E-Book, Deutsch, Band 1513, 160 Seiten
Reihe: Baccara
Sullivan War alles nur ein Spiel, Danielle?
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-86349-910-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 1513, 160 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-86349-910-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Flynn Donovan ist entschlossen, sich nicht von der hinreißend attraktiven Danielle Ford einwickeln zu lassen. Sie spielt ihm die arme junge Witwe vor, die keine Ahnung von den betrügerischen Machenschaften ihres Mannes hatte. Natürlich besteht Flynn darauf, dass Danielle ihm die 200.000 Dollar zurückzahlt - und wenn nicht in bar, dann eben als seine Geliebte! Als sie empört ablehnt, ist er tief enttäuscht. Da fällt es ihm wie Schuppen von den Augen: Er ist rettungslos verliebt in sie! In eine raffinierte Betrügerin? Oder ist Danielle doch die Frau seines Lebens?
Ihre Mutter war eine begeisterte Liebesromanleserin. Und deswegen verdankt sie es ihr, dass sie selbst auch vernarrt in das Genre ist. Für sie war es daher nur natürlich, als sie sich entschloss, selbst Liebesgeschichten zu schreiben. Für die Autorin bieten Liebesromane so wundervolle Bestätigungen über Liebe und Beziehungen, dass sie sich nicht vorstellen konnte ihre Geschichten nicht mit anderen zu teilen. Ihr Verlag war derselben Meinung und sie war überrascht wie schnell es ihr gelang, ihre Bücher zu veröffentlichen. Aber ihre Leser sind begeistert von ihren mitreißenden Romanen, von denen viele im tropischen Norden Australiens spielen. Maxine Sullivan lebt in Melbourne in Australien mit ihrem Ehemann Geoff, der sich immer wieder von neuem als Held ihrer ganz eigenen Liebesgeschichte beweist. Sie hat zwei Söhne und mehrere Tiere. Sie ist stolz darauf, einige der wenigen australischen Autoren zu sein, die für die Reihe 'Desire' des Silhouette Verlags schreiben. Maxine freut sich stets über E-Mails von ihren Leserinnen und kann über ihre website www.maxinesullivan.com kontaktiert werden.
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1. KAPITEL
„So lernen wir uns also doch noch kennen, Mrs. Ford“, bemerkte Flynn Donovan mit tiefer sonorer Stimme. Er hatte eine eigentümliche Art, die Worte zu dehnen, vor allem jetzt, als er in die faszinierenden blauen Augen seiner Besucherin schaute. Im gleichen Moment wurde ihm klar, dass er diese Frau begehrte. Er begehrte sie plötzlich mit einer äußerst heftigen, ja absurden Leidenschaft, die ihn selbst sehr erstaunte.
Zunächst schien es die junge Dame zu erschrecken. Dann reckte sie das feine Kinn, verzog den schönen Mund und sagte kühl: „Entschuldigen Sie die Störung.“
Störung? Absolut nicht, dachte Flynn. Danielle Ford strahlte einen Sex-Appeal aus, der ihn tief getroffen hatte, ihm den Atem raubte.
„Mr. Donovan, Sie haben mir einen Brief geschrieben, in dem Sie die Rückzahlung eines Darlehens verlangen, das mein Mann und ich …“
Auf einmal wurde er wütend. Wie konnte diese Frau so wunderbar aussehen, obwohl sie so verlogen war? Aber er kannte diesen Frauentyp. Robert hatte ja selbst gesagt, dass seine Frau eine vorzügliche Schauspielerin war und mit ihrem Unschuldsengel-Look jeden Mann umgarnen konnte, bis er ihr jeden Wunsch von den Augen ablas. Flynn war zwar nicht so naiv, alles zu glauben, was Robert Ford ihm erzählt hatte. Aber er war schon der Meinung, dass eine Frau, die mit diesem Lügner und Betrüger verheiratet war, aus annähernd dem gleichen Holz geschnitzt sein musste.
„Sie meinen Ihren verstorbenen Gatten, nicht wahr?“ Flynn klopfte mit seinem Stift auf den Schreibtisch.
