben stand hier nie im Mittelpunkt der Selbstverwirklichung ihre Eigenschaften • sie ist dominant, ehrgeizig, fleißig und zielstrebig • sie ist sehr analytisch und rational, aber wenig empatisch • kognitive Aspekte stehen bei ihr – im Vergleich zu emotionalen Entscheidungen – stets im Vordergrund ihres Handelns • sie ist streitbar, rechthaberisch und durchsetzungsfähig • dennoch reagiert sie auf Kritik allergisch, da sie diese als Angriff auf ihr Selbstwertgefühl interpretiert und im Prinzip konfliktscheu ist ihre Werte • Pflichtbewusstsein, Disziplin, Strebsamkeit sind für sie handlungsleitend • sie ist sehr status- und positionsorientiert: Als selbstständige Juristin möchte sie stets gesellschaftliche Anerkennung erhalten • Autarkie und Autonomie in jedweder Hinsicht sind für sie wesentlich • Wettbewerb und Karrieredenken sieht sie als zentral an ihre Erwartungen • sie erwartet, dass sie für die Unterbringung ihres Vaters in einer stationären Einrichtung der Altenhilfe genau die Dienstleistung erhält, für die sie auch bezahlt • sie ist klare Strukturen und Hierarchien gewohnt: Folglich erwartet sie, dass die Zuständigkeiten und Befugnisse von den Dienstleistungsanbietern in der stationären Altenhilfe immer klar geregelt und kommuniziert werden • sie erwartet, dass ihr Vater in der Pflegeeinrichtung wie ein „König“ behandelt wird und dass seine Bedürfnisse und Wünsche jederzeit erfüllt werden • sie ist sehr darauf bedacht, dass ihr Vater in einer Pflegeeinrichtung genauso versorgt wird, wie sie es bis dato in ihrer Häuslichkeit für ihn gemacht hat Timo Richter Status Angehöriger der folgenden Generation Alter in Lebensjahren Pflegediensleitung der Seniorenresidenz, in die Emil Schwarz einziehen will Generation X 45 Jahre alt Timo Richter und seine typischen Werte und Eigenschaften geprägt durch folgende Einflüsse • er wurde in seiner Jugend sehr früh mit der Übernahme von Verantwortung betreut und musste als ältestes Kind in der Familie schnell Verantwortung für seine zwei jüngeren Geschwister übernehmen, da beide Elternteile berufstätig waren • er war sich oftmals selbst überlassen und musste folglich schnell selbstständig, erwachsen und unabhängig werden • die Orientierung an den etablierten Rollenvorbildern seiner Eltern war für ihn nicht handlungsleitend: Er lebt mit seiner langjährigen, in der Pflege tätigen Lebensgefährtin zusammen und hat bis dato weder Heiratsabsichten noch hegt er einen Kinderwunsch • er hat im Anschluss an seine Ausbildung als examinierter Altenpfleger sehr zeitnah seinen beruflichen Aufstieg geplant und ist bereits seit 15 Jahren als Pflegedienstleitung tätig seine Eigenschaften • er ist pragmatisch und zielgerichtet • er ist autonom und selbstbestimmt • er ist aber auch misstrauisch und skeptisch: Er vertraut niemanden außer sich selbst • er ist zielstrebig und dynamisch, vor allem, wenn es darum geht, seine eigenen Interessen zu wahren • er zeigt vor allem dann Initiative, wenn er daraus einen Nutzen für sich und sein berufliches Vorankommen ableiten kann • er ist loyal, solange er Lob und Anerkennung in monetärer Form für seine beruflichen Leistungen erhält seine Werte • er stellt Autoritäten per se infrage • er vertritt die Auffassung, dass sich Respekt erst verdient werden muss • er ist sehr status- und karriereorientiert • er ist stolz auf seinen Titel als Pflegedienstleitung sowie auf jede Form der Beförderung • er legt Wert auf seine Work-Life-Balance und gibt wenig bis gar nichts aus seinem Privatleben preis seine Erwartungen • er erwartet von...




