Summer | Looking for my Soulmate | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 200 Seiten

Summer Looking for my Soulmate


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-96204-379-7
Verlag: Written Dreams Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz

E-Book, Deutsch, 200 Seiten

ISBN: 978-3-96204-379-7
Verlag: Written Dreams Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz



Seit zwei Jahren kämpft der attraktive und beliebte Footballspieler Aiden mit einem gebrochenen Herzen, nachdem ihn seine erste große Liebe ohne ein Wort der Erklärung von einem Tag auf den anderen verlassen hat. Es scheint so, als könne ihm niemand diesen Schmerz nehmen. Als er eines Abends jedoch Megan kennenlernt, wird er von ihrer selbstbewussten und temperamentvollen Art beinahe umgehauen. Die junge Studentin weckt in ihm schon längst vergessene Gefühle und geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Wenige Tage später laufen sie sich auf dem Campus erneut über den Weg, doch Megan begegnet Aiden plötzlich mit einer Feindseligkeit, auf die er sich zunächst keinen Reim machen kann. Als er endlich eine Erklärung für ihr Verhalten bekommt, versucht er alles, um das Missverständnis auszuräumen und Megan für sich zu gewinnen. Kaum, dass die zwei zueinanderfinden, wird ihre Beziehung allerdings auch schon auf die Probe gestellt.

Kate Summer lebt und arbeitet in Dortmund. 2015 begann sie mit dem Schreiben und veröffentlichte im Frühjahr 2017 ihre Debüt-Reihe 'Control of Love'. 2018 folgte der Einzelroman 'My last Hope' und anschließend die College-Reihe 'Looking for'. Sie lässt sich am liebsten durch das Leben inspirieren. Wenn Kate nicht an einem neuen Buch arbeitet, verbringt sie ihre Zeit mit ihren Liebsten, liest oder suchtet eine neue Serie durch.