Sie straffte die schmalen Schultern. „Also gut, mein verstorbener Mann.“ Dann holte sie tief Luft. „Was Ihren Brief anbetrifft, da heißt es, dass ich Ihnen zweihunderttausend Dollar schulde. Aber ich habe keine Ahnung, worum es sich eigentlich handelt.“
„Ach, kommen Sie, Mrs. Ford. Sie stellen sich doch nur dumm, damit Sie dieses Darlehen, das Sie von meiner Firma bezogen haben, nicht zurückzuzahlen brauchen.“
Vor Entrüstung atmete sie heftig, und ihre Lider zuckten. „Aber ich wusste gar nichts von einem Darlehen, schon gar nicht in dieser Höhe. Das muss ein Irrtum sein.“
Nein, das konnte Flynn ihr nicht glauben. „Sie machen mir etwas vor.“
Die Röte, die in ihre Wangen stieg, ließ Danielle Ford seltsam verletzlich erscheinen. Oder es ist ein Schuldeingeständnis, ging es ihm durch den Kopf. Aber andererseits kann sich nur jemand mit einem Gewissen schuldig fühlen. Flynn bezweifelte, dass diese Frau überhaupt eins hatte.
„Ich versichere Ihnen, dass ich mich nicht dumm stelle, Mr. Donovan.“
Er verzog spöttisch die Lippen. „Ihr Gatte hat auch versichert, dass er das Darlehen schnellstens zurückzahlen würde.“ Er schob ihr ein Papier über den Schreibtisch zu. „Ist das etwa nicht Ihre Unterschrift neben der Ihres Gatten?“
Sie trat mit ernster Miene näher an den Schreibtisch, um sich das Papier anzusehen. Danach wurde sie ganz blass und sank auf einen Stuhl. „Es sieht tatsächlich wie meine Unterschrift aus …“
So spielt sie das Spiel also, dachte Flynn. Robert hatte sie ganz richtig geschildert. Sie würde nie etwas zugeben, noch nicht einmal, wenn ihr der Beweis präsentiert wurde.
„Ist das Ihre Unterschrift, Mrs. Ford?“ Er zeigte sich vollkommen unbeeindruckt von ihrem Theater. „Sie schulden mir also zweihunderttausend Dollar.“
Sie hob den Kopf, in ihren Augen spiegelte sich Panik. „Aber ich habe nicht so viel Geld.“
Das war nichts Neues für Flynn. Nachdem er ihre Finanzen hatte überprüfen lassen, wusste er, dass sie genau fünftausend Dollar auf ihrem Bankkonto in Darwin hatte. Das übrige Geld musste sie mit vollen Händen ausgegeben haben. Eine Anzahl abgeräumter Konten, verstreut über Australien, sprachen eine deutliche Sprache. Ihm tat der arme Mann, der sie geheiratet hatte, richtig leid. Diese Frau würde jeden Mann in den Ruin stürzen.
Aber sie war verdammt hübsch.
Und diese Figur …
Flynn sah an ihrem einfachen pinkfarbenen Kleid mit dem passenden Jäckchen herunter. Es hatte wirklich Stil und betonte ihre makellosen schlanken Beine.
Hübsch, verdammt hübsch.
Wie sexy würden diese Beine erst in einem schaumgekrönten Whirlpool aussehen? Er stellte sich vor, wie sie ein Bein hochstreckte und die wohlgeformte Wade einseifte. Das Wasser reichte ihr gerade bis zu den vollen Brüsten. Die Fantasie erregte Flynn so sehr, dass sein Blut in Wallung geriet. Ihm wurde heiß vor Verlangen, ja, er brauchte eine Frau.
Nicht irgendeine, diese Frau.
„Dann können wir uns vielleicht auf einen Kompromiss einigen?“ Er lehnte sich in seinem edlen Chefsessel zurück und beobachtete ihre Reaktion.
Sie setzte sich noch aufrechter hin. „Ich könnte versuchen, Ihnen jede Woche eine kleine Summe zurückzuzahlen. Es wird zwar endlos lange dauern, aber …“
„Das reicht mir nicht.“ Für ihn kam nur eine ganz andere Zahlungsweise infrage.
Sie öffnete vor Erstaunen die Lippen, sodass ihm ihr Mund noch verführerischer erschien. „Was stellen Sie sich denn vor?“
„Ich fürchte, Sie müssen sich etwas mehr anstrengen.“
Sie zögerte. „Wie …?“
„Sie sind eine sehr schöne Frau, Mrs. Ford.“
Für Sekunden hielt sie seinem Blick stand, aber das Herz klopfte ihr bis zum Hals. „Ich bin erst zwei Monate lang Witwe, Mr. Donovan. Haben Sie denn kein Feingefühl?“
„Sieht nicht so aus.“ Am liebsten hätte er ihren schlanken Hals geküsst, dort, wo ihr Puls jetzt so wild schlug.
