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Stone / Wagner | Shifter Island - Die Akademie der Wölfe | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 384 Seiten

Reihe: ONE

Stone / Wagner Shifter Island - Die Akademie der Wölfe

Der Auftakt einer hochromantischen Fantasy-Trilogie: Shapeshifter, Forbidden Love & prickelnde Gefühle
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7517-6169-7
Verlag: ONE
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Der Auftakt einer hochromantischen Fantasy-Trilogie: Shapeshifter, Forbidden Love & prickelnde Gefühle

E-Book, Deutsch, 384 Seiten

Reihe: ONE

ISBN: 978-3-7517-6169-7
Verlag: ONE
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Nai hat sich ihr ganzes Leben darauf vorbereitet, den Platz als Anführerin ihres Rudels einzunehmen. An der Alpha Academy, einer Eliteschule, soll sie nun die dafür nötige Elementar-Magie erlernen. Die vier Wächter, die sie dorthin eskortieren, entpuppen sich jedoch als jene Männer, die Nai vor langer Zeit zu ihren Erzfeinden erklärt hat. Als auf ihrer Haut plötzlich magische Runen erscheinen und ausgestoßene Gestaltwandler die Schule angreifen, scheint Nais Lage verzwickter denn je.
Doch dann trifft sie auf einem Maskenball ihren Mate - ihre große Liebe, vom Schicksal vorherbestimmt. Und er sieht nicht nur unverschämt gut aus - er ist auch unter allen Umständen verboten ...



Leia Stoneist eine Bestseller-Autorin, die schon zahlreiche Bücher veröffentlicht hat. Wenn sie nicht gerade mit ihren zwei Kindern durchs Haus tobt, schreibt sie neue Geschichten oder vergräbt ihre Nase in einem Buch. Zusammen mit ihrem Mann, den Zwillingen und dem Hund der Familie lebt sie in Spokane Valley, Washington.

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  Kapitel 1


Die für Montana ungewöhnlich heiße, trockene, spätsommerliche Brise wehte über mich hinweg und beugte das hohe Gras. Der Moschusgeruch meines Vaters stieg mir in die Nase, vermischt mit dem Duft von Lavendel und Flieder. Gleich darauf folgte das Geräusch seiner schweren Schritte. Ich hatte mich nach einem Lauf durch den Wald in menschliche Gestalt zurückverwandelt. Meine Haut kribbelte, weil meine innere Wölfin noch dicht unter der Oberfläche weilte.

Lächelnd setzte ich mich auf und drehte mich ihm zu. »Hallo, Vater.«

Kaum hatte ich seinen düsteren Gesichtsausdruck gesehen, rutschte mir das Herz in den Magen. »Was ist los?« Ohne eine Antwort abzuwarten, sprang ich auf und entsandte meine Macht als Alpha-Erbin. Ich versuchte zu erspüren, ob jemand aus dem Rudel schwer verletzt oder umgekommen war.

Nichts fühlte sich ungewöhnlich an. Warum also wirkte er so ... betroffen? »Vater?«

Er setzte ein gezwungenes Lächeln auf, das jedoch seine Augen nicht erreichte. »Der Alpha-König verlangt nach dir. Es ist so weit.«

Mein Blick fiel auf das steife weiße Papier in seiner Hand. Geprägte Buchstaben tänzelten in goldenen Wirbeln über die Seite. Das Symbol war unverkennbar – ein großes A über einer Insel, die schneebedeckte Spitze umgeben von sich kräuselnden Wellen. Wir alle kannten das Symbol am Kopf der Seite. Es handelte sich um eine offizielle Erklärung des Alpha-Königs. Ich bemühte mich, ruhig zu atmen, während mein Herz aus der Brust auszubrechen versuchte.

»Schon?«

Mühsam schluckte ich den Kloß im Hals hinunter und blinzelte, fest entschlossen, nicht zu weinen. Tränen gehörten sich nicht für die Tochter eines Alphas. Niemand wollte Anführer, deren erster Instinkt ein Gefühlsausbruch war. Ich musste stark sein, für mich und mein Rudel.

Aber bevor ich mich bremsen konnte, sprudelten Worte aus mir heraus. »Ich dachte, ich hätte noch ein Jahr zu Hause.«

»Ich auch«, erwiderte mein Vater, und seine Nasenflügel blähten sich. Auch in seinen Augen loderte eine Gefühlsregung. Angst? Wut? Kaum hatte ich es bemerkt, zügelte er es. Natürlich musste ein Gestaltwandler seine Gefühle jederzeit im Griff haben, um sich nicht in seinen tierischen Instinkten zu verlieren. »Aber du bist volljährig.«

Er streckte mir den Brief entgegen, als könnte er es nicht ertragen, ihn noch länger zu berühren. In meiner Kehle bildete sich ein Schluchzen.

