Tan | Dirty Rockstar | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 403 Seiten

Reihe: The-Rough-Romance-Reihe

Tan Dirty Rockstar


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7517-3311-3
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 1, 403 Seiten

Reihe: The-Rough-Romance-Reihe

ISBN: 978-3-7517-3311-3
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Der heißeste Rockstar der Welt, Axel Hawk, hat alles, was Frau sich nur wünschen kann: Er sieht wahnsinnig gut aus und hat noch dazu ein Bad-Boy-Image, das die Knie weichwerden lässt. Aber selbst seine treuesten Fans wissen nicht, wie gefährlich er wirklich sein kann.

Von dem Moment an, als er Ricki Hamilton trifft, weiß er, dass er nie wieder eine andere Frau will. Er spürt die glühende Leidenschaft, die hinter ihrer kühlen Fassade schlummert - und er ist fest entschlossen, dieses Feuer zu entfesseln.

Ricki lässt sich auf das heiße Spiel ein - und je weiter sie gehen, desto mehr sehnt sie sich nach Axel. Zum ersten Mal in ihrem Leben, weiß sie genau, was sie will - sie muss es sich nur nehmen ...

Heiße Rockstars, reiche Erbinnen und ein geheimer Privatclub - die eBook-Reihe von Cecilia Tan bietet prickelnde Liebesgeschichten voll knisternder Spannung.

Dieser Roman ist bereits in einer früheren Ausgabe unter dem Titel »The Rough - Dunkle Symphonie« erschienen.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Cecilia Tan ist Autorin und Aktivistin. Ihr BDSM-Liebesroman Slow Surrender gewann den RT Reviewers Choice Award in der Kategorie Erotic Romance, sie selbst wurde mit dem RT Career Achievement Award in derselben Kategorie ausgezeichnet. Sie ist Gründerin und Herausgeberin von Circlet Press, einem Verlag für erotische Science Fiction und Fantasy und Initiator des Fetish Fair Fleamarket. Im Jahr 2010 wurde sie in die Saints & Sinners Hall of Fame aufgenommen.

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Weitere Infos & Material


Prolog


RICKI

Der Katalog mit Sextoys sah aus wie ein Hochglanzmagazin, geschmackvoll, mit eleganten Schrifttypen und Streifen in coolem, professionellem Grau. Wenn man nicht genau hinschaute, hätte man ihn für eine Werbebroschüre für Büromöbel anstatt für Vibratoren und farblich abgestimmtes Bondage-Spielzeug halten können. Ich klappte ihn wieder zu, warf ihn auf meine Schreibtischunterlage und schob ihn meiner Schwester Gwen hin.

»Gibt unser Budget das her?«, war meine einzige Frage.

Gwens Lippen formten ein stummes »Versaut!«, bevor sie tatsächlich sprach. »Im Ernst, Ricki? Kannst du mal für eine halbe Sekunde aufhören, wie eine Betriebswirtin zu denken? Du bist nicht mal über die Dildos hinaus bis zur Lederabteilung gekommen. Da gibt es eine ganze Sammlung von handgefertigten Peitschen und neunschwänzigen Katzen …«

»Von mir aus können die aus fair gehandeltem Öko-Yakleder sein«, raunzte ich und wedelte mit der Hand, als wollte ich eine Rauchwolke vertreiben. »Sextoys sind Sextoys. Haben wir dafür Budget?«

»Ja, haben wir«, sagte sie beleidigt. Ihre Blicke wanderten durch mein Büro. Ich hatte mich bemüht, die Räumlichkeiten etwas aufzuhübschen, seit ich sie nach dem Tod meines Großvaters übernommen hatte, doch nach zwei Monaten war immer noch sein exzentrischer Geschmack spürbar. Ich war mir zum Beispiel noch nicht im Klaren, was ich mit der über zwei Meter hohen geschnitzten Holzstatue eines Adlers anstellen sollte. Und ich hatte seinen Schreibtisch aus massiver Eiche behalten, der so groß war wie ein Esstisch.

Der Schreibtisch gefiel mir. Ich lehnte mich in meinem Sessel zurück, kickte meine Pumps weg und legte meine bestrumpften Füße darauf. »Mach nicht so ein Gesicht, Gwen.«

»Du weißt, dass es eine gute Idee ist«, sagte sie versöhnlich. »Die Tochter von Kresley Palmer hat um ein Haar seine Vibratorsammlung hinten in seinem Wagen entdeckt. Außerdem reduzieren wir das Haftungsrisiko, wenn wir sie selbst pflegen und reinigen …«

»Habe ich nicht gerade gesagt, dass das Budget das hergibt? Kauf so viel Sexspielzeug, wie du willst, Gwen. Die Idee ist toll. Vielleicht sollten wir dann auch private Spinde für die Mitglieder aufstellen.« Es machte Sinn, unsere Mitglieder mit allem zu versorgen, was sie vor Ort brauchten, damit sie kein peinliches Zubehör transportieren mussten.

