Stokowy / Sahhar | Bindung und Gefahr | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 315 Seiten

Reihe: Therapie & Beratung

Stokowy / Sahhar Bindung und Gefahr

Das Dynamische Reifungsmodell der Bindung und Anpassung
2. Auflage 2018
ISBN: 978-3-8379-6653-4
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection

Das Dynamische Reifungsmodell der Bindung und Anpassung

E-Book, Deutsch, 315 Seiten

Reihe: Therapie & Beratung

ISBN: 978-3-8379-6653-4
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection



Der vorliegende Sammelband über Bindungstheorie ist nicht einfach ein weiteres Buch zum Thema, sondern dokumentiert ein erweitertes Verständnis und eine andere Perspektive in der allgemein üblichen Darstellung der Bindungstheorie. Konkret geht es um das Dynamische Reifungsmodell der Bindung und Anpassung von Patricia McKinsey Crittenden, die als ehemalige Schülerin von Mary Ainsworth eine eigenständige Sichtweise von Bindung entwickelt hat. Diese ist mittlerweile in vielen Ländern Europas aufgenommen worden und findet gerade wegen ihrer Brauchbarkeit im klinischen Bereich auch bei Psychoanalytikern und Psychotherapeuten unterschiedlicher Schulen (z.B. Peter Fonagy in England oder Bernie Brandchaft in den USA) seit einigen Jahren mehr Beachtung als die klassische Bindungstheorie, die sich im psychopathologischen Bereich nur auf ein Bindungsmuster (desorganisiert bzw. unverarbeitetes Trauma) bezieht. Crittenden berücksichtigt in ihrem Modell der Bindungsentwicklung deren Abhängigkeit von neurophysiologisch und entwicklungspsychologisch sich stetig verändernden kontextabhängigen Voraussetzungen und definiert als wesentliche Grundlage der Suche von Bindung kulturübergreifend den Schutz vor Gefahr.

In zehn Kapiteln werden die Grundzüge des Bindungsmodells von Crittenden von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter dargestellt und die altersspezifischen diagnostischen Methoden sowie neurobiologischen Zusammenhänge erläutert. Ergänzend werden Fragen zur Beurteilung von Kindeswohlgefährdung beantwortet sowie Auswirkungen von Pflege-, Adoptiv- und Ersatzelternschaft auf die Bindungsentwicklung diskutiert. Die differenzierte Bindungstypisierung kommt beispielhaft in einem abschließenden Kapitel über antisoziale Persönlichkeiten zum Ausdruck. Damit gelingt diesem Buch ein neuer, ungewohnter und faszinierender Blick auf die Entwicklung von Bindung und deren Diagnostik, durch den sicherlich viele Forschungsfragen und theoretisch-konzeptionelle Überlegungen angeregt werden.

(Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Hans-Peter Hartmann)

Mit Beiträgen von Patricia Crittenden, Steve Farnfield, Kasia Kozlowska, Andrea Landini, Nicole Letourneau, Wolfgang Milch, Peder Nørbech, Hellgard Rauh, Nicola Sahhar, Martin Stokowy, Lane Strathearn, Penny Tryphonopoulos, Ulrike Zach und einem Vorwort von Michael Buchholz

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Weitere Infos & Material


Inhalt

Vorwort
Michael B. Buchholz

Einleitung
Nicola Sahhar, Wolfgang Milch und Martin Stokowy

1 Der CARE-Index: Ein Instrument zur Erfassung der Beziehungsqualität zwischen Bezugsperson und Kind ab der Geburt
Nicole Letourneau und Penny Tryphonopoulos

2 Erste Bindung (12–13 Monate)
Hellgard Rauh

3 Bindungsdiagnostik für Vorschulkinder: Das Preschool Attachment Assessment (PAA)
Ulrike Zach

4 Übergang in die Gesellschaft: Das Schulalter und das School Age Assessment of Attachment (SAA)
Kasia Kozlowska

5 Adoleszenz und das TAAI
Andrea Landini, Kasia Kozlowska, Fiona Davies und Catherine Chudleigh

6 Adult Attachment Interview (AAI): Entwicklung, theoretischer Hintergrund und Anwendung
Nicola Sahhar

7 Bindung und Anpassung bei Ersatzeltern
Steve Farnfield

8 Empirische Bindungsdiagnostik und Familiengerichtsverfahren: Der IASA Familiengericht-Bindungsstandard
Patricia M. Crittenden

9 Bindung und Neurobiologie: Ratten, Gehirne und das DMM
Lane Strathearn

10 Das DMM und das AAI in einem forensischen Setting
Peder Nørbech

Die Autorinnen und Autoren

Literatur

Anhang 1: Definition von Bindung im DMM

Anhang 2: Bindungsdiagnostik im DMM

Anhang 3: Kurze Übersicht über wesentliche Konzepte im DMM

Anhang 4: Diskurs-Konstrukte des DMM aufgeteilt nach Gedächtnissystemen

Anhang 5: (Selbst-)Verantwortung innerhalb Typen A und C im semantischen Gedächtnissystem


Stokowy, Martin
Martin Stokowy, Arzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, arbeitet als Leitender Oberarzt an einer psychiatrischen Klinik in Köln. Er ist Vorstandsmitglied der IASA.