Er hörte sie seufzen. „Dann sagen Sie mir bitte, wie ich meine Schulden abzahlen kann. Aber ich bin sowieso schon knapp mit meinem Geld.“
Natürlich, dieser Frau geht es nur ums Geld. Er sträubte sich bei dem Gedanken, wie käuflich sie offensichtlich war. „Von mir werden Sie keinen Cent mehr bekommen, bevor Sie das Darlehen nicht zurückgezahlt haben, in voller Höhe.“
Sie bekam rote Wangen. „Aber ich wollte doch nicht noch mehr …“
„Genau das wollten Sie.“
Einen Moment lang schien sie ratlos zu sein, fasste sich jedoch schnell wieder. „Oh, natürlich, ich wollte Sie ja um einen neuen Kredit bitten“, erklärte sie voller Sarkasmus. „Ich werde versuchen, so viel Geld aus Ihnen herauszulocken, wie ich kann. Darauf verstehe ich mich ja.“
Auf diesen Bluff würde er nicht hereinfallen. „Ja, ich denke, darauf verstehen Sie sich in der Tat ausgezeichnet“, bekräftigte Flynn, ohne mit der Wimper zu zucken.
Sie schaute ihn wütend an. „Wie schön, dass Sie meine Gedanken lesen können. Ich hoffe, Sie wissen auch, was ich jetzt von Ihnen denke.“
Irgendwie amüsierte sie ihn. „Ich bitte Sie, eine Lady sollte solche Ausdrücke gar nicht kennen.“
„Eine Lady sollte auch nicht hier sitzen und sich Ihren Erpressungsversuch anhören.“
„Erpressung – das ist ein hartes Wort, Danielle. Ich möchte nur das, was mir zusteht.“ Sie eingeschlossen, fügte er im Stillen hinzu.
„Nein, Sie wollen Rache“, konterte sie bitter. „Aber ich bin nicht für die Fehler meines Mannes verantwortlich.“
Flynn schaute sie unbeeindruckt an. „Und was ist mit Ihren eigenen Fehlern, Danielle? Sie haben Ihre Unterschrift unter den Darlehensvertrag gesetzt, nicht wahr? Deshalb müssen Sie die Schulden auch zurückzahlen.“
„Mit meinem Geld oder meinem Körper?“, fragte sie ihn voller Verachtung.
Er hob die rechte Braue. „Wie viele heiße tropische Nächte sind zweihunderttausend Dollar wohl wert?“ Er dachte kurz nach und beantwortete seine Frage selbst. „Hm, ich würde sagen circa drei Monate.“ Das war nicht billig, aber ihm war bewusst, dass er so viel Geld selbst für eine einzige Nacht mit dieser Frau hinblättern würde.
Sie sah ihn mit ihren großen blauen Augen an, als ob sie es immer noch nicht fassen könnte. „Drei Monate! Sie erwarten also im Ernst, dass ich drei Monate lang mit Ihnen schlafe?“
Er musste wieder auf ihren verführerischen Mund schauen. „Ich habe nichts von miteinander schlafen gesagt, obwohl ich Ihnen versichere, dass es mir nicht allzu schwerfallen würde.“ Gerade in diesem Moment stieg ihm der betörende Duft ihres Parfüms in die Nase und brachte sein Blut noch mehr in Wallung. „Nein, ich habe in der nächsten Zeit eine Menge gesellschaftliche Verpflichtungen, und daher könnte ich eine persönliche Begleiterin gut gebrauchen.“
Danielle sprang auf. „Mr. Donovan, Sie sollten sich keine Illusionen machen, dass ich einem Mann wie Ihnen meine Zeit … oder sogar mehr opfern würde. Seien Sie realistisch.
Es wird genug Frauen geben, die Sie gern begleiten.“ Nach diesen Worten machte sie auf dem Absatz kehrt und verließ das Büro.
Flynn hatte Danielles Abgang mit einem zynischen Lächeln beobachtet. Danach ging er ans Fenster und genoss aus seinem Donovan Tower die Aussicht auf die blau glitzernde Hafenbucht. Er mochte es, wie diese Frau reagierte. Sie verhielt sich so anders als die Frauen, mit denen er in der letzten Zeit ausgegangen war. Er hatte es entsetzlich langweilig gefunden, dass alle nur zu bereitwillig mit ihm ins Bett gegangen wären.
Aber dann fiel ihm wieder ein, dass Danielle selbst keine Heilige war. Es gehörte zu ihrer Taktik, sich nicht so leicht verführen zu lassen. Sie war voller Berechnung, das hatte Robert Ford...




