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Swaton | Pandora | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 668 Seiten

Reihe: Pandora

Swaton Pandora

Der Horizont
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-6957-0521-4
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Der Horizont

E-Book, Deutsch, Band 1, 668 Seiten

Reihe: Pandora

ISBN: 978-3-6957-0521-4
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Vor Jahrtausenden verstummten die Götter. Doch ihre Macht lauert noch immer im Verborgenen. In der Gegenwart arbeitet der Wissenschaftler Richard an einer neuen Energieform: Ätherium. Als sein Sohn Brian und seine Freunde durch einen Unfall damit in Berührung kommen, entwickeln sie ungewöhnliche Fähigkeiten. Im alten Haus namens 'Garten' treffen sie auf die exzentrische Madame L und den schweigsamen Silas. Dort stoßen sie auf Geheimnisse, die ihre Vorstellung von der Welt erschüttern. Als Wissenschaft und Mythos kollidieren, wird der Horizont selbst zum Schlachtfeld. Und Brian muss entscheiden, ob er die Vergangenheit wiederbelebt, oder die Zukunft rettet. Pandora Der Horizont verbindet Fantasy, Science-Fiction und Mythologie zu einem Auftakt über Freundschaft, Verantwortung und den Beginn eines magischen Zeitalters.

Frank P. Swaton ist ein deutscher Schriftsteller und schreibt überwiegend Fantasyromane. Das erste Buch der Pandora Reihe, ist sein erstes Werk. Er wurde 1985 in Aachen geboren, und wuchs in Merkstein in einem Kinderheim auf. Seit 2005 arbeitet er als Operationstechnischer Assistent und fing mitte 2025 an, seit dem Tod seines Bruders, Fantasyromane zu schreiben. Er ist verheiratet und lebt mit seiner Frau zusammen und arbeitet bereits an der Fortsetzung der Pandora Reihe.
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Kapitel 4


Brian, Lukas, Sophia, Malik und Eileen saßen entspannt im Schatten eines großen Ahornbaums auf dem Schulhof. Die Sonne blinzelte durch die Blätter, und in der Ferne war das entfernte Summen des Pausenglöckchens zu hören. Auf der Steinbank zwischen ihnen lagen halb geöffnete Brotdosen, Getränkeflaschen, ein paar Notizzettel – und natürlich Maliks Tablet, das auf seinen Knien ruhte.

„Also ehrlich“, begann Lukas, während er einen Müsliriegel auspackte,

„nordische Mythologie ist mit Abstand die coolste. Thor, der mit seinem Hammer Blitze schleudert, und Odin mit seinem Rabenblick

– wie krass ist das bitte?“

„Krass, ja“, murmelte Malik, ohne aufzusehen. „Aber mythologisch gesehen auch völlig übertrieben. Die nordische Mythologie ist vor allem eine düstere Reflexion über Vergänglichkeit. Ragnarök ist das Ende – selbst die Götter sterben.“

„Genau deshalb ist sie so realistisch“, konterte Lukas. „Sogar Götter müssen irgendwann gehen.“

„Ich bleib bei griechisch“, sagte Sophia und schnippte mit dem Finger gegen ihre Trinkflasche. „Athena, Göttin der Weisheit. Drama, Eifersucht, Heldenreisen – das ist wie eine jahrtausendealte Netflix-Serie.“ „Mit Inzest, Verrat und Göttern, die sich in Tiere verwandeln“, murmelte Eileen mit hochgezogener Augenbraue. „Wirklich charmant.“ „Hey, wenigstens haben die Griechen Stil“, verteidigte Sophia ihre Wahl mit einem Lächeln.

„Ich würd ja sagen, chinesische Mythologie ist die reichste“, sagte Malik nun. „Jahrtausende an Erzählungen, Balance zwischen Natur und Kosmos, Yin und Yang, der Jadekaiser... es ist wie ein lebendiges Weltbild.“ „Und trotzdem sagst du jedes Jahr zu Neujahr, dass du auf Glückskekse pfeifst“, warf Lukas ein. Malik grinste. „Ich vertraue lieber auf Algorithmen.“ Eileen, die bisher nur zugehört hatte, schob sich ein Stück Mango in den Mund und sagte trocken: „Ist ja alles schön und gut, aber am Ende laufen sie alle auf dasselbe hinaus – die Welt ist seltsam, die Menschen sind kompliziert, und Götter sind keine Hilfe.“ „Das war jetzt philosophisch“, sagte Brian anerkennend.