Kozlowska, Kasia
Kasia Kozlowska arbeitet als Kinderpsychiaterin und leitet einen Konsultations-Liaison-Dienst im Kinderkrankenhaus in Westmead, Australien. Sie ist Mitglied der Medizinischen Fakultät der Universität Sydney und des Brain Dynamics Centre in Westmead, Australia. Klinische und Forschungsschwerpunkte ihrer Arbeit sind die Behandlung von Kindern mit Somatoformen Störungen (z.B. Konversionsstörungen, Somatoforme Schmerzstörung, Münchhausen by proxy), die Entwicklung multimodaler Interventionen für Familien und die Integration von Bindungsdiagnostik in den klinischen Alltag.

Strathearn, Lane
Lane Strathearn hat eine Assistenzprofessur in der Pädiatrischen Abteilung und der Menninger Abteilung für Psychiatrische und Verhaltensforschung am Medizinischen Baylors College und eine Stelle als Entwicklungspädiater am Texas Children's Hospital in Houston, Texas, USA inne. In seiner klinischen und Forschungsarbeit ist er mit mütterlicher Vernachlässigung und der Neurobiologie der Mutter-Kind-Bindung beschäftigt. Zusammen mit Prof. Fonagy (London) hat er eine international stark beachtete Studie über den Zusammenhang von mütterlichem Bindungsmuster, zerebralen Informationsverarbeitungsmustern und der Hormonausschüttung (Oxitocyn) durchgeführt und veröffentlicht. Darüber hinaus untersucht er Langzeiteffekte von Kindesmisshandlung auf die kognitive und emotionale Entwicklung und Schutzfaktoren aus der frühen Kindheit gegen Missbrauch und Vernachlässigung. Die Studien werden vom U.S. National Institutes of Health finanziert.

Stokowy, Martin
Martin Stokowy, Arzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, arbeitet als Leitender Oberarzt an einer psychiatrischen Klinik in Köln. Er ist Vorstandsmitglied der IASA.

Farnfield, Steve
Steve Farnfield arbeitet als Spieltherapeut, Sozialarbeiter und assoziierter Professor für Bindungsstudien an der Universität Roehampton, London. Er wurde in allen Verfahren des Dynamischen Reifungsmodells der Bindung und Anpassung (DMM) ausgebildet und ist lizensierter Trainer für den CARE-Index, das PAA und das AAI. Sein langjähriges Interesse gilt dem Wohlergehen vernachlässigter und missbrauchter Kinder.

Sahhar, Nicola
Nicola Sahhar, Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker und Supervisor, arbeitet in eigener Praxis in Düsseldorf und ist Vorsitzender des Mitglieder- und Fortbildungsinstituts für Psychoanalyse und Psychotherapie im Rheinland (IPR), Köln, Gründungsmitglied der IASA und Trainer für CARE-Index, PAA und AAI nach dem DMM.

(Autorenfoto ©: Enric Mammen)


Stand: Jan 2012

Milch, Wolfgang E.
Wolfgang E. Milch ist in privater Praxis in Gießen tätig. Er ist Psychoanalytiker (DPV) und Mitglied des »International Council for Psychoanalytic Self Psychology«. Er ist geschäftsführender Herausgeber des International Journal of
Psychoanalytic Self Psychology und veröffentlichte Beiträge zu psychoanalytischer Selbstpsychologie, Narzissmus, Behandlung suizidaler Patienten und psychoanalytischer Psychosomatik.

Stand: Mär 2012

Landini, Andrea
Andrea Landini arbeitet als Kinder- und Jugendpsychiater. Seine klinische Arbeit umfasst Psychotherapie mit Erwachsenen und Jugendlichen, Elternarbeit, Teamsupervision in Einrichtungen der Jugendhilfe und Supervision für Psychotherapiestudenten. Seit zwei Jahrzehnten arbeitet er mit Patricia M. Crittenden an der Entwicklung des DMM, veröffentliche viele eigene Buchbeiträge zur Bindungsdiagnostik nach dem DMM und zu dessen klinischer Anwendung. 2011 veröffentlichten Crittenden und Landini gemeinsam das DMM-AAI-Manual Assessing Adult Attachment im Norton-Verlag. Er war beteiligt an zahlreichen Forschungsprojekten und deren Veröffentlichung. Er unterrichtet das DMM und seine diagnostischen Verfahren in Italien und international und ist Mitglied verschiedener Fakultäten für Kognitive und systemische Familien-Psychotherapie in Italien.

