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Suchanek | Magic Island - Zauber des Vergessens (Magic Island, Bd. 2) | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 256 Seiten

Reihe: Magic Island

Suchanek Magic Island - Zauber des Vergessens (Magic Island, Bd. 2)


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7641-9382-9
Verlag: Ueberreuter Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 256 Seiten

Reihe: Magic Island

ISBN: 978-3-7641-9382-9
Verlag: Ueberreuter Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Willkommen auf Magic Island: Band zwei der neuen actionreichen Fantasy-Reihe von Andreas Suchanek - mit beeindruckender Inselwelt und sprechenden Seelentieren! Julian, Kiano, Aiko und Lani sind auserkoren: Die vier wurden zu Wächtern erwählt, die die Welt vor Bösem beschützen sollen. An ihrer Seite sind ihre Seelentiere: Husky Askan, Drache Timur, Falke Azul und Delfin Flip. Julian ist verzweifelt. Niemand kann sich an ihn erinnern. Um diesen Fluch zu durchbrechen, muss er zurück nach Elenum. Gemeinsam machen die vier Wächter sich auf, einen Ausweg zu finden, und geraten dabei in einen alles verändernden Kampf gegen den dunklen Caleb ... - Seelentiere, Magie & Freundschaft: Eine packende Geschichte für Kinder ab 11 Jahren - Hund, Drache, Delfin & Falke: Vier Held*innen, ihre magischen Tiere und viele spannende Abenteuer - Mit witzigen Dialogen und viel Suchtpotenzial - Fiese Cliffhanger sorgen für maximalen lesesog! - Eine abenteuerliche Geschichte von Andreas Suchanek, dem Autor der Flüsterwald-Reihe, mit Illustrationen von Timo Grubing Diese hochspannende Abenteuerreihe entführt die Leser*innen auf die verwunschene Insel Elenum - einen Ort voller Geheimnisse und Gefahren!

1982 in Landau in der Pfalz geboren, studierte Andreas Suchanek Informatik, doch sein Herz schlug schon immer für Bücher. Also begann er zu schreiben. Seine Bücher wurden unter anderem mit dem Deutschen Phantastik Preis und dem LovelyBooks Leserpreis ausgezeichnet. Timo Grubing, geboren 1981, studierte Illustration an der FH Münster und lebt seit seinem Diplom 2007 wieder in seiner Geburtsstadt Bochum. Als freier Illustrator ist er in den verschiedensten Bereichen tätig: Er bebildert Kinder- und Jugendbücher, Spiele und Comics und eigentlich alles, was ihm unter den Stift gerät. Dabei trinkt er Kaffee.
Suchanek Magic Island - Zauber des Vergessens (Magic Island, Bd. 2) jetzt bestellen!

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Böses Erwachen


Mit dem Geruch von Desinfektionsmittel in der Nase öffnete Julian blinzelnd die Augen. Unter seinen Fingern spürte er eine weiche Decke, Tageslicht fiel in den Raum. Verwirrt sah er sich um. Das hier war nicht sein Zimmer. »Was … wo bin ich?«

Es kam keine Antwort. Er war allein. Nur langsam kehrte die Erinnerung zurück, Bilder Schlag auf Schlag. Er starrte auf sein Smartphone, Bremsen quietschten, plötzlich nichts mehr von einer auf die andere Sekunde.

»Ein Unfall.« Seine Stimme klang kratzig und heiser.

Julian bewegte seine Zehen und atmete erleichtert auf, als diese auf den Nervenimpuls reagierten. Die Finger ebenfalls. Auf seinem Gesicht befanden sich jedoch mehrere großflächige Pflaster, es schmerzte, als er darüberfuhr. Als er versuchte, sich anders hinzulegen, keuchte er vor Schmerz auf. An einigen Stellen fühlte seine Haut sich wund an und seine Muskeln rebellierten gegen die Bewegung.

Die Klinke der Tür wurde herabgedrückt und eine Frau trat ein. Sie trug den Kittel einer Krankenschwester. Ihr Gesicht wies herzliche Züge auf, das Haar war zu einem Knoten gebunden. »Habe ich doch richtig gehört.« Sie kam rasch näher. »Du bist wach. Wie fühlst du dich?«

»Ich … was ist passiert?« Die Frage war heraus, bevor Julian sie zurückhalten konnte. Er wusste schließlich bereits, was geschehen war.

