Tacke / Wendel | Die Bibel in zwei Stunden | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 96 Seiten

Tacke / Wendel Die Bibel in zwei Stunden


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-417-22975-2
Verlag: R.Brockhaus
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 96 Seiten

ISBN: 978-3-417-22975-2
Verlag: R.Brockhaus
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So viele Geschichten, so viele Menschen, so viele Einzelheiten in der Bibel... Wo soll man da anfangen? Und was ist der rote Faden? Zwei Bibelexperten haben eine Auswahl aus den wichtigsten Texten der Bibel getroffen. Verbindende Überleitungen zeigen den großen Zusammenhang auf. So kommt man kurzweilig von Adam und Eva bis zum neuen Himmel und der neuen Erde. Ein Streifzug durch die Texte, die man wirklich kennen muss - und zugleich durch Gottes große Geschichte mit der Welt. Die Bibeltexte sind nicht nacherzählt, sondern im Wortlaut nach der beliebten und gut verständlichen Übersetzung der 'Neues Leben'-Bibel wiedergegeben.

Tabea Tacke (Jg. 1995) ist Bibelliebhaberin und Büchersammlerin. Es ist ihr ein Herzensanliegen, Menschen immer wieder neu für das Bibellesen zu begeistern. Sie hat Christliche Studien, Literatur und Medienpraxis studiert und ist heute Programmleiterin für den Bereich Bibel und Theologie bei SCM R.Brockhaus.
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[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

   Wieder macht Gott einen Neuanfang mit den Menschen, wieder wählt er sich einen einzelnen Menschen dafür: Abram (später umbenannt in Abraham). In ihm und seinen Nachkommen soll die ganze Welt gesegnet werden. Damit beginnt die Geschichte von Gottes Volk.

Die Berufung Abrams


1. Mose


12 1Dann befahl der HERR Abram: »Verlass deine Heimat, deine Verwandten und die Familie deines Vaters und geh in das Land, das ich dir zeigen werde! 2Von dir wird ein großes Volk abstammen. Ich will dich segnen und du sollst in der ganzen Welt bekannt sein. Ich will dich zum Segen für andere machen. 3Wer dich segnet, den werde ich auch segnen. Wer dich verflucht, den werde ich auch verfluchen. Alle Völker der Erde werden durch dich gesegnet werden.«

4Abram machte sich auf den Weg, wie der HERR es ihm befohlen hatte. Und Lot ging mit ihm. Abram war 75 Jahre alt, als er Haran verließ. 5Auf den Weg nach Kanaan nahm er seine Frau Sarai, seinen Neffen Lot und alles, was sie besaßen, mit samt ihrem Vieh und ihren Sklaven und Sklavinnen, die sie in Haran erworben hatten. So erreichten sie schließlich Kanaan. 6Sie zogen durch Kanaan und kamen zur Eiche More in der Nähe von Sichem. Damals war das Gebiet von den Kanaanitern bewohnt.

7Da erschien der HERR Abram und sprach: »Ich werde dieses Land deinem Nachkommen geben!« Und Abram baute dort dem HERRN, der ihm erschienen war, einen Altar. 8Danach zog Abram ins Gebirge östlich von Bethel und schlug seine Zelte zwischen Bethel im Westen und Ai im Osten auf. Dort errichtete er einen Altar und betete den HERRN an. 9Dann zog er in mehreren Etappen weiter nach Süden.

   Gott ruft, Abram antwortet – und zieht los. Noch einmal bestätigt Gott sein Versprechen und schließt einen Bund mit Abram:

Der Bund des HERRN mit Abram


1. Mose


15 1Danach sprach der HERR in einer Vision zu Abram: »Hab keine Angst, Abram, denn ich will dich beschützen und dich reich belohnen.«

2-3Doch Abram entgegnete: »O allmächtiger HERR, was wirst du mir geben, wenn ich kinderlos bin? Da du mir keine Kinder geschenkt hast, wird mich mein Verwalter Eliëser von Damaskus beerben.«

4Da sprach der HERR zu ihm: »Nein, dein Verwalter wird dich nicht beerben. Du wirst einen Sohn bekommen, der dein Erbe sein wird.« 5Der HERR führte Abram nach draußen und sprach zu ihm: »Schau hinauf zum Himmel. Kannst du etwa die Sterne zählen?« Dann versprach er ihm: »So zahlreich werden deine Nachkommen sein!« 6Und Abram glaubte dem HERRN und der HERR erklärte ihn wegen seines Glaubens für gerecht.

   Zu Recht fragt der kinderlose und wohl schon recht alte Abram hier nach den versprochenen Nachkommen. Und tatsächlich wird ihm und seiner Frau Sara schließlich ein Sohn geschenkt: Isaak. Ein besonderes Geschenk für die beiden, die in ihrem hohen Alter nicht mehr an die Erfüllung der Zusage geglaubt hatten. Was Gott dann verlangt, ist deshalb umso herausfordernder:

Abrahams Gehorsam wird auf die Probe gestellt


1. Mose


22 1Einige Zeit später stellte Gott Abraham auf die Probe. »Abraham!«, rief Gott.