Diese Berge, der blaue Himmel, die unser Land bedeckenden Bäume ... Beim Gedanken, meine Heimat verlassen zu müssen, durchzuckte mich heftiger Schmerz. Ich war an diesem Ort geboren worden und mit der Erde verbunden wie jeder in unserem Rudel. Auf die Alpha-Insel zu reisen, meine Leute zu verlassen ... Der Gedanke drehte mir den Magen um. Vier Jahre lang würde ich niemanden von daheim sehen oder sprechen dürfen, lediglich in Form von Briefen – und selbst das nur, wenn ich jemanden fände, der sie ins Reich der Sterblichen brächte, wo unser Rudel in der Verbannung lebte. So selten, wie wir Besuch bekamen, sah es dafür nicht gut aus.

Zornig über die Ungerechtigkeit des Systems riss ich ihm das Papier aus der Hand. »Die können unseren Clan noch nicht mal leiden. Das wissen wir alle! Ich finde es mies, dass wir trotzdem nach ihren Regeln spielen müssen.«

Mein Vater runzelte über meinen Gefühlsausbruch die Stirn. »So ist es nun mal für Alphas, und unser Rudel braucht dich als Anführerin. Wenn du deine Magie nicht schulst, wirst du nicht bereit sein, die Nachfolge anzutreten, wenn ich mal sterbe.«

Ich verzog das Gesicht zu einer Grimasse, als ich an die andere Möglichkeit dachte. Wer sich weigerte, der Ladung auf die Alpha-Insel zu folgen, wurde als Verräter an seinem Rudel und seinem Blut eines Alpha-Erben zum Tod verurteilt. Dazu würde es mit Sicherheit nicht kommen.

Mein Vater räusperte sich. »Das Rudel wird starke Führung brauchen, wenn ich nicht mehr bin. Und du brauchst diese Ausbildung. Zeig den anderen Rudeln, dass wir genug Macht besitzen, um ihren Respekt zu verdienen.«

Nur zu gern hätte ich protestiert oder geschmollt. Aber als neunzehn Winter alte Tochter des Alphas musste ich mich zusammenreißen.

Also atmete ich tief durch, verdrängte meine Gefühle, um mich später damit auseinanderzusetzen, und nickte. »Ich werde den Crescent-Clan mit Stolz erfüllen.«

Er breitete die Arme aus, und ich brauchte einen peinlichen Moment, bis ich die Geste verstand. Mein Vater hatte es sonst nicht so mit unnötigen Zuneigungsbekundungen. Er hatte mir beigebracht, immer stark zu sein und niemals Schwäche zu zeigen, es sei denn, es erfüllte einen Zweck. Ich selbst hatte manchmal Mühe, mich an seine strenge Überzeugung zu halten, doch ich wusste, für ihn war es etwas Außergewöhnliches, mich in eine steife Umarmung zu ziehen. Als sich seine Arme um mich legten, spürte ich, wie der Kloß in meinem Hals anschwoll. Ich schaute auf und sah ihm in die Augen, genauso hellblau wie meine – das Einzige, was ich von ihm geerbt hatte. Nur brannten mir Tränen in den Augen, während seine hart wie Kristalle funkelten.

»Hättest du lieber einen Sohn?«, flüsterte ich.

Er strich mir das silbrig-weiße Haar aus dem Gesicht und schüttelte den Kopf. »Auf keinen Fall. Du bist mein größtes Geschenk von deiner Mutter gewesen.«

Diesmal liefen mir die Tränen über die Wangen, bevor ich sie wegblinzeln konnte. Ich dachte an die Geschichten, die mein Vater mir über die Frau erzählt hatte, die bei meiner Geburt gestorben war, und schenkte ihm ein verhaltenes Lächeln. Er sprach selten über meine Mutter. Vermutlich wühlte es ihn zu sehr auf. Ich war als einziger Teil von ihr geblieben. Die Befehlshaber meines Vaters hatten ihn gedrängt, sich nach ihrem Tod eine Fortpflanzungsgefährtin zu nehmen und zu versuchen, einen männlichen Erben zu zeugen, aber er hatte sich geweigert. Deshalb gab es nur mich. Meinen Vater und mich.

