E-Book, Deutsch, 220 Seiten
Summer Control of Love: Lass dich verführen
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-96204-207-3
Verlag: Written Dreams Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz
E-Book, Deutsch, 220 Seiten
ISBN: 978-3-96204-207-3
Verlag: Written Dreams Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz
Jonathan Hemington ist ein attraktiver und reicher Mann, der immer bekommt, was er will. Und Davina Clairson ist die Frau, die er will. Die junge Studentin hat in ihrem Leben viel hinter sich gelassen, um einen Neustart ohne quälende Altlasten zu wagen. Als sie dann aber Jonathan begegnet, wird ihr schnell klar, dass sie erneut vor einem tiefen Abgrund steht. Sie fühlt sich vom ersten Moment an zu ihm hingezogen, obwohl sie weiß, dass es besser wäre, sich von ihm fernzuhalten. Er verbirgt etwas vor ihr und hält sie immer wieder auf Abstand, während sie selbst ein Geheimnis hütet und gegen ihre Vergangenheit ankämpft. Trotz ihrer Ängste versucht sie ihr Glück mit ihm und wird in einen Sturm aus Leidenschaft und Qualen gezogen. Letztendlich fragt Davina sich, wie man eine ertrinkende Person retten kann, wenn man selbst am Ertrinken ist? Teil 1 des Control-Vierteilers. Nicht in sich abgeschlossen, aber alle Teile der Serie sind erschienen.
Der Gedanke 'Das kann ich auch!' motiviert Kate Summer 2015 dazu, ihr erstes Buch zu schreiben. Seitdem tut sie nichts anderes mehr und fühlt sich auch erst richtig wohl, wenn sie von Büchern und Geschichten umgeben ist. Anfangs hat sie die Geschichten nur für sich selbst geschrieben, als Hobby, um ihre Gedanken und Wünsche irgendwie festzuhalten und sich eine Welt zu erschaffen, in der alles möglich ist.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Kapitel 1
Manchmal verfluchte ich es, in einer Großstadt wie Manhattan zu leben. Der Verkehr stellte einen wahren Höllentrip dar, dem man mit dem Auto nicht entkommen konnte und die U-Bahn-Fahrten eine Reise voller Gefahren – schlecht gelaunte Menschen auf dem Weg zu ihrer Arbeit, die sie höchstwahrscheinlich nicht mochten. Es war also keine Seltenheit, dass man Opfer eines Kaffeeschwalls oder eines zwischen die Rippen gerammten Aktenkoffer wurde, denn jeder wollte seine Bahn erreichen und darüber vergaß man doch glatt mal die Umwelt. Tja, und ich befand mich gerade auf einer dieser gefahrvollen Reisen. Ich stieß einen leisen Seufzer aus und fragte mich, ob ich mich dafür entscheiden würde, weiterhin hier zu leben, wenn man mir die Wahl ließe. Wahrscheinlich ja. Denn ich studierte hier, lebte in der Nähe meiner Familie und hatte einen tollen Teilzeitjob in einer kleinen Kanzlei. Außerdem lebte hier auch Blaire. Meine beste Freundin, mit der ich mich heute zum Mittag traf. Alleine wegen ihr nahm ich diesen Höllentrip auf mich. Doch bevor ich zu ihr in die Stadt fuhr, musste ich noch einen kurzen Abstecher in die Bibliothek machen. Sobald ich die Bibliothek erreicht und betreten hatte, schlug mir der vertraute Geruch von alten und neuen Büchern entgegen, was mir ein zufriedenes Lächeln auf die Lippen zauberte. Es war eine meiner alten Liebschaften, in die Fantasie der Autoren einzutauchen und der realen Welt zu entfliehen. Nur für eine Weile, aber es reichte aus, um ein fremdes Leben zu leben und das eigene zu vergessen. Gedankenverloren schlenderte ich durch die Gänge, griff nach einigen Büchern, durch die ich neugierig blätterte, und steuerte die Leseecke an, in der man es sich gemütlich machen konnte. Dabei war ich von einer Geschichte so fasziniert, dass ich es nicht mitbekam, stehen geblieben zu sein, bis ich plötzlich angerempelt wurde. Erschrocken davon, taumelte ich einige Schritte zurück und verlor das Gleichgewicht, sodass ich zu Boden fiel. »Aua, verdammt!