»Hier bin ich«, antwortete Abraham. 2»Nimm deinen einzigen Sohn Isaak, den du so lieb hast, und geh mit ihm ins Land Morija. Dort werde ich dir einen Berg zeigen, auf dem du Isaak als Brandopfer für mich opfern sollst.«

3Am nächsten Morgen stand Abraham früh auf. Er sattelte seinen Esel und nahm seinen Sohn Isaak sowie zwei seiner Diener mit. Dann spaltete er Holz für das Brandopfer und machte sich auf den Weg zu dem Ort, den Gott ihm genannt hatte. 4Nach drei Tagen entdeckte er den Berg in einiger Entfernung. 5»Wartet hier mit dem Esel auf uns!«, wies er seine beiden Diener an. »Der Junge und ich werden noch ein Stück weitergehen. Dort oben werden wir Gott anbeten und dann zu euch zurückkommen.«

6Abraham nahm das Holz für das Brandopfer vom Esel und legte es Isaak auf die Schultern. Er selbst trug das Messer und das Feuer. Während die beiden zusammen auf den Berg stiegen, 7fragte Isaak: »Vater?«

»Ja, mein Sohn«, antwortete Abraham.

»Wir haben Holz und Feuer«, sagte der Junge, »aber wo ist das Lamm für das Opfer?«

8»Gott wird für ein Lamm sorgen, mein Sohn«, antwortete Abraham. So gingen sie zusammen weiter.

9Schließlich kamen sie an die Stelle, die Gott Abraham genannt hatte. Dort baute Abraham einen Altar und schichtete das Holz darauf. Dann fesselte er seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. 10Abraham nahm das Messer, um seinen Sohn als Opfer für den HERRN zu töten. 11In diesem Augenblick rief der Engel des HERRN ihn vom Himmel: »Abraham! Abraham!«

»Ja«, antwortete er. »Ich höre.«

12»Lass es sein«, sagte der Engel. »Tu dem Kind nichts. Denn jetzt weiß ich, dass du Ehrfurcht vor Gott hast. Du hättest sogar deinen einzigen Sohn auf meinen Befehl hin geopfert.«

13Da sah Abraham auf und entdeckte einen Schafbock, der sich mit den Hörnern in einem Busch verfangen hatte. Er holte den Schafbock und opferte ihn anstelle seines Sohnes als Brandopfer. 14Abraham nannte den Ort »Der HERR sieht«, deshalb sagt man auch heute noch: »Auf dem Berg des HERRN, wo der HERR sich sehen lässt.«

15Dann rief der Engel des HERRN noch einmal vom Himmel Abraham zu: 16»Ich, der HERR, schwöre bei mir selbst: Weil du mir gehorsam warst und sogar deinen geliebten Sohn auf meinen Befehl hin geopfert hättest, 17werde ich dich reich segnen. Ich werde dir viele Nachkommen schenken. Sie sollen zahllos sein wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres. Sie werden ihre Feinde besiegen. 18Durch deine Nachkommen sollen alle Völker auf der Erde gesegnet sein, denn du hast mir gehorcht.« 19Danach kehrten sie zu Abrahams Dienern zurück und zogen heim nach Beerscheba, wo Abraham wohnen blieb.

   Abraham hat Gott entgegen aller menschlichen Wahrscheinlichkeit vertraut und so diese Bewährungsprobe bestanden. Gottes Versprechen eines großen Volkes nimmt immer mehr Form an: Isaak bekommt mit seiner Frau Rebekka Zwillinge, Esau und Jakob. Doch unter den Brüdern herrscht Rivalität und Neid.

Jakob stiehlt den Segen von Esau


1. Mose


27 1Isaak war alt geworden und konnte nichts mehr sehen. Da rief er Esau, seinen älteren Sohn, zu sich und sagte zu ihm: »Mein Sohn!«

»Ja, Vater?«, antwortete Esau.

2»Ich bin nun alt geworden«, sagte Isaak, »und ich weiß nicht, wie lange ich noch zu leben habe. 3Nimm deinen Bogen, den Köcher und ein paar Pfeile und geh hinaus aufs Feld, um mir ein Stück Wild zu jagen. 4Bereite es zu, wie ich es gern mag, und bring es mir, damit ich es essen kann. Dann will ich dich segnen, bevor ich sterbe.«

5Rebekka hatte das Gespräch zwischen Isaak und Esau jedoch belauscht. Als Esau zur Jagd gegangen war, 6sagte sie zu ihrem Sohn Jakob: »Ich habe gehört, wie dein Vater deinen Bruder Esau bat: 7›Bring mir ein Wild und bereite mir ein leckeres Essen zu, damit ich es genießen kann. Dann will ich dich in der Gegenwart des HERRN segnen, bevor ich sterbe.‹ 8Nun, mein Sohn, tu, was ich dir sage. 9Geh hinaus zur Herde und hol mir zwei schöne Ziegenböckchen. Ich werde sie zubereiten, wie dein Vater es mag. 10Du bringst ihm dann die Mahlzeit, damit er sie isst und dich vor seinem Tod segnet.«

