Summer | Saved and Loved | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 225 Seiten

Summer Saved and Loved


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-96204-219-6
Verlag: Written Dreams Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz

E-Book, Deutsch, 225 Seiten

ISBN: 978-3-96204-219-6
Verlag: Written Dreams Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz



Briana war einst eine Frau, die niemandem auffiel, bis sie eines Abends von einem Mann angesprochen wurde. Ohne zu wissen, auf was sie sich einlässt, trifft sie sich mit ihm und wird kurz darauf entführt. Ihr vermeintlicher Verehrer entpuppt sich als Monster. Er hält sie gefangen und bricht ihre Seele. Tyler, der gerade mit seinem Unternehmen den Durchbruch geschafft hat, begegnet ihr irgendwann in einem exklusiven Club, doch sie ist an der Seite eines anderen Mannes. Er will Briana unbedingt wiedersehen und gerät dadurch zwangsläufig in einen Strudel, der ihm alles abverlangt, denn er wird mit Sklaverei und Menschenhandel konfrontiert. Tyler muss sich auf das Spiel einlassen und bietet Brianas Entführer einen Deal an, um sie zu befreien. Der Preis dafür ist jedoch hoch und verlangt ihm alles ab. Briana ist durch ihr Martyrium eine gebrochene Frau, findet aber ihren Mut durch Tylers Zuneigung und vor allem Hoffnung durch sein Versprechen: Ich hole dich da raus. Dark Romance. Es handelt sich um einen in sich abgeschlossenen Einzelroman.

Der Gedanke 'Das kann ich auch!' motiviert Kate Summer 2015 dazu, ihr erstes Buch zu schreiben. Seitdem tut sie nichts anderes mehr und fühlt sich auch erst richtig wohl, wenn sie von Büchern und Geschichten umgeben ist. Anfangs hat sie die Geschichten nur für sich selbst geschrieben, als Hobby, um ihre Gedanken und Wünsche irgendwie festzuhalten und sich eine Welt zu erschaffen, in der alles möglich ist.