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Kapitel 2
Aiden Eigentlich wollte ich nur kurz tanken und was zu knabbern holen, doch da sah ich, dass das Woods noch geöffnet hatte. Ich hielt an, parkte den Wagen vor der Bar und ging hinein. »Wir haben geschlossen!«, rief Shawn. »Wirklich? Die Tür war nämlich auf.« Er drehte sich um und grinste bei meinem Anblick. »Aiden, was machst du so spät hier?« »War in der Nähe«, antwortete ich schulterzuckend. Shawn deutete auf einen der Barhocker, holte ein sauberes Glas hervor und schenkte mir etwas Whisky ein. »Komm, trink einen mit mir.« Ich setzte mich und nahm den Drink entgegen. »Auf welchen Anlass?«, erkundigte ich mich. »Es gibt keinen … oder doch. Ich habe endlich Feierabend und den Tag, Gott sei Dank, überstanden.« »War wieder so viel zu tun?« Er schüttelte den Kopf. »Ging eigentlich, aber die Neue treibt mich in den Wahnsinn.« »Welche Neue?« »Megan. Sie arbeitet erst seit gestern bei uns, hat allerdings schon eine Ermahnung von Charlie bekommen und legt sich trotzdem noch mit den Kunden an«, erzählte Shawn mir. »Eine echte Nervensäge.« Ich lachte. »Klingt so, als würde dir mit ihr nicht langweilig werden.« »Mit Sicherheit nicht. Na ja, wenigstens macht sie ihre Arbeit gut.« Als draußen ein Knall ertönte, stockte Shawn und sah mich an. »Hast du das auch gehört?« Ich nickte, während ich mich bereits erhob und mit ihm zusammen zum Eingang lief. Je näher wir der Tür kamen, desto lauter wurden die Geräusche. »Shawn!« »Verdammt, was ist da draußen schon wieder los?« Er stutzte und wurde plötzlich blass. »Scheiße, ich glaube, das war Megan.« Bevor er überhaupt reagieren konnte, hatte ich mich vor die Tür geschoben und war kampfbereit. Da entdeckte ich Megan, die hektisch zu mir herumfuhr und in ihrer Bewegung erstarrte. Sie schaute mit großen Augen zu mir auf, ehe sie einen Schritt zurückmachte. Ich kniff die Lider zusammen und betrachtete ihr schwarzes Haar, das in dünnen Rastazöpfen über ihre Schultern fiel und bis zu ihren Hüften reichte. Langsam ließ ich meinen Blick an ihrem Körper hinaufwandern. Sie war groß und kurvig, mit endlos langen Beinen. Als ich an ihrem Gesicht stoppte, musterte ich ihre feine Haut, die hohen Wangenknochen und die vollen Wimpern, die ihre grauen Augen umrahmten. Das war also Megan. Sie schluckte sichtbar und wich einen weiteren Schritt zurück. Die Typen hinter ihr, die ich erst durch deren Bewegung registrierte, taten es ihr gleich. Rasch zählte ich eins und eins zusammen. So panisch, wie Megan nach Shawn gerufen hatte, war sie sicher von ihnen bedrängt worden, sodass sie dazu gezwungen war, die Flucht zu ergreifen. Der Gedanke missfiel mir, weshalb ich automatisch ein finsteres Gesicht zog. Das sorgte jedoch dafür, dass Megan und die drei Männer noch schneller zurücktraten und ich mir die Mühe machen musste, ihnen zu folgen. Ich hasste das. Jedes Mal rannten die Leute vor mir davon. Seufzend hob ich einen Arm, griff in einer blitzschnellen Bewegung an Megan vorbei und schnappte mir einen der Kerle am Kragen. Er sah ängstlich zurück und zog den Kopf ein. »Wir wollten nichts von ihr, ehrlich!« Shawn trat neben mich und musterte den Typen stirnrunzelnd. »Ihr wart doch gerade noch im Woods!« »Die Scheißkerle haben mich kurz, nachdem ich die Bar verlassen habe, abgefangen und begrapscht«, erzählte Megan uns, wobei sie dem Kerl, den ich festhielt, einen bösen Blick zuwarf. Das musste ich ihr lassen – den hatte sie definitiv drauf. Der Typ wand sich wie ein Wurm in meinem Griff. »T-tut mir leid. Kommt nie wieder vor, versprochen.« »Gilt das auch für deine Freunde?«, brummte ich. »Ja.« Er nickte hastig. Shawn schnaubte. »Ihr habt Hausverbot. Sehe ich euch noch einmal hier, ruf ich die Cops.« »Oder mich.« Ich grinste, und der Typ zuckte zusammen. »Oder ihn«, stimmte Shawn mir zu, wonach er mir bedeutete, den Kerl loszulassen. Ich tat es und sah dabei zu, wie er und seine Freunde das Weite suchten. »Danke, Mann«, sagte Shawn, wobei er erschöpft klang. »Kein Problem«, erwiderte ich und sah zu Megan, die mich die ganze Zeit lang argwöhnisch beobachtet hatte. »Soll ich dich zu deinem Auto begleiten?« Ihr Blick schoss abrupt zu Shawn, der ihr wiederum zunickte. »Aiden ist in Ordnung.« Als sie weiterhin zögerte, fügte er hinzu: »Geh schon. Ich muss hier noch aufräumen und abschließen, das dauert bestimmt.« Megan schien eine Sekunde lang zu überlegen, ehe sie ohne ein Wort loslief. Verwirrt wandte ich mich an Shawn. Der hob ahnungslos die Schultern. »Frag mich nicht, was sie hat. Ich verstehe sie auch nicht.