Stand: Mär 2012

Letourneau, Nicole
Nicole Letourneau ist Professorin an der Pädiatrischen Fakultät (Krankenpflege und Medizin) der Universität von Calgary. Sie leitet eine Reihe von nationalen Studienprogrammen zur Untersuchung elterlichen Verhaltens, Bindung und kindlicher Entwicklung im Kontext von mütterlicher Depression, familiärer Gewalt und Substanzmissbrauch. Aktuell untersucht sie den Einfluss mütterlichen Bindungsverhaltens auf die Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (Stressregulation). Frau Letourneau hat zahlreiche Ehrungen erhalten darunter »Canada's Premier Young Researcher« durch die CIHR in 2006, sie gehört zu den »Canada's Top 40 Under 40« in 2007 und zu den »Who's Who in Canada« in 2008 und 2009. Sie hat mehr als 70 wissenschaftliche Artikel sowie 13 Aufsätze veröffentlicht.

Crittenden, Patricia
Patricia McKinsey Crittenden arbeitet als Entwicklungspsychologin. Ihre Arbeit mit Mary D.S. Ainsworth gipfelte in der Entwicklung des Dynamischen Reifungsmodells der Bindung und Anpassung (DMM). Sie war Mitglied verschiedener Fakultäten der Universitäten in Virginia, Miami, Helsinki, Bologna und der Edith Cowan Universität in Australien. Sie hielt die Beverley Professur am Psychiatrischen Clark Institut der Universität in San Diego, Kalifornien, und wurde zur angesehenen Professorin an der Staatlichen Universität in San Diego, Kalifornien, ernannt. 2004 erhielt sie den Career Achievement Award der Europäischen Vereinigung für Familientherapie.
Sie entwickelte die Video-Feedback Intervention für misshandelnde Mütter in den frühen 1970er Jahren und baute ein Zentrum zur Unterstützung von Unterschichtsfamilien auf. Sie wurde in Verhaltens- und systemischer Familientherapie ausgebildet und wurde Direktorin des Kinderschutzteams in Miami. Sie ist Gutachterin an verschiedenen Familiengerichten weltweit.
Sie hat Bindungsdiagnostik für alle Lebensalter, darunter den CARE-Index unter der Leitung von Mary D.S. Ainsworth und mit Beratung durch John Bowlby, entwickelt. Sie hat mehr als 100 empirische Studien veröffentlicht und ist (Co-)Autorin mehrerer Bücher.

Rauh, Hellgard
Hellgard Rauh absolvierte Ihr Studium der Psychologie an den Universitäten Bonn und Chicago und schrieb ihre Promotion 1971 in Bonn. Sie hatte bis 2007 Professuren an den Universitäten Bielefeld (1973-1977), der FU Berlin (1977-1995) und der Universität Potsdam (seit 1995) inne.
Forschungsschwerpunkte waren Verläufe (Längsschnittstudien) der kognitiven und der Persönlichkeitsentwicklung im Kindesalter sowie die frühe Eltern-Kind-Interaktion mit ihren längerfristigen Wirkungen (Projekte: »Äquilibration kognitiver Strukturen« »Wendekinder«, »Anpassung von Kindern mit Krippenerfahrung«, »Kinder mit Down-Syndrom«, »Geistig behinderte Mütter und ihre Kinder«).

Nørbech, Peder
Peder Nørbech arbeitete 8 Jahre lang als Klinischer Psychologe in einem Hochsicherheitsgefängnis in Norwegen. Aktuell bereitet er den Abschluss seines PhD zum Thema »AAI und Rorschach-Untersuchungen bei Gewaltverbrechern« vor. Seine weiteren Arbeitsbereiche umfassen Themen wie forensische Risikoabschätzung, Bindungsprozesse, Gewalt und Psychopathie sowie bestimmte Persönlichkeitsorganisationen in ihrer Beziehung zu Gewalt. Er ist anerkannter DMM-AAI-Trainer.

Stand: Mär 2012

Zach, Ulrike
Ulrike Zach ist Diplompsychologin und Psychologische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Ihr Arbeitsschwerpunkt umfasst die Erforschung und Vermittlung entwicklungspsychologischer Erkenntnisse von frühester Kindheit bis zum Erwachsenenalter. Nach 10-jähriger universitärer Grundlagenforschung in Themenfeldern aktueller bindungstheoretischer Konzeptionen liegt ihr Arbeitsschwerpunkt nun in der Vermittlung praxisrelevanter Erkenntnisse. Heute lehrt und forscht sie an der Fachhochschule Frankfurt am Main.

Buchholz, Michael B.
Michael B. Buchholz ist Lehr- und Kontrollanalytiker am Lou-Andreas-Salomé-Institut in Göttingen, Professor an der Internationalen Psychoanalytischen Universität in Berlin und leitet derzeit ein Projekt zur vergleichenden Untersuchung von Empathie in Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und Tiefenpsychologie.

Stand: Mai 2015

Sahhar, Nicola
Nicola Sahhar, Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker und Supervisor, arbeitet in eigener Praxis in Düsseldorf und ist Vorsitzender des Mitglieder- und Fortbildungsinstituts für Psychoanalyse und Psychotherapie im Rheinland (IPR), Köln, Gründungsmitglied der IASA und Trainer für CARE-Index, PAA und AAI nach dem DMM.

(Autorenfoto ©: Enric Mammen)


Stand: Jan 2012



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