« »Oh Mann, tut mir echt leid«, murmelte ein junger Kerl. »Aber ich hab`s wirklich eilig.« Empört schaute ich auf. »Und dafür musst du einfach andere Leute umrennen?« Der Typ verzog das Gesicht und machte einige Schritte zurück, langsam, obwohl man ihm die Eile ansehen konnte. »Wie schon gesagt: Tut mir leid.« Dann drehte er sich hastig um und rannte zum Ausgang. Ich hingegen saß noch immer auf dem Boden und starrte dem Arschloch fassungslos hinterher, während mir der gestoßene Ellenbogen und Hintern schmerzte. Klar, das nächste Mal, wenn ich unter Zeitdruck stehe, renne ich auch einfach andere Menschen über den Haufen, dachte ich sarkastisch und griff nach meiner Handtasche. »Warten Sie, ich helfe Ihnen«, ertönte eine tiefe Stimme. Ich war gerade dabei mich aufzurichten, als mir plötzlich eine große Männerhand entgegengestreckt wurde, und ich abrupt in meiner Bewegung innehielt. Zögerlich hob ich den Blick; glitt an dem hochgewachsenen Körper entlang, der schmalen Taille und den breiten Schultern, was allesamt in einem maßgeschneiderten und womöglich teuren Anzug steckte, und verharrte letztlich auf dem Gesicht eines sehr attraktiven Mannes. Ich blinzelte mehrere Male. Himmel, sah der gut aus! Als ich ihn noch immer anstarrte, statt nach seiner Hand zu greifen, ging er vor mir in die Hocke und sah mich mit bernsteinfarbenen Augen an, in denen ein unbeschreiblicher Ausdruck lag. Irgendeine Mischung aus animalischer Wildheit, purer Dunkelheit und … erdrückender Verzweiflung. Dieser Ausdruck ging mir durch und durch, und ich spürte, wie sich unwillkürlich meine Härchen auf den Armen aufstellten, so als hätte man mich unter Strom gesetzt. »Alles in Ordnung?«, fragte er, ohne den Blick von mir abzuwenden. Ich nickte, denn zu mehr war ich nicht in der Lage. Er faszinierte mich. Die Spannung zwischen uns faszinierte mich. Und was mich noch mehr faszinierte als das, war, dass sie nicht mehr enden wollte, sich immer weiter auflud und ich sie in jeder meiner Fasern spüren konnte. Er verzog seine vollen Lippen zu einem umwerfenden Lächeln, wodurch mein Blick auf seinen Mund fiel. Ein wirklich perfekter Mund, den ich viel zu gern auf meinem spüren würde … Scheiße, was dachte ich denn da? In einer eleganten Bewegung richtete er sich wieder auf, sammelte meine Bücher ein und reichte mir erneut seine Hand. Nun schaute er zu mir herab und wartete darauf, dass ich seine Hilfe endlich annahm. Mit klopfendem Herzen streckte ich meine Hand aus und hielt den Atem an, als er sie mit seinen langen Fingern umschloss. Ein Blitz jagte durch mich hindurch und sorgte dafür, dass sich mein Unterleib zusammenzog. Der Fremde zog mich sanft auf die Füße und hielt weiterhin meine Hand fest, wobei er mich mit einem forschenden Blick bedachte. Ich schluckte schwer und kämpfte gegen den Wunsch an, die Luft tief einzuziehen, als mir sein maskuliner und frischer Duft entgegenwehte. Stattdessen ließ ich ihn los, fast schon zu schnell, und rief mich zur Räson. »Danke«, murmelte ich und strich mir verlegen eine lange Strähne aus dem Gesicht. »Bitte.« Er reichte mir mit einem schiefen Grinsen die Bücher, die ich wieder an mich nahm, und schob lässig seine Hände in die Vordertaschen seiner Stoffhose. Voller Selbstbewusstsein und Anmut stand er vor mir. Ich erlaubte es mir, einen kurzen und verstohlenen Blick auf ihn zu werfen und sein schwarzes Haar zu bewundern, in dem braune Strähnen schimmerten. Es war etwas länger und wurde im Nacken kürzer, sodass es mir in den Fingern juckte, sie darin zu vergraben und an den seidigen Strähnen zu ziehen. Das plötzliche Klingeln meines Handys riss mich aus meinem Trancezustand und wirkte wie ein Kübel Eiswasser, den man über mir ausschüttete. Mit der einen Hand die Bücher haltend, nahm ich mit der anderen den Anruf entgegen. Es war Blaire. »D, wo bist du? Ich stehe schon vorm Maxx und finde dich nicht.