„Das war hungrig“, entgegnete Eileen, kaute weiter und lehnte sich zurück. Die fünf lachten. Es war einer dieser Momente, in denen alles für einen Augenblick einfach schien – fünf Freunde, ein bisschen Sonne, und ein harmloser Streit über uralte Götter, als gäbe es keine Sorgen auf der Welt.

Nach einem Moment der Stille sah Sophia zu den anderen. Sie zögerte kurz, ihre Stimme wurde leiser. „Hey, ich wollte euch was fragen. Es ist ein bisschen… na ja… ich weiß nicht, wie ihr reagieren werdet.“

Die anderen sahen sie neugierig an.

„Geht's um Hausaufgaben?“ fragte Lukas grinsend.

Sophia schüttelte den Kopf. „Nein, es geht um heute Abend. Ihr wisst doch, dass wir uns immer im Garten treffen. Ich wollte fragen, ob vielleicht… eine alte Freundin von mir dazustoßen darf.“

Brian runzelte leicht die Stirn. „Eine Freundin?“

„Ja. Ihr Name ist Anna. Wir waren früher eng befreundet, als Kinder.

Aber… sie hat in letzter Zeit etwas sehr Schweres durchgemacht.“

Malik legte das Tablet beiseite. „Was ist passiert?“

Sophia zögerte. „Ich möchte da nicht zu sehr ins Detail gehen. Nur so viel: Sie könnte gerade ein bisschen Normalität gebrauchen. Und ich glaube, sie würde sich in unserer Runde wohlfühlen. Ich weiß, wir sind ziemlich… speziell, aber sie ist es auch. Auf ihre eigene Art.“

Eileen kaute auf einem Stück Mango, dann zuckte sie mit den Schultern. „Solange sie keine Drama-Queen ist und mir nicht mein Obst klaut, ist's mir egal.“

Lukas hob eine Augenbraue. „Wenn du für sie bürgst, ist sie okay für mich.“ Brian nickte schließlich. „Klar. Wenn sie eine Freundin von dir ist, soll sie kommen. Vielleicht tut ihr das ja wirklich gut.“

Sophia lächelte erleichtert. „Danke, Leute. Das bedeutet mir echt viel.“ Am späten Nachmittag machten sich die fünf Freunde auf den Weg zum Park, wie sie es regelmäßig taten. Die Sonne hing tief über dem Horizont, tauchte die Baumwipfel in warmes Orange. Der Wind war mild, die Luft klar. Die Stimmung unter den Freunden war gelöst.

„Anna wartet beim alten Denkmal“, erklärte Sophia, während sie ein wenig schneller ging. „Sie ist vor Kurzem hierher gezogen – zu ihrer Tante. Wir haben uns lange nicht gesehen, aber... sie braucht gerade Menschen, denen sie vertrauen kann.“

„Dann ist sie bei uns richtig“, sagte Brian aufmunternd.

Sie unterhielten sich entspannt, tauschten Anekdoten über den Schultag aus und neckten sich gegenseitig, bis sie in Sichtweite des alten Steindenkmals kamen, das wie ein vergessenes Relikt aus der Zeit stand. Doch ihre Leichtigkeit wich abrupt, als sie in der Ferne sahen, wie drei halbstarke Jugendliche sich einer Person näherten.

Ein Mädchen.

Anna.

Sie stand am Denkmal, hatte offenbar gewartet – und wurde nun in ein Gespräch verwickelt, das rasch bedrohlich wirkte. Einer der Jungs hatte sich breit vor sie gestellt, während die anderen zwei wie Schatten zur Seite traten. Anna wich einen Schritt zurück, ihr Blick unsicher.

„Oh nein“, flüsterte Sophia und rannte los.

