Summer | Looking for a Deal | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 200 Seiten

Summer Looking for a Deal


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7546-2225-4
Verlag: Written Dreams Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz

E-Book, Deutsch, 200 Seiten

ISBN: 978-3-7546-2225-4
Verlag: Written Dreams Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz



Olivia Johnson, ihres Zeichens IT-Nerd mit nicht vorhandenem Sozialleben, und Liam Graham, ein attraktiver Boxer und äußerst beliebter Student, haben auf den ersten Blick nichts gemeinsam. Ein Zusammenstoß mit Olivias Mitbewohnerin und ein daraus resultierendes kaputtes Smartphone haben jedoch weitreichende Folgen. Liam braucht dringend eine Alibi-Freundin und Olivia Hilfe, damit ihr heimlicher Schwarm Cameron endlich auf sie aufmerksam wird. Die zwei verbinden beides und treffen einen vielversprechenden Deal: Liam zeigt Olivia, wie sie mit Männern umgeht und deren Interesse weckt, während die junge Studentin ihm mit ihrer Fake-Beziehung aus der Klemme hilft. Doch womit die beiden nicht gerechnet haben, ist, dass ihnen ihre Gefühle einen Strich durch die Rechnung machen könnten.

Kate Summer lebt und arbeitet in Dortmund. 2015 begann sie mit dem Schreiben und veröffentlichte im Frühjahr 2017 ihre Debüt-Reihe 'Control of Love'. 2018 folgte der Einzelroman 'My last Hope' und anschließend die College-Reihe 'Looking for'. Wenn Kate nicht an einem neuen Buch arbeitet, verbringt sie ihre Zeit mit ihren Liebsten, liest oder suchtet eine neue Serie durch.