»Zeig ihnen, aus welchem Holz du geschnitzt bist, Nai.« Er tippte mir gegen das Kinn, und schlagartig fühlte ich mich zu den Übungskämpfen meiner Kindheit zurückversetzt. Dasselbe hatte er zu mir vor jedem Einzelnen davon gesagt.

Ich hob die Hand und fuhr auf seiner Stirn die weiße Mondsichel nach, das Alpha-Zeichen unseres Clans. Meine Finger vibrierten dabei vor Energie. Seine Verbindung zur Magie unseres Rudels verursachte bei mir immer ein leichtes Kribbeln, wenn ich damit in Berührung kam. Sein Zeichen sah genau wie das auf meiner Stirn aus.

Ich musste so stark sein, wie er mich erzogen hatte. Ungeachtet der Gerüchte über die anderen Rudel. Ungeachtet der Geschichten darüber, wie es auf der Alpha-Insel zuging. Ungeachtet der Tatsache, dass ich ihn vier Jahre lang nicht sehen würde.

»Halt die Stellung, während ich weg bin«, sagte ich und löste mich von ihm. »Ehe du dich versiehst, bin ich wieder da – als Alpha-Erbin, die bereit ist, ihrem Clan zu dienen.« In der Hoffnung, die Stimmung aufzulockern, salutierte ich mit einem albernen Grinsen vor ihm.

Er schürzte die Lippen und räusperte sich. »Pass einfach auf dich auf, Nai. Den anderen Erben wird eine weitere Wölfin vom Crescent-Clan auf der Insel nicht schmecken.«

Ich winkte ab und gab mich selbstbewusster, als ich mich fühlte. »Ich komme schon klar.«

Allerdings wussten wir beide, dass die Insel selbst so gefährlich war wie die Prüfungen.

Wir gingen zusammen den Trampelpfad entlang in Richtung der Haupthütte. Dabei zügelte mein Vater zum ersten Mal die langen Schritte und lief synchron mit mir, als wären wir Gleichgestellte. Die Mitglieder des Rudels hielten inne und neigten respektvoll die Köpfe, als wir sie passierten. Ich ging mit hoch erhobenem Kinn, das Papier in der Faust umklammert. Nach außen hin tat ich so, als wäre ich nicht nervös, innerlich nagte Beklommenheit an mir.

Wir bogen um die Ecke der Blockhütte, die als Hauptquartier des Rudels diente. Dann geriet ich außer Tritt, als ich vier Wächter der Alpha-Akademie erblickte. Sie trugen identische schwarze Shirts mit dem Inselsymbol links auf der Brust eingestickt wie das Logo einer dämlichen Studentenverbindung. Und sie standen neben einem glänzenden schwarzen SUV.

Schlitternd kam ich zum Stehen und musste mich zusammenreißen, um ihre massigen Körper nicht mit offenem Mund anzustarren. So groß wurden Männer höchstens, wenn sie Dominanten waren. Alle vier ragten weit über 1,85 Meter hoch auf und trugen schwarze Baseballmützen. Das wirkte dubios – vor allem, wenn sie damit Zeichen auf ihrer Stirn verdecken wollten. Womöglich stammten sie sogar vom Midnight-Rudel. Bei dem Gedanken züngelten feurige Ranken heißer Wut durch meine Brust. Das herrschende Rudel könnte mich vielleicht beißen, aber ...

Langsam ging ich weiter, während ich meine ausgefranste abgeschnittene Jeans und mein Tanktop mit ihren schicken Klamotten verglich. Auch wenn...


Stone, Leia
Leia Stone ist eine Bestseller-Autorin, die schon zahlreiche Bücher veröffentlicht hat. Wenn sie nicht gerade mit ihren zwei Kindern durchs Haus tobt, schreibt sie neue Geschichten oder vergräbt ihre Nase in einem Buch. Zusammen mit ihrem Mann, den Zwillingen und dem Hund der Familie lebt sie in Spokane Valley, Washington.

Wagner, Raye
Raye Wagner ist eine Romantasy-Autorin, die alle Arten von mutigen Helden und starken Heldinnen mag (egal ob Drachen, Halbgötter, Magier oder Werwölfe). Sie liebt Drama, prickelnde Spannung und Plottwists, und alles, was mit der Rettung der Welt vor bösen Tyrannen oder anderen Feinden zu tun hat. Und Magie. Und Küsse. Im realen Leben verbringt Raye viel zu viel Zeit damit, Verantwortungsbewusstsein zu lernen - und davon abgelenkt zu werden. Deshalb wünscht sie sich auch, eines Tages einen Trank, Zauberstab oder die Hilfe eines grüblerischen Fae zu bekommen, der ihr das Leben leichter macht ...



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