„Wir müssen ihr helfen!“, rief Brian, der bereits losgesprintet war, dicht hinter Sophia. Lukas, Malik und Eileen sahen sich kurz an und rannten hinterher.

Anna wirkte eingeschüchtert und ängstlich. Ihre Schultern waren angespannt, der Blick hektisch – doch in dem Moment, als einer der Jungs ihre Schulter berührte, veränderte sich etwas. Ihre Augen wurden plötzlich eiskalt, ihr Ausdruck ernst – beinahe unheimlich ruhig. Wie ausgewechselt.

Ohne zu zögern packte sie seine Hand, drehte sie kraftvoll nach außen und stieß ihn mit der Schulter zu Boden. Die anderen beiden reagierten sofort, doch Anna war schneller. Mit fließenden, präzisen Bewegungen schlug und trat sie in einer Art, die an klassisches Kung-Fu erinnerte – elegant, kontrolliert, aber kompromisslos.

Der kleinere von beiden stürmte auf sie zu, doch Anna duckte sich unter seinem Schlag hinweg und verpasste ihm einen Tritt gegen das Schienbein, gefolgt von einem gezielten Stoß gegen seine Brust, der ihn taumelnd zurückschickte. Der größere wollte sie packen, doch sie konterte mit einem Fußfeger, der ihn direkt auf den Rücken beförderte.

Brian und seine Freunde sahen sich das Spektakel an und waren sprachlos. Das hatten sie nicht erwartet. Lukas blinzelte mehrmals, ehe er flüsterte: „Ihr helfen? Von wem denn?“ ,,Krasser Scheiß“ kommentierte Eileen. Malik total beeindruckt sagte: ,,Alter die kann ja richtig austeilen.“ Brian beobachtete den Kampf genau.

Ihre Kampfkunst war beeindruckend – schnell, präzise, effektiv. Aber irgendwas stimmte nicht. Es war als würde jemand anderes kämpfen.

Der erste der Jungs versuchte sich aufzurappeln, doch bevor er wieder auf die Beine kam, stand Anna schon vor ihm – eine Hand erhoben, bereit zuzuschlagen. Doch plötzlich hielt sie inne, starrte ihn an – regungslos, konzentriert. Dann sagte sie mit ruhiger Stimme: „Wie viele Zähne willst du behalten?“

Die fünf Freunde, die das Ganze aus wenigen Metern Entfernung mitangesehen hatten, blieben wie angewurzelt stehen.

Die drei Jungen, schockiert, überrascht, verängstigt und total überfordert mit der unerwarteten Situation, stürmten davon. Ohne ein weiteres Wort warfen sie sich gegenseitig panische Blicke zu und rannten in unterschiedlicher Richtung davon – als hätten sie es mit einem Geist zu tun gehabt.

Anna stand noch einen Moment reglos da. Dann schloss sie langsam die Augen, holte tief Luft und hielt kurz inne. Als sie sie wieder öffnete, war der eiskalte Blick verschwunden – übrig blieb das schüchterne, ruhige Mädchen, das sie zuvor gewesen war. Ihre Schultern sanken, und sie wirkte plötzlich wieder verletzlich – als hätte der Kampf nie stattgefunden.

Die Freunde liefen auf Anna zu, Sophia voraus. Anna zuckte zusammen, als sie sie sah. „Keine Sorge, wir sind’s nur“, sagte Sophia sanft. Anna blickte sie an, erkannte ihre Freundin – und dann die anderen. Man sah, wie die Anspannung aus ihr wich. Ihre Stimme war leise, kaum hörbar.

„Es tut mir leid... ich wollte denen nicht so sehr wehtun.“

„Du musst dich nicht schlecht fühlen. Die haben das verdient, glaub mir. Ein Schlag auf den Hinterkopf tut denen gut. Oder Nase. Oder Bauch. Oder Beine“, sagte Sophia mit einem aufmunternden Lächeln.

Anna brachte ein schwaches Lächeln hervor und fiel Sophia in die Arme. „Ich dachte, ich hätte das hinter mir...“

Die anderen kamen näher, hielten aber respektvoll...



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