»Du hattest einen Unfall.« Sie betätigte den Rufknopf. »Ich bin Schwester Sarah.«

»Julian«, hauchte er.

»Ah, wir haben uns schon gefragt, wer du wohl bist«, entgegnete sie. »In deinem Portemonnaie steckte kein Ausweis, dein Smartphone ist kaputt und da kein Junge vermisst gemeldet wurde, konnten wir deine Eltern bisher nicht informieren.«

»Meine Eltern.« Die Worte brachten eine ganz neue Erinnerung mit sich.

Julian war zu Hause wie üblich über die Strickleiter in sein Zimmer geklettert. Dann war seine Mutter aufgetaucht und hatte ihn mit einer Pistole bedroht, da sie sich nicht an ihn erinnern konnte. Daraufhin war er so schnell es ging mit dem Rad geflohen.

»Möchtest du mir deinen Namen sagen?« Die Schwester nickte ihm auffordernd zu.

Hatte er sich das alles nur eingebildet? Konnte das sein? Eine Fantasie durch den Unfall? »Sander.«

Er hatte auch seinem besten Freund Milo eine Nachricht geschrieben, doch der hatte ebenfalls seltsam geantwortet.

Die Tür öffnete sich erneut und ein Mann trat ein. Er trug einen weißen Kittel, ein ebensolches T-Shirt und Hosen. Auf seinem Schild stand Doktor Rant. »Guten Morgen …« Er warf einen fragenden Blick zu Schwester Sarah.

»Julian Sander«, sagte diese.

»Dann guten Morgen, Julian. Du hast uns einen ganz schönen Schrecken eingejagt.« Der Arzt kam zu ihm und zog einen Stuhl heran. In seinen Worten lag eine professionelle Glätte ohne jegliche Emotion. »Kannst du mir sagen, welches Datum heute ist?«

Er dachte kurz nach, erwiderte dann die Frage. Das Lächeln des Arztes deutete wohl an, dass die Antwort korrekt war. Er stelle noch weitere zum Namen der Stadt oder der Jahreszeit.

Schließlich nickte Doktor Rant. »Das sieht gut aus. Du hattest Glück, auch wenn du das in den nächsten Tagen und Wochen eventuell nicht so sehen wirst. Dein Körper hat eine Vielzahl an Hämatomen und einige leichte Prellungen davongetragen. Die sind nicht unbedingt gefährlich, dafür aber schmerzhaft. Im Gesicht hast du nur ein paar Abschürfungen. Eine Gehirnerschütterung liegt aber nicht vor. Dein Pulli und deine Hosen waren leider voller Blut und aufgerissen, die mussten wir entsorgen. Daher das Krankenhaushemd. Du solltest noch ein oder zwei Tage zur Beobachtung hierbleiben, dann können deine Eltern dich abholen.«

»Ich informiere sie gleich«, versicherte Schwester Sarah.

»Danke«, krächzte Julian.

»Soweit mir das mitgeteilt wurde, bist du mit Licht gefahren und der Autofahrer hat am Steuer etwas in sein Smartphone getippt.« Der Arzt wirkte verärgert. »Das passiert viel zu oft. Aber zieh beim nächsten Mal einen Helm an. Wenn du auf dem Kopf gelandet wärst, würden wir jetzt womöglich kein Gespräch mehr führen.«

Der Gedanke jagte Schockwellen durch Julians Körper. Er nickte hastig.

Doktor Rant schenkte ihm ein aufmunterndes Lächeln. »Das wird wieder.« Er erhob sich und verließ den Raum.

»Ich bringe dir jetzt ein Glas Wasser und dann kontaktiere ich deine Eltern. Gibst du mir eure Adresse?« Sie ging hinaus und kehrte kurz darauf mit dem gefüllten Glas zurück.

Julian nannte ihr die Straße und Telefonnummer. »Wurde sonst noch etwas gefunden?«, fragte er vorsichtig.

»Was meinst du?« Die Schwester war schon wieder auf dem Weg hinaus, stoppte aber in der Bewegung.

»Ich hatte ein Halsband aus Leder mit einem eingeflochtenen Rubin.«

Die Antwort war ein Stirnrunzeln. »Tut mir leid. Wir haben nur das kaputte Smartphone bekommen, es befindet sich in deinem Nachttisch. Vielleicht liegt das Halsband noch an der Unfallstelle.« Damit ging sie hinaus.