Was nicht so viel Sinn machte, obwohl ich versuchte, nicht lange darüber nachzudenken, war die Tatsache, dass wir, die beiden Mittzwanziger-Enkelinnen eines der reichsten Hollywood-Mogule, auf dem Familienanwesen einen geheimen Sexclub betrieben. Aber unser Großvater Raymond »Cy« Hamilton hatte in sein Testament ein paar sehr seltsame Klauseln eingebaut. Für einige konnte ich ja irgendwie Verständnis aufbringen. Zum Beispiel für die, dass ich, wenn ich für das Familienunternehmen – die ehemaligen Coast to Coast Pictures, inzwischen einfach als CTC bekannt – tätig werden wollte, vorher mindestens drei Jahre lang woanders würde arbeiten müssen. Ich hätte sogar noch verstanden, wenn das Testament verlangt hätte, alle Beweise für die Existenz des Verlieses zu vernichten und nie wieder ein Wort darüber zu verlieren. Aber nein. Der Preis für unser Erbe: »Haltet an der Tradition fest.«

»Du sagst ja, aber deine Körpersprache sagt etwas anderes«, meinte Gwen mit besorgt zusammengezogenen, schmalen blonden Augenbrauen. »Sehr begeistert siehst du nicht aus.«

»Meine Aufgabe ist nicht, begeistert zu sein.« Mir taten die Füße weh, und ich begann, einen zu massieren. »Ehrlich. Welchen Sinn macht es, einen geheimen S&M-Club zu betreiben, wenn man nicht mal einen jungen Sklaven hat, der einem die Füße massiert?«

Gwen lächelte kurz und listig. »Das ließe sich arrangieren, weißt du …«

»Das war ein Scherz!« Ich setzte meine Füße rasch auf den Boden. »Mal im Ernst, Gwen. Ausstattung, Arbeitssicherheit, dafür bist du zuständig. Verwaltung, Mitgliedschaft, dafür bin ich zuständig. Du machst das, was gerade anliegt, ich arbeite im Hintergrund. Haben wir das nicht so abgesprochen?«

»Ja«, seufzte sie.

»Also hör auf, mich weiter mit deinen Angelegenheiten zu belästigen. Ich bin nicht interessiert.«

»Du machst einfach nur den Eindruck, als hättest du nicht viel Spaß«, sagte sie.

Mir war nicht ganz klar, wie Gwen darauf kam, dass das Betreiben eines Sexclubs Spaß machen sollte. Für mich war es ein Damoklesschwert, das über unseren Köpfen hing, ein drohender PR-Albtraum. Hätte es »Spaß gemacht«, hätte Opa Cy es nicht für nötig befunden, unsere Erbschaft an Bedingungen zu knüpfen. Was sollte etwas, das ins Leben gerufen worden war, um die Ehe meiner Großeltern aufzupeppen, mit meinem Leben zu tun haben? Unsere Eltern hatten sich sogar auf einer der Clubpartys kennengelernt, als unsere Mutter eine große Karriere als Schauspielerin vor sich hatte und unser Vater damit beschäftigt war zu beweisen, dass er ganz nach seinem Vater kam. Wenn Dad doch nur Opa Cys Geschäftssinn geerbt hätte statt seiner sexuellen Vorlieben.

Ich bin sicher, die meisten Menschen wussten nicht so viel über das Sexualleben ihrer Eltern wie wir. Andererseits bestand das Familienerbe der meisten Menschen auch nicht in einem geheimen Verlies auf ihrem Grund und Boden. Obwohl ich irgendwie vermutete, dass das auch nicht viel schlimmer war als das Vermächtnis, das wir bereits mit uns herumschleppten – der Tod unserer Mutter, als wir klein waren. Ich zog es vor, nicht daran zu denken, wenn es sich vermeiden ließ.

»Schau, Gwen. Ich habe jede Menge Spaß …«, setzte ich an, ihr zu versichern, aber da brummte die alte Gegensprechanlage auf dem Schreibtisch, und die Stimme meines Assistenten Paul unterbrach mich.

»Grammy-Time, Ms Hamilton. In fünf Minuten ist die Stylistin da«, sagte er. »Dein Wagen ist gerade durchs Haupttor gefahren. Und Jamison sagt, die Garderobe bei deiner Freundin Sakura sei fertig.«

Mit einem frustrierten Stöhnen sprang ich auf. Wir hatten so viel Zeit mit unserem Gespräch über Sextoys verplempert, dass ich keine Gelegenheit gehabt hatte, das eigentliche Thema mit Gwen zu besprechen. Der Rest des Tages und die Nacht waren voll verplant: zuerst die Grammyverleihung, vielleicht kurz bei der Party bei Blue Star Entertainment reinschauen und dann die Anschlussparty hier auf dem Anwesen. Nicht so eine Party! Eine ganz normale Hollywood-Schickeria-Geschichte. Vielleicht würde ich heute Abend endlich David Meyers festnageln und ihm den Vorschlag einer neuen Abteilung bei Blue Star unterbreiten können. Ich war mir nicht zu schade abzuwarten, bis mein Boss mit Champagner abgefüllt war, um mich an ihn ranzumachen. Mit Gwen würde ich morgen reden müssen, wenn das Personal aufgeräumt hatte und wir das Haus wieder für uns hatten.