« »Okay.« Nachdem ich mich von ihm verabschiedet hatte, folgte ich Megan, wobei ich nicht umhinkam, ihre Rückseite und besonders ihren Hintern zu begutachten. Die Rastaspitzen reichten ihr sogar bis zum Steiß. Als würde Megan spüren, dass ich sie musterte, schaute sie zu mir zurück. Ich sah ertappt auf und begegnete ihrem Blick. Ein amüsierter Ausdruck lag in ihren grauen Augen. »Starren ist unhöflich, nur zur Info.« Ich überging ihren Kommentar. »Was wollten die Kerle von dir?« »Meine Nummer. Als ich sie ihnen nicht gegeben habe, wurden sie wütend und haben draußen auf mich gewartet.« »Wie hast du es geschafft, ihnen zu entkommen?«, erkundigte ich mich verblüfft. »Ich habe ihnen eine verpasst.« Das beeindruckte mich. »Machst du so was öfter?« »Wenn es sein muss.« Megan blieb stehen und drehte sich zu mir. Ihr Blick glitt gemächlich über meinen Körper. »Bei dir habe ich es mir allerdings zweimal überlegt.« »Was meinst du?« »Ob ich dir eine reinhauen würde, wenn es nötig wäre.« Ich runzelte die Stirn. »Darüber hättest du dir keine Gedanken machen müssen. Ich würde einer Frau niemals Schaden zufügen.« »Das beruhigt mich«, erwiderte sie trocken. »Schließlich bin ich mit dir ganz allein hier, in einer dunklen Gasse, ohne eine Menschenseele weit und breit.« Das klang so, als fühlte sie sich in meiner Anwesenheit unwohl. »Mache ich dir Angst?« »Weiß nicht. Shawn hätte mich nie mit dir mitgehen lassen, wenn du kein vernünftiger Kerl wärst, oder?« »Nein.« Sie nickte langsam. »Gut, dann wäre das ja geklärt.« Wir gingen schweigend weiter, bis ich die Stille zwischen uns mit einer anderen Frage brach. »Sind das deine echten Haare?« Das interessierte mich schon die ganze Zeit. Megan sah mich amüsiert an. »Nein.« Das dachte ich mir. So lange Haare hatten Frauen nämlich nur selten von Natur aus. Als wir an einem alten Volvo ankamen, blieb sie stehen. »Das ist meiner.« Ich betrachtete das verbeulte Fahrzeug kritisch. »Bist du dir sicher, dass ich dich nicht lieber nach Hause fahren soll?« Sie lachte. »Keine Sorge, die Klapperkiste hat mich bisher noch nicht im Stich gelassen.« »Irgendwann ist immer das erste Mal«, murmelte ich. »Aber nicht heute.« Ich sah das Auto weiterhin skeptisch an, was Megan kichern ließ. »Jetzt verstehe ich, wieso Shawn gesagt hat, ich soll mit dir gehen. Du bist einer dieser Beschützertypen, was?« Mein Blick richtete sich auf Megan. »Nimmst du mir das nach dem, wie wir uns gerade kennengelernt haben, wirklich übel?« Sie seufzte. »Nein, ich bin sogar froh, dass du und Shawn da wart.« Mir entging nicht, wie schwer es ihr fiel, das zuzugeben. »Keine Ursache. Wenn noch mal so etwas sein sollte, sag Shawn Bescheid und der ruft mich dann an.« »Seid ihr Freunde oder so was?« Ich nickte. »Wir kennen uns schon länger. Ein paar Kumpels und ich sind regelmäßig im Woods und hängen manchmal nach Feierabend mit ihm ab«, erzählte ich ihr. »Bedeutet das, ich sehe dich von nun an öfter?«, fragte Megan schmunzelnd. »Ich schätze schon.« Wieder herrschte Stille zwischen uns, in der sie mich abermals taxierte. Ich räusperte mich, woraufhin Megan mir ins Gesicht blickte und kokett grinste. »Was machst du eigentlich mit all diesen Muskeln?« »Football spielen. Und woher weißt du, wie man zuschlägt?«, entgegnete ich ihr. Sie lehnte sich gegen ihr Auto und zuckte die Schultern. »Ich kellnere schon seit Jahren, da bleibt einem als Frau nichts anderes übrig, als sich verteidigen zu können. Anderenfalls ist man am Arsch.« »Wirst du oft von Typen belästigt?« »Ständig. Entweder sind sie geil oder aggressiv, obwohl sie nach einer Abfuhr ebenfalls wütend werden. Wie du siehst, läuft es immer auf dasselbe hinaus. Aus diesem Grund habe ich dafür gesorgt, dass ich mich im Notfall wehren kann.« »Und was ist, wenn sie in der Mehrzahl sind, so wie vorhin?«, hakte ich nach. »Dann hilft nur eins: Ausholen und möglichst viele Treffer landen, anschließend schleunigst verschwinden.« Ich betrachtete sie amüsiert. Es gefiel mir, dass Megan so tough war und selbst in einer Situation wie gerade versuchte, so viele Schläge auszuteilen, wie sie konnte. Andere Frauen wären wahrscheinlich hysterisch geworden, hätten geweint oder geschrien. Megan nicht. Sie stand selbstbewusst vor mir, und schien den Vorfall schon längst vergessen zu haben. »Wo hast du denn vor dem Woods gearbeitet?«, wollte ich wissen. ...



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