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Prolog
Briana Mein erster Fehler an diesem Abend war, dass ich mich von meiner Mitbewohnerin Alice dazu überreden ließ, mit einem gefälschten Ausweis in eine Bar zu gehen, in die wir mit neunzehn nicht mal rein durften. Der zweite war, dass ich sie die Getränke auswählen ließ. Zwar war sie der einzige Mensch, den ich noch hatte, aber manchmal zweifelte ich an ihrem Geschmack. Das galt auch dem Typen, mit dem sie auf der Tanzfläche verschwunden war und hemmungslos rummachte. Währenddessen saß ich gelangweilt an der Bar und sah seufzend zu den beiden herüber. Alice und ich teilten uns im Studentenwohnheim ein Zimmer und wurden im letzten Jahr beste Freundinnen, obwohl wir charakterlich total verschieden waren: Sie schien immer gut gelaunt zu sein, hatte stets einen frechen Spruch parat und wusste, wie sie die Männer herumbekam. Ich hingegen konnte das von mir nicht behaupten. Die Jungs auf unserem College bemerkten mich kaum und taten so, als wäre ich Luft. Kein Wunder, denn ich war nicht beliebt, hatte weder große Brüste noch verlängerte Wimpern oder künstliche Nägel. Kurz gesagt: Ich war eine Außenseiterin. Das war deprimierend. Nein, mein Leben war deprimierend! »Kein toller Abend, was?« Ich schreckte aus meinen Gedanken, drehte den Kopf und entdeckte einen Mann. Er stand direkt neben mir und betrachtete mich. Oder meint er doch eine andere Frau? Zur Sicherheit sah ich mich einmal um und stellte fest, dass ich allein in der Ecke saß. Als ich mich wieder zu ihm wandte, hob er einen Mundwinkel und grinste. Mir schoss unwillkürlich die Hitze ins Gesicht. Noch nie hatte mich ein so gut aussehender Mann angesprochen. Sein markanter Kiefer war glattrasiert, das Kinn kantig und die Nase ein bisschen schief, was ihn nicht weniger attraktiv machte. Im Gegenteil, es verstärkte seine Wirkung auf mich. »Entschuldigen Sie, aber was genau meinen Sie?«, fragte ich verwirrt, ehe ich mir innerlich vor die Stirn schlug. Warum konnte ich nicht einmal so schlagfertig sein wie Alice? »Sie sitzen hier schon eine ganze Weile und starren vor sich hin. Darum bin ich davon ausgegangen, dass Ihr Abend nicht so läuft wie erhofft«, erklärte er mir und deutete auf das volle Glas in meinen Händen. Das war ihm aufgefallen?! »Oh … na ja, ich war nur etwas in Gedanken«, stammelte ich. »Habe ich gemerkt.« Er grinste wieder, wobei er mich mit seinen braunen Augen musterte. »Sind Sie allein hier?« »Nein, meine Freundin tanzt mit jemandem.« Der Mann nickte, bevor er sich von der Theke abstieß, an der er sich bis gerade eben abgestützt hatte, und reichte mir seine Hand. Ich betrachtete sie, ehe ich meine hineinlegte und aufgrund des Hautkontakts erschauerte. »Ich bin James.« »Bree.« »Lass mich raten: Eine Abkürzung für Briana?« Ich lächelte. »Richtig.« »Ein schöner Name für eine noch schönere Frau«, sagte er und löste mit seinen schmeichelhaften Worten ein leises Flattern in meinem Bauch aus. Flirtete James etwa mit mir? Er hielt meine Hand noch eine Sekunde länger fest, ehe er sie losließ und sich wieder an die Bar lehnte. »Was hältst du davon, wenn ich dir was bestelle, das du auch magst?« Mein Blick fiel auf das volle Glas zwischen meinen Fingern. »Das ist eine gute Idee.« Was immer Alice da bestellt hatte, es schmeckte fürchterlich. »Was hättest du denn gern?«, erkundigte sich James bei mir. »Eine Cola.« Er nickte, wandte sich zum Barkeeper und nannte ihm meinen Getränkewunsch. Gleich darauf galt James‘ Aufmerksamkeit wieder mir. Mit seinen braunen Augen taxierte er meinen Körper auf eindringliche Art, als würde er mich in Gedanken ausziehen. Irgendwann machte mich das so nervös, dass ich den Blick senkte und die Hitze in meinem Gesicht spürte. Als der Barkeeper meine Cola brachte, unterbrach James seine Musterung und richtete sich auf. Er griff in seine Hosentasche, reichte dem Typen hinter der Bar etwas Geld und drehte sich wieder zu mir. Ich schaute zu ihm auf und musste schwer schlucken, als mir bewusst wurde, wie groß James war. Er stellte meine zierliche Gestalt mit seinen breiten Schultern und der hohen Statur komplett in den Schatten. Das wirkte einschüchternd auf mich, weshalb ich für einen Augenblick die Luft anhielt. James musste es bemerkt haben, denn er schenkte mir ein sanftes Lächeln, das mich beruhigte. »Du hast wirklich tolle Haare. Ist das Rot von Natur aus so?« Überrascht von seinem Kompliment griff ich nach einer langen Locke und schob sie mir verlegen hinters Ohr. »Ja.« »Sehr beeindruckend.