»Siehst du?«, sagte ich. »Ich werde Spaß haben. Grammyverleihung.«

Gwen warf mir einen skeptischen Blick zu. »Tja. Du wirkst wie im siebten Himmel.« Sie klaubte den Katalog auf. »Ich schau’s mir mit einer Schüssel Popcorn im Fernsehen an und ziehe mich dann später für die Party um.«

Ihr Plan hörte sich nach mehr Spaß an als meiner, aber ich hatte nicht vor, das zuzugeben. Die Gegensprechanlage brummte erneut.

»Äh«, kam Pauls Stimme, diesmal etwas vorsichtiger. »Code Blau.«

Das war die Warnung an uns, dass unser Vater, das nominelle Hamilton-Oberhaupt, sich auf dem Gelände aufhielt. Wieso war alles in meinem Leben ein gefundenes Fressen für die Presse? Was wäre schlimmer, überlegte ich verärgert: Wenn die Presse Dad betrunken bei einer seiner Tiraden erwischen würde oder wenn sie etwas über das Bondage-Sortiment herausfand, das unseren Keller füllte? Der Worst Case wäre: Sie entdecken das Verlies während er sich betrunken in einer seiner Schimpftiraden ergeht … Mein Kopf fing an zu schmerzen, als Gwen und ich uns leicht alarmiert anschauten. »Ich dachte, Dad sei in der Karibik.«

»Dachte ich auch.«

Sie sprang auf. »Du ziehst dich an. Ich kümmere mich um ihn.«

»Bist du dir sicher?«

Mit hastigen Handbewegungen scheuchte sie mich aus dem Büro. »Raus, raus, raus. Wahrscheinlich ist er sowieso schon halb angeschickert. Mit ein bisschen Glück ist er besinnungslos, ehe der erste Gast ankommt. Mach dir keine Sorgen, Ricki.«

Mach dir keine Sorgen. Mach dir keine Sorgen. Wieso sagten mir die Leute ständig, ich solle mir keine Sorgen machen? Dadurch machte ich mir nur noch mehr Sorgen. Wie standen die Chancen, dass Dad überhaupt mitbekam, dass heute Abend die Grammyverleihung war? Das Personal wusste, wie es mit ihm fertig wurde. Gwen hatte recht. Sie würden ihm, um ihn zu beschäftigen, entweder eine Flasche oder eine Frau besorgen – oder beides. Wir kannten es eigentlich nicht anders, und das war der Hauptgrund, weshalb Opa Cy die Verwaltung des Nachlasses direkt in die Hände von Gwen und mir gelegt hatte anstatt in die unseres Vaters. Wie viele Jahre würde ich diesen Drahtseilakt überstehen müssen, bevor ich das Leben leben konnte, das ich wirklich wollte, und eine Produktionsabteilung von CTC leiten? In diesem Moment wäre ich am liebsten nach oben gegangen und hätte mich mit einem guten Buch zusammengerollt, aber es war mein Job, auszugehen und gute Miene zum bösen Spiel zu machen, damit die Branche in mir nicht die arme Halbwaise und Enkelin von Cy Hamilton sah oder aber die Gebieterin über das berüchtigste, perverse Geheimnis Hollywoods.

Über Dad würde ich mir später Gedanken machen müssen. Im Augenblick stand ganz oben auf der Liste, mich...


Tan, Cecilia
Cecilia Tan ist Autorin und Aktivistin. Ihr BDSM-Liebesroman Slow Surrender gewann den RT Reviewers Choice Award in der Kategorie Erotic Romance, sie selbst wurde mit dem RT Career Achievement Award in derselben Kategorie ausgezeichnet. Sie ist Gründerin und Herausgeberin von Circlet Press, einem Verlag für erotische Science Fiction und Fantasy und Initiator des Fetish Fair Fleamarket. Im Jahr 2010 wurde sie in die Saints & Sinners Hall of Fame aufgenommen.

Cecilia Tan ist Autorin und Aktivistin. Ihr BDSM-Liebesroman Slow Surrender gewann den RT Reviewers Choice Award in der Kategorie Erotic Romance, sie selbst wurde mit dem RT Career Achievement Award in derselben Kategorie ausgezeichnet. Sie ist Gründerin und Herausgeberin von Circlet Press, einem Verlag für erotische Science Fiction und Fantasy und Initiator des Fetish Fair Fleamarket. Im Jahr 2010 wurde sie in die Saints & Sinners Hall of Fame aufgenommen.



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