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Kapitel 1
Liam Keuchend öffnete ich die Augen und setzte mich im Bett auf. Mein Herz raste, meine Hände zitterten und Schweiß rann meine Schläfen hinab. Verwirrt blickte ich mich um und erkannte, dass die Seite neben mir leer war. Kein Blut. Keine bewusstlose Aria. Es war nur ein Traum. Das redete ich mir solange ein, bis ich mich beruhigt hatte und tief Luft holen konnte. Dann stand ich auf, begab mich ins Bad und stellte mich unter die Dusche. Doch so sehr ich auch versuchte, die Bilder zu verdrängen, ich schaffte es nicht. Der Schock steckte mir noch immer in den Knochen und ließ mich erschauern. Obwohl es meiner Schwester mittlerweile wieder gut ging, verfolgte mich dieser grässliche Unfall bis heute. Verdammt, wann würden diese Albträume endlich aufhören? Sobald ich mit dem Duschen fertig war, drehte ich das Wasser ab und lief zurück in mein Schlafzimmer. Dort zog ich mir etwas Frisches an und schlenderte in die Küche, wo ich mir einen Kaffee kochen wollte … bloß war keiner mehr da. »Mist.« Ich hatte völlig vergessen, einzukaufen. Grummelnd stellte ich die leere Dose zur Seite, griff nach meinem Handy sowie dem Schlüssel und verließ die Wohnung. Da ich nicht weit vom Campus entfernt wohnte, konnte ich zu Fuß gehen und einen Zwischenstopp bei Starbucks machen. Ich betrat das Café und bestellte mir einen Kaffee zum Mitnehmen. »Kommt sofort«, murmelte der junge Kerl hinter der Theke, der so aussah, als würde er jeden Moment einschlafen. Ich nickte und checkte in der Zwischenzeit meine Nachrichten. Da waren welche von den Jungs, eine von Aria und eine von Abigail White. Scheiße. Abbi und ich hatten eine Weile was miteinander, weshalb sie nun dachte, wir wären zusammen. Aber das waren wir nicht – und das hatte ich ihr auch gesagt. Dummerweise glaubte sie jetzt, die Eine zu sein, die mich geändert hatte. Obwohl ich Abigail von Anfang an klar zu verstehen gegeben hatte, dass es mir nur um Sex ging, war sie überzeugt, dass mehr zwischen uns war, was völliger Schwachsinn war. Wenn ich eine feste Freundin hätte, wäre es mit Sicherheit nicht die selbsternannte Campusqueen, die die halbe Footballmannschaft gefickt hatte und auch noch stolz drauf war. Ich schnaubte wegen der Vorstellung und ignorierte Abbis Nachricht, in der sie fragte, wann wir uns wiedersehen würden. Stattdessen antwortete ich meiner Schwester. Ich: Mir geht’s gut, und euch? Aria machte sich noch immer Sorgen um mich, weil Gabe ihr von meinen Schlafstörungen erzählt hatte. So ein Penner! Ich konnte ihn mittlerweile echt leiden, aber dafür würde ich ihm am liebsten in den Arsch treten. Als ich plötzlich ein Räuspern vernahm, schaute ich auf und sah den jungen Kerl hinter der Theke an. Er hielt mir einen Pappbecher vor die Nase. »Ihr Kaffee ist fertig.« Mit einem höflichen »Danke« nahm ich ihn entgegen und steuerte den Ausgang an. Währenddessen blickte ich auf mein Handy, das mir eine neue Nachricht von Aria anzeigte. Ich nippte gerade an meinem Kaffee, als auf einmal jemand an mir vorbeirannte, mich seitlich anstieß und mir dabei das Smartphone aus der Hand riss. Ehe ich überhaupt reagieren konnte, landete es mit einem Knall auf dem Boden. »Mist, tut mir echt leid«, ertönte eine gehetzt klingende, weibliche Stimme. Ich ging in die Hocke, hob mein Telefon auf und stieß einen Fluch aus, als ich das kaputte Display entdeckte. »Geht es noch?« »Nein«, antwortete ich, nachdem ich versucht hatte, es einzuschalten. »Es ist hin, verdammt.« »Vielleicht kann man es ja reparieren lassen?«, schlug sie vor. Seufzend schüttelte ich den Kopf. »Glaube nicht.« Erst jetzt sah ich auf, traf geradewegs den schuldbewussten Blick der Frau, und war überrascht, wie zierlich sie war. Nach der Wucht, mit der sie mich vorhin gerammt hatte, hatte ich eher eine stabilere Person erwartet. Sie ließ die Schultern hängen. »Oh Mann, nun fühle ich mich noch mieser. Tut mir wirklich leid!« Ich nickte, wissend, dass sie es nicht mit Absicht gemacht hatte. »Tja, ich wollte mir sowieso bald ein Neues holen. Dummerweise komme ich jetzt nicht mehr an die Bilder heran, die ich darauf gespeichert habe.« Und das ärgerte mich am meisten, weil mir die Fotos vom letzten Sommer viel bedeuteten. »Doch, das geht!«, stieß die Frau hastig hervor. »Ich weiß zwar nicht wie, aber ich kenne jemanden, der so was kann.« Nun hatte sie meine Neugier geweckt. »Ach ja?« Sie nickte und reichte mir einen Zettel, auf den sie vorher schnell eine Wegbeschreibung gekritzelt hatte. »Hier. Geh dahin und frag nach Johnson. Richte liebe Grüße von Georgi aus, dann bekommst du alles, was du brauchst.