« Plötzlich beschleunigte sich mein Herzschlag. Fühlte es sich so an, wenn man von jemandem begehrt wurde? »Erzähl mir etwas von dir«, bat James. Er nahm auf einem Hocker Platz und lehnte sich zu mir herüber. Sogleich stieg mir sein maskulines Aftershave in die Nase, während ich ihn aus der Nähe heraus betrachtete und mir die kleine Narbe unter seiner rechten Augenbraue auffiel. »Was möchtest du denn wissen?«, fragte ich unsicher. »Am besten alles, aber lass uns erst mal mit was Einfachem anfangen«, erwiderte er schmunzelnd. »Kommst du aus Brooklyn?« »Ja, und du?« »Aus Forest Hills«, antwortete er. »Und was machst du zurzeit? Gehst du aufs College?« Ich nickte. »Auf das St. Joseph’s College in Clinton Hill.« »Eine sehr gute Wahl«, meinte James zufrieden und winkte den Barkeeper heran, um sich ebenfalls was zu bestellen. »Und du?«, erkundigte ich mich, allmählich ein wenig mutiger werdend. »Ich bin Immobilienmakler.« »Wie bist du auf diesen Beruf gekommen? Ich meine, hattest du schon immer den Wunsch, das zu machen?«, hakte ich neugierig nach, um mehr über ihn zu erfahren. James dachte einen Moment lang nach. »Um ehrlich zu sein, habe ich mich bereits relativ früh dafür interessiert. Mein älterer Bruder hat es mir sozusagen vorgelebt. Er war ein Vorbild für mich, weshalb ich später das Geschäft von ihm übernommen habe.« Ein ungutes Gefühl beschlich mich, weil er in der Vergangenheitsform von ihm sprach. »Wieso übernommen?«, fragte ich vorsichtig. »Er ist bei einem Unfall umgekommen«, erzählte James mir und sah mit trauriger Miene auf seine rechte Hand. Ich folgte seinem Blick und entdeckte einen Ring an seinem Mittelfinger, bestehend aus Silber und einem großen, schwarzen Stein in der Mitte. Er wirkte altmodisch, gleichzeitig jedoch elegant. »Das tut mir leid.« Er drehte den Kopf zu mir und hob einen Mundwinkel. »Muss es nicht, trotzdem danke.« Wir schwiegen einen Moment, ehe wir die Unterhaltung auf alltägliche Dinge lenkten und uns besser kennenlernten. Dabei fanden wir heraus, dass wir die Leidenschaft zu Büchern teilten und sogar dieselben Autoren mochten. »Obwohl ich alles lese, was ich in die Finger bekomme, mag ich Thriller und Fantasy am meisten«, gab ich zu. »Lass mich raten: Harry Potter war dein Favorit.« Ich nickte lachend und bemerkte, dass ich endlich etwas lockerer wurde. »Jeder kennt die Bücher und Filme. Außerdem glaube ich, dass die meisten Kinder damit groß geworden sind. Es ist irgendwie Kult, weißt du, was ich meine?« »Ja, so ähnlich ergeht es mir mit Stephen King.« Das brachte mich zum Schmunzeln. »Den kennt ebenfalls jeder.« »Er ist ein Meister seines Fachs.« »Dem widerspreche ich nicht.« »Dann liest du seine Bücher auch?«, wollte James wissen. »Natürlich, das versteht sich doch von selbst.« Er grinste. »Du gefällst mir immer mehr.« Plötzlich machte mein Herz einen Satz und eine verräterische Hitze breitete sich auf meinen Wangen aus. »Das kann ich nur zurückgeben«, wisperte ich, traf auf James` Blick und spürte eine Gänsehaut auf meinen Armen. Zwar kannte ich James noch nicht lange, aber er übte eine Anziehungskraft auf mich aus, die ich bisher bei keinem anderen Mann empfunden hatte. Auch die Tatsache, dass wir bereits Gemeinsamkeiten gefunden hatten, machte ihn für mich sympathisch. »Briana«, begann er, bevor er auf einmal verstummte und sich räusperte. War er etwa nervös? »Würdest du mir deine Nummer geben, damit ich dich morgen anrufen kann?« Ich hielt aufgeregt den Atem an, bemerkte das wilde Flattern in meinem Bauch, und nickte zaghaft. Sogleich holte James sein Handy hervor und tippte die Zahlen ein, die ich ihm diktierte. Anschließend ließ er bei mir durchklingeln, damit ich auch seine Telefonnummer hatte. »Hast du kommenden Freitag schon was vor?«, erkundigte er sich bei mir. »Bisher nicht, warum?« »Einem Freund von mir gehört eine Galerie in der Stadt. Ich würde dich gerne zu seiner nächsten Kunstausstellung mitnehmen, wenn du Lust hast.« Das Flattern in meinem Bauch nahm zu. »Das klingt toll.« »Gut. Dann hole ich dich Freitag um sechs ab. Passt das?« »Ja«, hauchte ich lächelnd. James erhob sich, beugte sich zu mir und ich erstarrte, als sein warmer Atem meine Wange streifte. »Ich freue mich schon«, raunte er mir zu und verabschiedete sich anschließend von mir. Ich sah ihm hinterher, bis er die Bar verlassen hatte und konnte das Glück, dass ein Mann wie er an mir interessiert war, nicht fassen. Mein Herz hämmerte aufgeregt in meiner Brust und schon jetzt sehnte ich den Freitag herbei, wenn ich ihn wiedersehen würde. ...



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