Julian starrte in Richtung Decke und fragte sich, was seiner Einbildung entsprach und was nicht. Hatte seine Mutter ihn wirklich vergessen oder handelte es sich hierbei um eine Unfall-Fantasie? Und was war mit Milo? Er betastete die Stelle an seinem Hals, an der das Amulett hängen sollte.

Konnte das sein? Hatte er sich die magische Insel Elenum, Askan, Aiko und die anderen lediglich eingebildet?

Julian grübelte noch, als die Tür erneut geöffnet wurde. Schwester Sarah kehrte zurück. »Bist du sicher, dass du mir die korrekte Adresse genannt hast? Unter der Telefonnummer habe ich eine Frau erreicht, die mich wütend angefahren hat. Sie hat keinen Sohn und ich soll es nicht wagen, sie noch einmal anzurufen.«

»Ich …« Da war sie wieder, die Panik. Sein Puls beschleunigte.

»Okay, ganz ruhig.« Schwester Sarah setzte sich zu ihm aufs Bett. »Trink erst einmal etwas, ruhe dich aus. Vielleicht hast du dich mit der Hausnummer vertan oder einen Zahlendreher in der Nummer.«

Er nickte, glaubte jedoch nicht wirklich daran. Sekunden später lag er wieder allein im Raum.

Wenn seine eigenen Eltern ihn nicht mehr erkannten, musste das im Umkehrschluss doch bedeuten, dass es Elenum tatsächlich gab. Denn davor war sein Leben normal verlaufen. Er hatte mit Milo Fußball gespielt, fast täglich die Tierrettung besucht. Dort lebte Nissa, die Dackelhündin, um die er sich kümmerte.

Er hatte ein ein völlig normales Leben gehabt.

Bis das Amulett durch sein Fenster gesaust war und ihn zur Litfaßsäule gelenkt hatte, in der ein magisches Portal nach Elenum verankert war. An diesem Punkt wurden seine Gedanken zunehmend träger. Die Verletzungen seines Körpers forderten ihren Tribut. Julian zog die Decke ans Kinn und schlief ein.

Im Traum sah er gewaltige Kreaturen, die etwas von Helden murmelten. Und davon, Magie zu erschaffen aus winzig kleinen Siliben, die Gegenständen besondere Fähigkeiten verleihen konnten.

Vor ihm saß ein Husky, stolz in der Gestalt und mit intensivem Blick. Als könne er Julian bis hinab auf die Seele schauen. Von ihm ging Stärke aus, aber auch Erdung. Eine Erdung, die Julians aufgewühltes Innerstes beruhigte und seine Verzweiflung abebben ließ.

Ein Schmerz durchzuckte ihn.

Er erwachte.

Es stimmte wohl, was Doktor Rant gesagt hatte, die Hämatome würden ihn noch die nächsten Wochen begleiten und obgleich sie nicht gefährlich waren, schmerzten sie höllisch. Julian griff nach dem Wasserglas und trank in kleinen Schlucken. Er hustete, trank mehr.

Vor dem Fenster dämmerte es bereits, es war Abend. Er hatte den gesamten Tag verschlafen, fühlte sich dafür aber auch deutlich kräftiger als zuvor. Es quietschte, als Julian die Nachttischschublade des Schränkchens neben dem Bett aufzog. Sie bestand aus weißem Metall, von dem stellenweise die Farbe abblätterte. Im Inneren lag das, was von seinem Smartphone übrig war. Er griff danach und betrachtete das von spinnwebenartigen Rissen überzogene Display. »Du bist eindeutig nicht mehr zu gebrauchen.«

Er legte das Gerät zurück, ignorierte das Portemonnaie daneben. Was blieb ihm noch zu tun? Seine Eltern kontaktieren brachte nichts. Aber konnte er ohne sein Halsband überhaupt die Litfaßsäule benutzen? Falls es Elenum wirklich gab.

Ein Klopfen an der Tür ließ ihn aufblicken. Schwester Sarah schob ihren Kopf durch den Spalt. »Ah, du bist wach. Ich wollte sichergehen. Wie geht es dir?«

»Besser, danke.« Julian rang sich ein Lächeln ab, obwohl er am liebsten geheult hätte.

»Das ist gut. Fühlst du dich stark genug,...



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