« Ich musterte sie. »Und du bist Georgi?« »Die bin ich«, bestätigte sie mir grinsend, bevor sie einen Blick auf ihre Armbanduhr warf und die Augen aufriss. »Shit! Ich komme zu spät zu meinem Kurs.« Sie rannte los, drehte sich aber noch mal um und verabschiedete sich von mir. Dabei wäre sie fast wieder in jemanden hineingerannt. Lachend schaute ich ihr nach und wandte mich ab, sobald Georgi in der Menschenmenge verschwunden war. Dann folgte ich ihrer Wegbeschreibung, die mich ans andere Ende des Campus führte, wo sich das Territorium der Nerds befand. Hier wimmelte es von Wissenschaftlern, Hackern und Riesengenies. Als ich an einer Tür ankam, auf der etwas in großen Buchstaben stand, fühlte ich mich völlig fehl am Platz, was nicht oft vorkam. f(1155)= f(m)·f(n) Die Lösung ist deine Eintrittskarte. Das war deutlich: Ohne Antwort kein Eintritt. Ich betrachtete die Formel verwirrt und fragte mich, ob sie überhaupt jemand lösen konnte. Das hätte ich gern gewusst und es gegoogelt … aber mein Handy war ja kaputt. Der Gedanke daran ließ mich aufseufzen, ehe ich die Hand hob und einfach an der Tür klopfte. Sie wurde mir wenige Sekunden später von einer jungen Frau geöffnet, die mit verengten Augen durch eine schwarze Nerdbrille um die Ecke lugte und bei meinem Anblick zusammenzuckte. »Ich wusste gar nicht, dass ich so erschreckend wirke«, scherzte ich, womit ich allerdings auf Schweigen traf. Unsicher kratzte ich mich am Hinterkopf. »Ähm … ich bin auf der Suche nach Johnson.« Als sich die braunen Augen meines Gegenübers weiteten, fügte ich rasch hinzu: »Georgi schickt mich. Ich soll liebe Grüße von ihr ausrichten.« Anscheinend war das das Schlüsselwort, denn die Frau schob sich komplett durch den Türspalt und reckte das spitze Kinn. Ich musterte sie. Sie war klein, zierlich und verschwand förmlich in einem Meer aus Haaren, die ihr in langen braunen Wellen über die Schultern fielen und bis zu ihrer Taille reichten. Ein Stift steckte in einem Knoten, mit dem sie die Hälfte des Haares am Oberkopf befestigt hatte und aus dem vereinzelte Strähnen herausfielen. Wow, was für eine Mähne, dachte ich fasziniert. »Was willst du von Johnson?«, fragte sie, wobei sie mich durch die Brille misstrauisch beäugte. »Mein Handy ist kaputt und ich hätte gern die Bilder auf ihm, damit ich sie später auf ein Neues kopieren kann. Georgi meinte, Johnson könnte mir helfen«, erklärte ich. »Und was hat sie mit deinem Telefon zu tun?« »Ihretwegen ist es hinüber.« Die Frau stöhnte auf und murmelte etwas, das sich anhörte wie: »Das ist wieder typisch für sie«. Ich runzelte die Stirn. »Kennst du Georgi?«, wollte ich von ihr wissen. Sie sah zu mir auf und nickte zögerlich. »Ich bin diejenige, zu der sie dich geschickt hat.« Mir fielen beinahe die Augen heraus, während ich sie perplex anstarrte. »Du bist Johnson?« Ich betrachtete ihr Gesicht. »Ernsthaft?« Sie zog den Kopf ein, als wäre ihr die Tatsache unangenehm. »Ja?« »War das jetzt eine Frage?« »Nein …« Unsicher trat sie von einem Fuß auf den anderen. »Ich bin Olivia Johnson.« Ich lachte. »Nun ergibt der Name einen Sinn. Ich hatte allerdings mit einem Kerl gerechnet.« Nicht mit einer Frau, die für einen Nerd ziemlich hübsch war, denn das war die Kleine. Sie war süß und hatte ein schönes Gesicht, ungeschminkt, mit einer blassen und reinen Haut, und einer kleinen Stupsnase, auf der die große Brille saß. Das war irritierend, denn in meiner Vorstellung waren Nerds immer hässlich, dick und … ich weiß auch nicht. Sie sahen auf jeden Fall nicht so aus, wie die Frau vor mir. »Na ja, ich bin aber kein Mann«, sagte sie leise. »Das ist mir bereits aufgefallen«, erwiderte ich schmunzelnd, was sie zum Erröten brachte. Mein Gott, war die Kleine süß. Ich mochte sie auf Anhieb. »Und … kannst du meine Bilder retten?«, hakte ich nach kurzem Schweigen nach. »Ich denke schon.« Zögerlich trat sie zur Seite. »Komm rein.« »Ohne Lösung?«, fragte ich neckend und deutete auf die Formel. Olivia sah zur Tür, wobei sich ihre Wangen abermals rosa färbten. »Das ist bloß ein Scherz unter uns IT-Leuten.« »Aber es gibt eine Lösung?« Das interessierte mich wirklich. »Ja«, murmelte sie. »Verrätst du sie mir?« Sie rückte ihre Brille zurecht und begann mit der Erklärung, die sie wie aus dem FF runterratterte. »Das ist die eulersche Phi-Funktion. Man ersetzt die Buchstaben mit Zahlen, welche man mit Primzahlen zerlegen muss. Das bedeutet, du...



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