« Ich sah noch immer den Mann vor mir an, der sich nun an die Wand lehnte und mich mit verschränkten Armen betrachtete. Dabei ließ er seinen Blick langsam und genüsslich an meinem Körper entlanggleiten, was mich unsicher von einem Fuß auf den anderen treten ließ. »Äh …« Ich schüttelte meinen Kopf und konzentrierte mich auf Blaire. »Ich bin noch in der Bibliothek, komme aber gleich. Gib mir noch ein paar Minuten, ja?« »Okay«, seufzte sie in den Hörer. Ich legte ohne Weiteres auf und steckte das Handy zurück in die Tasche. »Da wartet wohl jemand auf Sie«, stellte er fest Ich lächelte zaghaft. »Ja, ich bin schon viel zu spät dran und muss jetzt schnell los.« Ihn weiterhin ansehend, machte ich einige Schritte zurück. »Ähm … bis dann.« Gerade, als ich mich von ihm abwenden wollte, stieß er sich von der Wand ab und kam auf mich zu. Ich blieb wie angewurzelt stehen. Er nutzte die Gelegenheit und beugte sich zu mir hinunter. »Ein Bis dann ist kein Lebewohl.« Mir entkam beinahe ein Keuchen, während ich von Hitzewellen übermannt wurde. Er hingegen richtete sich mit einem selbstsicheren Grinsen wieder auf und steuerte den Ausgang an. Ich starrte ihm hinterher, so lange, bis er komplett verschwunden war und stieß dann einen tiefen Seufzer aus. Das war ja erbärmlich gelaufen – eigentlich war das noch nicht mal das beste Wort dafür! Statt die selbstbewusste Frau zu sein, zu der ich mich in den letzten Jahren entwickelt hatte, war ich wieder dieses eingeschüchterte Mädchen, das ich nie wieder hatte sein wollen. Kopfschüttelnd über mich selbst, ging ich zur Kasse und bezahlte die Bücher. Anschließend machte ich mich auf dem Weg zum Maxx, wo Blaire bereits auf mich wartete. »Da bist du ja endlich! Wo warst du denn so lange?« »Ich wurde in der Bibliothek aufgehalten«, gab ich zu meiner Verteidigung preis und nahm gegenüber von ihr Platz. »Wieso, was war los?« Blaire besaß die liebreizende Angewohnheit, alles wissen zu wollen und lebte praktisch für Klatsch und Tratsch. So wie jetzt. Kurz überlegte ich, ob ich sie mit ihrer Neugierde quälen sollte, verwarf den Gedanken jedoch wieder und erzählte ihr von dem Mann aus der Bibliothek. Wie gut er aussah und wie nett er gewesen war, als er mir beim Aufstehen geholfen und was für eine Wirkung er auf mich gehabt hatte, wobei ich wieder dieses Kribbeln auf meiner Haut spürte. »Warum hast du ihn dann nicht nach seiner Nummer gefragt?«, fragte sie verwirrt. Unbeholfen hob ich die Schultern an. »Keine Ahnung. Ich war so überrumpelt und habe kaum ein Wort rausbekommen. Hätte nur noch gefehlt, dass ich vor ihm anfange zu sabbern.« Und das wäre mir bei seinen letzten Worten, die er mir so verführerisch zugeraunt hatte, auch beinahe passiert. »Gott steh mir bei! Da gibt es endlich einen Mann, der nach einer halben Ewigkeit dein Interesse weckt und bei dem die Möglichkeit bestünde, dass du ihn flachlegen willst, und du lässt ihn dir durch die Lappen gehen!« Leider hatte Blaire damit nicht unrecht, denn in den letzten zwei Jahren war kein Mann mehr in mein Leben getreten, der meine Aufmerksamkeit erregen, geschweige denn das Verlangen in mir entfachen konnte. »Ach, Süße, das wird noch«, meinte sie, als sie meinen bedrückten Gesichtsausdruck bemerkte. »Vielleicht hast du Glück und siehst ihn wieder.« Ich schnaubte. »Und dann stehe ich wieder wie angewurzelt vor ihm und bekomme kein vernünftiges Wort raus.« »Den Mann, der...