11»Denk doch nur daran, dass Esau behaart, aber meine Haut glatt ist«, wandte Jakob ein. 12»Was ist, wenn mein Vater mich betastet? Dann wird er mich für einen Betrüger halten und ich werde Fluch statt Segen über mich bringen.«

13»Dieser Fluch soll dann mir gelten, mein Sohn«, beruhigte ihn Rebekka. »Tu, was ich dir gesagt habe. Geh und hol die Ziegen.«

14Jakob brachte seiner Mutter zwei Ziegen und sie kochte daraus ein leckeres Fleischgericht, genauso wie sein Vater es gern hatte. 15Dann nahm Rebekka Esaus Festkleider, die sie bei sich aufbewahrte, und zog sie Jakob an. 16Sie wickelte die Felle der beiden Ziegenböckchen um seine Hände und um seinen Hals. 17Dann gab sie ihm das Fleischgericht und etwas frisch gebackenes Brot. 18Jakob ging zu seinem Vater und sagte: »Mein Vater!«

»Ja«, antwortete dieser. »Wer bist du, mein Sohn?«

19Jakob antwortete: »Ich bin Esau – dein ältester Sohn. Ich habe getan, was du mir aufgetragen hast. Setz dich auf und iss von meinem Braten, damit du mir deinen Segen geben kannst.«

20Isaak fragte: »Wie konntest du das Tier so schnell finden, mein Sohn?«

»Der HERR, dein Gott, schickte es mir über den Weg«, antwortete Jakob.

21Da sagte Isaak zu Jakob: »Komm näher. Ich will dich betasten, mein Sohn, um festzustellen, ob du Esau bist oder nicht.« 22Jakob trat zu seinem Vater und Isaak betastete ihn. »Die Stimme klingt wie Jakobs Stimme, aber die Hände sind die von Esau«, sagte er. 23Er erkannte Jakob nicht, weil Jakobs Hände sich genauso behaart anfühlten wie Esaus Hände. Und so segnete Isaak Jakob. 24Bist du wirklich mein Sohn Esau?«, fragte er noch einmal.

»Ja, ich bin Esau«, log Jakob.

25»Gib mir jetzt von dem Wild zu essen, mein Sohn«, sagte Isaak. »Dann werde ich dich segnen.« Jakob reichte es ihm und Isaak aß. Er trank auch...


Tacke, Tabea
Tabea Tacke (Jg. 1995) hat Christliche Studien, Literatur und Medienpraxis studiert und ist Programmleiterin für den Bereich Bibel und Theologie bei R.Brockhaus. Aktuell befindet sie sich in Elternzeit. Sie ist die Herausgeberin der gesamten »wortweise«-Reihe.

Wendel, Ulrich
Dr. theol. Ulrich Wendel (Jg. 1964) ist mit der Autorin und Speakerin Kerstin Wendel verheiratet. Die beiden haben zwei erwachsene Kinder. Der promovierte Neutestamentler arbeitete als Gemeindepastor, Lehrbeauftragter für Neues Testament an einer Evangelischen Hochschule sowie als Programmleiter für Bibel und Theologie bei R.Brockhaus. Heute verantwortet er als Chefredakteur die Magazine "Faszination Bibel" und "sela. Das Gebetsmagazin" beim Bundes-Verlag. Darüber hinaus ist er Autor und Herausgeber mehrerer Bücher zu den Themen Gebet, Bibelverständnis und Bibelauslegung. In seiner Freizeit ist er gern im Wald oder an der Ostseeküste unterwegs und begeistert sich für Jazzmusik.

Tabea Tacke (Jg. 1995) hat Christliche Studien, Literatur und Medienpraxis studiert und ist Programmleiterin für den Bereich Bibel und Theologie bei R.Brockhaus. Aktuell befindet sie sich in Elternzeit. Sie ist die Herausgeberin der gesamten »wortweise«-Reihe.

Dr. theol. Ulrich Wendel (Jg. 1964) ist mit der Autorin und Speakerin Kerstin Wendel verheiratet. Die beiden haben zwei erwachsene Kinder. Der promovierte Neutestamentler arbeitete als Gemeindepastor, Lehrbeauftragter für Neues Testament an einer Evangelischen Hochschule sowie als Programmleiter für Bibel und Theologie bei R.Brockhaus. Heute verantwortet er als Chefredakteur die Magazine "Faszination Bibel" und "sela. Das Gebetsmagazin" beim Bundes-Verlag. Darüber hinaus ist er Autor und Herausgeber mehrerer Bücher zu den Themen Gebet, Bibelverständnis und Bibelauslegung. In seiner Freizeit ist er gern im Wald oder an der Ostseeküste unterwegs und begeistert sich für Jazzmusik.



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